NIN Kapitel 7.01

NIN Kapitel 7.01

NIN Kapitel 7.01


J. F.
Diese Lernkarten decken die Sicherheitsanforderungen für Elektroinstallationen in Badezimmern ab und richten sich an Studierende der Elektrotechnik. Sie behandeln die Unterteilung von Badezimmern in Bereiche, die zulässigen Schutzmaßnahmen wie SELV/PELV und RCD, sowie die Installation von Betriebsmitteln und Verbrauchsmitteln. Besonders relevant sind die Schutzarten und die spezifischen Anforderungen für verschiedene Bereiche, die für Elektrotechniker und Installateure essenziell sind, um die Sicherheit in Badezimmern zu gewährleisten.
Cartes-fiches
13
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Electrotechnique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
28.08.2024 / 22.01.2026

Cartes-fiches

In welche Bereiche werden Badezimmer unterteilt?
Bereich 0

Der Bereich 0 ist das Innere der Bade- oder Duschwanne.

In welche Bereiche werden Badezimmer unterteilt?
Bereich 1

Bereich 1:

  • Vertikale Begrenzung:

    • Oberfläche des Fertigfußbodens bis zu 2,25 m Höhe.
    • Höhe des höchsten fest angebrachten Brausekopfes oder Wasserauslasses (je nachdem, was höher ist).
  • Horizontale Begrenzung:

    • Senkrechte Flächen an den Außenkanten der Bade- oder Duschwanne.
    • Abstand von 1,2 m vom fest angebrachten Wasserauslass (bei Duschen ohne Wanne, in Sportanlagen, Garderoben etc.).
    • In Wohnbauten: 1,2 m Abstand von der senkrechten Flucht des fest angebrachten Wasserauslasses.

In welche Bereiche werden Badezimmer unterteilt?
Bereich 2

Bereich 2:

  • Vertikale Begrenzung:

    • Oberfläche des Fertigfußbodens bis 2,25 m Höhe.
    • Höhe des höchsten fest angebrachten Brausekopfes oder Wasserauslasses (je nachdem, was höher ist).
  • Horizontale Begrenzung:

    • Senkrechte Flächen an der Grenze von Bereich 1.
    • Parallele senkrechte Flächen in 0,6 m Abstand von der Grenze von Bereich 1.
  • Spezialfall:

    • Bei Duschen ohne Wanne in Garderoben von Sportanlagen entfällt Bereich 2.
    • Bereich 1 wird horizontal auf 1,2 m erweitert.

Welche Schutzmassnahmen sind nicht zulässig?

7.01.4

Anforderungen für den Basis- und den Fehlerschutz
Folgende Schutzvorkehrungen für den Basisschutz sind nicht zulässig:
Schutz durch Hindernisse und
Anordnung ausserhalb des Handbereichs

Folgende Schutzvorkehrungen für den Fehlerschutz sind nicht zulässig:
Nicht leitende Umgebung und
Schutz durch erdfreien örtlichen Schutz-Potenzialausgleich

Welche Schutzmassnahmen sind zulässig?

Schutzmassnahme: Schutztrennung
Schutzmassnahme: Schutz durch Kleinspannung SELV oder PELV
Zusätzlicher Schutz: Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)
Zusätzlicher Schutz: Zusätzlicher Schutz-Potenzialausgleich

Schutzmassnahme: Schutztrennung

Der Schutz durch Schutztrennung darf nur angewendet werden für Stromkreise, die

nur ein elektrisches Verbrauchsmittel, oder

nur eine Steckdose

versorgen.

Für elektrische Heizleitungen und umschlossene Heizsysteme

 

Schutzmassnahme: Schutz durch Kleinspannung SELV oder PELV

Der Basisschutz ist durch eine der folgenden Massnahmen sicherzustellen:
Abdeckungen oder Umhüllungen mit mindestens der Schutzart IPXXB oder IP2X oder
Isolierung, die einer Prüfwechselspannung von 500 V AC Effektivwert mindestens 1 min standhält.

Zusätzlicher Schutz: Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)

RCD-Pflicht in Badezimmern:

  • Pflicht:

    • Alle Stromkreise müssen durch RCDs (Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen) mit 30 mA Bemessungsdifferenzstrom geschützt sein.
  • Ausnahmen:

    • Schutztrennung: Kein RCD erforderlich, wenn jeder Stromkreis nur ein Verbrauchsmittel oder eine Steckdose versorgt.
    • Kleinspannung (SELV/PELV): Kein RCD erforderlich bei Schutz durch Kleinspannung mittels SELV oder PELV.

