Medikamente Prüfung

Prüfungsrelevante Medikamente

Prüfungsrelevante Medikamente


M. M.
Diese Lernkarten decken Medikamentenwirkungen, -anwendungen und -risiken im klinischen Kontext ab und richten sich an Medizinstudierende. Sie thematisieren Dosierung, Nutzen-Risiko-Abwägungen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen häufig eingesetzter Substanzen wie Opioide, Katecholamine oder Muskelrelaxanzien. Ideal für Prüfungsvorbereitungen, da sie praxisrelevante Entscheidungen und Dosierungsschemata vermitteln.
Karten
30
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
03.10.2024 / 19.07.2025

Lernkarten

Furosemid (6/2)

 

Medikamentenart: Diuretikum

Indikation: kardiales Lungenödem

Dosierung: 20 mg i.v.

                   einmalige Repition nach 15 min

Kein Anwendung wenn:

  • bekannte Allergie/ Überempfindlichkeit
  • Hypovolämie, schwere Dehydratation 
  • Nierenversagen mit Anurie 
  • Leberversaagen mit Bewustseinsstörung (Praecoma/ Coma hepaticum)
  • schwere Hypokaliämie, Hyponatriämie
  • Stillzeit 

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko- Abwägung:

  • Schwangerschaft
  • Hypotonie 

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen:

  • Allergische Haut- und Schleimhautreaktionen
  • Blutdruckabfall, Hypotonie, Orthostase
  • Elektrolytstörungen
  • Hörstörungen
  • Übelkeit

Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Transportkanälen oder Ionenkanälen

Acetylsalicylsäure

 

Wirkstoffgruppe: Thrombozytenaggregationshemmer, Hemmung der Cyclooxygenase

Indikation: 

  • Acs
  • Myokardinfarkt

Kein Anwendung, wenn:

  • Allergie bzw. Unverträglichkeit gegen Wirkstoff oder Salycilate
  • aktuell bestehende innere Blutungen
  • Trauma mit Gefahr einer nicht komprimierbaren Blutung 
  • Blutungsneigung / hämorraghische Diathese 
  • V.a. akutes Aortensyndrom
  • letztes Triemon der Schwangerschaft 

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen andere NSAR
  • Asthmaanfall
  • aktuelles Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
  • schwere Leber- und Nierenfunktionsstörung
  • schwerer Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenasemangel
  • Methotrexat-Einnahme 
  • Schwangerschaft

Altersbegrenzung: Keine Anwendung durch NotSan bei Patienten unter 18 Jahren

Dosierung: 250 mg langsam i.v., 200mg oral, keine Repitition

Unerwünschte Arzneimittelwirkung / Risiken:

  • Bronchospasmus, Auslösen eines Asthmaanfalls
  • Blutungsgefahr
  • Übelkeit/Erbrechen

Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Enzymen

Adrenalin/Epinephrin 

 

Wirkstoffgruppe: Katecholamine/Sympathomimetika

Indikation:

  • Reanimation
  • instabile Bradykardie 
  • Anaphylaxie ab Stadium 2 mit Atemstörungen oder Schock
  • Pseudokrupp (Laryngotracheobronchitis)
  • Obstruktion der oberen Atemwege durch Schleimhautschwellung

keine Anwendung, wenn:

  • entfallen bei vitaler Gefährdung

Altersbegrenzung: keine

Durchführung/ Dosierung:

  • Reanimation
    • Erwachsene: 1 mg i.v. / i.o.
    • Kinder: 0,01 mg pro kgKG i.v. / i.o.
    • bei VF: nach dritter Defribillation, danach alle 4 min
    • bei Asystolie/PEA: so früh wie möglich, danach alle 4 min

 

  • instabile Bradykardie: 
    • 1 mg in 100 ml NaCl (0,01 mg/ml)
    • 0,5 ml bolusweise jede Minute i.v. bis zum adäquater Anstieg der HF
    • danach regelmäßige Evalution - bei Abfall HF erneute Gabe 

 

  • Anaphylaxie ab Stadium 2:
    • Erwachsene und Kinder über 12 Jahre: 0,5 mg i.m.
    • Kinder 6-12 Jahre: 0,3 mg i.m.
    • Kinder unter 6 Jahre: 0,15 mg i.m.

