Neurologie
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Cartes-fiches
Behandlung der MS
- Interferone um das Immunsystem zu Unterdrücken.
- MS ist nicht akut lebensbedrohlich.
- MS Ausfälle sind zum Teil reversibel (umkehrbar).
Das Membranpotential
- Weil die Membran nicht alle Ionen durchlässt und manche extra auf eine oder andere Seite der Membran "gepumpt" werden, sind die Ionen nicht auf beiden Seiten der Membran gleich verteilt.
- Die Ionen sind Teilchen, die eine elektrische Ladung tragen.
- Eine ungleiche Ionenverteilung resultiert in einer elektrischen Spannung zwischen innen und aussen. Diese Spannung heisst Membranpotential.
Wiederherstellung von Phase 1: Ruhepotenzial
- Die Na+/K+-Pumpen stellen das Ruhepotenzial von ca. -70mV wieder her
- Die spannungsgesteuerten Na+-Kanäle schliessen sich
- Na+ Einfluss in das Neuron wird gestoppt
- Die spannungsgesteuerten Na+-Kanäle können für ein paar Millisekunden nicht wieder geöffnet werden: Refraktärzeit
- Jetzt öffnen sich spannungsgesteuerte K+-Kanäle, K+ verlässt das Neuron entlang seines elektrochemischen Gradienten
- Repolarisation: Das Innere der Zelle wird wieder negativer geladnen
- Viele spannungsgesteuerte Na+-Kanäle öffnen sich und Na+-Ionen fliessen entlang ihres elektrochemischen Gradienten in das Neuron
- Depolarisation und anschliessendes Aktionspotenzial: Das Innere der Zelle wird positiver und das Membranpotenzial steigt auf: ca. +30mV
- K+ Ionen diffundieren durch offene K+ Hintergrundkanäle (immer offen) in das Aussenmilieu.
- Na+ und K+ durch Na+/K+ Pumpe
- Cl- durch Chloridkanäle (nach innen)
- Na+ (wenig, nach innen) durch Natriumkanäle
- Spannungsgesteuerte K+ und N+ Kanäle sind geschlossen und bereit geöffnet zu werden.
- Membranpotential beträgt -70 mV.
- Ein erregender Reiz macht das Membranpotential leicht positiver als das Ruhepotential war.
- Einige wenige spannungsgesteuerte Na+ Kanäle öffnen sich in der Membran.
- Innen ist mehr Kalium und Aussen mehr Natrium.
Ranvierscher Schnürring
Unisolierte, nackte Teile des Axons, die nicht von Myelin umgeben sind.
Gliazelle
- Ernähren und stützen die Neuronen.
- Sie isolieren das Axon, in dem sie Myelinschichten produzieren.
- Hiermit kann das elektrische Nervensignal schneller entlang des Axons weitergeleitet werden.
Synaptischen Endköpfchen
- Funktionale Verbindung zwischen zwei Neuronen.
- Sie verbindet das Axon von einer Zelle mit den Dendriten eines anderen Neurons.
- Synaptische Endk(n)öpfchen gibt es auch zwischen Neuron und Muskelfasern (motorische Endplatte).
Nucleus
Der Nucleus befindet sich im Soma, er enthält die DNA des Neurons.
Axon
- Das Axon ist eine Verlängerung des Neurons, hiervon gibt es pro Neuron nur eines.
- Es ist normalerweise länger als die Dendriten.
- Das elektrische Nervensignal wird entlang des Axons weitergeleitet.
- Das Axon entspringt beim Axonhügel beim Zellkörper und endet im synaptischen Endk(n)öpfchen.
Dendriten
- Empfangen Signale von anderen Neuronen.
- Mehrfache Verlängerungen des Neurons, welche viele Äste bilden (Dendritischer Baum).
- Leitet das Nervensignal zum Zellkörper hin.
Soma
- Das ist der Zellkörper, enthält den Nucleus.
- Machen den Stoffwechsel und die Proteinsynthese
Synapse
- An Synapsen werden Informationen auf Zielzellen übertragen.
- Verbindet zwei Neuronen oder ein Neuron mit Muskelfaser (Motorische Endplatte).
Mögliche Ursachen für MS
- MS scheint es seit weniger als 200 Jahren zu geben!
- Erster MS Fall wurde im Jahr 1835 beschrieben.
- Zur gleichen Zeit begann man in Frankreich und England Zähne mit Amalgam zu füllen.
Symptome der Multiple Sklerose (MS)
- 80% Störungen der Sensibilität, Lähmungen und Spastik.
- Mit über 60% folgen gestörte Blasen- und Darmfunktionen, sowie Sehstörungen.
- Mit etwa 60 Erkrankten auf 100.000 Einwohner in Europa nördlich des 46. Breitengrades gehört die Multiple Sklerose zu den häufigsten neurologischen Krankheiten.
