Lymphatisches System

MGL 161 bodyfeet

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F. H.
Diese Lernkarten bieten einen detaillierten Einblick in das lymphatische System, insbesondere für Medizinstudierende und Fachpersonal. Sie behandeln die Struktur und Funktion von Lymphknoten, Lymphgefäßen und Organen wie der Milz, sowie die Rolle der Lymphe und Lymphozyten im Immunsystem. Die Karteikarten erklären auch die Bedeutung von Immunisierung, die Abwehrmechanismen gegen Bakterien und die Aufgaben der verschiedenen lymphatischen Organe.
Karten
23
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
14.01.2024 / 24.09.2024

Lernkarten

Aufzählen welche Organe zum lymphatischen System gehören und ihre Unterteilung in primäre und sekundäre lymphatischen Organe vornehmen

  • Primäre lymphatische Organe
    • Rotes Knochenmark
    • Thymus (Bries)
  • Sekundäre lymphatischen Organe
    • Lymphgefässe
    • Lymphknoten
    • Milz (Splen, Lien)
    • Lymphatischer Rachenring: Rachen-, Zungen- Gaumenmandeln und lymphatischer Seitenstrang
    • Wurmfortsatz => Appendix des Blinddarms
    • Lymphfollikel (Peyer-Plaques des Magendarmtraktes

Allgemein die Funktion des lymphatischen Systems nennen

  • Die Organe des lymphatischen Systems sind Repräsentanten des Immunsystems, des spezifischen Abwehrsystems

Die Funktionen des Lymphgefässsystems aufzählen

  • Regulierung des Wasserhaushaltes des Gewebes durch Abtransport der überschüssigen interstitiellen Flüssigkeit
  • Gleichzeitige lokale Entgiftung des Gewebes
  • Abtransport von Nahrungsfetten aus dem Darm
  • Mitarbeit bei der Immunabwehr

Den Aufbau des Lymphgefässsystems erklären

  • Bilden Parallelweg zu den venösen Gefässen
  • Sie nehmen aus dem Bindegewebe Flüssigkeit auf, die mit dem Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe austritt.
  • Das System beginnt mit den Lymphkapillaren, die blind im Bindegewebe beginnen und durch kleine Öffnungen den Einstrom von Gewebsflüssigkeit ermöglichen
  • Die Lymphkapillaren münden in grössere Lymphgefässe, die Lymphkollektoren, die eine Muskelschicht besitzen und durch Kontraktionswellen die Lymphe weiterbefördern. Eingeschaltete Klappen verhindern einen Rückfluss. In dieses Gefässsystem sind die Lymphknoten eingeschaltet, wobei mehrere zuführende Gefässe eintreten und nur wenige weiterleitende wieder austreten. Alle Lymphgefässe fliessen schliesslich zu grösseren Lymphgefässstämmen zusammen und münden in den Venenwinkel, den Zusammenflüssen der Jugularvene und V. subclavia in das venöse Gefässsystem ein.
  • Beim Lymphgefässsystem handelt es sich somit um ein eigenes Transportsystem. Es bildet jedoch keinen eigenen "Kreislauf", denn die Lymphgefässe beginnen blind im Interstitium und münden später in das venöse System ein.
  • Lymphkapillare
    • Muss anderes aufgebaut sein als der Blutkapillarbereich, da es auch grossmolekulare Stoffe aufnehmen muss.
    • Die Lymphkapillaren bestehen aus einem einschichtigen Endothelzellverband, wobei sich die Ränder der einzelnen Endothelzellen "dachziegelartig" überlappen.
  • Lymphkollektoren
    • Während die direkten postkapilärren Lymphbahnen meist klappenlos sind, besitzen die grösseren, ableitenden Lymphgefässe bereits im Lumen Klappen, die mit dem Taschenklappen der Venen vergleichbar sind und deren Aufgaben entsprechen. Die einzlenne Segmente von Klappe zu Klappe bezeichnet man als Lymphangion.
    • Die Wand der grösseren Lymphgefässe ist, ähnlich wie die der Blutgefässe, in Schichten aufgeteilt:
      • Intima
      • Media
      • Adventitia
  • Die Lymphgefässe verfügen über eine Automotorik. Durch die Füllung wird das Lymphangion erweitert. Dieser Füllreiz bewirkt im Lymphangion eine Kontraktion, die eine Vorwärtsbewegung der Lymphe bewirkt, während die Taschenklappen als Rückschlagventil wirken. Dies erklärt das "perlenkettenartige" Aussehen von tätigen Lymphgefässen sowie die passive Klappentätigkeit, die vom Lymphstrom abhängig ist.

