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N. B.
Diese Lernkarten vertiefen Techniken und Befunde der klassischen Massage, besonders bei Muskel-, Nerven- und Wirbelsäulenproblemen. Sie erklären funktionelle Tests wie Schober oder Ott, Palpationsmethoden und Kontraindikationen, um Befunde präzise zu dokumentieren und Therapiepläne zu erstellen. Ideal für Physiotherapeuten und Masseure, die ihre Diagnostik und Behandlung systematisch verbessern möchten.
Cartes-fiches
27
Utilisateurs
7
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
20.08.2023 / 30.04.2026

Cartes-fiches

Wirkungsprinzipien klassische Massage

Lösen Verklebungen der versch. Gewebeschichten

Steigern Durchblutung und Lymphfluss

Gesteigerte Wundheilung durch Freisetzung von Entzündungsmediatoren

Schmerzhemmende Wirkung durch Freisetzung von Endorphinen und Serotonin

Antidepressive, antriebssteigernde und angstlösende Wirkung durch Serotonin

Senkung des Kortisollevels

Steigerung Serotonin- und Dopaminlevels

Hervorrufen von Gefühlen durch Oxytocin

Erhöhung von Aufmerksamkeit

Stärkung des Immunsystems durch Steigerung der unspezifischen Abwehr und verminderung der spezifischen Abwehr

Wirkung der Streichung

Kontaktaufnahme mit dem Gewebe

Beruhigend und entspannend

Angriff auf Hornhaut, anregung auf Neubildung der Hautzellen

Elastizität der Haut wird erhöht

Venöser Rückstrom ist gefördert

Lymphstrom und Stoffwechsel wird angeregt

Wirkung der Hautverschiebung / Gewebsrollen

Lockerung des Gewebes

Verschieblichkeit des Gewebes verbessern

Durchblutungsanregend

Verklebungen lösen

Elastizität der Haut wird erhöht

Wirkung Knetung, Walkung, Queerdehnungen

Durchblutungsfördernd der Muskulatur

Lockert Gewebe 

Erweiterung des Muskelspiegels

Verschieblichkeit der Muskulatur verbessert sich

Steigerung der Kontrakrionsfähigkeit von hypotoner Muskulatur

Lymphstrom/Stoffwechsel anregen

Pathologische Veränderungen in der Tiefe werden gelockert.

Zirkelungen

Pathologische Gewebsablagerungen sollen gelockert werden 

Durchblutungsfördernd

Tonusregulierend

Zerzeilung von Myogelosen (Muskelverhärtung)

Einflussnahme auf die Atmung

Verklebungen/Verwachsungen werden gelöst

Indikationen

Gesindheitsfördernde und prophylaktische Massnahme/Prävention

Schlechte Verschieblichkeit der Haut und Muskulatur

Stoffwechselstörungen und Verhärtungen der Haut und Muskulatur

Verspannungen und Veränderungen der Muskulatur (Triggerpunkt, Hypertonus)

Muskuläre Dysbalance/Haltungsfehler

Verminderte arterielle und venöse Durchblutung

Verminderter Lymphfluss

Verdauungsbeschwerden

Schlechte Ausscheidung/Atmung

Kopfschmerzen

Stress und Überlastung

Nervösität und innere Unruhe

Depressive Stimmungslage

Schlafstörungen 

Regeneration nach grossen Körperleistungen

Leistungsschwäche

 

Indikationen der klassischen Massage 

Therapeutische Anwendungen

Nach Muskelverletzungen (Prellungen, Zerrungen, Teilrupturen)

Stoffwechselstörungen nach Verletzungen oder in Folge Grunderkrankungen

Symptomatische Behandlung von rheumatischen Erkrankungen

Funktionelle Störungen am Bewegungsapparat

Arthrosen

Nach Gelenks- und Bänderverletzungen

Neurologische Phänomene wie Parästhesien, Sensibilitätsstörungen, motorische Störungen