Zusätzlicher Schutz: Zusätzlicher Schutz-Potenzialausgleich

Schutzpotenzialausgleich in Badezimmern:

  • Verzicht auf zusätzlichen Schutzpotenzialausgleich:

    • Möglich, wenn ein Gebäude einen wirksamen Schutzpotenzialausgleich über die Haupterdungsschiene besitzt.
  • Erforderlich bei fehlendem Schutzpotenzialausgleich:

    • Einzubeziehende Teile:
      • Frischwasser- und Abwassersysteme.
      • Heizungssysteme und Klimaanlagen.
      • Gasversorgungssysteme.
  • Verbindung zum Schutz-Potenzialausgleich:

    • Schutzleiter der elektrischen Betriebsmittel und alle genannten fremden leitfähigen Teile müssen im Raum mit Badewanne/Dusche verbunden werden.

Welche mindest. Schutzart müssen elektrische Betriebsmittel haben?

im Bereich 0: IPX7,
im Bereich 1: IPX4,
im Bereich 2: IPX4.
Elektrische Betriebsmittel, die Strahlwasser ausgesetzt sind, z.B. für Reinigungszwecke in öffentlichen Bädern, müssen in den Bereichen 1 und 2 mindestens der Schutzart IPX5 entsprechen.

Wo dürfen SGK und Installationksgeräte installiert werden?

Errichten von Schalt-, Steuer- und Installationsgeräten in Badezimmern:

  • Bereich 0:

    • Erlaubte Geräte: Keine.
  • Bereich 1:

    • Erlaubte Geräte:
      • Abzweig- und Anschlussdosen für Verbrauchsmittel in Bereichen 0 oder 1.
      • Schalt-, Steuer- und Installationsgeräte, einschließlich Steckdosen, wenn geschützt durch SELV/PELV (max. 25 V AC oder 60 V DC).
      • Stromquelle muss außerhalb von Bereichen 0 und 1 installiert sein.
  • Bereich 2:

    • Erlaubte Geräte:
      • Schalt-, Steuer- und Installationsgeräte (außer Steckdosen).
      • Installationsgeräte, einschließlich Steckdosen, wenn geschützt durch SELV/PELV.
      • Geräte für Signal- und Kommunikationstechnik, wenn geschützt durch SELV/PELV.
      • Stromquelle muss außerhalb von Bereichen 0 und 1 installiert sein.
  • Zusätzliche Anforderungen:

    • Für Geräte auf der Rückseite von Wänden, die das Badezimmer begrenzen, gelten spezielle Anforderungen an die Restwanddicke gemäß 27.01.5.2 Abs. 2 b).

Wie sind leitungen auszulegen?

Leitungsanlagen in Badezimmern:

  • Pflicht:

    • Leitungen zu elektrischen Betriebsmitteln müssen einen Schutzleiter enthalten.
    • Schutzleiter muss leitend mit dem Schutzleiter der elektrischen Anlage verbunden sein.
  • Ausnahmen:

    • Stromkreise mit Schutzmaßnahmen durch:
      • SELV (Sicherheitskleinspannung)
      • PELV (Schutzkleinspannung)
      • Schutztrennung

Dürfen andere Betriebsmittel in den Bereichen montiert werden?

Elektrische Verbrauchsmittel in Badezimmerbereichen:

  • Bereich 0:

    • Geschützt durch Kleinspannung SELV (max. 12 V AC oder 30 V DC).
    • Ortsfest angebracht und fest angeschlossen.
    • Verbrauchsmittel, die für Bereich 0 geeignet und zugelassen sind.
  • Bereich 1:

    • Zugelassene Verbrauchsmittel:
      • Whirlpooleinrichtungen
      • Duschpumpen
      • Verbrauchsmittel, geschützt durch SELV/PELV (max. 25 V AC oder 60 V DC)
      • Lüftungsgeräte
      • Handtuchtrockner
      • Wassererwärmer
      • Leuchten
    • Nur ortsfest angebrachte und fest angeschlossene Verbrauchsmittel, die für Bereich 1 geeignet sind.

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