Gebäudetechnik 1

Automatisierung in der Gebäudetechnik: Grundbegriffe

Automatisierung in der Gebäudetechnik: Grundbegriffe


M. L.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundfunktionen der Gebäudeautomation (GA) und deren technische Umsetzung an Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie die Erfassung von Signalen, die Ausgabe von Stellsignalen, die Nutzung von Sensoren und die Integration von DDC (Direct Digital Controller) in verschiedene Gewerke. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Planung und Implementierung von Gebäudetechnik beschäftigen, da sie sowohl theoretische Konzepte als auch praktische Anwendungen abdecken.
Cartes-fiches
19
Utilisateurs
4
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
18.07.2023 / 02.01.2026

Cartes-fiches

Richtlinien und Normen:

VDI 3814 EN ISO 16484

Definition Gebäudeautomation

Die Gebäudeautomation ist die Mess-, Steuer-, Regel-, und Leittechnik für die (gesamte) Technische Gebäudeausrüstung

Verwandte Begriffe in der Gebäudeautomation (6)

  • Gebäudeautomation (Oberbegriff)
  • MSR-Technik (Automationsebene inkl. Schaltschränke und DDC)
  • GLT (Gebäudetechnik, nur Managementebne mit Leitrechner)
  • TGA (Technische Gebäudeautomation und alle technischen Gewerke)
  • Raumautomation/ Einzelraumregelung (RA/ERR) (Gewerkeübergreifende Automatisierung in einem Raum)
  • Gebäudesystemtechnik (GBP) (intelligente Komponenten, die in der Raumautomation genutzt werden)

Gewerke in der GT, die typischerweise mit DDC-Komponenten seitens der GA ausgestattet werden (5)

  • Heizung/ Lüftung, Kälte (= HLK/ HKL)
  • El. Energieversorgung
  • Beschaltung/ Jalousien
  • Licht/ Beleuchtung
  • Brandmeldezentrale/-anlage (BMZ/ BMA)

Eigenständige Gewerke in der GT, die immer häufiger auch auf den Leitrechner der GA aufgeschaltet werden (8)

  • Medientechnik (Audio, Video)
  • Aufzugsanlagen
  • Videoüberwachung
  • Transportsysteme (Wäsche, …)
  • Zutrittskontrollanlagen
  • Telekommunikation/ Rechnernetze
  • Einbruchmeldeanlage
  • Zeiterfassungssysteme

Managementaufgaben, die bei großen Liegenschaften auch durch eigenständige Systeme abgearbeitet werden können

Wartungsmanagement/ Instandhaltungsmanagement

Mindestraumtemperatur

15°C, wenn niemand da ist, damit es nicht schimmelt, damit es nicht so lange dauert um warm zu werden

Einfache Systemstruktur

  • Leitrechner + 2.Bedienplatz
  • DDC-Automationsgerät: Sensoren und Aktoren
  • DDC-Automationsgerät: Drahtgebunden, Bus ist zu teuer
  • Anschluss der DDC-Automationsgeräte durch peertopeerverbindung
  • ISP-Lüftung: DDC 3.1, 3.2, …, 3.5 an externe Baugruppe durch Bus angeschlossen
  • Gateway: Anschluss an Feldgeräte

Was versteht man unter: DDC, ISP, peertopeer, externe Baugruppe?

  • DDC = Direct Digital Controller
  • ISP = Informationsschwerpunkt für örtlich zusammengefasste gleiche Werte
  • Peertopeer = direkter Datenaustausch zwischen zwei DDCs
  • Externe Baugruppe:
    • z.B. ein Frequenzanrichter für einen Ventilator
    • Ele Stromzähler
    • Externe I/O-Gruppe
    • Große Wetterstation

Hierarchische Struktur der Ebenen

BFA = Betriebstechnische Anlage

Welche Grundfunktionen gibt es?

  • Melden
  • Zählen
  • Messen
  • Schalten
  • Stellen

Grundfunktion Melden:

  • Schließen (no = normally opend) für normale.Betriebs- und Wartungsmeldungen
  • Öffnen (nc = normally closed) für Alarm- und Störungsmeldungen

Grundfunktion Zählen:

  • Zur Erfassung konventitoneller Energie- und Wasserzähler über spezielle Binäreingänge
  • Zu der Zählung von Impulsen
    • Nachteile: bei Impulsverlust stimmt aber das Abrechnungsmanagement nicht mehr

Grundfunktion Messen:

  • Zur Erfassung stetiger, analoger Messignale über AE/ AI
  • Mittels passenden Signals, meist PT1000
  • Mittels aktiven Signals z.B. zur Erfassung der relativen Feuchte
  • 0/4 – 20mA Standard in der Industrie (selten in der GA)
  • 0/1/2 – 10V Standard in der GA
  • → zu jedem AE gehört die Fkt. Zur Überwachung von 2 Oberen und 2 Unteren Grenzwerten

Grundfunktion Schalten

  • Zur Ausgabe von Steuerbefehlen
  • Über DA/ DO/ BA/ BO
  • Dauerbefehl
  • Impulsbefehl (aber 2 DA und Selbsthalteschutz in Schaltschrank nötig)
  • → zu jedem Schaltausgang gehärt bei größerem Verbrauchern eine Rückmeldung zur Ausführungskontrolle und eine Störungsmeldung vom Motorschutzgerät dazu

Grundfunktion Stellen

  • Zur Ausgabe nicht-stetiger Stellsignale z.B. für mehrstufiger Ventilatoren mittels mehrerer Digitalausgänge
  • Zur Ausgabe stetiger Stellsignale z.B. für Heizventile mittels AA/ AO
  • 0/4 – 20mA Standard in der Industrie (selten in der GA)
  • 0/1/2 – 10V Standard in der GA

Anlageninformationsschema und Informationsliste Definition:

Sie dienen der planerischen Zuordnung der Grundfunktionen der DDC zu den betriebstechnischen Anlagen bzw. Gewerken

Welche Typen analoger Sensor-Signale kennen Sie?

  • aktive Signale:
    • 0/4 - 20mA selten
    • 0/2 - 10V üblich
  • passive Signale:
    • Widerstandswerte sehr häfig
    • Eingänge 0 - 2000\(\Omega\)

realisierung von

  • Betriebsmeldungen
  • Störmeldungen

  • Betriebsmeldungen
    • normally open/ Schließer
    • für Zustandsmeldungen, Wartungsmeldungen
  • Störmeldungen
    • normally closed/ öffner
    • für Störungs- und Alarmmeldungen

Étudier