Versicherungsmarketing

Obligatorisches Modul Versicherungsfachmann

Obligatorisches Modul Versicherungsfachmann


D. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über das Versicherungsmarketing und richtet sich an Fachleute, die ihre Kenntnisse vertiefen möchten. Sie behandeln zentrale Aspekte wie Produkte, Kunden, Ziele und den Markt, sowie die Analyse und Strategie von Marketinginstrumenten. Die Karteikarten helfen dabei, die komplexen Zusammenhänge des Versicherungsmarktes zu verstehen und effektive Marketingmaßnahmen zu planen und umzusetzen.
Flashcards
110
Students
26
Language
German
Category
Marketing
Level
Other
Created / Updated
27.07.2023 / 07.03.2026

Flashcards

Welche Schritte beinhaltet ein Marketing-Konzept?

Gehört zu: Marketingkonzept Taxierung 2

AZS

- Analyse

- Ziele 

- Strategie

IBK

-Instrumente 

- Budget 

- Kontrolle

Was ist ein Konzept?

 

 

 

Gehört zu: Marketingkonzept Taxierung 2

Ein Konzept ist ein Plan wie etwas erreicht werden soll.

Maslowsche Bedürfnispyramide

Gehört zu: Marketingkonzept Taxierung 2

Marktdefinition

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 3

Fundament für ein gutes Marketingkonzept. Wichtig ist, was aus Sicht der Kunden ein Markt ist

Was ist ein Strategisches Geschäftsfeld (SGF) ?

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 3

Ein SGF ist ein definierter Markt in einem Markt. Dieser ist von aussen gegeben und wird nicht durch das Unternehmen gebildet

Was ist eine Strategische Geschäftseinheit (SGE)?

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 3

Eine SGE ist eine durch die Unternehmung gebildete Einheit (Gruppe von Personen Bsp. Sachversicherungsabteilung), welche ein oder mehrere Geschäftsfelder bearbeitet.

Markgrössen und wichtigste Kennzahlen 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 4

Markkapazität

- Maximale Menge einer bestimmten Marktleistung, die zum Preis 0.- in einem bestimmten Zeitraum im relevanten Markt abgesetzt werden könnte

Marktpotenzial 

- Gesamter Umsatz oder Absatz aller Anbieter einer bestimmten Marktleistung, der unter optimalem Einsatz der Marketinginstrumente bei heutiger Kaufkraft in einem bestimmten Zeitraum im relevanten Markt erzielt werden könnte 

Marktvolumen

- Gesamter von allen Anbietern effektiv realisierter Umsatz oder Absatz einer Marktleistungin einem betsimmten Zeitraum im relevanten Markt

Marktanteil

- Prozentualler Umsatz- oder Absatzanteil von Anbieter X am Marktvolumen des relevanten Markts in einem bestimmten Zeitraum

Sättigungsgrad 

- Prozentualer Anteil des Marktvolumens am Marktpotenzial in einem bestimmten Zeitraum 

 

Markstystem nach Kühn

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 2

Umfeld beeinflusst das Marktsystem und hat direkten Einfluss aud die 4P des Marketings

- Product 

- Promotion

- Place

- Price 

Optional 5 P = Person

Lebenszyklusanalyse 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 4

  • Wachstumszone beginnt wenn erste Gewinne erzielt werden (ab Break-even)
  • Rückgang beginnt wenn man wieder in die Verlustzone abrutscht
  • Überlebenswichtige Phasen sind ergo Wachstum/Reife/Sättigung, aber auch Entwicklung/Einführung neuer Produkte sind wichtig da: Stagnation = Rückschritt

!! Assekuranz mit hoher Wertschöpfungstiefe sollte ergo früher in Gewinnzone sein als andere Branchen !!

