CYP BFE Kurs


D. P.
Diese Lernkarten vermitteln Grundlagen des Schweizer Bankwesens, insbesondere zu Konten, Zahlungsverkehr und Vorsorgesystemen. Sie erklären Abläufe wie SIC- und euroSIC-Zahlungen, Clearingverfahren sowie die Bedeutung von Nostro- und Vostro-Konten. Zudem werden Verfahren bei Kartenverlust, die drei Säulen der Altersvorsorge und verschiedene Zahlungsarten wie LSV oder SEPA behandelt. Ideal für Bankangestellte, Auszubildende im Finanzbereich oder Privatpersonen, die ihr Wissen über Schweizer Bankdienstleistungen vertiefen möchten.
Cartes-fiches
57
Utilisateurs
27
Langue
Allemand
Catégorie
Finances
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
13.07.2024 / 01.06.2026

Cartes-fiches

Beschreibung Privatkonto

  • Basiskonto, monatliche Limite, tiefe Zinsen
  • Zusatzdienstleistungen: Debit/Kreditkarte, Online Banking
  • Vorzugskonditionen für Personengruppen (Jugendliche, Senioren, Studenten)

Beschreibung Sparkonto

  • Rückzugsbedingungen (Betrag, Zeit), höherer Zins als Privatkonto
  • Angebot: Spar-, Jugendspar-, Anlage- und Alterssparkonti, Bausparkonti..

Beschreibung Vorsorgekonto (Säule 3a)

  • Freiwillige 3. Säule, max jährlicher Betrag, attraktive Zinsen, Steuerbegünstigung
  • Gesperrt ausser: Pensionierung, Selbstständigkeit, Wegzug, Einzahlung 2. Säule, Übertrag 3a andere Bank)
  • Keine Verrechnungs- und Einkommenssteuer auf Zins. Keine Vermögenssteuer
  • Bei Bezug versteuert durch reduzierten Einkommenssteuersatz

Beschreibung Freizügigkeitskonto (2. Säule)

  • Auflösung eines Arbeitsverhältnisses
  • Gesperrt

Beschreibung Mietkautionskonto

  • Auf Name der Mieter, an den Vermieter verpfändet
  • Verfügungsberechtigt nur beide Parteien gemeinsam
  • Normalerweise gleiche Zinsen wie Sparkonti

Unternehmenskonto Anforderungen

  • Ganzes Geld kann jederzeit zurückgezogen werden
  • Kreditlimite
  • Investieren, versch. Anlagedauern und Währungen
  • Zahlungsverkehr (national/international), Devisen etc.

Beschreibung Kontokorrent

  • Konto auf Sicht
  • Unternehmen kann bei Bedarf jederzeit vollständiges Kontoguthaben abziehen
  • Wechselndes Kreditverhältnis / Kreditlimite
  • Fremdwährungen möglich

Beschreibung Anlagekonti

  • Spar-, Altersspar-, Jugendspar-, Bausparkonto usw.
  • Vorsorgekonti (inkl. Säule 3a und Freizügigkeit)
  • Höherer Zins, tiefe Verfügbarkeit, erschwerte Rückzugsbedingungen

Kosten Kontosortiment (Gebühren, Spesen, Komissionen)

  • Gebühren: Pauschalbeträge welche die Bank für die Kontoführung verlangt
  • Spesen: Bank stellt bestimmte Auslagen in Rechnung (Porto, Telefonkosten, Stückkosten für Zahlungsaufträge)
  • Kommissionen: %-Abgabe welche die Bank erhebt (z.B. für Benützung Kreditlimite, Kauf/Verkauf von Wertpapieren)

Definition Verrechnungssteuer (Quellensteuer)

  • Automatischer 35% Abzug vom Bruttozins bei der Einkommensquelle
  • Wird anonym der Eidgenössischen Steuerverwaltung überwiesen
  • Unternehmen: Rückerstattungsantrag
  • Fällig auf Zinsen von Spar-, Einlage-, Depositen-, Kontokorrent-, Festgeldern, Callgeldern, Lohnkonti
  • Aktien / Obligationen von inländischen Emittenten
  • Verrechnungssteuerfrei:
    • Bruttozinsertrag < 200 pro Kalenderjahr
    • Zins nur einmal pro Kalenderjahr vergütet
    • Vorsorge- Freizügigkeitskonti

Aktiv/Passivgeschäft

Passivgeschäft: Bank nimmt Gelder auf eigene Rechnung entgegen
Aktivgeschäft: Bank leiht Gelder auf eigenes Risiko an Kreditnehmende aus

