Klassische Massage Kurs 3 Teil 2
Bodyfeet
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Cartes-fiches
Wirkungsprinzipien klassische Massage
Lösen Verklebungen der versch. Gewebeschichten
Steigern Durchblutung und Lymphfluss
Gesteigerte Wundheilung durch Freisetzung von Entzündungsmediatoren
Schmerzhemmende Wirkung durch Freisetzung von Endorphinen und Serotonin
Antidepressive, antriebssteigernde und angstlösende Wirkung durch Serotonin
Senkung des Kortisollevels
Steigerung Serotonin- und Dopaminlevels
Hervorrufen von Gefühlen durch Oxytocin
Erhöhung von Aufmerksamkeit
Stärkung des Immunsystems durch Steigerung der unspezifischen Abwehr und verminderung der spezifischen Abwehr
Wirkung der Streichung
Kontaktaufnahme mit dem Gewebe
Beruhigend und entspannend
Angriff auf Hornhaut, anregung auf Neubildung der Hautzellen
Elastizität der Haut wird erhöht
Venöser Rückstrom ist gefördert
Lymphstrom und Stoffwechsel wird angeregt
Wirkung der Hautverschiebung / Gewebsrollen
Lockerung des Gewebes
Verschieblichkeit des Gewebes verbessern
Durchblutungsanregend
Verklebungen lösen
Elastizität der Haut wird erhöht
Wirkung Knetung, Walkung, Queerdehnungen
Durchblutungsfördernd der Muskulatur
Lockert Gewebe
Erweiterung des Muskelspiegels
Verschieblichkeit der Muskulatur verbessert sich
Steigerung der Kontrakrionsfähigkeit von hypotoner Muskulatur
Lymphstrom/Stoffwechsel anregen
Pathologische Veränderungen in der Tiefe werden gelockert.
Zirkelungen
Pathologische Gewebsablagerungen sollen gelockert werden
Durchblutungsfördernd
Tonusregulierend
Zerzeilung von Myogelosen (Muskelverhärtung)
Einflussnahme auf die Atmung
Verklebungen/Verwachsungen werden gelöst
Indikationen
Gesindheitsfördernde und prophylaktische Massnahme/Prävention
Schlechte Verschieblichkeit der Haut und Muskulatur
Stoffwechselstörungen und Verhärtungen der Haut und Muskulatur
Verspannungen und Veränderungen der Muskulatur (Triggerpunkt, Hypertonus)
Muskuläre Dysbalance/Haltungsfehler
Verminderte arterielle und venöse Durchblutung
Verminderter Lymphfluss
Verdauungsbeschwerden
Schlechte Ausscheidung/Atmung
Kopfschmerzen
Stress und Überlastung
Nervösität und innere Unruhe
Depressive Stimmungslage
Schlafstörungen
Regeneration nach grossen Körperleistungen
Leistungsschwäche
Indikationen der klassischen Massage
Therapeutische Anwendungen
Nach Muskelverletzungen (Prellungen, Zerrungen, Teilrupturen)
Stoffwechselstörungen nach Verletzungen oder in Folge Grunderkrankungen
Symptomatische Behandlung von rheumatischen Erkrankungen
Funktionelle Störungen am Bewegungsapparat
Arthrosen
Nach Gelenks- und Bänderverletzungen
Neurologische Phänomene wie Parästhesien, Sensibilitätsstörungen, motorische Störungen
Venöse Stauungen / Lymphstauungen
Erschöpfungszustände, Stress, Überlastung, innere Unruhe
Kopfschmerzen
Schlafstörungen
Chronische Obstipation
Angina pectoris
Atmungsstörungen
Absolute Kontraindikationen
Fieber
Thrombose
Dekompensierte Herzinsuffizienz oder frischer Herzinfarkt
Erste 3 Schwangerschaftsmonate da Abortgefahr
Krebserkrankungen da Gefahr der Metastasierung (darf nach Gutheissung des Arztes therapiert werden)
Entzündungen und Ulzerationen
Thrombophlebitis
Schwere arterielle periphere Durchblutungsstörungen und fortgeschrittene Arteriosklerosen
Frische Verletzungen/Hämatome
Plötzliche neurologische Ausfälle/Verschlechterung des AZ
Plötzliches Aufhören von Schmerzen kann sein, dass Nerv abstirbt
Relative Kontraindikationen der Massage
Menstruation und Schwangerschaft: lumbal und abdominal vorsichtig
Herzinsuffizienz
Insulinpflichtiger DM kann durch Massage hypoglykämie auslösen
Koagulierte Patienten
Störung eines Nervs mit Sensibilitätsstörungen, Lähmungen
Entzündungen
Verletzungen
Gefässerkrankungen wie Varizen, Lympggefässentzündungen, Arteriosklerose
Hautkrankheiten wie herpes zoster, Hautausschläge bei Infektionskrankheiten
Bei Frakturen entscheidet der Arzt ab wann Massage
Zustände nach Gelenk- und Knochenoperationen z.B. Meniskusentfernung, Spondylodese, Gelenksprothese
Risiko-Schwangerschaft
Pflichten
Schweigepflicht
Dokumentationspflicht
Sorgfaltspflicht
Meldepflicht
Kurz-Befund
Dauer ca. 5-10 Min
Diagnose ist klar definiert, Behandlungsmethode ist vorgeschrieben. Es liegt bereits ein Bericht vor.
Erstellung eines Erstbefundes vor der Erstbehandlung
Lang-Befund
Dauer ca. 20-30min
Diagnose nicht klar definiert und Behandlungsmethode nicht vorgeschrieben.