Kundenanalyse /Analytisches CRM wichtige Begriffe

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 4Kunden

CLV Costumer Lifetime Value = Kundenwertanalyse für Bestimmung der Rentabilität einzelner Kunden

Kohortenanalyse = Finazielle Kontrolle/Prüfung einer definierten Gruppe, die mit einer Marketingmassnahme aquiriert worden sind. 

RFM-Modelle

R= Recency d.h. Zeitpunkt der letzten Bestellung

F= Frequency d.h. Häufigkeit aller gemachten Bestellungen 

M= Monetary d.h. Gesamtumsatz der gemachten Bestellungn 

Distributionsanlyse / Distributionsgrad

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 4

Vertriebsweg Assekuranz  (Dienstleistungen)

 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 4

- Circa 70% des Prämienvolumens wir über den direkten Vertrieb generiert (Aussendienst) 

- Indirketer Vertrieb ist über Makler, Kooperationspartner etc. zunehmend

High Involvemt: Direktvertrieb / Beratungs intensiv 

Low Invoment: Indirekter Vertrieb / Beratungs arm 

 

Interne und externe Beeinflusser 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 2

Beinflusser generell: Person, die Kaufentscheid beeinflusst, jedoch weder Käufer noch Verkäufer/Händler ist 

Interner Beeinflusser: Person, die einen Kaufentscheid beeinflusst, jedoch nicht über den Kauf entscheidet (Bsp. Ehefrau)

Externer Beeinflusser: Marktteilnehmer, die eine Kaufempfehlung abgeben, jedoch ohne Teilnahme der Transaktion (Bsp. Garagist welcher Versicherung empfiehlt)

 

 

Konkurrenz / Wettbewerbskräfte nach Porter 

Auch Five Forces Modell genannt.

Asskuranzbezogene Beispiele:

Rivalität unter bestehenden Konkurrenten: Axa vs Zürich betreffend Marktanteilführerschaft

Bedrohung durch neue Anbieter: Markteinritt der Dextra in der Sparte MF 2018

Bedrohung durch Ersatzprodukte: verlängerte Rundzm-Garantieprodukte durch Garagen für das Auto

Verhandlungsstärke der Lieferanten: Rückversicherer erhöht die Basisprämiensätze des Quoten-Rückversicherungsvertrags mit der Helvetia

Verhandlunsmacht der Abnehmer: Fahrzeuglenker entscheiden sich grösstenteils das Kollisionsrisiko selbst zu tragen anstelle zu versichern.

Was umfasst die Unternehmensanalyse?

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 5

Die Unternehmensanalyse beleuchtet die Stärken und Schwächen der eigenen Unternehmung. Es handelt sich hierbei um beeinflussbare Parameter

Die Unternehmensanalyse umfasst:

  1.  Wertkettenanalyse (Value Chain)
  2.  Portfolio Analyse (Boston Consulting Group Portfolio BCG )
  3.  Stärken-Schwächen-Analyse

Unternehmensanalyse / Wertekette Value Chain (nach Porter)

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 5

Die Value Chain nach Porter umfasst 9 Bereiche, die Werte für den Kunden schaffen.

  • 5 Primäre Aktivitäten
    • Direkten Input auf Produktivität (sieht Kunde)
  • 4 unterstützende Aktivitäten
    • Notwendige Aktivitäten für Sicherstellung der Funktion der Wertkette (sieht Kunde nicht

 

Unternehmensanalyse / Portfolio-Analyse (Boston Consulting Group Portfolio BCG)

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 5

Wird auch BCG-Matrix oder Bostoner Schema genannt

Strategisch relevante Geschäftseinheiten werden auf Grundlage der Beurteilungskriterien Marktwachstum und relativer Marktanteil bewertet

Question Marks

  • sind durch einen niedrigen relativen Marktanteil in einem schnell wachsenden Markt charakterisiert. Die Geschäftseinheiten befinden sich in der Einführungs- bzw. in der frühen Wachstumsphase und sind mit hohen Chancen und Risiken behaftet. Das Ziel ist die Steigerung des Marktanteils.

