Medikamente Prüfung
Prüfungsrelevante Medikamente
Prüfungsrelevante Medikamente
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Flashcards
Furosemid (6/2)
Medikamentenart: Diuretikum
Indikation: kardiales Lungenödem
Dosierung: 20 mg i.v.
einmalige Repition nach 15 min
Kein Anwendung wenn:
- bekannte Allergie/ Überempfindlichkeit
- Hypovolämie, schwere Dehydratation
- Nierenversagen mit Anurie
- Leberversaagen mit Bewustseinsstörung (Praecoma/ Coma hepaticum)
- schwere Hypokaliämie, Hyponatriämie
- Stillzeit
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko- Abwägung:
- Schwangerschaft
- Hypotonie
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen:
- Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen
- Blutdruckabfall, Hypotonie, Orthostase
- Elektrolytstörungen
- Hörstörungen
- Übelkeit
Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Transportkanälen oder Ionenkanälen
Acetylsalicylsäure
Wirkstoffgruppe: Thrombozytenaggregationshemmer, Hemmung der Cyclooxygenase
Indikation:
- Acs
- Myokardinfarkt
Kein Anwendung, wenn:
- Allergie bzw. Unverträglichkeit gegen Wirkstoff oder Salycilate
- aktuell bestehende innere Blutungen
- Trauma mit Gefahr einer nicht komprimierbaren Blutung
- Blutungsneigung / hämorraghische Diathese
- V.a. akutes Aortensyndrom
- letztes Triemon der Schwangerschaft
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen andere NSAR
- Asthmaanfall
- aktuelles Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
- schwere Leber- und Nierenfunktionsstörung
- schwerer Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
- Methotrexat-Einnahme
- Schwangerschaft
Altersbegrenzung: Keine Anwendung durch NotSan bei Patienten unter 18 Jahren
Dosierung: 250 mg langsam i.v., 200mg oral, keine Repitition
Unerwünschte Arzneimittelwirkung / Risiken:
- Bronchospasmus, Auslösen eines Asthmaanfalls
- Blutungsgefahr
- Übelkeit/Erbrechen
Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Enzymen
Adrenalin/Epinephrin
Wirkstoffgruppe: Katecholamine/Sympathomimetika
Indikation:
- Reanimation
- instabile Bradykardie
- Anaphylaxie ab Stadium 2 mit Atemstörungen oder Schock
- Pseudokrupp (Laryngotracheobronchitis)
- Obstruktion der oberen Atemwege durch Schleimhautschwellung
keine Anwendung, wenn:
- entfallen bei vitaler Gefährdung
Altersbegrenzung: keine
Durchführung/ Dosierung:
- Reanimation
- Erwachsene: 1 mg i.v. / i.o.
- Kinder: 0,01 mg pro kgKG i.v. / i.o.
- bei VF: nach dritter Defribillation, danach alle 4 min
- bei Asystolie/PEA: so früh wie möglich, danach alle 4 min
- instabile Bradykardie:
- 1 mg in 100 ml NaCl (0,01 mg/ml)
- 0,5 ml bolusweise jede Minute i.v. bis zum adäquater Anstieg der HF
- danach regelmäßige Evalution - bei Abfall HF erneute Gabe
- Anaphylaxie ab Stadium 2:
- Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: 0,5 mg i.m.
- Kinder 6-12 Jahre: 0,3 mg i.m.
- Kinder unter 6 Jahre: 0,15 mg i.m.