 

  • Obstruktion der oberen Atemwege durch Schleimhautschwellung, Pseudokrupp, Aanphylaxie mit A- oder B- Problem
    • 4 mg Epinephrin vernebeln
    • Repitition anch 10 min möglich

Unerwünschte Arzneimittelwirkungen / Risiken:

  • Angina pectoris (erhöhter O2 Bedarf am Herzen)
  • Hypertonie 
  • Tachykardie / Herzrhythmusstörungen
  • Durchblutungsstörungen / Nekrosen im Bereich der Akren
  • Unruhe, Angst, Kopfschmerzen, Tremor, Palpitationen, Mydriasis, Hypergklykämie

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Lidocain

 

Arzneimittelgruppe: Antiarrhytmikum

Indikation:

  • Antiarrhytmikum bei defibrillierbaren Rhythmen (Kammerflimmern und pulslose VT) im Rahmen der Reanimation (gelichwertige Alternative zu Amiodaron)

Keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn: 

  • entfällt

Altersbegrenzung: entfällt

Durchführung/ Dosierung:

  • Erwachsene:
    • 100 mg i.v. nach dem 3. Schock
    • 50 mg i.v. Repitition nach dem 5. Schock
  • Säugline und Kinder:
    • 1 mg pro kgKG nach dem 3. Schock
    • 0,5 mg pro kgKG nach dem 5. Schock 

UAW/Risiken:

  • Bradykardie
  • Überleitungsstörungen
  • Hypotonie

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Vollelektrolytlösung

Arzneimittelgruppe: kristalloide Infusionslösung, balancierte Vollelektrolylösung

Indikationen:

  • Flüssigkeits- und Volumenmangel:
    • Blutung, hämmorrhagischer Schock (möglichst nach der Blutstillung)
    • schwergradige Dehydratation (z.B. bei massivem Erbrechen, Diarrhoe)
    • Anaphylaxie/ anaphylaktischer Schock
    • Sepsis/ septischer Schock
    • thermische Verletzungen (z.B. Verbrennungen)
    • schwergradige Hyperglykämie (Erwachsene = über 250 mg/dl, Kinder = Über 200 mg/dl)
  • weitere Indikationen
    • Schlaganfall

keine Anwendung, wenn:
Hypervolämie, z.B. im Rahmen von

  • karidaler Dekompensation, Lungenödem
  • Niereninsuffizienz mit Oligurie/Anurie 

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung:

  • Herzinsuffizienz, pulmonale Stauung

Altersbegrenzung: entfällt

Durchführung/ Dosierung: 

  • Kinder und Erwachsene über 12 Jahre = 500 - 1000 ml i.v.
  • Kinder gleich oder unter 12 Jahren = 10 ml pro kgKG i.v.
  • Repetition möglich

UAW/Risiken:

  • Hyperhydratation (Überwässerung)
  • Dilution (Verdünnung und ggf. Verstärkung einer Butung)

Glukose

 

Arzneimittlegruppe: Monosaccharid (Einfachzucker)

Indikation: Hypoglykämie unter 60 mg/dl (Fremdhilfe erforderlich)

Keine Anwendung, wenn:

  • entfällt

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:

  • entfällt

Durchführung/Dosierung:

  • auf sichere Lage des Zugangs achten
  • höherkonznetrierte Lösungen verdünnen, max. 20%ige i.v. Gabe
  • Glucose i.v. zusammen mit einlaufender Vollelektrolytlösung applizieren
  • Erwachsene und Kinder über 30 kgKG
    • Einzeldosis 8-10 g Glucose
  • Kinder
    • Einzeldosis 0,2 g pro kgKG
  • Repetition möglich 
  • Bei wachen Patienten mit vorhandenen Schluckreflexen soll Glucose Gabe per os erfolgen

UAW/Risiken:

  • Venenreizung, Nekrosen bei paravasaler Gabe
  • Hyperglykämie
  • Hypokaliämie

Wirkweise: Steigerung der Blutglukosekonzentration

Glukagon

 

Arzneimittelgruppe: Hormon zur Therapie

Indikation: 

  • Hypoglykämie unter 60 mg/dl

Keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit/Allergie
  • leere Glykogenspeicher (schwere Leebrfunktionsstörung, Alkoholmissbrauch, etc.)
  • leichzeitige Einnahme von Indometacin (paradoxe Wirkung möglich)

