.
-
- 1 / 24
-
Lernkarten
Definition Thrombose
Die Thrombose ist eine lokale Blutgerinnselbildung innerhalb eines arteriellen oder venösen Gefässes beim lebenden Menschen, die zum teilweisen oder vollständigen Verschluss dieses Gefässes führen kann. Die tiefe Beinvenenthrombose (Phlebothrombose) ist die häufigste Form.
Definition Phlebothrombose
Eine Phlebothrombose oder tiefe Venenthrombose ist gekennzeichnet durch einen vollständigen oder teilweisen Verschluss einer tiefen Vene. Hervorgerufen wird dieser Verschluss durch ein Blutgerinnsel. Das Blutgerinnsel wird medizinisch Thrombus genannt. Ein Thrombus entsteht, wenn es innerhalb des Blutgefäßes zur Blutgerinnung kommt.
Die Phlebothrombose kommt zu 98 Prozent im Bereich der tiefen Unterschenkel- und Oberschenkelvenen und der Beckenvenen vor.
Anatomischer Aufbau der Vene
Bindegewebsschicht verbindet Vene mit dem umgebenden Gewebe
Venenwand ( Muskelschicht)
Gefässinnenhaut (Endothel) – Epitelschicht für reibungslosen Blutfluss
Venenklappen
Die Virchow‘sche Trias begünstigen eine Thrombose
Die Trias sind...
1.Erhöhte Blutgerinnungsneigung (z.B. durch änderung der Blutzusammensetzung)
2. herabgesetzte Blutstörmungsgeschwindigkeit (z.B. durch Immobilisation)
3. Schäden der inneren Gefässwände (z.B. durch Arteriosklerose, Prellungen etc.)
Risikofaktoren für eine Thrombose
Immobilität (auch bei langen Reisen)
Erkrankungen welche Auswirkungen auf die Gefässwand haben (Diabetes; Bluthochdruck, Adipositas)
operative Eingriffe
Kontrazeptiva
Rauchen
Schwangerschaft
bereits überstandene Thrombosen
Dehydradation
Genetische Disposition
Prophylaktische Massnahmen gegen das Virchow`sche Trias:
herabgesetzte Blutströmungsgeschwindigkeit
Aktive Bewegung:
Frühmobilisation zB. nach Operationen
Auffordern zu Bewegung und Gymnastik,
Rückstromfördernde Bewegungsübungen im Liegen, mehrmals täglich
Füsse Strecken und beugen; Füsse links und rechts kreisen
Bein gestreckt hochheben; Bettradfahren
Weitere rückstromfördernde Massnahmen:
Fussohlendruck erzeugen , Beinvenen ausstreichen
Atemübungen durchführen (Druck- Saugpumpe beschleunigt die Strömungsgeschwindigkeit)
Antithrombosestrümpfe (MTS)
Der MTS bewirkt eine dauerhafte Steigerung des venösen Rückflusses
Symptome einer Thrombose
Spontanschmerz in der Leistenbeuge
Schmerzhafte Druckpunkte an der betroffenen Extremität
Gestaute prall gefüllte Venen an der Schienbeinkante
Zyanose
Einseitige Ödembildung
Straffe gespannte Haut; evtl. Überwärmung
Oberflächliche Kollateralvenen im Bereich der Leisten und Schamgegend
Ansteigende Pulsfrequenz
Definition Antikoagulation
Bei der Antikoagulation wird auf verschiedene Weisen auf das Blutgerinnungssystem des Körpers eingegriffen. Ziel ist, dass die Hyperkoagulation des Blutes eingedämmt wird
Definition Thrombophlebitis
Die Thrombophlebitis ist
eine Entzündung der
oberflächlichen Venen
Definition Lungenembolie
Eine Lungenembolie entsteht aus einem fortgeschwemmten Blutgerinnsel (Thrombus), das eine Lungenarterie verstopft. Dadurch wird der Anteil der Lunge hinter dem Embolus (verstopfender Pfropf) nicht mehr durchblutet.
Folge ist, dass die verbliebenen Blutgefäße (Arterien) den Blutfluss des verschlossenen Gefäßes kompensieren müssen, oder das betroffene Gewebe zugrunde geht (abstirbt) Als Folge steigt der Blutdruck im Lungenkreislauf. Ist der Blutdruck im Lungenkreislauf über längere Zeit erhöht, droht eine Herzüberlastung mit lebensbedrohenden Herzrhythmusstörungen
Schlaganfall
Apoplex
Cerebrovaskulärer Insult
Ein Schlaganfall ist Folge einer plötzlichen Durchblutungsstörung des Gehirns. Durch diesen Vorgang erhalten die Nervenzellen im Gehirn zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe, so dass sie zugrunde gehen. (Embolie)
Als Schlaganfall (auch Gehirnschlag, zerebraler Insult, apoplektischer Insult, Apoplexia cerebri, in der medizinischen Umgangssprache häufig verkürzend auch Apoplex oder Insult) wird eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns bezeichnet, die oft zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralnervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.