- Obstruktion der oberen Atemwege durch Schleimhautschwellung, Pseudokrupp, Aanphylaxie mit A- oder B- Problem
- 4 mg Epinephrin vernebeln
- Repitition anch 10 min möglich
Unerwünschte Arzneimittelwirkungen / Risiken:
- Angina pectoris (erhöhter O2 Bedarf am Herzen)
- Hypertonie
- Tachykardie / Herzrhythmusstörungen
- Durchblutungsstörungen / Nekrosen im Bereich der Akren
- Unruhe, Angst, Kopfschmerzen, Tremor, Palpitationen, Mydriasis, Hypergklykämie
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Lidocain
Arzneimittelgruppe: Antiarrhytmikum
Indikation:
- Antiarrhytmikum bei defibrillierbaren Rhythmen (Kammerflimmern und pulslose VT) im Rahmen der Reanimation (gelichwertige Alternative zu Amiodaron)
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:
- entfällt
Altersbegrenzung: entfällt
Durchführung/ Dosierung:
- Erwachsene:
- 100 mg i.v. nach dem 3. Schock
- 50 mg i.v. Repitition nach dem 5. Schock
- Säugline und Kinder:
- 1 mg pro kgKG nach dem 3. Schock
- 0,5 mg pro kgKG nach dem 5. Schock
UAW/Risiken:
- Bradykardie
- Überleitungsstörungen
- Hypotonie
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Vollelektrolytlösung
Arzneimittelgruppe: kristalloide Infusionslösung, balancierte Vollelektrolylösung
Indikationen:
- Flüssigkeits- und Volumenmangel:
- Blutung, hämmorrhagischer Schock (möglichst nach der Blutstillung)
- schwergradige Dehydratation (z.B. bei massivem Erbrechen, Diarrhoe)
- Anaphylaxie/ anaphylaktischer Schock
- Sepsis/ septischer Schock
- thermische Verletzungen (z.B. Verbrennungen)
- schwergradige Hyperglykämie (Erwachsene = über 250 mg/dl, Kinder = Über 200 mg/dl)
- weitere Indikationen
- Schlaganfall
keine Anwendung, wenn:
Hypervolämie, z.B. im Rahmen von
- karidaler Dekompensation, Lungenödem
- Niereninsuffizienz mit Oligurie/Anurie
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung:
- Herzinsuffizienz, pulmonale Stauung
Altersbegrenzung: entfällt
Durchführung/ Dosierung:
- Kinder und Erwachsene über 12 Jahre = 500 - 1000 ml i.v.
- Kinder gleich oder unter 12 Jahren = 10 ml pro kgKG i.v.
- Repetition möglich
UAW/Risiken:
- Hyperhydratation (Überwässerung)
- Dilution (Verdünnung und ggf. Verstärkung einer Butung)
Glukose
Arzneimittlegruppe: Monosaccharid (Einfachzucker)
Indikation: Hypoglykämie unter 60 mg/dl (Fremdhilfe erforderlich)
Keine Anwendung, wenn:
- entfällt
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:
- entfällt
Durchführung/Dosierung:
- auf sichere Lage des Zugangs achten
- höherkonznetrierte Lösungen verdünnen, max. 20%ige i.v. Gabe
- Glucose i.v. zusammen mit einlaufender Vollelektrolytlösung applizieren
- Erwachsene und Kinder über 30 kgKG
- Einzeldosis 8-10 g Glucose
- Kinder
- Einzeldosis 0,2 g pro kgKG
- Repetition möglich
- Bei wachen Patienten mit vorhandenen Schluckreflexen soll Glucose Gabe per os erfolgen
UAW/Risiken:
- Venenreizung, Nekrosen bei paravasaler Gabe
- Hyperglykämie
- Hypokaliämie
Wirkweise: Steigerung der Blutglukosekonzentration
Glukagon
Arzneimittelgruppe: Hormon zur Therapie
Indikation:
- Hypoglykämie unter 60 mg/dl
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit/Allergie
- leere Glykogenspeicher (schwere Leebrfunktionsstörung, Alkoholmissbrauch, etc.)
- leichzeitige Einnahme von Indometacin (paradoxe Wirkung möglich)
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:
- entfällt
Altersbegrenzung:
- nasal ab 4 Jahren
Durchführung/Dosierung:
- Erwachsene und Kinder über 25 kgKG = 1 mg i.m.
- Kinder unter 25 kgKG = 0,5 mg i.m.