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:

  • entfällt

Altersbegrenzung:

  • nasal ab 4 Jahren

Durchführung/Dosierung:

  • Erwachsene und Kinder über 25 kgKG = 1 mg i.m.
  • Kinder unter 25 kgKG = 0,5 mg i.m.
  • Erwachsene und Kinder über 4 Jahre = 3 mg i.n. (Baqsimi)

UAW/Risiken:

  • Übelkeit/Erbrechen
  • Tachykardie/Hypertonie

Salbutamol 

 

Arzneimittelgruppe: ß2-Sympathomimetikum

Indikation: Bronchialobstruktion 

Keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • symptomatische Tachykardie / Tachyarrhythmie

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:

  • schwere Herzerkrankung ACS, HOCM
  • Phäochromozytom
  • Schwangerschaft

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Pat. unter 4 Jahren

Durchführung/ Dosierung:

  • über 12 Jahre: 2,5 mg inhalativ
  • Kinder 4-12 Jahre: 1,25 mg inhalativ
  • einmalige Repitition nach 10 min möglich

UAW/ Risiken:

  • Tachykardie, HRST, Extrasystolie
  • Unruhe, Schwindel, Tremor
  • Wehenhemmung

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Tranexamsäure

 

Arzneimittelgruppe: Antifibrinolytikum

Indikation: Blutungen nach schwerem Trauma im hämorrhagischen Schock

Keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Schwangerschaft

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:

  • akute arterielle / venöse Thrombosen / LAE
  • schwere Nierenfunktionsstörung

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 6 Jahren

Durchführung/Dosierung: 

  • 15 mg pro kgKG langsam i.v. (Kurzinfusion über 15 min)
  • max. 1000 mg

UAW/Risiken:

  • allergische Reaktion
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Krampfanfälle
  • Sehstörungen einschließlich Störungen des Farbensehens
  • Unwohlsein mit Hypotonie mit oder ohne Bewusstlosigkeit (im Allgemeinen nach einer zu schnellen i.v.-Gabe
  • arterielle oder venöse Thrombosen / Embolien 

 

Wirkweise: Blockiert Lysinbindungsstelle des Plasminogens, Hemmung des aktiven Plasmins

Urapidil

 

Arzneimittelgruppe: Antihypertensivum, Alpha-Rezeptorblocker mit zentraler Wirkung

Indikation:

  • hypertenisver Notfall
  • Akutes Aortensyndrom
  • Schlaganfall

keine Anwenung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • nicht korrigierte Aortenisthmusstenose
  • Schwangerschaft

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:

  • Leber- und Niereninsuffizienz
  • Aorten- und Mitralklappenstenose
  • Herzinsuffizienz

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahre

Durchführung/Dosierung:

  • langsam 5 mg i.v.
  • Repetition möglich
  • maximal 25 mg 

UAW/Risiken:

  • unerwartet starker Blutdruckabfall
  • orthostatische Dysregulation
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit
  • Übelkeit, Erbrechen

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Paracetamol

 

Arzneimittelgruppe: Nicht-opioid-Analgetikum

Indikation: 

  • Schmerzen NRS3 oder größer
  • Fieber beim Kind nach stattgehaptem Krampfanfall / Fieberkrampf

Keine Anwendung, wenn: 

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff 
  • schwere Leberfunktionsstörung
  • bekannter Glukose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel

Anwendung nach sorgfältiger Nurzen- / Risiko-Abwägung, wenn:

  • schwere Niereninsuffizienz
  • Leberfunktionsstörung (z.B. bei schwerer Mangelernährung oder Alkoholabusus)
  • Schwangerschaft, Stillzeit
  • Blutbildungsstörungen

Altersbegrenzung: siehe Durchführung

Durchführung/Dosierung: 

  • bei Kindern unter 10 Jahren rektale Applikation
    • 7 - 12 kgKG bzw. 6 Monate - 2 Jahre = 125 mg 
    • 13 - 25 kgKG bzw. 2 - 8 Jahre = 250 mg 
    • 26 - 43 kgKG bzw. 8 -12 Jahre = 500 mg 
  • Bei Kindern und Erwachsenen per Kurzinfusion
    • 15 - 50 kgKG = 15 mg pro kg KG i.v. 
    • über 50 kgKG = 1000 mg i.v. 
    • einmalige Kurzinfusion über 15 Minuten i.v., keine Repitition 
    • nicht zu applizierende Menge vor der Gabe entfernen