Stars

  •  befinden sich in der Wachstumsphase und sind durch einen hohen relativen Marktanteil und hohes Marktwachstum gekennzeichnet. Sie haben einen hohen Bedarf an Finanzmitteln, den sie weitestgehend selbst decken.

Cash Cows

  • sind Geschäftseinheiten mit hohem Marktanteil in einem reifen Markt mit niedrigen Wachstumsraten. Durch ihre vorteilhafte Marktposition erwirtschaften Milchkühe aufgrund niedriger Kosten und geringer Investitionen Finanzmittelüberschüsse, die für andere Geschäftsfelder abgeschöpft werden sollen.

(Poor) Dogs

  • sind Geschäftseinheiten mit niedrigem Marktanteil, die in langsam wachsenden oder stagnierenden Märkten tätig sind. Wegen der ungünstigen Kostenposition erwirtschaften sie üblicherweise einen negativen Cash-Flow und tragen nicht mehr oder nur noch geringfügig zum Unternehmenserfolg bei. Dementsprechend wird als Normstrategie die Desinvestition empfohlen

Unternehmensanalyse / Stärken- und Schwächen-Analyse 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 5

Für die Ausarbeitung eines Marketingkonzepts müssen die Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens bekannt sein. Die folgende Struktur mit sieben Dimensionen hat sich in der Praxis in verschiedenen Situationen gut bewährt.

 

Die 7 Dimensionen

  • Kunden
  • Produkte und Dienstleitungen
  • Distribution
  • Kommunikation
  • Preise und Kosten
  • Management
  • Finanzen und Struktur

Umfeldanalyse Pestel 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 5

Die Umfeldanalyse wir oftmals auch als Umweltanalyse bezeichnet

Sie ist der Teil der Analyse im Rahmen der strategischen Planung, der sich mit der Untersuchung der für das Unternehmen bedeutsamen Aspekte des Umfelds erfasst. Die Abkürzung PESTEL umfasst 6 Sphären des Umfelds, welche das Unternehmen beeinflusst:

P = Political (politische Aspekte)

E = Economical (wirtschaftliche Konditionen)

S = Social (soziale Kräfte)

T = Technology (technische Entwicklung)

E = Ecological (ökologische Anliegen)

L = Legal (rechtliche Rahmenbedingungen)

Marktdiagnose / SWOT 

S = Strength / Stärke

W = Weakness /Schwäche

O = Opportunities /Möglichkeiten 

T = Threats / Gefahren

Stärken und Schwächen

  • Sind interne Faktoren und haben Ihre Ursache im eigenen Unternehmen
  • Es sind daher interne Faktoren wie persönliche Charakterzüge, Mitarbeiter, Cash Flow und Kompetenzen, welche für diesen Teil der Analyse entscheidend sind

Chancen und Gefahren

  • Sind Faktoren, die ausserhalb der eigenen Unternehmung entstehen, aber auf die Unternehmung dennoch einen Einfluss haben.
  • Diese sind daher externe Faktoren wie Wirtschaftstrends, die Stärken und Schwächen der Konkurrenten, bestehende oder neu entstehende Regierungsvorschriften, technologische Fortschritte, Lebensstil und demografische Trends.

Die SWOT Matrix

  • Bei der SWOT-Matrix wird die Stärke-Schwäche-Analyse mit der Chancen-Gefahren-Analyse kombiniert. Daraus ergeben sich vier verschiedene Kombinationen,

SO = Stärke trifft auf Chance / muss ausgenutzt werden 

WO = Schwäche trifft auf Chance / grösstes Verbesserungspotenzial 

ST = Stärke trifft auf Gefahr / vorsicht geboten, schauen Gefahr zu umgehen 

WT = Schwäche trifft auf Gefahr  / keine Vorteile, zurückziehen 

Marktdiagnose / MC Kinsey-Portfolio 9-Felder Matrix 

Gehört zu: Marktanalyse und Marktdiagnose Taxierung 4

Gleiches Przip wie bei der BCG-Analyse, allerdings eher auf SGF und ganze Unternehmung ausgerichtet und berücksichtigt auch die Zukunft 