- Erwachsene und Kinder über 4 Jahre = 3 mg i.n. (Baqsimi)
UAW/Risiken:
- Übelkeit/Erbrechen
- Tachykardie/Hypertonie
Salbutamol
Arzneimittelgruppe: ß2-Sympathomimetikum
Indikation: Bronchialobstruktion
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- symptomatische Tachykardie / Tachyarrhythmie
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:
- schwere Herzerkrankung ACS, HOCM
- Phäochromozytom
- Schwangerschaft
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Pat. unter 4 Jahren
Durchführung/ Dosierung:
- über 12 Jahre: 2,5 mg inhalativ
- Kinder 4-12 Jahre: 1,25 mg inhalativ
- einmalige Repitition nach 10 min möglich
UAW/ Risiken:
- Tachykardie, HRST, Extrasystolie
- Unruhe, Schwindel, Tremor
- Wehenhemmung
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Tranexamsäure
Arzneimittelgruppe: Antifibrinolytikum
Indikation: Blutungen nach schwerem Trauma im hämorrhagischen Schock
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Schwangerschaft
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:
- akute arterielle / venöse Thrombosen / LAE
- schwere Nierenfunktionsstörung
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren
Durchführung/Dosierung:
- 15 mg pro kgKG langsam i.v. (Kurzinfusion über 15 min)
- max. 1000 mg
UAW/Risiken:
- allergische Reaktion
- Übelkeit, Erbrechen
- Krampfanfälle
- Sehstörungen einschließlich Störungen des Farbensehens
- Unwohlsein mit Hypotonie mit oder ohne Bewusstlosigkeit (im Allgemeinen nach einer zu schnellen i.v.-Gabe
- arterielle oder venöse Thrombosen / Embolien
Wirkweise: Blockiert Lysinbindungsstelle des Plasminogens, Hemmung des aktiven Plasmins
Urapidil
Arzneimittelgruppe: Antihypertensivum, Alpha-Rezeptorblocker mit zentraler Wirkung
Indikation:
- hypertenisver Notfall
- Akutes Aortensyndrom
- Schlaganfall
keine Anwenung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- nicht korrigierte Aortenisthmusstenose
- Schwangerschaft
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:
- Leber- und Niereninsuffizienz
- Aorten- und Mitralklappenstenose
- Herzinsuffizienz
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahre
Durchführung/Dosierung:
- langsam 5 mg i.v.
- Repetition möglich
- maximal 25 mg
UAW/Risiken:
- unerwartet starker Blutdruckabfall
- orthostatische Dysregulation
- Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit
- Übelkeit, Erbrechen
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Paracetamol
Arzneimittelgruppe: Nicht-opioid-Analgetikum
Indikation:
- Schmerzen NRS3 oder größer
- Fieber beim Kind nach stattgehaptem Krampfanfall / Fieberkrampf
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- schwere Leberfunktionsstörung
- bekannter Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel
Anwendung nach sorgfältiger Nurzen- / Risiko-Abwägung, wenn:
- schwere Niereninsuffizienz
- Leberfunktionsstörung (z.B. bei schwerer Mangelernährung oder Alkoholabusus)
- Schwangerschaft, Stillzeit
- Blutbildungsstörungen
Altersbegrenzung: siehe Durchführung
Durchführung/Dosierung:
- bei Kindern unter 10 Jahren rektale Applikation
- 7 - 12 kgKG bzw. 6 Monate - 2 Jahre = 125 mg
- 13 - 25 kgKG bzw. 2 - 8 Jahre = 250 mg
- 26 - 43 kgKG bzw. 8 -12 Jahre = 500 mg
- Bei Kindern und Erwachsenen per Kurzinfusion
- 15 - 50 kgKG = 15 mg pro kg KG i.v.
- über 50 kgKG = 1000 mg i.v.
