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M. M.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über medizinische Grundlagen und Pflegemaßnahmen, insbesondere im Bereich der Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Thrombosen. Sie behandeln Themen wie Mangelernährung, Überernährung, Herzinfarkt, Schlaganfall, Thrombose und deren prophylaktische Maßnahmen. Die Karteikarten sind ideal für Berufslehrende in der Pflege, da sie wichtige Definitionen, Symptome und Behandlungsstrategien vermitteln, um Patienten optimal zu versorgen und Komplikationen vorzubeugen.
Flashcards
24
Students
16
Language
German
Category
Medical
Created / Updated
11.03.2023 / 08.04.2024

Flashcards

Definition Thrombose 

 

Die Thrombose ist eine lokale Blutgerinnselbildung innerhalb eines arteriellen oder venösen  Gefässes beim lebenden Menschen, die zum teilweisen oder vollständigen Verschluss dieses Gefässes führen kann. Die tiefe Beinvenenthrombose (Phlebothrombose) ist die häufigste Form. 

Definition Phlebothrombose 

Eine Phlebothrombose oder tiefe Venenthrombose ist gekennzeichnet durch einen vollständigen oder teilweisen Verschluss einer tiefen Vene. Hervorgerufen wird dieser Verschluss durch ein Blutgerinnsel. Das Blutgerinnsel wird medizinisch Thrombus genannt. Ein Thrombus entsteht, wenn es innerhalb des Blutgefäßes zur Blutgerinnung kommt. 

Die Phlebothrombose kommt zu 98 Prozent im Bereich der tiefen Unterschenkel- und Oberschenkelvenen und der Beckenvenen vor. 

Anatomischer Aufbau der Vene 

Bindegewebsschicht verbindet Vene mit dem umgebenden Gewebe 

Venenwand ( Muskelschicht) 

Gefässinnenhaut (Endothel) – Epitelschicht für reibungslosen Blutfluss 

Venenklappen 

Die Virchow‘sche Trias begünstigen eine Thrombose

Die Trias sind... 

1.Erhöhte Blutgerinnungsneigung (z.B. durch änderung der Blutzusammensetzung)

2. herabgesetzte Blutstörmungsgeschwindigkeit (z.B. durch Immobilisation)

3. Schäden der inneren Gefässwände (z.B. durch Arteriosklerose, Prellungen etc.) 

Risikofaktoren für eine Thrombose 

Immobilität (auch bei langen Reisen) 

Erkrankungen welche Auswirkungen auf die Gefässwand haben (Diabetes; Bluthochdruck, Adipositas) 

operative Eingriffe 

Kontrazeptiva 

Rauchen 

Schwangerschaft 

bereits überstandene Thrombosen 

Dehydradation  

Genetische Disposition 

Prophylaktische Massnahmen gegen das Virchow`sche Trias: 

herabgesetzte  Blutströmungsgeschwindigkeit  

Aktive Bewegung: 

Frühmobilisation zB. nach Operationen 

Auffordern zu Bewegung und Gymnastik, 

Rückstromfördernde Bewegungsübungen im Liegen, mehrmals täglich 

Füsse Strecken und beugen; Füsse links und rechts kreisen 

Bein gestreckt hochheben; Bettradfahren 

   

Weitere rückstromfördernde Massnahmen:  

Fussohlendruck erzeugen , Beinvenen ausstreichen 

Atemübungen durchführen  (Druck- Saugpumpe beschleunigt die Strömungsgeschwindigkeit) 

 

Antithrombosestrümpfe (MTS)  

Der MTS bewirkt eine dauerhafte Steigerung des venösen Rückflusses 

Symptome einer Thrombose 

  • Spontanschmerz in der Leistenbeuge 

  • Schmerzhafte Druckpunkte an der betroffenen Extremität 

  • Gestaute prall gefüllte Venen an der Schienbeinkante 

  • Zyanose 

  • Einseitige Ödembildung  

  • Straffe gespannte Haut; evtl. Überwärmung  

  • Oberflächliche Kollateralvenen im Bereich der Leisten  und Schamgegend 

  • Ansteigende Pulsfrequenz  

Definition Antikoagulation 

Bei der Antikoagulation wird auf verschiedene Weisen auf das Blutgerinnungssystem des Körpers eingegriffen. Ziel ist, dass die Hyperkoagulation des Blutes eingedämmt wird 

Definition Thrombophlebitis 

Die Thrombophlebitis ist 

eine Entzündung der 

oberflächlichen Venen 

Definition Lungenembolie 

Eine Lungenembolie entsteht aus einem fortgeschwemmten Blutgerinnsel (Thrombus), das eine Lungenarterie verstopft. Dadurch wird der Anteil der Lunge hinter dem Embolus (verstopfender Pfropf) nicht mehr durchblutet. 
Folge ist, dass die verbliebenen Blutgefäße (Arterien) den Blutfluss des verschlossenen Gefäßes kompensieren müssen, oder das betroffene Gewebe zugrunde geht (abstirbt) Als Folge steigt der Blutdruck im Lungenkreislauf. Ist der Blutdruck im Lungenkreislauf über längere Zeit erhöht, droht eine Herzüberlastung mit lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen 

Schlaganfall 

Apoplex 

Cerebrovaskulärer Insult 

Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Durch diesen Vorgang erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. (Embolie) 

 

Als Schlaganfall (auch Gehirnschlag, zerebraler Insult, apoplektischer Insult, Apoplexia cerebri, in der medizinischen Umgangssprache häufig verkürzend auch Apoplex oder Insult) wird eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns bezeichnet, die oft zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird. 

