Respirationstrakt

MGL 161 bodyfeet

MGL 161 bodyfeet


F. H.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über den Aufbau und die Funktion des Atmungssystems, insbesondere der Lunge. Sie behandeln die Anatomie der Lunge, einschließlich der Alveolen, Bronchien und der Pleura, sowie die Blutversorgung und den Gasaustausch. Die Karteikarten erklären auch die Mechanik der Atmung, die Rolle des Atmungszentrums und die Regulation der Atemfrequenz. Sie richten sich an Medizinstudenten und Fachpersonal, die ihr Verständnis der Atemphysiologie vertiefen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
14.01.2024 / 13.05.2025

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Die verschiedenen Funktionen und Aufgaben des Atmungsapparates benennen

  • Gastransport zu den Lungen und Gasaustausch in den Lungen (O2, Co2)
  • Optimierung der Einatmungsluft durch die Atemwege: Erwärmung, Anfeuchtung, Reinigung
  • Stimmbildung durch den Kehlkopf und die Resonanzräume

Eine Unterteilung des Atmungssystems in obere und untere Atemwege vornehmen

  • Obere Atemwege
    • Nase
    • Nasennebenhöhlen
    • Rachen (Pharynx)
  • Untere Atemwege
    • Kehlkopf (Larynx)
    • Luftröhre (Trachea)
    • Bronchien
    • Atmungsorgan -> Lungenbläschen (Alveolen)

Die Begriffe innere und äussere Atmung sowie den Gastransport definieren

  • Innere Atmung: Gewebe -> Kohlendioxid -> Blut und Blut -> Sauerstoff -> Gewebe = Zellen
  • Äussere Atmung: Blut -> Kohlendioxid -> Lungen und Lungen -> Sauerstoff -> Blut
  • Gastransport: der aufgenommene Sauerstoff wird zu über 98% an das HB der Erythrozyten gebunden und so über das Blutkreislaufsystem zu seinem Bestimmungsort transportiert. Auch das Kohlendioxid wird mit Hilfe des HB's transportiert.

Die einzelnen Organe des Atmungstraktes in der Alltagssprache sowie mit den medizinischen Fachausdrücken benennen

  • Nase = Nasus
  • Nasennebenhöhlen = Sinus paranasales
  • Rachen = Pharynx
  • Kehlkopf = Larynx
  • Luftröhre = Trachea
  • Bronchien
  • Lungenbläschen = Alveolen

Den Aufbau und Funktion der Nase beschreiben

  • Eingang der Nase mit Nasenhöhle. Der von aussen sichtbare Teil wird hauptsächlich aus Knorpeln gebildet. Innerer Teil der Nasenhöhle wird vorwiegend aus Knochen gebildet und ist wesentlich grösser als der äussere Anteil. Die Nasenlöcher führen über den Nasenvorhof in die Nasenhöhle. Im Nasenvorhof befinden sich spezialisierte Haare => Flimmerhärchen, die als Schutzmechanismus gegen eindringende Fremdkörper dienen.
  • Boden = wird aus den harten Gaumen gebildet
  • Dach = vordere Partie der Schädelbasis
  • Hinten = Übergang in den Rachenraum durch die Choanen (hintere Nasenlöcher)
  • Seitlich = Knochenwände mit Verbindung zu den Nasennebenhöhlen
  • Medial = Nasenscheidewand (Septum nasi)
  • Seitlich ragen je 3 knöcherne Nasenmuscheln in die Nasenhöhle vor und bilden den oberen, mittleren und unteren Nasengang. Durch die Nasenmuscheln wird die Oberfläche der Nasenschleimhaut vergrössert.
  • Nasenhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet
    • Riechschleimhaut
    • Atemschleimhaut

 

Die Nasennebenhöhlen und deren Funktion und Verbindung zur Nase benennen

  • Aufgaben der Nasennebenhöhlen: Resonanzräume, Gewichtsersparnis im Schädel durch Hohlräume
  • Müssen immer schleimfrei sein, damit es nicht zu Entzündungen kommt
  • 4 Nasennebenhöhlen
    • Stirnhöhle
    • Kieferhöhle
    • Keilbeinhöhle
    • Siebbeinhöhlen