Multiple Sklerose
- Die Multiple Sklerose ist eine chronische, entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems (Autoimmunkrankheit).
- Hierbei wird die Myelinhülle zerstört.
- T-Lymphozyten fressen Myelin.
Myelin
Saltatorische Signalleitung:
Nervensignal springt von Ranvier Schnürring zu anderem Ranvier Schnürring über Myelin hinweg. Ist etwa 400km/h schnell.
Menschliches Nervensystem
- ca. 1011 Neuronen (Nervenzellen)
- Neuronen werden durch sogenannte Gliazellen (Stützzellen) zusammengehalten.
- Das menschliche Nervensystem kontrolliert alle Prozesse im menschlichen Körper:
- Erkennung von eintreffenden Reizen aus der Umwelt
- Integration und Interpretation von Signalen von Reaktionen
- Kontrolle von Bewegungen
Wie wird das menschliche Nervensystem Unterteilt?
- das zentrale Nervensystem (ZNS) und das periphere Nervensystem (PNS).
- Das ZNS besteht aus dem Gehirn dem Rückenmark
- Das PNS besteht aus motorischen und sensorischen Nervenfasern.
Aus was besteht das periphere Nervensystem (PNS)
- Sensorische Nervenfasern
- Sensorische Neuronen des Körpers
- Sensorische Neuronen des Verdauungssystems.
- Motorische Nervenfasern
- Autonomes Nervensystem
- Somatisches Nervensystem
Aufgabe sensorische Nervenfasern
- Wahrnehmung von Reizen und leitet sie zum Gehirn weiter
Aufgabe Motorische Nervenfasern
- Kontrolle über Bewegungen
- sendet Signale vom Gehirn zu den Muskeln und Organen
Wie wird das motorische Nervensystem unterteilt?
Somatisches und autonomes Nervensystem.
Aufgabe somatisches Nervensystem
- Kontrollie von Bewegungen und Reaktionen auf Reize, die mit Umgebung in Verbindung stehen.
Aufgabe autonomes Nervensystem
- Kontrollie lebenswichtige Funktionen wie
- Blutdruck
- Herzschlag
- Atmung
- Stoffwechsel
- Verdauung
- Diese Funktionen werden nicht bewusst gesteuert, sondern erfolgen automatisch.
Aufteilung autonomes Nervensystem
- Sympathikus
- versetzt den Körper in einen aktiven und wachen Zustand
- Parasympathikus
- sorgt für Ruhe und Entspannung.
Diese beiden Teile haben antagonistische Wirkungen auf die Organe, d.h., sie haben entgegengesetzte Effekte auf sie.
Das Ruhepotenzial
- Eine ruhende Nervenzelle hat ein Membranpotential von ca. -70mV (Millivolt).
- Das negative Vorzeichen bedeutet, dass das Zellinnere gegenüber dem Zelläusseren negativ geladen ist.
Ruhepotenzial von Neuronen
- Neuronen besitzen viele negativ geladene Proteine sowie eine hohe Konzentration von Anionen.
- Somit bleibt das Membranpotenzial negativ, obwohl eine hohe Konzentration von Kalium-Ionen vorhanden ist.
Abweichung des Ruhepotenzial
Ein gezielter Einstrom von Ionen führt zu einer Veränderung des Membranpotenzials -> Aktionspotential
Transportproteine von Neuronen
- Diverse Ionenkanäle und Carrier-Proteine Steuern den Durchlass von Ionen.
- Viele davon sind spannungsgesteuert und öffnen sich nur bei einem bestimmten Membranpotenzial
Aktionspotenzial und Erregungsleitung
- Das Aktionspotenzial ist eine charakteristische Änderung des Membranpotenzials.
- Ein Aktionspotenzial läuft immer gleich ab und funktioniert nach dem Alles-oder-Nichts Prinzip.
- Wird das Innere des Neurons über eine bestimmte Schwellenwert depolarisiert, tritt das Aktionspotenzial ein!
- Nach dem Aktionspotenzial herrscht nach ca. 1ms wieder das Ruhepotenzial.
Paramyotonia congenita
- Es baut sich ein ständiges und damit übermässiges Aktionspotential auf.
- Es wird ein ständiger Muskelkrampf ausgelöst, die Natriumkanäle schliessen sich nur verlangsamt.
Der Ischiasnerv
- Unser längstes Axon
- Des Ischiasnerv reicht von der unteren Wirbelsäule bis in den grossen Zeh, das Axon kann also über 1m lang werden!
Aufgaben zentrales Nervensystem
- Integration aller sensorischen Stimuli, die von ausserhalb des Körpers aufgenommen werden.
- Koordination aller motorischen Bewegungen des Körpers
- Regulation aller Prozesse, die sich in den Organen oder zwischen den Organsystemen abspielen, inklusive hormonelle Kontrolle
Wie sind ZNS und PNS verbunden
Duruch Rückenmark