- einmalige Kurzinfusion über 15 Minuten i.v., keine Repitition
- nicht zu applizierende Menge vor der Gabe entfernen
UAW/Risiken:
- Verschlechterung einer Leberfunktionsstörung
- allergische Haut- und Schleimhautreaktion
- Hypotonie
Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Enzymen
Dimenhydrinat (9/3)
Arzneimittelgruppe: Antihistaminikum (Histamin-1-Rezeptor-Antagonist), Antiemetikum
Indikation: Übelkeit und Erbrechen
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlochkeit gegen den Wirkstoff
- akute Bronchialobstruktion (Asthma/COPD)
- Engwinkelglaukom
- Krampfanfälle (Epilepsie/Eklampsie)
- bekannte Porphyrie
- bekanntes Long-QT-Syndrom
- Phäochromozytom
- Therapie mit MAO-Hemmern
- Wehentätigkeit
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- /Risiko-Abwägung, wenn:
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Morbus Parkinson
- HRS und KHK
Altersbegrenzung: keine rectale Anwendung bei Kindern unter 1 Jahr
Durchführung/ Dosierung:
- ab 14 Jahren = 62 mg langsam i.v.
- 6 - 14 Jahre = 40 mg langsam i.v. oder rectal
- unter 6 Jahren = 40 mg rectal
UAW/Risiken:
- ZNS-Dämpfun mit Sedierung und Müdigkeit (schlimmer bei Alkohol)
- paradoxe Reaktionen (Unruhe, Erregung)
- Tachykardie
- Mydriasis, Sehstörungen
- Mundtrockenheit, Miktionsstörungen, gastrointestinale Beschwerden
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Amiodarom
Arzneimittelgruppe: Antiarrhythmikum (Klasse 3)
Indikation: Reanimation: refraktäres Kammerflimmern, pvT
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- bekannte Jod-Allergie
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- /Risiko-Abwägung, wenn: entfällt
Altersbegrenzung: Säugline und Kinder unter 3 Jahren (Gehalt an Benzylakohol)
Durchführung / Dosierung:
- langsame i.v.-Injektion als Bolusgabe unter laufender Infusion
- mit Vollelektrolytlösung nachspülen
- Gabe nach der 3. Defibrillation
- Kinder: 5 mg pro kgKG (max. 300 mg)
- Erwachsene: 300 mg
- Repetition anch der 5. Defibrillation
- Kinder: 5 mg pro kgKG (max. 150 mg)
- Erwachsene: 150 mg
UAW/Risiken:
- Bradykardie, Überleitungsstörungen, Hypotonie
- Wirkweise: Rezeptovermittelte Arzneimittelwirkung
Glyceroltrinitrat
Arzneimittelgruppe: organisches Nitrat, Vasodilatator
Indikation:
- kardiales Lungenödem
- hypertensiver Notfall mit kardialer Symptomatik
- Myokardinfark (keine routinemäßige Gabe)
Keine Anwendung, wenn:
- Unverträglichkeit gegen die Substanz und andere NItratverbindungen sowie Pfefferminzöl
- Schock jeder Genese (auch kardiogen)
- Hypotonie RR systolisch unter 100 mmHg
- inferiorer Infark mit rechtsventrikulärer Beteiligung
- gleichzeitige Einnahme von PDE5-Hemmern (z.B. Viagra, Levitra, Cialis)
- schwerer, stenosierender Herzklappenfehler
- bekannte HOCM (hypertrophe obstruktive Cardiomyopathie)
- v.a. Erhöhung des intrakraniellen Drucks, z.B. bei intrakranieller Blutung
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:
- Hypotonie, RRsyst kleiner 120 mmHg
- Schwangerschaft und Stillzeit
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Patienten unter 12 Jahren
Durchführung/Dosierung:
- Anlage eines sicheren i.v.-Zugangs vor Gabe von Glyceroltrinitrat
- Spray nicht schütteln
- Dosierung = 1 x 0,4 mg (1 Hub) sublingual
- einmalige Repetition nach 5 Minuten möglich
UAW/Risiken:
- Kreislaufdysregulation: Blutdruckabfall, Tachykardie
- Flush, Schwindel
- Kopfschmerzen
- Anstieg des intrakraniellen Druckes
Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Enzymen
Ipratropriumbromid
Arzneimittelgruppe: inhalatives Parasympatholytikum
Indiaktion: Bronchialobstruktion: Asthmaanfall, Exazerbation COPD
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Atropin oder andere Atropinderivate
- symptomatische Tachykardie /Tachyarrhythmie
- Engwinkelglaukom
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:
- Schwangerschaft
Durchführung/ Dosierung:
- vernebelte Lösung darf nicht in die Augen gelangen, auf festen Sitz der Maske achten
- Patienten über 12 Jahren = 0,5 mg inhalativ
- Patienten 6 bis 12 Jahre 0,25 mg inhalativ
- Repetition nach 30 min möglich
UAW/Risiken:
- Allergie
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Sehstörungen
- Tachykardie
- Mundtrockenheit
- Husten
- gastrointestinale Motilitätsstörungen
- Harnverhalt
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Butylscopolamin (7/3)
Arzneimittelgruppe: Parasympatholytikum
Indikation: starke kolikartige abdominelle Schmerzen
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Tachykardie, Tachyarrhythmie
- Engwinkelglaukom
- Ileus
- mechanische Stenosen im Magen-Darm-Trakt
- Myasthenia Gravis
- Schwangerschaft und Stillzeit
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:
- kardiale Vorerkrankungen, z.B. KHK oder hochgradige Herzklappenstenosen
- Harnverhalt
- Vorbehandlung mit anticholinerg wirkenden Medikamenten (z.B. Antidepressiva)
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren
Durchführung/Dosierung:
- 0,3 mg pro kgKG langsam i.v., Repetition nach 5 min
- max. 20 mg
UAW/Risiken:
- allergische Haut- und Schleimhautreaktion
- Tachykardie, Blutdruckabfall
- Mydriasis, Sehstörungen, Auslösung eines Glaukomanfalls
- Mundtrockenheit
- Miktionsstörungen
- Schwindel
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Heparin
Arzneimittelgruppe: Antikoagulans
Indikationen:
- akutes Koronarsyndrom (ACS)
- Lungenarterienembolie (LAE)
- akuter peripherer arterieller Verschluss
keine Anwendung, wenn:
- Unverträglichkeit gegen die Substanz
- Z.n. bekannter Heparin-induzierter Thrombozytopenie (HIT)
- erhöhte Blutungsgefahr (z.B. schwere Leberinsuffizizenz, hochgradige Niereninsuffizienz, schwere Thrombozytopenie)
- Z.n. großem operativen Eingriff oder schwerem Trauma sowie chirurgischen Eingriffen am Zentralnervensystem oder Augenoperationen in den letzten 4 Wochen
- akute zerebrovaskuläre Erkrankung (z.B. V.a. ICB, SAB, Apoplex)
- aktuelles Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
- gastrointestinale oder urogenitale Blutungen
- akutes Aortensyndrom
- unkontrollierbare schwergradige Hypertonie
- Antikoagulation im therapeutischen Bereich (Ausnahme: ACS)
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:
- Schwangerschaft
Alterbegrenzung: entfällt
Durchführung/ Dosierung:
- 5000 I.E. i.v.
- keine Repitition
UAW/ Risiken:
- allergische Reaktion
- Blutungsgefahr
- Heparin-induzierte Thrombozytopenie
Wirkweise: Eingriff in die Gerinnungskaskade. Drosselung der Fibrinbildung
Atropin
Arzneimittelgruppe: Parasympatholytikum
Indikation: instabile Bradykardie
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Engwinkelglaukom
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Anwendung, wenn:
- Myasthenia gravis
- Ileus
- Schwangerschaft
Altersbegrenzung:
- Keine Anwednung bei Patienten unter 18 Jahren
Durchführung/Dosierung:
- Einzeldosis 0,5 mg i.v.
