.
-
- 1 / 45
-
Cartes-fiches
Ursachen für Dehydratation
Zu geringe Trinkmenge, Schwitzen, Blutverlust, Diarrhö, Erbrechen, Sepsis, Diuretika, Akutes Nierenversagen (Polyurische Phase)
Symptome von Dehydratation
Durst
trockene Haut und Schleimhäute
Oligurie Fieber
Benommenheit
Verwirrungszustände
Kollapsneigung
Übelkeit
Kopfschmerzen
Massnahmen bei Schluckstörungen
Mundhöhle inspizieren (Entzündungen, Veränderungen der Mundschleimhaut), angemessene Mundhygiene
Aspiration verhindern: Oberkörper und Kopf lagern (Kopfteil auf 90°, Kopf in Mittelstellung und leicht nach vorn gebeugt zur Einnahme des Essens aufrichten. Kopfteil 30-45 Min. nach dem Essen hochgestellt lassen.
Vor dem Essen ruhen lassen, damit die Erschöpfung auf ein Mindestmass herabgesetzt werden kann
Bei Bedarf vor dem Essen Schmerzmittel verabreichen
Konzentration auf Essen lenken (Störfaktoren, Unruhe beseitigen)
Bevorzugte Speisen berücksichtigen
Essen appetitlich anrichten und einladend präsentieren
4 Elemente der Händehygiene
Hände Waschen
Hände Desinfizieren
Hände und Nagelpflege
Handschutz
Die Vorteile einer geplanten Pflege
die zu erbringende Leistung wird konkretisiert und ist begründbar, da besser nachvollziehbar
die Pflege ist bedarfsgerecht, da man den Bedarf somit besser kennt
die Ergebnisse werden auf die Zielerreichung hin kontrolliert
die Pflegeziele werden so realistischer, weil Situation klar dargestellt wird
Nachweis der erbrachten Leistung/ und der Umfang der erbrachten Leistungen wird dargestellt
Bessere Möglichkeit das Personal zu planen und den Personalbedarf festzustellen, da der Pflegeaufwand dokumentiert ist
Zeitaufwand kann festgestellt werden da der Pflegeaufwand dokumentiert ist
Materialbeschaffung ist transparent (Bedarf ist dokumentiert)
Besseres Kennen lernen des Bewohners/PE anhand einer gründlichen Anamnese
Dient als rechtliche Absicherung (Beweislastumkehr)
Vertrauensbasis zu dem PE kann leichter hergestellt werden
Einheitliche Durchführung der Pflege auch bei Personalwechsel
Durch Konzentration auf den PE steht dieser im Mittelpunkt der Überlegungen.
Wie, soll die Pflegeplanung
ausgeführt werden?
Genau und kurz ,
Fachlich korrekt richtig
Verständlich für Fachpersonal
Festlegung, wer was wann, wie viel, wie lange, wo und bei wem macht
Vollständig
Prinzipien für die Positionierung eines Klienten
Auf bequeme Position achten, auf Wünsche des Klienten eingehen
Lagewechsel planen und mit anderen Handlungen kombinieren
Die Matratze und Betteinlage sollte nicht zu weich sein,
da dies die Mobilität des Klienten hemmt
aber auch nicht zu hart, da dadurch die Dekubitusgefahr steigt
Möglichst viel Körperoberfläche soll aufliegen,
da so der Auflagedruck des Klienten vermindert wird
physiologische Stellung der Gelenke beachten
Scherkräfte reduzieren
Positionierung und Lagewechsel dem Tagesablauf anpassen
Nachts ist die Abwägung wichtig, wann ich den Klienten vom Schlaf
wecken muss zur Prophylaxe und wann Durchschlafen Vorrang hat
Regelmässig positionieren und den Zeitplan einhalten
Darauf achten, dass keine Fremdkörper im Bett liegen
Zu viele Positionierungsmittel hemmen die Mobilität des Klienten,
deshalb nur soviele Kissen wie nötig einsetzen
Grundsätze bei der Körperpflege
Bei der Körperpflege eines Menschen sind die individuellen Einflussfaktoren der Klientin und der Pflegeperson zu berücksichtigen.
Pflegeprodukte sind auf medizinische Belange angepasst und der Klientin angenehm. Wenn möglich benutzen wir die für die Klientin gewohnten Produkte.