Erkläre Zinsdauer

  • Je länger Anlagedauer, desto höher die Verzinsung
    • Kurzfristig: bis 1 Jahr
      • Alle Konti/Festgelder ausser 2. / 3. Säule
    • Mittelfristig: 1 bis 8 Jahre
      • Kassenobligationen, Termingeld
    • Langfristig: über 8 Jahre
      • Anleihensobligationen
  • Höhere Zinsen weil
    • Mehr Risiko: Inflation, Zahlungsunfähigkeit der Geldnehmenden, Ungewissheit über Zinsanstieg

Erkläre Zinsmarge

  • Bank verlangt höheren Aktivzins als Passivzins
  • Differenz: Zinsmarge/Zinsdifferenz
  • Positive Zinsmarge: Unkosten decken / Gewinn
  • Negative Zinsmarge: Verlust

Erkläre Inverse Zinsstruktur

  • Passivgelder vorübergehend knapp
  • Kurzfristig höhere Zinsen als langfristig

Erkläre Bodensatz

Bodensatz: Kundengelder die kurzfristig Rückgenommen werden könnten aber man rechnet trotzdem mit langfristiger Verfügbarkeit. Abhängig von vielen Faktoren.

Nenne juristische Personen des Privatrechts

AG, GmbH, Genossenschaft, Kommandit-AG, Verein, Stiftung

Kontoeröffnung Schalter

  • Identifikation mit amtlichem Ausweispapier (Pass, ID, Führerausweis, Ausländerausweis)
  • Foto, Gültigkeit zwingend

Kontoeröffnung Korrespondenzweg

  • Kopie eines amtlichen Ausweises samt Echtheitsbestätigung (Notar, Post, Bankniederlassungen im Ausland)
  • Prüfung Wohnsitzadresse durch Postzustellung
    • Postfach nicht mehr möglich
  • Formular A (Erklärung über wirtschaftlichen Berechtigten)

Kontoeröffnung online

  • Webseite App aufsuchen
  • Dienstleistungen auswählen
  • Persönliche Angaben erfassen
  • Mit Pass/ID identifizieren
  • Vertrag unterzeichnen (online oder handschriftlich)
  • Dienstleistungen nutzen

Eigenschaften Vollmachten

  • Immer schriftlich festgehalten
  • Vollmacht kann jederzeit widerrufen werden
  • Vollmacht meist über den Tod gültig

Erkläre Einzelvollmacht

  • Einzelvollmacht: Eine Person ist allein ermächtigt, Bankgeschäfte zu tätigen und Kontoinhaber rechtskräftig zu vertreten. Normal bei Privatkonti

Erkläre Kollektivvollmacht

  • Kollektivvollmacht: 2 oder mehrere Personen ermächtigt, gemeinsam über Konto zu verfügen. Gemeinsam schriftlich festgehalten

Erkläre einmalige Vollmacht

  • Einmalige Vollmacht: Einmalig zu einer bestimmten Verfügung ermächtigen. Nicht bei allen Banken erlaubt

Erkläre Generalvollmacht

  • Generalvollmacht: Zugriff auf sämtliche aktuelle und in der Regel auch später eröffnete Konti und Depots des Kontoinhabers

Erkläre Eingeschränkte Vollmacht

  • Eingeschränkte Vollmacht: Zugriff auf bestimmte Konti oder Depots bei der Bank

Erkläre Verwaltungsvollmacht

  • Verwaltungsvollmacht: Bevollmächtigte hat je nach Entscheid des Kontoinhabers Zugriff auf alle oder ausgewählte Konti und Depots. Es können NUR Geschäfte in Verbindung mit Vermögensverwaltung und Anlageberatung getätigt werden

Einschränkungen Vollmachten

  • Keine Weitergabe der Vollmacht an einen Dritten
  • Keine Aushändigung von Testamenten aus einem Depot
  • Verfügung über das Schrankfach nur mit einer besonderen Vollmacht
  • Keine Eröffnung eines PIN-Codes
  • Fordert Bevollmächtigter Bankkredit an wird Kontoinhaber meistens informiert

Vollmacht nach Tod

  • Nach dem Tod gehen Rechte und Pflichten auf Erben>Erbengemeinschaft über
    • Jeder Erbe hat Auskunftsrecht
    • Jeder Erbe hat einzeln das Recht, Vollmachten zu widerrufen
    • Im Todesfall sperrt Bank oft Konti um nicht gegen Erbansprüche zu verstossen