UAW/Risiken:

  • Verschlechterung einer Leberfunktionsstörung
  • allergische Haut- und Schleimhautreaktion
  • Hypotonie

Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Enzymen

Dimenhydrinat (9/3)

Arzneimittelgruppe: Antihistaminikum (Histamin-1-Rezeptor-Antagonist), Antiemetikum

Indikation: Übelkeit und Erbrechen

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlochkeit gegen den Wirkstoff
  • akute Bronchialobstruktion (Asthma/COPD)
  • Engwinkelglaukom
  • Krampfanfälle (Epilepsie/Eklampsie)
  • bekannte Porphyrie
  • bekanntes Long-QT-Syndrom
  • Phäochromozytom
  • Therapie mit MAO-Hemmern
  • Wehentätigkeit

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- /Risiko-Abwägung, wenn:

  • Schwangerschaft und Stillzeit
  • Morbus Parkinson
  • HRS und KHK

Altersbegrenzung: keine rectale Anwendung bei Kindern unter 1 Jahr

Durchführung/ Dosierung: 

  • ab 14 Jahren = 62 mg langsam i.v.
  • 6 - 14 Jahre = 40 mg langsam i.v. oder rectal
  • unter 6 Jahren = 40 mg rectal

UAW/Risiken:

  • ZNS-Dämpfun mit Sedierung und Müdigkeit (schlimmer bei Alkohol)
  • paradoxe Reaktionen (Unruhe, Erregung)
  • Tachykardie
  • Mydriasis, Sehstörungen
  • Mundtrockenheit, Miktionsstörungen, gastrointestinale Beschwerden

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung 

Amiodarom 

 

Arzneimittelgruppe: Antiarrhythmikum (Klasse 3)

Indikation: Reanimation: refraktäres Kammerflimmern, pvT

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • bekannte Jod-Allergie

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- /Risiko-Abwägung, wenn: entfällt

Altersbegrenzung: Säugline und Kinder unter 3 Jahren (Gehalt an Benzylakohol)

Durchführung / Dosierung:

  • langsame i.v.-Injektion als Bolusgabe unter laufender Infusion
  • mit Vollelektrolytlösung nachspülen
  • Gabe nach der 3. Defibrillation
    • Kinder: 5 mg pro kgKG (max. 300 mg)
    • Erwachsene: 300 mg 
  • Repetition anch der 5. Defibrillation
    • Kinder: 5 mg pro kgKG (max. 150 mg)
    • Erwachsene: 150 mg 

UAW/Risiken:

  • Bradykardie, Überleitungsstörungen, Hypotonie
  • Wirkweise: Rezeptovermittelte Arzneimittelwirkung

Glyceroltrinitrat

 

Arzneimittelgruppe: organisches Nitrat, Vasodilatator

Indikation:

  • kardiales Lungenödem
  • hypertensiver Notfall mit kardialer Symptomatik
  • Myokardinfark (keine routinemäßige Gabe)

Keine Anwendung, wenn:

  • Unverträglichkeit gegen die Substanz und andere NItratverbindungen sowie Pfefferminzöl
  • Schock jeder Genese (auch kardiogen)
  • Hypotonie RR systolisch unter 100 mmHg
  • inferiorer Infark mit rechtsventrikulärer Beteiligung
  • gleichzeitige Einnahme von PDE5-Hemmern (z.B. Viagra, Levitra, Cialis) 
  • schwerer, stenosierender Herzklappenfehler 
  • bekannte HOCM (hypertrophe obstruktive Cardiomyopathie)
  • v.a. Erhöhung des intrakraniellen Drucks, z.B. bei intrakranieller Blutung

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:

  • Hypotonie, RRsyst kleiner 120 mmHg
  • Schwangerschaft und Stillzeit

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Patienten unter 12 Jahren

Durchführung/Dosierung:

  • Anlage eines sicheren i.v.-Zugangs vor Gabe von Glyceroltrinitrat
  • Spray nicht schütteln
  • Dosierung = 1 x 0,4 mg (1 Hub) sublingual
  • einmalige Repetition nach 5 Minuten möglich 

UAW/Risiken:

  • Kreislaufdysregulation: Blutdruckabfall, Tachykardie 
  • Flush, Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Anstieg des intrakraniellen Druckes

Wirkweise: Hemmung und Aktivierung von Enzymen

Ipratropriumbromid

 

Arzneimittelgruppe: inhalatives Parasympatholytikum

Indiaktion: Bronchialobstruktion: Asthmaanfall, Exazerbation COPD

Keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff, Atropin oder andere Atropinderivate
  • symptomatische Tachykardie /Tachyarrhythmie
  • Engwinkelglaukom

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn: 

  • Schwangerschaft

Durchführung/ Dosierung:

  • vernebelte Lösung darf nicht in die Augen gelangen, auf festen Sitz der Maske achten
  • Patienten über 12 Jahren = 0,5 mg inhalativ
  • Patienten 6 bis 12 Jahre 0,25 mg inhalativ
  • Repetition nach 30 min möglich

UAW/Risiken:

  • Allergie 
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel 
  • Sehstörungen
  • Tachykardie 
  • Mundtrockenheit
  • Husten 
  • gastrointestinale Motilitätsstörungen
  • Harnverhalt

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung 

Butylscopolamin (7/3)

 

Arzneimittelgruppe: Parasympatholytikum

Indikation: starke kolikartige abdominelle Schmerzen

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Tachykardie, Tachyarrhythmie
  • Engwinkelglaukom
  • Ileus 
  • mechanische Stenosen im Magen-Darm-Trakt
  • Myasthenia Gravis 
  • Schwangerschaft und Stillzeit 

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:

  • kardiale Vorerkrankungen, z.B. KHK oder hochgradige Herzklappenstenosen 
  • Harnverhalt 
  • Vorbehandlung mit anticholinerg wirkenden Medikamenten (z.B. Antidepressiva)

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren 

Durchführung/Dosierung:

  • 0,3 mg pro kgKG langsam i.v., Repetition nach 5 min
  • max. 20 mg 

UAW/Risiken:

  • allergische Haut- und Schleimhautreaktion 
  • Tachykardie, Blutdruckabfall
  • Mydriasis, Sehstörungen, Auslösung eines Glaukomanfalls 
  • Mundtrockenheit 
  • Miktionsstörungen
  • Schwindel

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Heparin

Arzneimittelgruppe: Antikoagulans

Indikationen:

  • akutes Koronarsyndrom (ACS)
  • Lungenarterienembolie (LAE)
  • akuter peripherer arterieller Verschluss 

keine Anwendung, wenn:

  • Unverträglichkeit gegen die Substanz
  • Z.n. bekannter Heparin-induzierter Thrombozytopenie (HIT)
  • erhöhte Blutungsgefahr (z.B. schwere Leberinsuffizizenz, hochgradige Niereninsuffizienz, schwere Thrombozytopenie)
  • Z.n. großem operativen Eingriff oder schwerem Trauma sowie chirurgischen Eingriffen am Zentralnervensystem oder Augenoperationen in den letzten 4 Wochen
  • akute zerebrovaskuläre Erkrankung (z.B. V.a. ICB, SAB, Apoplex)
  • aktuelles Ulcus ventriculi oder Ulcus duodeni
  • gastrointestinale oder urogenitale Blutungen
  • akutes Aortensyndrom
  • unkontrollierbare schwergradige Hypertonie 
  • Antikoagulation im therapeutischen Bereich (Ausnahme: ACS)

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:

  • Schwangerschaft

Alterbegrenzung: entfällt

Durchführung/ Dosierung:

  • 5000 I.E. i.v.
  • keine Repitition

UAW/ Risiken:

  • allergische Reaktion
  • Blutungsgefahr
  • Heparin-induzierte Thrombozytopenie

Wirkweise: Eingriff in die Gerinnungskaskade. Drosselung der Fibrinbildung

Atropin

 

Arzneimittelgruppe: Parasympatholytikum

Indikation: instabile Bradykardie 

 

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Engwinkelglaukom

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Anwendung, wenn:

  • Myasthenia gravis
  • Ileus
  • Schwangerschaft

Altersbegrenzung: 

  • Keine Anwednung bei Patienten unter 18 Jahren 

Durchführung/Dosierung:

  • Einzeldosis 0,5 mg i.v.
  • bei nachweisbarer, aber nicht ausreichender Wirkung Repetition nach 3-5 min bis adäquater Anstieg der Herzfrequenz (max 3 mg)
  • wenn wirkungslos, dann keine weitere Gabe und Umstieg auf Epinephrin

UAW/Risiken:

  • Tachykardie, Arrhythmie 
  • Mydriasis, Sehstörugnen, Auslösen eines Glaukomanfalls 
  • Mundtrockenheit 
  • Miktionsstörungen
  • Unruhe- und Erregungszustände, Verwirrtheitszustände

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung 

Morphin

Arzneimittelgruppe: Opiat, µ-Rezeptoragonist, BtM

Indikationen: starke und stärkste Schmerzen NRS gleich oder größer 6

keine Anwendung, wenn:

  • Überemofindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • schwere Bewusstseinsstörung -- Sopor, Koma
  • Atemdepression

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen- / Risiko-Abwägung, wenn:

  • Bewusstseinsstörung -- Somnolenz
  • Schwangerschaft, Stillzeit 
  • obstruktive Atemwegserkrankungen
  • Myasthenia gravis
  • Phäochromozytom
  • obstruktive Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes, Ileus
  • Epilepsie 
  • Opioidabhängigkeit, Substitution mit Methadon

Alterbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 21 kgKG (ca. 6 Jahre)

Durchführung/ Dosierung:

  • Erwachsene: 2 mg fraktioniert, langsam intravenös - alle 3-4 Minuten
  • Kinder 0,05 mg pro kgKG - alle 3-4 Minuten
  • Maximaldosis 10 mg

UAW/ Risiken:

  • Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
  • Atemdepression, Hypoventilation
  • Blutdruckabfall, Bradykardie
  • Benommenheit, Schwindel, Euphorisierung
  • Miosis
  • Histaminausschüttung
  • anticholinerge Wirkung

Überdosierung/ Gegenmaßnahmen:

  • Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
    • Kommandoatmung anwenden
    • bei Abfall der SpO2 = Sauerstoff applizieren
    • assistierte Beatmung (Beutel-Masken-Beatmung)
    • ultima ratio = Naloxon titrieren
  • bei Übelkeit und Erbrechen
    • Dimenhydrinat

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Prednisolon

Arzneimittelgruppe: Glukokortikoid

Indikationen:

  • Anaphylaxie
  • Bronchialobstruktion
  • Pseudokrupp

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-ABwägung, wenn:

  • Schwangerschaft

Altersbegrenzung: keine

Durchführung/Dosierung:

Anphylaxie

  • Patienten über 12 Jahre = 250 mg i.v.
  • Patienten 30 - 60 kgKG = 100 mg i.v. oder 100 mg rectal
  • Patienten 15 - 30 kgKG = 50 mg i.v. oder 100 mg rectal

Bronchialobstruktion

  • Patienten über 12 Jahre = 80 mg i.v. 
  • Patienten gleich oder unter 12 Jahre = 2 mg pro kg KG i.v. (max. 80 mg) oder 100 mg rectal

Pseudokrupp:

  • Kleinkinder = 100 mg rectal

UAW/Risiken:

  • Immunsupression
  • Hyperglykämie

Naloxon

 

Arzneimittelgruppe: Opioidrezeptorantagonist / Antidot

Indikation:

  • Opiatintoxikation bei Versagen der primären Maßnahmen
  • Opiatüberdosierung bei Versagend der primären Maßnahmen 

Keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn: entfällt 

Altersbegrenzung: entfällt

Primäre Maßnahmen:

  1. Kommandoatmung anwenden 
  2. bei Abfall des SpO2: Sauerstoff geben 
  3. assistierte Beatmung (Masken-Beutel-Beatmung)
  4. Naloxon titrieren 

Dosierung/Durchführung:

  • 0,1 mg franktioniert, langsam i.v. - alle 2 min
  • Kinder: 0,01 mg pro kgKG - alle 2 min 
  • fraktionierte Gabe, bis SPonatnatmung und Schutzreflexe vorhanden sind
  • i.m.- und intranasale Gabe möglich (Dosisanpassung)

UAW/Risiken:

  • Auslösen eines akuten Entzugssyndroms bei Opioidabhängigkeit 
  • überschießende Reaktion mit Schwindel, Schwitzen, Tremor, Muskelkrämpfen, Tachykardie, Blutdruckanstieg
  • Auftreten von Schmerzen