  • Das McKinsey-Portfolio besteht aus neun Feldern, womit präzisere Aussagen getroffen werden können als bei der klassischen Vier-Felder-Matrix der BCG.
  • Die Grösse des Kreises zeigt den Umsatz der Geschäftseinheit, der grün schaffierte den Gewinn der Geschäftseinheit
  • Die Position des Kreises gibt Auskunft über Marktattraktivität und Wettbewerbsstärke.

Ziel der Marktforschung 

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 2

(im allgemeinen) Ziele = einen erstrebten Zustand in der Zukunft 

Das Ziel der Markforschung ist es, Info's über den Markt zu gewinnen, um bessere Entscheidungen zu treffen. Der Ertrag soll min. um den Betrag der Investition steigen. Dieses simple Prinzip des Return-on-Marketing-Investements hat drei wichtige Konsequenzen:

1. Es kann für bestimmte Unternehmen in bestimmten Situationen Sinn machen, keine Marktforschung zu betreiben, wenn der Aufwand immer höher ausfällt als der erwartete Ertrag. (Ausnahmesituation)

2. Es gilt, ein optimales Marktforschungsbudget zu definieren. Nicht mit dem Motto "um jeden Preis", sondern man muss genung wissen, um gute Entscheidungen zu treffen.

3. Marforschung sollte, wenn immer möglich, auf bereits vorhandenem Wissen aufbauen. Je mehr Info's man zum Zeitpunkt der Studienkonzeption hat, desto präziser sind auch die Ergebnisse.

Methoden der Marktforschung 

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 3

Sekundärmarktforschung: Desk Research

Primärmarktforschung: Field Research / ausserhalb 

! Zuerst werden Sekundärdaten (intern + extern) gesichtet und erst dann wird der Entschluss gefasst, eine Primärmarktforschung zu betreiben !

 

Sekundärmarktforschung (Desk Research)

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 2

Hier liegen die Daten bereits vor z.B. interne Verkaufsstatistiken, Kundenportfolio, etc oder externe Berichte, etc.

  • Interne Quellen

Innerhalb der Unternehmung Bsp. Kundendaten, CRM, Daten aus eigener Buchhaltung, Schadendaten

  • Externe Quellen

Ausserhalb der Unternehmung Bsp. Öffentliche Ämter, Bundesamt für Statistik, Wissenschaft, Wirtschaftsverbände, Fachautoren

Primärmarktforschung (Field Research)

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 2

Daten müssen für konkrete Fragestellungen erst erhoben werden 

  • Qualitative

Warum, Grund, Motive / offene Fragen (Kleine Masse wird befragt)

  • Quantitative

 Wieviel, Was, Wie, Wenn / standardisierte Fragebögen / geschlossene Fragen (Grosse Masse wird befragt)

Marktforschung / Instrumente (Primärmarktforschung)

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 2

Omnibusbefragung

  • Mehrthemenumfrage der Primärerhebung bei der Fragen verschiedener Auftraggeber in einem Fragebogen zusammengefasst werden. Dadurch sind die Kosten der Erhebung geringer

Panels

  • Gleiche Fragestellung an immer die gleichen Personen in gewissen Zeitabständen

Markttest

  • Hier wird im Markt etwas getestet bevor es eingeführt wird

Conjont-Analyse

  • Verfahren zur Analyse von Präferenzen und Einstellungen sowie zur Prognose von Kaufabsichten

Delphi-Befragung

  • Mehrstufiges Befragungsverfahren, Stufe für Stufe (Expertenbefragung)

Mystery Research

  • Versteckte Tests bei Mitbewerbern, Brokern etc.