Die Schichten einer Lymphgefässwand erklären

  • Ähnlich wie bei Blutgefässen in Schichten aufgeteilt:
    • Intima (innere Schicht aus Endothelzellen)
    • Media (mittlere Schicht mit elastischen Fasern und glatter Muskulatur)
    • Adventitia (äussere Schicht)

Den Begriff Lymphe definieren

Blutfiltration - Die Lymphflüssigkeit  entsteht aus der Gewebsflüssigkeit, die sich durch Austritt von Blutplasma aus den Blutkapillaren gebildet hat. Klare hellgelbe Flüssigkeit. Nach fettiger Mahlzeit milchig trüb (Chylus). Pro Tag wird im menschlichen Körper ca. 2-4 Liter Lymphe gebildet.

Den Drainageweg der verschiedenen Körperquadranten nennen

Linker und rechter Venenwinkel

Die zwei Lymphstämme benennen, die in den Venenwinkel münden

  • Ductus thoracicus (Milchbrustgang). Er sammelt die Lymphe aus dem Bein-, Becken- und Bauchbereich, dem linken Brust-, Arm und Kopfbereich, und ist das grösste Lymphgefäss des Körpers
  • Truncus lymphaticus dexter (rechter Lymphstamm): er sammelt die Lymphe aus dem rechten Brust-, Arm und Kopfbereich (dem rechten oberen Quadranten).

Die Bestandteile der Lymphflüssigkeit aufzählen

  • Das gleiche wie im Blut:
    • Wasser und Salze (Elektrolyte)
    • Glyerin und Fettsäuren
    • Wenig Eiweisse und Glukose
    • Lymphozyten
    • Abgestossene Gewebszellen
    • Zelltrümmer
    • Fremdkörper (z.B. Staubpartikelchen der Lunge)
    • Krankheitserreger (Bakterien, Viren, etc.)
    • Eventuell Krebszellen

Die Entstehung und den Abfluss der Lymphe erklären

  • Blinde Entstehung
  •  Lymphabfluss
    • rechter oberer Körperquadrant fliesst in rechten Venenwinkel
    • die restlichen fliessen über den Milchbrustgang in den linken Venenwinkel ab
  • Im zentralen Nervensystem finden sich keine Lymphgefässe

Die für den Lymphfluss in den Lymphgefässen verantwortlichen Faktoren aufzählen

  • Automotorik der Lymphangionen : Fähigkeit der Lymphgefässe sich zusammenzuziehen
  • Die arterielle Pulsationen
  • Skelettmuskelkontraktionen
  • Die Bewegung der Eingeweide
  • Die Veränderung der Druckverhältnisse bei der Atmung
  • Sog des rechten Herzens
  • Schwerkraft

Die Grundaufgaben der Lymphknoten erläutern

  • Biologischer Immunfilter => stecknadelkopf- bis bohnengross - für Stoffe wie Bakterien, Gifte, Zellteile, bösartige entartete Zellen
  • Ungefähr 40% der Wasserlast (aus der Lymphe) wird rückresorbiert und ins Blut abgegeben
  • Teilung und Differenzierung von Lymphozyten
  • Baut überalterte Lymphozyten ab
  • Immunantwort