- bei nachweisbarer, aber nicht ausreichender Wirkung Repetition nach 3-5 min bis adäquater Anstieg der Herzfrequenz (max 3 mg)
- wenn wirkungslos, dann keine weitere Gabe und Umstieg auf Epinephrin
UAW/Risiken:
- Tachykardie, Arrhythmie
- Mydriasis, Sehstörugnen, Auslösen eines Glaukomanfalls
- Mundtrockenheit
- Miktionsstörungen
- Unruhe- und Erregungszustände, Verwirrtheitszustände
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Morphin
Arzneimittelgruppe: Opiat, µ-Rezeptoragonist, BtM
Indikationen: starke und stärkste Schmerzen NRS gleich oder größer 6
keine Anwendung, wenn:
- Überemofindlichkeit gegen den Wirkstoff
- schwere Bewusstseinsstörung -- Sopor, Koma
- Atemdepression
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:
- Bewusstseinsstörung -- Somnolenz
- Schwangerschaft, Stillzeit
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- Myasthenia gravis
- Phäochromozytom
- obstruktive Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, Ileus
- Epilepsie
- Opioidabhängigkeit, Substitution mit Methadon
Alterbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 21 kgKG (ca. 6 Jahre)
Durchführung/ Dosierung:
- Erwachsene: 2 mg fraktioniert, langsam intravenös - alle 3-4 Minuten
- Kinder 0,05 mg pro kgKG - alle 3-4 Minuten
- Maximaldosis 10 mg
UAW/ Risiken:
- Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
- Atemdepression, Hypoventilation
- Blutdruckabfall, Bradykardie
- Benommenheit, Schwindel, Euphorisierung
- Miosis
- Histaminausschüttung
- anticholinerge Wirkung
Überdosierung/ Gegenmaßnahmen:
- Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
- Kommandoatmung anwenden
- bei Abfall der SpO2 = Sauerstoff applizieren
- assistierte Beatmung (Beutel-Masken-Beatmung)
- ultima ratio = Naloxon titrieren
- bei Übelkeit und Erbrechen
- Dimenhydrinat
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Prednisolon
Arzneimittelgruppe: Glukokortikoid
Indikationen:
- Anaphylaxie
- Bronchialobstruktion
- Pseudokrupp
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-ABwägung, wenn:
- Schwangerschaft
Altersbegrenzung: keine
Durchführung/Dosierung:
Anphylaxie
- Patienten über 12 Jahre = 250 mg i.v.
- Patienten 30 - 60 kgKG = 100 mg i.v. oder 100 mg rectal
- Patienten 15 - 30 kgKG = 50 mg i.v. oder 100 mg rectal
Bronchialobstruktion
- Patienten über 12 Jahre = 80 mg i.v.
- Patienten gleich oder unter 12 Jahre = 2 mg pro kg KG i.v. (max. 80 mg) oder 100 mg rectal
Pseudokrupp:
- Kleinkinder = 100 mg rectal
UAW/Risiken:
- Immunsupression
- Hyperglykämie
Naloxon
Arzneimittelgruppe: Opioidrezeptorantagonist / Antidot
Indikation:
- Opiatintoxikation bei Versagen der primären Maßnahmen
- Opiatüberdosierung bei Versagend der primären Maßnahmen
Keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn: entfällt
Altersbegrenzung: entfällt
Primäre Maßnahmen:
- Kommandoatmung anwenden
- bei Abfall des SpO2: Sauerstoff geben
- assistierte Beatmung (Masken-Beutel-Beatmung)
- Naloxon titrieren
Dosierung/Durchführung:
- 0,1 mg franktioniert, langsam i.v. - alle 2 min
- Kinder: 0,01 mg pro kgKG - alle 2 min
- fraktionierte Gabe, bis SPonatnatmung und Schutzreflexe vorhanden sind
- i.m.- und intranasale Gabe möglich (Dosisanpassung)
UAW/Risiken:
- Auslösen eines akuten Entzugssyndroms bei Opioidabhängigkeit
- überschießende Reaktion mit Schwindel, Schwitzen, Tremor, Muskelkrämpfen, Tachykardie, Blutdruckanstieg
- Auftreten von Schmerzen
Propofol 1%
Hypnotikum
Indikation: Narkose
Dosierung: Narkoseeinleitung = 1,5 - 2,5 mg/kgKG i.v.