Die Lage und Aufgaben des Rachens erklären

  • Der Rachen ist eine 12cm lange Muskelrinne, die vom hinteren Ende der Nasenhöhle bis zum Kehlkopfeingang reicht. Der Rachen verbindet sowohl Mundhöhle und Speiseröhre als auch Nase und Luftröhre miteinander. Im Rachen kreuzen sich Atem- und Speiseweg, so dass er sowhl zum Atem- wie auch zum Verdauungstrakt gerechnet werden kann.
  • Aufgaben:
    • Luft- und Speiseweg
    • Durch Berührung der Rachenhinterwand wird der Schluckakt ausgelöst
    • Infektabwehr
  • Unterteilung in drei Etagen
    • Nasenrachrenraum (Epipharynx, Pars Nasalis)
    • Mundrachenraum (Mesopharynx, Pars oralis)
    • Kehlrachen (Hypopharynx, Pars laryngea)

Die Lage und Funktion der Tuba auditiva  (Eustach'sche Röhre) erörtern

Ohrtrompete. Verbindet das Mittelohr mit dem Rachen und ermöglicht den Druckausgleich zur Schonung des Trommelfells (z.B. beim Tauchen oder Fliegen)

Den lymphatischen Abwehrring des Rachens benennen

  • Ansammlung lymphatischen Gewebes im Rachenbereich.
    • Rachenmandel (Tonsilla phyryngea) unpaar, an Dach und Hinterwand der Nasopharynx
    • Gaumenmandel (Tonsilla palatina) paarig, zwischen den Gaumenbögen
    • Zungentonsille (Tonsilla lingualis) unpaar, am Zungengrund
    • Lymphatische Seitenstränge u.a. Tubentonsillen) paarig, beidseits an der hinteren Rachenwand

Die Lage, den Aufbau und die Funktion des Kehlkopfes erklären

  • Bildet als röhrenförmiges Knorpelgerüst den Übergang zwischen Rachen und Luftröhre. Besteht aus verschiedenen Knropeln, die durch Bänder und Muskeln gelenkig miteinander verbunden und mit Schleimhaut überzogen sind.
    • Schildknorpel, bildet die vordere und seitliche Wand des Kehlkopfes. => Adamsapfel beim Mann genannt
    • Kehldeckel ist am Schildknorpel scharniergelenkig befestigt. Er ist im Gegensatz zu den übrigen Knorpeln nicht aus hyalinem sondern aus elastischem Knorpel. Beim Schluckakt legt er sich über die Luftröhre und verhindert so das Eindringen von Speisen in den Luftweg
    • Ringknorpel, hat die Form eines Ringes. Er bildet die Basis auf der die anderen Knorpel ruhen
    • 2 Stellknorpel, paarig angeordnet, zieht von diesen Knorpeln aus das Stimmband zur Innenseite des Schildknorpels
  • Aufgaben: Atemweg, Stimmbildung, Verhindert durch den Glottisschluss das Eindringen von Speisen in die Luftröhre, durch Verschluss des Kehldeckels kann bei gleichzeitiger Bauchpresse ein Druck im Thorax aufgebaut werden. Dieser kann für den Vorgang des Niesens und Hustens eingesetzt werden.

Grob Vorgang der Stimmbildung erklären

Spannen sich zwischen der Rückseite des Schildknorpels und den Stellknorpeln aus. Da sie vollständig mit Schleimhaut überzogen sind, ergibt sich der Begriff der Stimmfalte. Zusammen mit dem Stimmband verläuft in der Stimmfalte ein Muskel (M. vocalis), der die Spannung der Stimmbänder verändern kann. Zwischen den beiden Stimmbändern bleibt ein mehr oder weniger enger Spaltraum, die Stimmritze, durch die wir atmen. Quergestreifte Muskeln umgibt das Kehlkopfskelett. Schwingung durch Luftstrom = Stimmbildung. Resonanzräume Rachen-, Mund und Nasennebenhöhlen. Mehrere Muskeln die Stimmritze schliessen, nur einen der die Stimmritze offen halten an.