Multi-Client-Studie

  • Mehrere Unternehmen beteiligen sich am Projekt-Design. Durch das Zusammentreffen der Unternehmen und damit unterschiedlicher Ideen, Ziele und Motive entsteht tieferer und besserer Einblick in das Thema als bei Einzelstudien

Data Mining (dieses Instrument wird auch bei der Sekundärmarktforschung verwendet)

  • Auswertung von grossen Daten mit Hilfe statistischer Verfahren

Marktforschung / Befragungsmethoden 

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 2

Persönliche Befragung

  • Bei der persönlichen Befragung (Face-to-Face) besucht oftmals ein Interviewer den zu Befragenden und spricht mit ihm.

Telefonische Befragung

  • Bei der telefonischen Befragung ruft der Interviewer (Call Center) den zu Befragenden an

Schriftliche Befragung (Postalisch)

  • Schriftliche Befragungen finden meist mit einem standardisierten Fragebogen statt

Online Befragung

  • Online-Umfragen – das am häufigsten gewählte Befragungsinstrument – kann nur mit Personen mit PC durchgeführt werden. Online ist sehr schnell und kann, die Komplexität von persönlich komplexen Themen dank der Visualisierungsmöglichkeiten erfragen.

Marktforschungsprozess / 5D

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 3

Der Marktforschungsprozess wird in 5 Phasen unterteilt. Es sind dies die klassischen "5 D`s der Marktforschung.

Alles beginnt mit der Phase der Problemdefinition. Welche Fragen wollen wir geklärt haben?

Daraufhin wird der Marktforschungsplan erstellt, das Design der Marktforschung. Die Frage nach der richtigen Methode.

Ist das Design klar, werden die Daten erhoben und ausgewertet.

Die so gewonnenen Ergebnisse müssen dann aufbereitet und den Entscheidungsträgern ansprechend präsentiert werden.

Abgeschlossen wird das Ganze mit der Dokumentation

Markforschung / Repräsentativität der Befragung 

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 3

Eine Studie gilt als repräsentativ, wenn die befragten Personen (Stichprobe) die Grundgesamtheit repräsentieren.

Generell gilt: Je kleiner die Unterschiede der Grundgesamtheit, desto kleiner die Anzahl der Leute, die befragt werden müssen (Stichprobe)

 

Zufallsauswahl oder Quotenauswahl

Um die Antworten der Grundgesamtheit ermitteln zu können, müssten alle befragt werden. Dies sprengt jedoch die Kosten.

Daher wird nur eine bestimmte Anzahl befragt.

Es gibt die Zufallsauswahl und die Quotenauswahl.

Quotenauswahl: Bei der Quotenauswahl wird die Repräsentativheit sichergestellt, indem die Stichprobe dieselben Kriterien wie die Grundgesamtheit ausweist.

Zufallsauswahl: Bei der Zufallsauswahl wird jeder 10 te oder jeder 100te befragt. Dabei muss der Vertrauensintervall (Fehlerquote) berücksichtigt werden. Der Vertrauensintervall kann statistisch berechnet werden.

 

Externe Marktforschung (Gründe)

Gehört zu: Marktforschung Taxierung 2

Der Beizug von externen Marktforschungsinstituten kann viele Gründe haben:

- Das Unternehmen ist fachlich überfordert 

- Die Mitarbeiter des Unternehmens, die über das nötige Know-How verfügen sind zeitlich nicht in der Lage die Untersuchung durchzuführen

- Das Unternehmen verfügt nicht über die nötige Infrastruktur (z.B. Testapparate)

- Das Unternehmen hat ein Problem, das sich am besten in einer Mehrthemnenumfrage (z.B. Omnibus-Umfrage) erheben lässt.