Die Klientin wird in seiner Selbständigkeit unterstützt. Pflege tritt nur dann in Aktion, wo die Person nicht mehr selbst für sich handeln kann, jedoch ein Handlungsbedarf besteht.
Zur Körperpflege gehört auch die Berührung. Diese löst immer Gefühle bei der Klientin / dem Klienten, wie bei der/m Pflegenden aus. Die Berührung sollte beabsichtigt, angekündigt, deutlich und mit flach aufgelegter Hand geschehen. Sie geschieht immer professionell (ruhig, zügig und sicher…).
Der Schutz der Intimsphäre der Klientin / des Klienten muss zu jeder Zeit gewährleistet sein, aber auch der Schutz der Pflegenden vor intimen oder anzüglichen Handlungen der Klientin /des Klienten
Die Hygieneregeln zum persönlichen Schutz und zum Schutz für die Klientin werden eingehalten.
Die Arbeitsweise wird rückenschonend durchgeführt
Funktionen der Haut
Trennwand: Sie trennt die "Innenwelt" von der Außenwelt" und schützt den Körper so vor schädlichen Umwelteinflüssen wie Wärme, Kälte, Fremdstoffen und Krankheitserregern
Schutzschild: Als "Knautschzone" gleicht sie zusammen mit darunterliegenden Gewebsschichten Druck und Stoß aus.
Sinnesorgan: Die Haut ist mit ihren Sinneszellen für Tast-, Schmerz-, und Temperatursinn ein wichtiges Sinnesorgan
Thermostat: Sie hat eine wichtige Steuerfunktion, indem sie über die Abgabe von Schweiß und Talgdrüsen - Sekret sowie durch die Verengung und Erweiterung der Hautgefäße hilft, die Körpertemperatur konstant zu halten. Darüber hinaus greift die Haut ausgleichend in den Wasserhaushalt ein, indem sie als natürliche Barriere einem Wasserverlust entgegenwirkt und andererseits über Drüsensekrete Wasser und Salz abgibt
Signal: Die Haut ist ein "Spiegel der Seele" und in diesem Sinn auch Kommunikationsorgan. Wir können "vor Neid erblassen"
3 verschiedene Hauttypen
Fettige Haut (seborrhoische Haut). Etwa bei 50% der Bevölkerung durch Überproduktion der Talgdrüsen. Häufig wird dieser Hauttyp von stärkerer Schweißproduktion und Hautunreinheiten (Pickel, Mitesser) begleitet. Die Haut ist feucht, dick, grobporig und glänzt.
Trockene Haut (sebostatische Haut). Etwa bei 30% der Bevölkerung durch verminderte Talgdrüsenproduktion. Die trockene Haut ist spröde, reißt leicht ein, ist manchmal schuppig und fühlt sich rauh an.
Mischhaut. Etwa bei 20% der Bevölkerung. Die Gesichtsmitte ist fettig, die Wangen trockener, und gelegentlich treten Pickel und Mitesser auf.
Farbveränderungen der Haut
mit Ursache
Rötung durch Gefäßweitstellung
Blässe durch Gefäßengstellung, Mangeldurchblutung
IkterusGelbfärbung der Haut infolge Ablagerung des Gallenfarbstoffes Bilirubin, zuerst in den Skleren (Lederhaut der Augen), später am ganzen Körper sichtbar
Zyanose
Bläuliche Verfärbung der Haut als Zeichen mangelnder Sauerstoffsättigung des Blutes, oft zuerst an Akren (Fingernägel und Nasenspitze)
Definition und physiologische
Faktoren zu Hautturgor
Die Hautspannung (Hautturgor) ist abhängig vom Flüssigkeitsgehalt der Haut. Die Hautspannung vermindert sich bei Flüssigkeitsverlust und/oder mangelnder Flüssigkeitszufuhr es kommt zur Austrocknung (Exsikkose). Die Haut ist schlaff. Während sich bei einem normalen Hautturgor eine angehobene Falte sofort wieder glättet, bleibt sie bei der Exsikkose einige Sekunden bestehen. Eine vermehrte Spannung der Haut kann durch Ödeme entstehen, bei denen sich Flüssigkeit im Gewebe absammelt. Wird die Haut eingedrückt, bleibt oft eine Delle zurück, die sich nur langsam ausgleicht.
Für was steht der Begriff WWWS-Raster / welche Fragen stellt dieses Raster?