Lage und Funktion der Trachea erläutern

Ist ein 10-12 cm langer, biegsamer Schlauch. Beginnt unterhalb des Ringknorpels und reicht bis zu ihrer Teilungsstelle in den rechten und linken Hauptbronchus. Die Trachea liegt vor der Speiseröhre im Mediastinum eingebettet. Durch die Atemarbeit entsteht in der Luftröhre oftmals ein Unterdruck. Damit diese dabei nicht kollabiert, wird sie durch hufeisenförmige Knorpelspangen als "Rohr" offen gehalten. Die hintere offene Seite wird von einer bindegewebigen Membran verschlossen.

Die Abschnitte des Bronchialbaums aufzählen

  • Auf Höhe des 5. Brustwirbels teilt sich die Trachea in einen linken und in einen rechten Hauptbronchus. Der rechte Hauptbronchus ist etwas steiler und weiter als der linke. Aus diesem Grund sind Fremdkörper, die in die Lunge geraten, meistens im rechten Hauptbronchus.
  • Hauptbronchien verzweigen sich entsprechend den Lungenlappen in:
    • Lappenbronchien => rechts in 3 links in 2
    • Segmentbronchien => im rechten Lungenflügel 10 im linken 9
    • Bronchien die immer kleiner werden
    • Bronchiolen
  • Alle Bronchien ähneln im Aufbau der Luftröhre, mit Ausnahme der Bronchiolen, bei denen das Knorpelgerüst fehlt.

Den Aufbau der Lunge grob erklären

  • 2 Lungenflügel dazwischen liegt das Mediastinum in dem die Luft-, Speiseröhre, Gefässe und Nerven verlaufen
    • Der linke Lungenflügel in 2 Lungenlappen (Ober- und Unterlappen)
    • Der rechte Lungenflügel in 3 Lappen (Ober-, Mittel- und Unterlappen)
  • Die Lunge hat drei Kontaktflächen mit anderen Organen
    • Dem Zwerchfell zugewandte Fläche
    • Den Rippen zugewandte Fläche
    • Dem Mediastium zugewandte Fläche

 

Die anatomischen Strukturen des Lungenhilus aufzählen

  • Hilus = Wurzel
  • So nennt man die Eintrittsstelle der Hauptbronchien zusammen mit den Lungenarterien, -venen, Lymphgefässe und Nervenan der Facies medialis

Die Mikroanatomie der Alveolen grob beschreiben

Wie Weintrauben an einem Stiel gruppieren sich die Alveolen um einen Endbronchus. Die Alveolen sind das Hauptelement des Lungengewebes und besitzen eine hauchzarte Wandung, die Optimal für den Gasaustausch (Diffusion) ist. Ein gut ausgebildetes Kapillarnetz umgibt jedes einzelne Lungenbläschen

Die Blutversorgung der Lunge grob erklären

Vom rechten Herzen fliesst über die Lungenarterien (Aa. Pulmonales) venöses Blut in die Lungen und wird hier mit Sauerstoff angereichert, bevor es über die Lungenvenen (Vv. Pulmonales) zurück ins linke Herz gelangt. Für die Sauerstoffversorgung des Lungengewebes selbst reicht das venöse Blut des kleinen Kreislaufes nicht aus. Deshalb muss noch zusätzlich sauerstoffreiches Blut aus dem grossen Kreislauf den Lungen zugeführt werden. Über die Bronchialarterien (Aa. Bronchiales) gelangt O2-gesättigtes Blut zu den Lungen. Das dort entstandene Co2 wird über die Bronchialvenen (Vv. Bronchiales) abtransportiert.

Die Einteilung der Pleura nennen und deren Funktion beschreiben die Mechanik der Ein- und Ausatmung erklären

  • Lungenfell (Pleura visceralis): es überzieht die Lungen vollständig und geht im Bereich des Lungenhilus in das parietale Blatt über.
  • Rippenfell (Pleura parietalis), es kleidet die Brusthöhle von innen her aus
  • Zwischen den beiden Pleurablättern liegt ein dünner Spalt, der etwas seröse Flüssigkeit enthält. Dieser Pleuraspalt ermöglicht das reibungslose Gleiten der beiden Blätter bei den Atembewegungen.