Den Aufbau eines Lymphknotens einfach erklären

  • In einen Lymphknoten münden mehrere Lymphgefässe ein. Deren Lymphe durchfliesst ein feines Kanälchensystem, die Lymphknotensinusse. Hier findet die Reiniung der Lymphe durch eine rege Phagozytose statt. Der Abfluss der Lymphe erfolgt am Hiilus (Eindellung) des Lymphknotens durch das abführende Gefäss, das neben den ernährenden Gefässen (Arterie und Vene) verläuft. So hat ein Lymphknoten nur ein einziges abführendes (efferentes) aber mehrere Zuführende (afferente) Lymphgefässe.
  • B-Zone B-Lymphozyten Vermehrung / T-Zone T-Lymphozyten Vermehrung/ M = Markstränge => Lymphozyten

Den Begriff regionäre Lymphknoten definieren und seine Bedeutung erklären

  • 1.Lymphknoten - Wächter-Lymphknoten oder Sentinel-Lymphknoten genannt. Nennt man Lymphknoten die einem bestimmten Organ zugehören und die erste Filterstation der abströmenden Lymphe dieses Organs bilden.
  • Regionäre Lymphknoten sind von besonderer Bedeutung, da Bakterien und bösartige Geschwulstzellen auf dem Lymphweg abtransportiert werden. Metastasen (Tochtergeschwülste) von Krebszellen findet man deshalb gewöhnlich zuerst in den regionären Lymphknoten, und zwar dann, wenn die Lymphknoten mit ihrer Abwehraufgabe überfordert sind. In diesem Fall können die ankommenden Krebszellen nicht mehr alle phagozytiert werden und der Lymphknoten wird nun selbst zu einer Stelle, an der sich Metastasen ansiedeln können.

Die Funktionen des roten Knochenmarks aufzählen

Bildungsstätte der Blutzellen - Bildung der Stammzellen von Erythrozyten, Leukozyten und der Blutplättchen. Kommt in den platten Knochen, den kurzen Knochen und in den Epiphysen der Röhrenknochen vor.

Die Herstellungs- und Prägungsorte der T-Lymphozyten nennen

  • Herstellungsort: Tyhmus
  • Prägungsort: Lymphknoten

Die Lage der Milz erklären

Links unter dem Zwerchfell

Die beiden histologischen Anteile der Milz und ihre Funktion nennen

  • Weisse Pulpa = Bildung von Lymphozyten => Abwehrfunktion
  • Rote Pulpa = Abbau von alten Erythrozyten/Thrombozyten, Zelltrümmern,  Bakterien, => Blutmauserung

Die Organe des Waldeyer`schen Rachenrings und ihre Aufgaben kennen

  • Rachenmandel, Zungenmandel, 2x Gaumenmandeln, lymphatische Seitensträngen, die sich beidseits an der hinteren, seitlichen Rachenwand befinden
  • Bildet Schutzsystem am Eingang des Verdauungs- und Atmungssystems. Er hat sowohl die Aufgabe, Fremdkörper zu phagozytieren und den Körper darüber zu informieren, als auch Antikörper und Lymphozyten zu bilden

Den Begriff Appendix vermiformis und Peyer`sche Plaque erkären, ihre Lokalisation im Körper angeben und ihre Funktion erörtern

  • Im Illeum, letzter Abschnitt des Dünndarms hat es in der Schleimhaut viel lymphatisches Gewebe welches Peyer Plaques genannt wird, Ansammlung von lympahtischem Gewebe
  • Erster Abschnitt des Dickdarms, am unteren Ende findet sich der Wurmfortsatz Appendix vermiformis (aneinandergereihte Lymphknoten), wurmförmiges Anhängsel. In seiner Wand ist besonders viel lymphatisches Gewebe eingelagert.
  • Schutz wegen Nahrung und dementsprechenden Krankheitserregern darin

Den Begriff der Immunität definieren

Abwehr gegen Erreger - Unempfindlichkeit oder den bestehenden Schutz eines Organismus gegenüber einem bestimmten Erreger = Immunität

Die Begriffe spezifische und unspezifische Immunität unterscheiden

  • Spezifisch => findet im Lymphknoten statt - erworben
  • Unspezifisch => angeboren

Den Vorgang der aktiven und passiven Immunisierung erklären und eine grobe Aussage hinsichtlich ihrer Wirkungsdauer machen

  • Aktive Immunisierung = Antikörper bilden
  • Passive Immunisierung = Antikörper erhalten

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