Venöse Stauungen / Lymphstauungen

Erschöpfungszustände, Stress, Überlastung, innere Unruhe

Kopfschmerzen

Schlafstörungen

Chronische Obstipation

Angina pectoris

Atmungsstörungen

Absolute Kontraindikationen

Fieber

Thrombose

Dekompensierte Herzinsuffizienz oder frischer Herzinfarkt

Erste 3 Schwangerschaftsmonate da Abortgefahr

Krebserkrankungen da Gefahr der Metastasierung (darf nach Gutheissung des Arztes therapiert werden)

Entzündungen und Ulzerationen

Thrombophlebitis

Schwere arterielle periphere Durchblutungsstörungen und fortgeschrittene Arteriosklerosen

Frische Verletzungen/Hämatome

Plötzliche neurologische Ausfälle/Verschlechterung des AZ

Plötzliches Aufhören von Schmerzen kann sein, dass Nerv abstirbt

Relative Kontraindikationen der Massage

Menstruation und Schwangerschaft: lumbal und abdominal vorsichtig

Herzinsuffizienz

Insulinpflichtiger DM kann durch Massage hypoglykämie auslösen

Koagulierte Patienten

Störung eines Nervs mit Sensibilitätsstörungen, Lähmungen

Entzündungen

Verletzungen

Gefässerkrankungen wie Varizen, Lympggefässentzündungen, Arteriosklerose

Hautkrankheiten wie herpes zoster, Hautausschläge bei Infektionskrankheiten

Bei Frakturen entscheidet der Arzt ab wann Massage

Zustände nach Gelenk- und Knochenoperationen z.B. Meniskusentfernung, Spondylodese, Gelenksprothese

Risiko-Schwangerschaft

Pflichten

Schweigepflicht

Dokumentationspflicht

Sorgfaltspflicht

Meldepflicht

Kurz-Befund

Dauer ca. 5-10 Min

Diagnose ist klar definiert, Behandlungsmethode ist vorgeschrieben. Es liegt bereits ein Bericht vor.

Erstellung eines Erstbefundes vor der Erstbehandlung

Lang-Befund

Dauer ca. 20-30min

Diagnose nicht klar definiert und Behandlungsmethode nicht vorgeschrieben.

Alle relevanten Daten erfassen

Erstbefund vor der Erstbehandlung

Folge-Befund

 

Ab der 2. Behandlung

Dauer ca. 5-10 Min

Lang- und Kurzbefund wird so stetig weiger geführt.

Funktionelle Untersuchungen

(Funktionsprüfungen)

Erfolgen im Erstbefund nach der Anamnese

KL ist entkleidet

Es wird immer von der Null-Neutral-Stellung ausgegangen

Messungen immer im Seitenvergleich

Messergebnisse 3x wiederholen. Mittelwert festhalten

Die Nullstellung

Normale, aufrechte Stellung des Menschen.

Füsse Hüftbreit

Patella nach vorn

Arme neben dem Körper

Kopf gerade aus mit Blick nach vorn

Haltung locker

Funktionelle Untersuchungen

Aktive Funktionsprüfungen/Bewegungsprüfungen

Finger-Boden-Abstand

Ott-Zeichen

Schober-Zeichen

Kinn-Sternum-Abstand

Nacken-/Schürzengriff 

Schulterblattdrehung

Finger-Boden-Abstand

(FBA)

 

Bewegunsausmass der gesamten Wirbelsäule in dke Flexion

Finger bei gestreckten Beinen so nah an den Boden bringen, wie möglich.

Gemessen wird der Abstand von Fingerspitzen bis zum Boden.

0-10cm= Kinder, Jugentliche, sehr Bewegliche

20-30cm= normale Beweglichkeit Erwachsene

>35cm= eingeschränkte Flexionsbeweglichkeit

Ott

Entfaltbarkeit der BWS in Flexion und Extension

Stehend werdden Punkte C7 und 30cm caudal markiert.