Propofol 1%

Hypnotikum

Indikation: Narkose 

Dosierung: Narkoseeinleitung = 1,5 - 2,5 mg/kgKG i.v.
                   Narkoseaufrechterhaltung = 4 -12 mg/kgKG pro Stunde

Kontraindikationen:

  • Schwangerschaft
  • schwere kardiopulmonale Erkrankungen
  • Soja-/Erdnussallergie

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung 

Rocuronium

Muskelrelaxanz

Indikation: Narkose 

Dosierung: 0,6 mg/kgKG i.v. 
                   Repetitionsdosis: 0,15 mg/kgKG

Kontraindikationen:

  • künstliche Beatmung nicht möglich 
  • Überempfindlichkeit gegenüber Wirkstoff oder Inhaltsstoffe

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Norepinephrin

Katecholamine

Indikation: 

  • Schock
  • Sepsis

Dosierung:

  • 0,9 - 6 µg/kgKG pro Stunde

Kontraindikation: 

  • /

Wirkweise: Reheptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Metoprolol (7/1)

Arzneimittelgruppe: Betablocker

Indikationen:

  • STEMI/ OMI mit nicht-schmerzbedingtem tachkarden Vorhofflimmern (über 100 bpm)
  • STEMI/ OMI mit multiplen ventrikulären Extrasystolen (min. 1-2 alle 15 sek.)

keine Anwendung, wenn: 

  • bekannte Allergie bzw. Unverträglichkeit (auch gegen enthaltene Konservierungsmittel)
  • Vormedikation mit Calcium-Antagonisten vom Verapamil-Typ
  • Zeichen einer akuten Herzinsuffizienz, z.B. pulmonale Stauung
  • Hypotonie (RRsyst unter 120)
  • Bradykardie (HF unter 60/ min)
  • AV-Block II° / III°
  • Hinweis auf Hyperkaliämie im EKG 

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:

  • Asthma bronchiale

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Patienten unter 18 Jahren

Durchführung/ Dosierung:

  • Erwachsene 
    • 2 mg i.v. 
    • Repetition: 2 mg i.v. und 1 mg i.v. (maximale Gesamtmenge 5 mg)

UAW/ Risiken:

  • Hypotonie
  • Bradykardie

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Dimetinden 

 

Arzneimittelgruppe: Antihistaminikum (Histamin-1-Rezeptor-Antagonist)

Indikation: Anaphylaxie

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Schwangerschaft/Stillzeit

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:

  • Glaukom
  • Epilepsie

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 12 Jahren

Durchführung/Dosierung:

  • Erwachsene und Kinder über 12 Jahren
    • 4-8 mg i.v. (0,1 mg pro kgKG bis max. 8 mg) langsam i.v.

UAW/Risiken:

  • Sedierung 
  • Erregungszustand 
  • Mydriasis, Sehstörungen
  • Mundtrockenheit
  • gatrointestinale Beschwerden 

Wirkweise: Rezeptorvermittelte Arzneimittelwirkung

Esketamin (9/5)

Arzneimittelgruppe: Analgetikum, Anästhetikum (Dosisabhängig)

Indikation: starker Schmerz (NRS größer 6)

keine Anwedung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Bewusstseinsstörungen - Sopor, Koma
  • Intoxikation mit psychoaktiven Substanzen, Alkohol, Opioiden
  • ACS, Myokardinfarkt, Herzinsuffizienz mit kardialer Dekompensation
  • gesteigerter Hirndruck 
  • Schwangerschaft, insbesondere Eklampsie / Präeklampsie
  • schwere hypertensive Entgleisung (Über 180/100)
  • Vormedikation mit Aminophyllin, Theophyllin, Ergometrin
  • Nicht oder ungenügend behandelte Hyperthyreose 

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung, wenn:

  • Bewusstseinsstörung - Somnolenz 
  • RRsyst kleiner 100 mmHg bei Volumenmangelschock
  • akuter Alkoholeinfluss, zentral dämpfende oder psychotrope Substanzen in der Anamnese
  • Patienten mit schweren psychotischen Störungen
  • Glaukom und perforierende Augenverletzungen

Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindenr unter 10 kgKG

Durchführung/Dosierung:

i.v. = 0,125 mg pro kgKG, Petition von 0,125 mg pro kgKG, max. Dosis von 0,25mg pro kgKG

nasal, i.m. = 1 mg pro kgKG zur Initialtherapie, einmalige Repetition von 1 mg pro kgKG möglich 

UAW/Risiken:

  • weitere Blutdrucksenkung bei Volumenmangelschock
  • Nystagmus, Doppelsehen
  • Aufwachreaktionen, Albträume, Unruhe, Schwindel
  • Euphorie, Dysphorie, Panikattacken
  • Bewusstseinseintrübung
  • Ateminsuffizienz (dosisabhängig)
  • Anstieg von Blutdruck und Herzfrequenz
  • Zunahme des intraokularen Drucks
  • Speichelfluss, Übelkeit, Erbrechen

Midazolam (2/6/5)

.

Fentanyl

Arzneimittelgruppe: µ-Opioidrezeptoragonist, BtM

Indikationen: starker Schmerz (NRS gleich/ größer 6)

keine Anwendung, wenn:

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Schwangerschaft
  • schwere Bewusstseinsstörung -- Sopor, Koma 
  • Atemdepression

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko-Abwägung, wenn:

  • Bewusstseinsstörung -- Somnolenz
  • obstruktive Atemwegserkrankungen
  • Myasthenia gravis
  • obstruktive Darmerkrankungen
  • Opioidabhängigkeit / Substitution mit Methad
  • Altersbegrenzung: keine Anwendung bei Kindern unter 21 kgKG (ca. 6 Jahre)

Durchführung/ Dosierung:

  • fraktionierte, langsame Gabe i.v. im Abstand von 3-4 Minuten in 50 µg-Schritten; Maximaldosis 2 µg pro kgKG ideales Körpergewicht
  • nasale und i.m.- Gabe = 2 µg pro kgKG

UAW/ Risiken:

  • Übelkeit, Erbrechen, Obstipation
  • Atemdepression, Hypoventilation 
  • Blutdruckabfall, Bradykardie 
  • Benommenheit, Schwindel, Euphorisierung
  • Miosis
  • Muskelsteifheit, insbesondere Thoraxrigidität bei schneller Applikation
  • anticholinerge Wirkungen
  • serotoninerge Wirkungen

Überdosierung/ Gegenmaßnahmen:

  • Atemdepression, Atemstillstand, Bewusstseinsverlust
    • Kommandoatmung anwenden
    • bei Abfall der SpO2 : Sauerstoff applizieren
    • assistierte Beatmung (Beutel-Maske-Beatmung): BPR Atemwegsmanagement
    • ultima ratio: Naloxon titrieren: SAA Naloxon
  •  bei Übelkeit und Erbrechen: SAA Dimenhydrinat

Sauerstoff

Arzneimittelgruppe: medizinisches Gas

Indikationen:

  • Hypoxämie
  • Intoxikation mit Kohlenmonoxid
  • Tauchunfall/ Dekompressionskrankheit 

keine Anwednung, wenn: entfällt

Anwendung nach sorgfältiger Nutzen-/ Risiko- Abwägung, wenn: entfällt

Alterbegrenzung: entfällt

Durchführung/ Dosierung:

Applikation über Nasenbrille oder Gesichtsmaske:

  • Nasenbrille = Fluss kleiner 5 l/min 
  • Gesichtsmaske = Fluss gleich oder größer 5 l/min

Zielbereiche: (Voraussetzung: spontan atmender Patient)

  • Patient ohne Hyperkapnierisiko = 92 - 96 % 
  • Pat mit Hyperkapnierisiko = 88 - 92 %

Erläuterung Hyperkapnierisiko: 

  • Pat. mit COPD, Mukoviszidose (CF), Thoraxdeformitäten, neuromuskulöre Erkrankungen, Adipositas per magna (BMI über 40 kg / m2)

hochdosierte Sauerstoffgabe (15 l/min) ohne Zielwert:

  • Pat ohne Pulsoxymetriesignal und kritisch krank (z.B. Herz-Kreislauf-Stillstand)
  • schwere Atemnot
  • CO-Intoxikation
  • Tauchunfall/ Dekompressionskrankheit

UAW/ Risiken:

  • Hyperoxie mit Resorptionsatelektasen
  • Bildung freier Radikaler mit coronarer und cerebraler Vasokonstriktion

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