Narkoseaufrechterhaltung = 4 -12 mg/kgKG pro Stunde
Kontraindikationen:
- Schwangerschaft
- schwere kardiopulmonale Erkrankungen
- Soja-/Erdnussallergie
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Rocuronium
Muskelrelaxanz
Indikation: Narkose
Dosierung: 0,6 mg/kgKG i.v.
Repetitionsdosis: 0,15 mg/kgKG
Kontraindikationen:
- künstliche Beatmung nicht möglich
- Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff oder Inhaltsstoffe
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Norepinephrin
Katecholamine
Indikation:
- Schock
- Sepsis
Dosierung:
- 0,9 - 6 µg/kgKG pro Stunde
Kontraindikation:
- /
Wirkweise: Reheptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Metoprolol (7/1)
Arzneimittelgruppe: Betablocker
Indikationen:
- STEMI/ OMI mit nicht-schmerzbedingtem tachkarden Vorhofflimmern (über 100 bpm)
- STEMI/ OMI mit multiplen ventrikulären Extrasystolen (min. 1-2 alle 15 sek.)
keine Anwendung, wenn:
- bekannte Allergie bzw. Unverträglichkeit (auch gegen enthaltene Konservierungsmittel)
- Vormedikation mit Calcium-Antagonisten vom Verapamil-Typ
- Zeichen einer akuten Herzinsuffizienz, z.B. pulmonale Stauung
- Hypotonie (RRsyst unter 120)
- Bradykardie (HF unter 60/ min)
- AV-Block II° / III°
- Hinweis auf Hyperkaliämie im EKG
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:
- Asthma bronchiale
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren
Durchführung/ Dosierung:
- Erwachsene
- 2 mg i.v.
- Repetition: 2 mg i.v. und 1 mg i.v. (maximale Gesamtmenge 5 mg)
UAW/ Risiken:
- Hypotonie
- Bradykardie
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Dimetinden
Arzneimittelgruppe: Antihistaminikum (Histamin-1-Rezeptor-Antagonist)
Indikation: Anaphylaxie
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Schwangerschaft/Stillzeit
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:
- Glaukom
- Epilepsie
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren
Durchführung/Dosierung:
- Erwachsene und Kinder über 12 Jahren
- 4-8 mg i.v. (0,1 mg pro kgKG bis max. 8 mg) langsam i.v.
UAW/Risiken:
- Sedierung
- Erregungszustand
- Mydriasis, Sehstörungen
- Mundtrockenheit
- gatrointestinale Beschwerden
Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung
Esketamin (9/5)
Arzneimittelgruppe: Analgetikum, Anästhetikum (Dosisabhängig)
Indikation: starker Schmerz (NRS größer 6)
keine Anwedung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Bewusstseinsstörungen - Sopor, Koma
- Intoxikation mit psychoaktiven Substanzen, Alkohol, Opioiden
- ACS, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz mit kardialer Dekompensation
- gesteigerter Hirndruck
- Schwangerschaft, insbesondere Eklampsie / Präeklampsie
- schwere hypertensive Entgleisung (Über 180/100)
- Vormedikation mit Aminophyllin, Theophyllin, Ergometrin
- Nicht oder ungenügend behandelte Hyperthyreose
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:
- Bewusstseinsstörung - Somnolenz
- RRsyst kleiner 100 mmHg bei Volumenmangelschock
- akuter Alkoholeinfluss, zentral dämpfende oder psychotrope Substanzen in der Anamnese
- Patienten mit schweren psychotischen Störungen
- Glaukom und perforierende Augenverletzungen
Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindenr unter 10 kgKG
Durchführung/Dosierung:
i.v. = 0,125 mg pro kgKG, Petition von 0,125 mg pro kgKG, max. Dosis von 0,25mg pro kgKG
nasal, i.m. = 1 mg pro kgKG zur Initialtherapie, einmalige Repetition von 1 mg pro kgKG möglich
UAW/Risiken:
- weitere Blutdrucksenkung bei Volumenmangelschock
- Nystagmus, Doppelsehen
- Aufwachreaktionen, Albträume, Unruhe, Schwindel
- Euphorie, Dysphorie, Panikattacken
- Bewusstseinseintrübung
- Ateminsuffizienz (dosisabhängig)
- Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz
- Zunahme des intraokularen Drucks
- Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen
Fentanyl
Arzneimittelgruppe: µ-Opioidrezeptoragonist, BtM
Indikationen: starker Schmerz (NRS gleich/ größer 6)
keine Anwendung, wenn:
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- Schwangerschaft
- schwere Bewusstseinsstörung -- Sopor, Koma
- Atemdepression
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:
- Bewusstseinsstörung -- Somnolenz
- obstruktive Atemwegserkrankungen
- Myasthenia gravis
- obstruktive Darmerkrankungen
- Opioidabhängigkeit / Substitution mit Methad
- Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 21 kgKG (ca. 6 Jahre)
Durchführung/ Dosierung:
- fraktionierte, langsame Gabe i.v. im Abstand von 3-4 Minuten in 50 µg-Schritten; Maximaldosis 2 µg pro kgKG ideales Körpergewicht
- nasale und i.m.- Gabe = 2 µg pro kgKG
UAW/ Risiken:
- Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
- Atemdepression, Hypoventilation
- Blutdruckabfall, Bradykardie
- Benommenheit, Schwindel, Euphorisierung
- Miosis
- Muskelsteifheit, insbesondere Thoraxrigidität bei schneller Applikation
- anticholinerge Wirkungen
- serotoninerge Wirkungen
Überdosierung/ Gegenmaßnahmen:
- Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
- Kommandoatmung anwenden
- bei Abfall der SpO2 : Sauerstoff applizieren
- assistierte Beatmung (Beutel-Maske-Beatmung): BPR Atemwegsmanagement
- ultima ratio: Naloxon titrieren: SAA Naloxon
- bei Übelkeit und Erbrechen: SAA Dimenhydrinat
Sauerstoff
Arzneimittelgruppe: medizinisches Gas
Indikationen:
- Hypoxämie
- Intoxikation mit Kohlenmonoxid
- Tauchunfall/ Dekompressionskrankheit
keine Anwednung, wenn: entfällt
Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko- Abwägung, wenn: entfällt
Alterbegrenzung: entfällt
Durchführung/ Dosierung:
Applikation über Nasenbrille oder Gesichtsmaske:
- Nasenbrille = Fluss kleiner 5 l/min
- Gesichtsmaske = Fluss gleich oder größer 5 l/min
Zielbereiche: (Voraussetzung: spontan atmender Patient)
- Patient ohne Hyperkapnierisiko = 92 - 96 %
- Pat mit Hyperkapnierisiko = 88 - 92 %
Erläuterung Hyperkapnierisiko:
- Pat. mit COPD, Mukoviszidose (CF), Thoraxdeformitäten, neuromuskulöre Erkrankungen, Adipositas per magna (BMI über 40 kg / m2)
hochdosierte Sauerstoffgabe (15 l/min) ohne Zielwert:
- Pat ohne Pulsoxymetriesignal und kritisch krank (z.B. Herz-Kreislauf-Stillstand)
- schwere Atemnot
- CO-Intoxikation
- Tauchunfall/ Dekompressionskrankheit
UAW/ Risiken:
- Hyperoxie mit Resorptionsatelektasen
- Bildung freier Radikaler mit coronarer und cerebraler Vasokonstriktion