Der Pleuraspalt ist allseits geschlossen. Somit entsteht beim Einatmen ein Unterdruck, durch den die Lungen vakuummässig mitgezogen werden.

  • Zwischen Thoraxwand und Lungen => Saugnapf (Pleura) Luftraum = Pleuraspalt
  • Wenn kein Unterdruck mehr vorhanden ist (durch Pneumothorax) fällt die Lungen in sich zusammen
  • Pleuraerguss: Normalerweise stehen Sekretion und Resorption der Pleuraflüssigkeit im Gleichgewicht. Ist dieses Gleichgewicht gestört (z.B. durch eine Entzündung oder einen Tumor) sammelt sich Flüssigkeit im Pleuraspalt. Dies behindert die Lungenausdehnung.
  • Die Luft wird durch aktive Erweiterung des Brustraums in die Lungen eingesaugt und durch Verkleinerung des Brustraums wieder ausgepresst.Da die Lungen vom umgebenden Brustkorb nicht abheben können, müssen sie passiv dessen Bewegung folgen.
    • Zwerchfellatmung (Bauchatmung): Mit der Senkung des Zwerchfells wird Luft angesaugt
    • Rippenatmung (Brustatmung): Die Rippen werden durch die äusseren Zwischenrippenmuskeln angehoben. Dadurch werden die äusseren Zwischenrippenmuskeln angehoben. Dadurch vergrössert sich der Brustraum, was ebenfalls einen Luftsog bewirkt.
    • Diese beiden Atemformen werden normalerweise gleichzeitig gebraucht
    • Ausatmung ist in Ruhe ein passiver Vorgang. Das Lungengewebe hat durch die elastischen Fasern die Neigung, sich zusammenzuziehen (wie bei einem Luftballon). Wenn nun die Atemmuskeln erschlaffen, ziehen sich die Lungen zusammen und die Luft wird ausgepresst. Bei forcierter Atmung benötigt es die Muskeln der inneren Zwischenrippen und die Muskeln der Bauchpresse. Durch Kontraktion der Bauchwandmuskulatur wird der Druck im Bauchraum vergrössert und das Zwerchfell nach oben gedrängt.

Den Ort des Atmungszentrums nennen sowie hemmende und stimulierende Faktoren für den Atemantrieb nennen

  • Gehirn ist das Atmungszentrum, kann nur beschränkt willentlich gesteuert werden. Je nach Aktivität und Stoffwechsellage hat der Körper eine unterschiedlichen O2-Bedarf und muss unterschiedliche Mengen an Co2 loswerden. Diese Anpassung an die aktuellen Bedürfnisse geschieht mittels Regulation der Atemtiefe und Atemfrequenz.
  • Zentrale Steuerung des Atemzentrums befindet sich im Hirnstamm, vor allem in der Medulla oblongata (verlängertes Mark). Sie aht eine doppelte Funktion:
    • Erzeugt autogen  einen basalen Atemrythmus
    • Reagiert auf chemische Einflüsse (ph, O2, Co2-Gehalt) mit der Modifikation dieser Grundaktivität.
  • Mechanismen die durch Rückmeldung aus dem Körper das Atemzentrum beeinflussen können
    • Zentrale Co2-Rezeptoren:
      • Messen Co2 Gehalt (bzw. ph-Wert), der Hirn-Rückenmarks-Flüssigkeit und befinden sich im Atemzentrum. Ein hoher Co2-Wert ist ein Anreiz für das Atemzentrum, die Atemarbeit zu verstärken. Bei tiefen Co2-Werten wird die Atmung gedrosselt.
    • Periphere Chemorezeptoren: befinden sich im Aortenbogen und in der Teilungsstelle der Arteria carotis. Sie melden dem Atemzentrum vorwiegend Veränderungen der Sauerstoffkonzentration im Blut, aber auch Veränderungen des Co2-Wertes und des Blut-pHs. Ein Absinken der O2-Konzentration im Blut bewirkt über das Atemzentrum eine verstärkte Atmung, bis sich der Wert normalisiert hat.

Étudier