Definition Koagulation 

 (= Gerinnung) Allgemeiner Begriff für die Änderung des kolloidalen Zustandes 

Prophylaktische Massnahmen zum Virschow`schen Trias 

Gefässwandschädigung  

Ursachen beseitigen / Risikofaktoren ausschalten  

 

Je nach ärztlicher Anordnung: 

Ernährungsumstellung zu weniger fetthaltiger Ernährung 

Rauchstopp  

Krankheiten welche die Gefässwandschäden verursachen bestmöglich einstellen/ therapieren. (z.B:  Diabetes; Bluthochdruck, Varizen; Stoffwechselerkrankungen) 

Hypo… 

 

darunter; unter; weniger 

(z.B. Hypotonie - niedriger Blutdruck) 

Prophylaktische Massnahmen zum Virchow`schen Trias: 

Änderung der Blutzusammensetzung 

 - erhöhte Blutgerinnungsneigung 

Flüssigkeitszufuhr, wenn das Krankheitsbild dies erlaubt  (Vorsicht bei Herzinsuffizienz) 

 

Auf ärztliche Anordnung: 

Injektion  s.c.  mit          

a) unfraktioniertem hochmolekularem Heparin    (z.B. Liquemin N) 

b) fraktioniertem niedermolekularem Heparin     (z.B. Fragmin P forte)  

Cumarine 

Ursachen für  

akute Herzinsuffizienz 

 

Leitsymptom der Linksherzinsuffizienz 

Luftnot (Dyspnoe) zunächst bei körperlicher Belastung (Belastungsdyspnoe), im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe (Ruhedyspnoe 

Symptome eines Herzinfarktes 

 

  • Retrosternaler SZ 

  • Engegefühl im Brustraum welche Totesangst hervorruft 

  • SZ ausstrahlend in den linken Armund Unterkiefer 

  • Dyspnoe 

  • Blässe, Kaltschweissigkeit, Tachykardie, Arrhythmie 

  • Bewusstlosigkeit 

  • Übelkeit und Erbrechen 

grundlegende Pflegeprinzipien bei Herzinfarkt 

  • Überwachung der Vitalfunktionen um kritische Ereignisse oder Reinfarkt frühzeitig zu erfassen sowie ein Kammerflimmern zu erkennen (Häufigste Todesursache bei HI) 

  • Angemessene Entlastung bei den ATL, mit der Zeit reduzieren je nach Symptomatik und Genesungsverlauf 

  • Mobilisation nach einem Stufenplan zur Vermeidung einer Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems. 

  • Beratung für die zukünftige Lebenssituation in den Bereichen  

  • Lebensplanung: Beruf und Privatleben 

  • Ernährungsberatung 

  • Gesundheitserziehung (Nikotinentwöhnung; Stressbewältigung; Zeitmanagement) 

Definition Zyanose 

Blau-rote Verfärbung von Haut und Schleimhäuten aufgrund Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut. 

    Welche Ziele werden durch eine Frühmobilisation bei einem Herzinfarkt verfolgt

  • Langsame Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit 

  • Stabilisierung der Seelischen Verfassung 

  • Vermeidung von Thrombose Dekubitus  und Pneumonie 

  • Schulung und Wahrnehmung der individuellen Belastungsgrenze 

  • Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes 

  • Frühzeitige soziale Reintegration 

Messwerte /Vitalzeichen /Beobachtungen bei Synkope 

  • plötzlich auftretender Bewusstseinsverlust,  

  • Tachykardie  - weicher leichter schwacher  Puls; (fadenförmig) 

  • O2-Mangel  - Zyanosezeichen 

  • Hypotoner BD: Amplitude < 20 mmHg 

  • Hautfarbe blass, fahl; Lippen bläulich  (ZYANOSEZEICHEN) 

  • Ausdruck abwesend, desinteressiert, müde 

  • geistige und körperliche Leistungseinsschränkungen 

  • Schwarzwerden vor den Augen  

  • Adynamie  

  • Übelkeit 

  • Ohrensausen 

  • Schwindel 

  • Beklemmungsgefühl 

   Definition  Überernährung 

Als Überernährung bezeichnet man eine Ernährung, bei der man dem Körper mehr Energie zuführt als Bedarf besteht. Es kommt zu einer positiven Energiebilanz. Dauernde Überernährung geht mit Fettleibigkeit (Adipositas) und damit assoziierten Krankheitsbildern einher. 

Definition  Mangelernährung

Bei der Mangelernährung unterscheidet man grundsätzlich Unterernährung und Fehlernährung, aber es gibt auch Mischformen, aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder konsumierenden Erkrankungen, die die Ernährung erschweren. 

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