Definition Koagulation
(= Gerinnung) Allgemeiner Begriff für die Änderung des kolloidalen Zustandes
Prophylaktische Massnahmen zum Virschow`schen Trias
Gefässwandschädigung
Ursachen beseitigen / Risikofaktoren ausschalten
Je nach ärztlicher Anordnung:
Ernährungsumstellung zu weniger fetthaltiger Ernährung
Rauchstopp
Krankheiten welche die Gefässwandschäden verursachen bestmöglich einstellen/ therapieren. (z.B: Diabetes; Bluthochdruck, Varizen; Stoffwechselerkrankungen)
Hypo…
darunter; unter; weniger
(z.B. Hypotonie - niedriger Blutdruck)
Prophylaktische Massnahmen zum Virchow`schen Trias:
Änderung der Blutzusammensetzung
- erhöhte Blutgerinnungsneigung
Flüssigkeitszufuhr, wenn das Krankheitsbild dies erlaubt (Vorsicht bei Herzinsuffizienz)
Auf ärztliche Anordnung:
Injektion s.c. mit
a) unfraktioniertem hochmolekularem Heparin (z.B. Liquemin N)
b) fraktioniertem niedermolekularem Heparin (z.B. Fragmin P forte)
Cumarine
Ursachen für
akute Herzinsuffizienz
Tachykarde (zu schnelle) oder bradykarde (zu langsame) Herzrhythmusstörungen.
mechanische Behinderung der Herzkammerfüllung, z. B. durch Perikardtamponade
plötzlich auftretende Klappeninsuffizienzen durch Einriss einer vorgeschädigten Herzklappe
akut und schwer verlaufende Herzmuskelentzündung
plötzlicher Verlust der Pumpfunktion durch einen Myokardinfarkt.
Leitsymptom der Linksherzinsuffizienz
Luftnot (Dyspnoe) zunächst bei körperlicher Belastung (Belastungsdyspnoe), im fortgeschrittenen Stadium auch in Ruhe (Ruhedyspnoe
Symptome eines Herzinfarktes
Retrosternaler SZ
Engegefühl im Brustraum welche Totesangst hervorruft
SZ ausstrahlend in den linken Armund Unterkiefer
Dyspnoe
Blässe, Kaltschweissigkeit, Tachykardie, Arrhythmie
Bewusstlosigkeit
Übelkeit und Erbrechen
grundlegende Pflegeprinzipien bei Herzinfarkt
Überwachung der Vitalfunktionen um kritische Ereignisse oder Reinfarkt frühzeitig zu erfassen sowie ein Kammerflimmern zu erkennen (Häufigste Todesursache bei HI)
Angemessene Entlastung bei den ATL, mit der Zeit reduzieren je nach Symptomatik und Genesungsverlauf
Mobilisation nach einem Stufenplan zur Vermeidung einer Überlastung des Herz-Kreislauf-Systems.
Beratung für die zukünftige Lebenssituation in den Bereichen
Lebensplanung: Beruf und Privatleben
Ernährungsberatung
Gesundheitserziehung (Nikotinentwöhnung; Stressbewältigung; Zeitmanagement)
Definition Zyanose
Blau-rote Verfärbung von Haut und Schleimhäuten aufgrund Abnahme des Sauerstoffgehaltes im Blut.
Welche Ziele werden durch eine Frühmobilisation bei einem Herzinfarkt verfolgt
Langsame Wiederherstellung der körperlichen Leistungsfähigkeit
Stabilisierung der Seelischen Verfassung
Vermeidung von Thrombose Dekubitus und Pneumonie
Schulung und Wahrnehmung der individuellen Belastungsgrenze
Verkürzung des Krankenhausaufenthaltes
Frühzeitige soziale Reintegration
Messwerte /Vitalzeichen /Beobachtungen bei Synkope
plötzlich auftretender Bewusstseinsverlust,
Tachykardie - weicher leichter schwacher Puls; (fadenförmig)
O2-Mangel - Zyanosezeichen
Hypotoner BD: Amplitude < 20 mmHg
Hautfarbe blass, fahl; Lippen bläulich (ZYANOSEZEICHEN)
Ausdruck abwesend, desinteressiert, müde
geistige und körperliche Leistungseinsschränkungen
Schwarzwerden vor den Augen
Adynamie
Übelkeit
Ohrensausen
Schwindel
Beklemmungsgefühl
Definition Überernährung
Als Überernährung bezeichnet man eine Ernährung, bei der man dem Körper mehr Energie zuführt als Bedarf besteht. Es kommt zu einer positiven Energiebilanz. Dauernde Überernährung geht mit Fettleibigkeit (Adipositas) und damit assoziierten Krankheitsbildern einher.
Definition Mangelernährung
Bei der Mangelernährung unterscheidet man grundsätzlich Unterernährung und Fehlernährung, aber es gibt auch Mischformen, aufgrund von Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder konsumierenden Erkrankungen, die die Ernährung erschweren.