- Das Unternehmen will anonym bleiben

- Das Unternehmen benötigt ein neutrales Gutachten (z.B. für Kreditantrag zu einer bestimmten Investition oder für Kauf- / Verkaufshandlungen von Marken und Unternehmensteilen)

Hierzu wird ein Briefing mit folgenden Punkten formuliert:

- Ausgangslage

- Ziele der Marktforschung

- Vorschläge zur Methode und zur Stichprobe 

- Definition der Ergebnisdarstellung

- Zeit- und Kostenbudget

 

 

Marketingziele / Zielarten 

Gehört zu: Marketingziele Taxierung 2

Man unterscheidet ganz generell zwischen 2 Arten von Zielen:

 

Wirtschaftliche (ökonomische) Ziele 

Bsp. Umsatz, Martanteil, Profitabilität etc.

 

Psychologische (vor-ökonomische) Ziele 

Bsp. Produkt- und Servicequalität, Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität etc.

 

 

Marketingziele / Operationalisierung von Zielen mit den 5 W

Gehört zu: Marketingziele Taxierung 2

Ziele müssen überprüfbar sein. Folgende fünf Merkmale gilt es dabei zu berücksichtigen:

Eindeutiger Zielinhalt / Messbare Ziele / Relevante Zielgruppe / Zeitlicher Bezug / Räumlicher Bezug

- diese werden über die folgenden 5 W Fragen abgeholt

Marketingziele / Beziehung zwischen Zielen 

Gehört zu: Marketingziele Taxierung 3

Zielkonflikt: Die Erreichung des Ziel A steht im Konflikt mit Ziel B (Bsp. Neukundenakquise zu Gewinnmarge/ Grosszügige Rabatte = Mehr Neukunden aber Gewinnmarche schrumpft)

Zielkongrurenz: Ziele ergänzen / verstärken sich (Bsp. Erhöhung der Mitarbeiterzufriedenheit zur Erhöhung der Mitarbeiterproduktivität führt zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit)

Zielindifferenz: Ziele tangieren sich nicht ( Bsp. Erhöhung des Umsatz in USA, tangiert Senkung der Reklamationen in Italien nicht) 

Marketingziele / Zielhierarchie 

Gehört zu: Marketingziele Taxierung 3

Eine Zielhierarchie liegt dann vor, wenn einzelne Ziele anderen Zielen unter- oder übergeordnet werden können. So ist der Gewinn ein Unterziel der Rendite.

 

Ziele der Wachstumsstrategie?

Gehört zu: Wachstumsstrategie Taxierung 2

Das Ziel der Wachstumsstrategie ist es, mittel- bis langfristig (3-5 Jahren) zu definieren wie die Unternehmung ihre Wachstumsziele erreichen kann.

 

Wachstumsstrategie nach Ansoff / Wachtumslücken

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 4

Wachstumslücke: Zeigt die Lücke zwischen der gewünschten Umsatzentwicklung und erwarteten Entwicklung, falls kein neues Wachstum erzielt werden kann. Diese Lücke kann mit verschiedenen Wachstumsstrategien anhand von zwei Dimensionen klassifiziert werden.

- Werden neue Märkte /Geschäfte (z.B. neue Länder / neue Segmente) bearbeitet?

- Werden neue Produkte / Leistungen angeboten?

Dargestellt werden diese in der 4-Felder Matrix nach Ansoff

Wachstumsstrategie nach Ansoff / 4- Felder Matrix

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 4

Meist gewählte Strategie-Reihenfolge einer Unternehmung: 1, 2, 3, 4

Marktpenetration

  • Höhere Marktdurchdringung mit bestehendem Produkt im bestehenden Markt Bsp. Mit Preissenkung des Produkts

Marktentwicklung

  • Erschliessung neuer Märkte (auch Markt-Segmente) mit bestehendem Produkt Bsp. Neues Land  erschliessen

Produkt- / Sortimentsentwicklung

  • Wachstum durch neue bzw. modifizierte Produkte im bestehenden Markt Bsp. Facelift Auto's