Ist die Pflege/Arbeit welche ich erbringe:
Wirtschaftlich
Wirksam
Wohlbefinden fördernd
Sicher
Nach welchen Kriterien kann die Wirksamkeit der Pflege bewertet werden?
Heilungserfolg, Linderung, Dauer der Heilung, wissenschaftlich bewiesene Wirkung, empfundener positiver Verlauf der Klientin / des Klienten
Nach welchen Kriterien kann die Wirtschaftlichkeit der Pflege bewertet werden?
Materialverbrauch, Zeitverbrauch, Personaleinsatz, Räumlichkeiten, Fahrzeuge, Energie
Dyspnoe
deutsch Lufthunger, Atemlosigkeit, Atemnot,
unangenehm erschwerte Atemtätigkeit einhergehend mit Angst
spezielle Atemtypen - Rhythmus
Cheyne-Stokes-Atmung: Sie ist durch ein periodisches An- und Abschwellen der Atemtiefe und des Abstands der einzelnen Atemzüge voneinander charakterisiert. An die flachsten Atemzüge schließt sich oft ein kürzerer Atemstillstand an, dann setzen wieder Atemzüge ein, die sich zunehmend vertiefen.
Kussmaul-Atmung: normale oder beschleunigte AF, evtl. anfangs auch verlangsamt. Vertiefte Atmung Intoxikationen (z.B. Schlafmittelvergiftung oder Methylalkoholvergiftung)
Azidose bei diabetischem Koma
Biot-Atmung: Große, tiefe, stoßweise Atmung, unterbrochen durch lange Atempausen. Das Atemzentrum reagiert nicht mehr auf einen Kohlendioxidreiz. Meningitis; Hirntumore,Hirndruckerhöhung
Schnapp-Atmung Die Schnappatmung besteht aus einzelnen kurzen und schnappenden Atemzüge bei geöffnetem Mund Schnappatmung tritt außerdem kurz vor dem Tod ein und steht für die letzten Atemzüge des sterbenden Menschen
Fieberphasen und jeweilige Pflegemassnahmen
Fieberanstieg = Stadium incrementi
Warme Decke, Warme Kleidung, warmes Getränk, Antipyretikum verabreichen
Fieberhöhe= Fastigum
Temperatur messen; je nach Bedarf warmes oder kühles Getränk je nach Bedarf, Antipyretikum verabreichen
Abfall = Stadium decrementi
Bei Wunsch kühl waschen, feuchtes Tuch auf die Stirn, Kleider wechseln, Decken entfernen; Getränk
Erschöpfungsschlaf
Ruhen lassen, Störungen fernhalten
Verfahren der Temperatur Messung
Otale Messung oder Messung an der Stirn über der Schläfenarterie
Mittels Ultraschall
Rektale, Axiläre, sublinguale Messung mittels digitalem Thermometer
Tachy…
Brady…
beschleunigt
verlangsamt
(ES)
Extrasystole
gehäuftes Auftreten von Herzschlägen ausserhalb des regulären Grundrhythmus
es gibt ventrikuläre und supraventrikuläre ES
Pulskriterien
Pulsrhythmus: Absolute Arrhythmie; Extrasystolie; Bigeminus; Tachyarrhythmie; Asystolie
Pulsfrequenz: tachykard; bradykard; relative Bradykardie; normale Frequenz 60 – 80 Schläge /min; Pulsdefizit
Pulsqualität: Harter Puls
Druckpuls; Weicher Puls; Fadenförmiger Puls; Drahtpuls
Blutdruckkriterien
Systolischer Blutdruck
Diastolischer Blutdruck
Mittlerer Blutdruck
Blutdruckamplitude
Hypertoner BD
Hypotoner BD
Grenzwerte und Normwerte
Körpertemperaturkriterien
Technik der Messung
Hyperthermie
Hyperpyrexie/Fieber
Hypothermie
Schweregrade des Fiebers
Fieberphasen Fieberanstieg/Fieberhöhe/Abfall/ Erschöpfungsschlaf
Weitere Beobachtungen
Atmungskriterien
Atemfrequenz: Tachypnoe; Bradypnoe; Apnoe
Rhythmus mit den speziellen Atemtypen: Eupnoe; Cheyne-Stokes-Atmung; Kussmaul-Atmung; Biot-Atmung;Schnapp-Atmung
Atemvolumen / Tiefe: Hyperventilation; Hypoventilation
Atemgeräusche: Schnarchen, Keuchen, Giemen, Rasseln,Stridor, Singultus, Pertussis
Atemgeruch: Aceton; Amoniak; Fäulnisgeruch;
foetor ex ore
Atemmechanik / Dyspnoe
Systolischer Blutdruck
maximaler Druck im Gefäss
Entsteht während der Herzkammersystole
beschreibt den oberen BD Wert
Diastolischer Blutdruck
minimaler Druck im Blutefäss. Wird in der Zeit zwischen zwei Herzschlägen nicht unterschritten.