Alle relevanten Daten erfassen
Erstbefund vor der Erstbehandlung
Folge-Befund
Ab der 2. Behandlung
Dauer ca. 5-10 Min
Lang- und Kurzbefund wird so stetig weiger geführt.
Funktionelle Untersuchungen
(Funktionsprüfungen)
Erfolgen im Erstbefund nach der Anamnese
KL ist entkleidet
Es wird immer von der Null-Neutral-Stellung ausgegangen
Messungen immer im Seitenvergleich
Messergebnisse 3x wiederholen. Mittelwert festhalten
Die Nullstellung
Normale, aufrechte Stellung des Menschen.
Füsse Hüftbreit
Patella nach vorn
Arme neben dem Körper
Kopf gerade aus mit Blick nach vorn
Haltung locker
Funktionelle Untersuchungen
Aktive Funktionsprüfungen/Bewegungsprüfungen
Finger-Boden-Abstand
Ott-Zeichen
Schober-Zeichen
Kinn-Sternum-Abstand
Nacken-/Schürzengriff
Schulterblattdrehung
Finger-Boden-Abstand
(FBA)
Bewegunsausmass der gesamten Wirbelsäule in dke Flexion
Finger bei gestreckten Beinen so nah an den Boden bringen, wie möglich.
Gemessen wird der Abstand von Fingerspitzen bis zum Boden.
0-10cm= Kinder, Jugentliche, sehr Bewegliche
20-30cm= normale Beweglichkeit Erwachsene
>35cm= eingeschränkte Flexionsbeweglichkeit
Ott
Entfaltbarkeit der BWS in Flexion und Extension
Stehend werdden Punkte C7 und 30cm caudal markiert.
Gemessen wird neu entstehende Strecke nach maximaler Flexion
Dokumentiert wird die Differenz zur Ausgangsstellung
Bei Extension muss sich KL nach hinten neigen
Resultate:
Flexion 3-4cm= Normale Beweglichkeit
Flexion 0-2cm= Bewegungseinschränkung
Extension 1-2cm= Normale Beweglichkeit
Extension 0-1cm= Bewegungseinschränkung
Schober
Entfaltbarkeit der LWS in Flexion und Extension
Markiert wird S1 und 10cm cranial
Nach vorn (flexion) oder nach hinten (extension) beugen.
Differenz zur neuen Strecke wird dokumentiert.
Flexion 3-5cm= normale Beweglichkeit
Flexion 0-3cm= Bewegungseinschränkung
Extension 1-3cm= normale Beweglichkeit
Extension 0-1cm= Bewegungseinschränkung
Kinn-Sternum-Abstand
(KSA)
Entfaltbarkeit der HWS
KL muss mit Kinn Sternum berühren.
Gemessen wird Abstand von Kinn zu Sternum
Flexion 0-2cm= normal
Flexion >2cm= eingeschränkt
Extension 16-24cm= normal
Extension <16cm= eingeschränkt
Extension >24cm= pathologisch erhöht
Nacken-/ Schürzen-Griff
(Daumen-Vertebra prominens-Abstand, DVA, DPA)
Globale Einschätzung der Beweglichkeit der Einheit Schultergürtel-Schultergelenk
Nackengriff: mit dem Daumen den C7 berühren
Der Test wird im Seitenvergleich durchgeführt.
Schürzengriff: Daumen an TH7
Messung ist von Person zu Person unterschiedlich
Schulterblattdrehung
Globale Einschätzung der Beweglichkeit der Einheit Schultergelenk-Schultergürtel
Abstand Angulus inferior und dem Dornfortsatz auf gleicher höhe messen.
Arm muss in maximale Abduktion und Elevation gehen.
Gemessen wird erneuter Abstand zu Angulus inferior.
Messung jeweils an beiden Seiten.
0-5cm= eingeschränkt
Ab 5cm= normal
Neurologische Untersuchung
Lasègue
Einschätzung für neurologische Problematik
Rückenlage: ein gestrecktes Bein wird durch Therapeut amgehoben. Die zweite Hand befindet sich am SIAS des KL.
SZ in LWS bei bis max. 60° kann dies Anhaltspunkt für Bandscheibenvorfall, Ischias Syndrom oder gereizte Hirnhäute sein.
Ab 60° kann ein Ziehen ein Anhaltspunkt für verspannte oder verkürzte ischiokrurale oder LWS Muskulatur sein, mögliche LWS- und/oder SIG Blockade
Zehenstand/Fersenstand
Einschätzung motorischer Ausfall (NOTFALL)
Zehen und Fersenstand ausüben. Kann er dies nicht, gilt das als Test positiv.
Kein Fersenstand= verdacht, dass Nerv, der zuständige Unterschenkelmuskulatur beeinträchtigt ist. Kann auf Vorfall der Bandscheibe zwischen L4 und L5 hinweisen.
Kein Zehenstand= Irritation oder Vorfall der Bandscheibe zwischen L5 und S1.
Palpationsarten
Hauttemperatur
Flächiges Verschieben
Kibler Hautfalte
Geweberollen
Knetpalpation
Gezielt dehnende Streichungen
Muskeltonus
Druckpalpation
Zeil der Palpation
Aussage des Gewebezustandes in allen Schichten:
Untere Verschiebeschicht
Muskulärer Zustand
Schmerzpunkte
Möglicher Therapieablauf 1. Sitzung
1. Anamnese
2. Subjektive Zielsetzung (Patientenziele)
3. Ausführliche Haltungsanalyse
4. Funktionstests
5. Palpation
6. Hypothese (mögliche Ursachen zu den Beschwerden)
7. Objektive Zielsetzungen (Therapeutenziel)
8. Massnahmenplan
9. Therapie