Diversifikation

  • Neue Produkte in neuen Märkten

Wachstumsstrategie nach Ansoff / Formen der Diversifikation

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung Taxierung 4

Horizontale Diversifikation

  • Neue Produkte / Dienstleistungen basieren auf den bestehenden Kernkompetenzen (Dextra, welche nun ins Online-MF Geschäft eindringt)

Vertikale Diversifikation

  • Das Unternehmen dringt in die vor- oder nachgelagerte Branche ein (z.B. Migros stellt selber Elektrogeräte her) (Beispiel Vers.: Versicherer kauft Carrossier-Netzwerk auf)

Laterale Diversifikation

  •  Das Unternehmen dringt in strategische Geschäftsfelder vor, zu denen keinerlei Synergien / Kernkompetenzen bestehen (Beteiligung Mobiliar an Scout24, AXA an Autoriccardo).

Innovationsstrategien / Bedeutung + Klassifikation

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 3

Bedeutung

Unternehmen werden in der heutigen Zeit vor enorme Herausforderungen gestellt. Hierzu zählt der immer schnellere Wandel, der durch die Globalisierung, neue Technologien, anspruchsvollere Kunden und durch die grosse Masse an verfügbarem Wissen angetrieben wird und zu einem Wissens- und Zeitwettbewerb führt.

Damit Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit unter diesen Bedingungen sichern können, müssen sie ständig neue Produkte / Dienstleistungen auf den Markt bringen, Kosten senken, Prozesse verbessern und ihre Kunden von der Vorteilhaftigkeit ihrer Produkten und ihrem Unternehmen überzeugen.

Innovationen in Unternehmen

Unternehmen sind soziale Systeme. Als solche können sie nur überleben, wenn sie im Austausch mit ihrer Umwelt etwas schaffen, was für diese „von Wert“ ist. Da sich die Umwelt aber laufend verändert, müssen sich natürlich auch Unternehmen diesen Veränderungen anpassen – evolutionär oder auch radikal. Das ist es, was wir im weiteren Sinne als „Innovation“ bezeichnen.

Die Innovationsleistung wirkt sich direkt auf Wachstums- und Ertragsstärke aus. So weisen diejenigen Unternehmen, die

  •  kontinuierlich in Innovationen investieren,
  •  Produkt-, Prozess- und Strategieinnovationen in den Vordergrund ihres Handelns rücken und
  • die Innovationsergebnisse schnell vermarkten,

im Vergleich zu den Nachahmern deutlich höhere Wachstums- und Ertragsraten auf.

Klassifikation von Innovationen

Innovationen können anhand von zwei Fragen unterschieden werden:

- Ist die Innovation neu für den Markt?

- Ist die Innovation neu für das Unternehmen?

(Siehe Bild)

Innovationsstrategien / Voraussetzungen + Prozess

Gehört zu: Wachstumsstrategien Taxierung 3

Voraussetzungen für Innovationen im Unternehmen 

Unternehmen mit einer Innovationskultur schaffen eine Grundlage für die dauerhafte Innovationsführerschaft. Folgende Erfolgsmuster liegen dieser Kultur zu Grunde:

  • Hohe Risikobereitschaft und bessere Risikokultur stellen die Chancen im Markt in den Vordergrund – ohne die Risiken zu vernachlässigen.
  • Innovationsförderliche Interaktion von Mitarbeiter und Management bündelt Ressourcen und Kompetenzen
  • Flexibilität und Reaktionsschnelligkeit öffnen den Horizont für Neuerungen.
  • Klare Unternehmensstrategie, heruntergebrochen auf die Innovations-aktivitäten, schaffen eine hohe Innovationseffizienz
  • Offene Kommunikation zwischen Management und Mitarbeitern führt zu einheitlich gelebtem Innovationsverständnis
  • Nutzung von Methoden und Tools erfolgt selektiv, dann aber konsequent.

Innovationsprozess mit Abbruchkriterien 

siehe Bild 

 

 

Study