Gemessen wird neu entstehende Strecke nach maximaler Flexion

Dokumentiert wird die Differenz zur Ausgangsstellung

Bei Extension muss sich KL nach hinten neigen

 

Resultate:

Flexion 3-4cm= Normale Beweglichkeit

Flexion 0-2cm= Bewegungseinschränkung

Extension 1-2cm= Normale Beweglichkeit

Extension 0-1cm= Bewegungseinschränkung

Schober

Entfaltbarkeit der LWS in Flexion und Extension

Markiert wird S1 und 10cm cranial

Nach vorn (flexion) oder nach hinten (extension) beugen.

Differenz zur neuen Strecke wird dokumentiert.

Flexion 3-5cm= normale Beweglichkeit

Flexion 0-3cm= Bewegungseinschränkung

Extension 1-3cm= normale Beweglichkeit

Extension 0-1cm= Bewegungseinschränkung

Kinn-Sternum-Abstand

(KSA)

Entfaltbarkeit der HWS

KL muss mit Kinn Sternum berühren.

Gemessen wird Abstand von Kinn zu Sternum

Flexion 0-2cm= normal

Flexion >2cm= eingeschränkt

Extension 16-24cm= normal

Extension <16cm= eingeschränkt

Extension >24cm= pathologisch erhöht

Nacken-/ Schürzen-Griff

(Daumen-Vertebra prominens-Abstand, DVA, DPA)

Globale Einschätzung der Beweglichkeit der Einheit Schultergürtel-Schultergelenk

Nackengriff: mit dem Daumen den C7 berühren

Der Test wird im Seitenvergleich durchgeführt.

Schürzengriff: Daumen an TH7

Messung ist von Person zu Person unterschiedlich

Schulterblattdrehung

Globale Einschätzung der Beweglichkeit der Einheit Schultergelenk-Schultergürtel

Abstand Angulus inferior und dem Dornfortsatz auf gleicher höhe messen.

Arm muss in maximale Abduktion und Elevation gehen.

Gemessen wird erneuter Abstand zu Angulus inferior.

Messung jeweils an beiden Seiten.

0-5cm= eingeschränkt

Ab 5cm= normal

Neurologische Untersuchung

Lasègue

Einschätzung für neurologische Problematik

Rückenlage: ein gestrecktes Bein wird durch Therapeut amgehoben. Die zweite Hand befindet sich am SIAS des KL.

SZ in LWS bei bis max. 60° kann dies Anhaltspunkt für Bandscheibenvorfall, Ischias Syndrom oder gereizte Hirnhäute sein.

Ab 60° kann ein Ziehen ein Anhaltspunkt für verspannte oder verkürzte ischiokrurale oder LWS Muskulatur sein, mögliche LWS- und/oder SIG Blockade

Zehenstand/Fersenstand

Einschätzung motorischer Ausfall (NOTFALL)

Zehen und Fersenstand ausüben. Kann er dies nicht, gilt das als Test positiv.

Kein Fersenstand= verdacht, dass Nerv, der zuständige Unterschenkelmuskulatur beeinträchtigt ist. Kann auf Vorfall der Bandscheibe zwischen L4 und L5 hinweisen.

Kein Zehenstand= Irritation oder Vorfall der Bandscheibe zwischen L5 und S1.

Palpationsarten

Hauttemperatur

Flächiges Verschieben 

Kibler Hautfalte

Geweberollen

Knetpalpation

Gezielt dehnende Streichungen

Muskeltonus

Druckpalpation

Zeil der Palpation

Aussage des Gewebezustandes in allen Schichten:

Untere Verschiebeschicht

Muskulärer Zustand

Schmerzpunkte

Möglicher Therapieablauf 1. Sitzung

1. Anamnese

2. Subjektive Zielsetzung (Patientenziele)

3. Ausführliche Haltungsanalyse

4. Funktionstests

5. Palpation

6. Hypothese (mögliche Ursachen zu den Beschwerden)

7. Objektive Zielsetzungen (Therapeutenziel)

8. Massnahmenplan

9. Therapie

Étudier