Mass der Dauerbelastung in den Blutgefässen
beschreibt den unteren BD-Wert
Mittlerer Blutdruck (v.a. auf Überwachungsstationen von Bedeutung)
Unter dem mittleren arteriellen Blutdruck versteht man den durchschnittlichen, d.h. den unabhängig von den systolischen und diastolischen Schwankungen im Gefäßssystem herrschenden Mittelwert des Blutdrucks.
Berechnung:
Diastole+Diastole+Systole / 3
Blutdruckamplitude
Die Blutdruckamplitude ist die Differenz zwischen systolischem und diastolischem Blutdruck.
Normwerte des Blutdrucks
Normotonie
Säugling: 90/60 mmHg
Schulkind: 100/60 mmHg
Erwachsene: unter 140/90 mmHg
Messtechnik der Pulsmessung
Palpation des Pulses an einer Zentralen oder peripheren Palpationsstelle.Meist peripher an der a. radialis.
Mit drei Fingerkuppen (Zeige-;Mittel- und Ringfinger)
Leicht drücken auf die Arterie aber nicht zudrücken
Auszählen der Pulsschläge in der viertel Minute mit 4 multipliziert
In speziellen Situationen auszählen der Minute.
Kriterien sind neben der Frequenz auch
Qualität und Rhythmus
Definition Puls
Der Puls ist der durch den systolischen Blutauswurf des Herzens in den Blutkreislauf entstehende Anschlag der Druckwelle an die Arterienwand
Asystolie
Fehlende Herzkontraktionen - Herzstillstand
Nulllinie im Elektrokardiogramm (EKG)
zentrale Pulsmessorte
Arteria Carotis
Aorta
Arteria Femoralis
Definition Puls
Puls ist lateinisch und bedeutet Stoss. Dieser wird durch die Kontraktion des Herzens und den damit einhergehenden Blutausstoss in die Arterien verursacht. Der Anschlag einer Druckwelle an die Arterienwand verursacht diesen fühlbaren Puls.
Fehlerquellen bei der Temperaturmessung
- Messung zu kurz
- falsche Platzierung
des Thermometers.
- Keine korrekte
Messtechnik
- Temperatur der
vorherigen Messung
nicht zurückgestellt
- falsche Dokumentation
- Lagerort für
Maximalthermometer zu warm
Hyper…
Hypo….
Übermässig erhöht
darunter; unter; weniger
Tachypnoe
und derern Ursachen
Liegt die Anzahl der Atemzüge über den altersbedingten Werten (beim Erwachsenen zwischen 16 und 20 AZ in der Minute) spricht man von eine Tachypnoe.
Sie kann verschiedene Ursachen haben:
Physiologisch: körperliche Anstrengung; psychische Erregung Hitzeeinwirkung (z.B. Sauna)
Pathologisch: Fieber (Anstieg um etwa 7 Atemzüge pro 1°C Körpertemperaturzunahme) Pneumonie, Lungenemphysem Herzinsuffizienz; starker Blutverlust; Bluterkrankungen (Anämie) Schmerzen
Singultus
Definition und Beschreibung des Vorgangs
Zu einem "Schluckauf" oder Singultus kommt es, wenn die Nerven, die das Zwerchfell versorgen, gereizt werden
Während eines Schluckaufs zieht sich das Zwerchfell unwillkürlich und unregelmäßig zusammen. Gleichzeitig schließt und öffnet sich auch die Luftröhre (Trachea), die durch den Kehldeckel (Epiglottis) verschlossen wird, unregelmäßig. Mitten in einem Atemzug schließt die Luftröhre sich dann plötzlich und es kommt zu dem charakteristischen Geräusch des "Schluckaufs".