Indentifikation einer juristischen Person

  • HR: Mittels Handelsregisterauszug, max 12 Monate alt.
  • Ohne HR (Verein): Identifikationsprüfung über die Statuten (Gründungsakten) und das Protokoll der Jahresversammlung

Identifikation natürliche Person

  • Per Ausweis
  • Abklären ob Eröffner überhaupt bevollmächtigt ist, Konto für Unternehmen zu eröffnen

Feststellen wirtschaftlicher Berechtigter

  • Nicht börsenkotiert: Kontrollinhaber muss festgestellt werden per Formular K
  • Keine operativ tätige Gesellschaft, sondern Sitzgesellschaft: Mittels Formular A wirtschaftlichen Berechtigen feststellen

Erkläre Kontosaldierung

  • Kündigung: Fristen & Rückzugsbedingungen sind zu beachten
  • Durchführung der Saldierung
    • Check: Identität Berechtigung des Kunden
    • Check: ungedeckte Positionen: Kontostand / pendente Zahlungsaufträge / ausstehende Kreditkartenrechnungen
    • Saldierungstag: Gutschrift abgelaufene Zinsen, Konto mit allfälligen Gebühren und Spesen Belasten. Saldo wird vorzugsweise auf anderes Konto gutgeschrieben
    • Saldierungsgrund einholen

Eigenschaften Debit Karte

  • Kontogebunden
  • Bargeldbezug am Automaten/Schalter
  • Bargeldloses Bezahlen von Waren und Dienstleistungen
  • Einkaufen im Internet

Eigenschaften Kreditkarte

  • Bargeldlose Bezahlung von Waren oder Dienstleistungen
  • Bargeldbezug (Gebühr)
  • Belastung nach Ablauf der Abrechnungsperiode (i.d.R. monatlich)
  • Kurzfristiger Kredit
  • Prepaid möglich
  • Kundenkreditkarten möglich (Manor, Globus, BP..)
  • Co-Branding-Karten: Coop/Migros/Swiss…
  • Issuer mit Lizenz, zB. Viseca
  • Acquirer (Verkaufsgeschäfte unter Vertrag), z.B. Worldline
  • Konsumkreditgesetz (KKG) schreibt vor das Kunde sich nicht überschulden darf

Eigenschaften Travel-karte

  • Pre-Paid Konto
  • Elektronischer Reisecheck im Kartenformat
  • Kann bei Verkaufsstellen wieder aufgeladen werden
  • Gebühr ca. 1.5% des Ladebetrags
  • Karte in CHF/USD/EUR
  • 100-10'000
  • Weltweit kann Bargeld bezogen werden
  • Zahlung über Mastercard-Chip

Eigenschaften Verrechnungscheck

  • Begünstigter muss eine Kontobeziehung haben. Betrag darf nicht Bar ausgezahlt werden, nur auf Konto gutschreiben

Eigenschaften Korrenspondenzcheck

  • Wird im Geschäftsverkehr verwendet
  • Meistens elektronisch verarbeitet

Eigenschaften Bankcheck

  • Kunde kann Bankcheck für grössere Summen ausstellen lassen
  • Bankcheck ist auf jeden Fall gedeckt, Kunde muss den Betrag beim Kauf des Checks sofort bezahlen

Firmen-Zahlungsausgang (Rechnungen bezahlen, Kreditor)

  • Schweiz
    • Einzelauftrag
    • DTA Auftrag (Datenträgeraustausch, Einzel- oder Massenzahlungen per File ins in- und Ausland in den gängigen Währungen)
    • Dauerauftrag
  • International
    • Einzelauftrag
    • SEPA-Überweisung, Einheitliche Regeln für EURO-Überweisung
    • SWIFT Standardisierte Überweisung international
    • IPI, Zahlungsanweisung vereinzelt inländische und hauptsächlich grenzüberschreitende Forderungen zu begleichen
    • DTA Auftrag (Datenträgeraustausch, Einzel- oder Massenzahlungen per File ins in- und Ausland in den gängigen Währungen)

Firmen Zahlungseingang

  • Schweiz
    • BESR: Bankeinzahlungsschein mit Referenznummer, Rechnungseinzug bei gleichzeitiger Verbuchung
    • LSV+/BDD: LSV für Business mit Widerspruchsrecht (30 Tage), Business Direct Debit für Business-LSV ohne Widerspruchsrecht des Zahlungspflichtigen
    • Paynet: Elektronische Fakturierung, Bezahlung durch Kunde via digitalem Banking
  • Ausland
    • Einzelauftrag
    • SEPA-Lastschrift für Euro

Étudier