Lernkarten

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Lernende 4 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert 01.12.2022 / 26.12.2022
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Wissensdimension

Wissen

  • Wissen ist bewusst, begründbar, belegbar/beweisbar
  • Im Gegensatz: Glauben u. Meinen beruht auf überzeugt sein, für wahr halten

Wissensdimension:

Beschreiben verschiedenen Arten von Wissen. Wissen ist nicht gleich Wissen. Es git verschiedene Formen von Wissen. Man unterscheidet vier Wissenarten innerhalb der Wissensdimensionen. Wie bauen Sie Wissen auf, damit Kompetenz entsteht. Ich als Lehrperson entscheide, wie ich vorgehe, damit Wissen sich einstellen kann.

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Problemlösestrategien

Problemlösestrategien mit «heuristische Hilfsmitteln»:

- Ich erstelle eine Skizze
- Ich erstelle eine Tabelle, dass ich einen Überblick erhalte
- Ich stelle eine Gleichung auf
- Ich versuche die Lösung anhand eines Graphes zu erarbeiten

Problemlösestrategien mit «heuristische Hilfsmitteln»:

- Systematisches probieren
- Vorwärts- Rückwärtsarbeiten
- Problem umstrukturieren
- Trial and Error
- Problemlösung durch Kreativität
- Problemlösung durch Anwendung einer Strategie

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Prozess des Problemlösens

2 Theorien = Rubikon-Modell (siehe andere Karte) oder Problemlösen nach Pólya

Vier Schritte Problemlösen nach Pólya

1) Verstehen der Aufgabe
Begriffe & Gegebenheiten der Fragestellung verstehen / Was ist bekannt, was ist gegeben / Aufgabe von mehreren Seiten betrachten

2) Ausdenken eines Planes
Was wird benötigt um Ziel zu erreichen? Ausdenken eines Planes dauert lange / Benötigt Wissen und Erfahrung aus früheren Problemstellungen

3) Ausführen des Planes
Braucht viel Geduld / Details des Planes beachten, damit es beim Lösen zu keinen Lücken kommt / Plan muss verstanden sein

4) Rückschau
Festigung & Überprüfung Ergebnis + Lösungsweg / Lösungsprozess reflektieren

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Problemlösekompetenz

Drei Merkmale von Problemlösekompetenz

1) Individuelle Kapazität, komplexe Problemstellungen zu verstehen und zu lösen
2) Trotz Hindernisse Weg zur Lösung finden = Informationen und Werkzeuge sind gegeben
3) Motivation, sich mit solchen Situationen auseinanderzusetzen

Zusammengefasst

- Problemlöser sucht einen Lösungsweg
- lässt sich auf den Lösungsprozess ein.
- Sie organisieren und aktivieren bereits erlerntes.
- Sie wenden heuristische Hilfsmittel (Problemlösestrategien – siehe andere Karte)
- Sie denken-lernen eigenständig

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Selbstregulations-Prozessmodell

Beim Prozessmodell wird ebenfalls dargestellt, wie selbstreguliertes Lernen gelingen kann. Hierzu werden drei verschiedene Phasen unterschieden.

Drei Phasen

1) Präaktionale Phase
Wir haben eine Situation + eine Aufgabe: Bin ich motiviert / Habe ich die Energie / Was sind Ziele / Wie plane ich?

2) Aktionale Phase
Wir haben die Lernqualität + Lernquantität: Metakognitive Strategien / Kognitive Strategien / Self-Monitoring / Volition-Strategien? Wie lange lerne ich?

3) Postaktionale Phase
Wir haben sie Selbstreflexion: Lernergebnis? Qualität? Quantität? Zufriedenheit? Emotionen?

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3-Schichten-Modell der Regulation (Kognition, Metakognition, Selbst)

Das Selbstregulierte Lernen ist in drei Hierarchien aufgebaut (in Kreisen). Je weiter aussen der Kreis, desto höher die Hierarchie.

Aussage: Damit selbstreguliertes Lernen gelingen kann, muss ein Lernender in allen drei Schichten die betreffenden Kompetenzen erwerben

Drei Regulationsebenen

3) Regulation des Verarbeitungsmodus (Innen)
Wahl der kognitiven Strategie = direkte Erarbeitung von Lernergebnissen (z.B. mit welcher Problemlösestrategie?)

2) Regulation des Lernprozesses (Mitte)
Gebrauch metkognitives Wissen und Fähigkeit zur Steuerung eigenes Lernen (z.B. welche Lernstrategie? Welcher Lernort? Welche Lernzeiten? Überwachung des Lernen und Reaktion bei Abweichungen im ist-soll Zustand)

1) Regulation des Selbst (Aussen)
Wahl von Zielen und Ressourcen = Motivationale Bereiche (z.B. Was will der Lernende erreichen und was ist es ihm wert? + Was sind meine Erwartungen und Ressourcen und wie setze ich sie ggü. Alternativen durch? (Lieber Fusballspielen als Lernen bspw.)

Fragen für die Praxis

- Haben die Schüler ein Repertoire an Lern- und Arbeitsstrategien, mit denen sie Arbeiten können?
- Wissen Sie, welche Strategie für welche Art von Aufgabenstellung nützlich ist?
- Überwachen Schüler den Lernprozess und können sie Probleme erkennen?
- Setzen sich Schüler konkrete Ziele?
- Sind Schüler flexibel, Ziele und Strategien zu verändern?

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Selbstreguliertes Lernen

Definition

Form des Erwerbs von Wissen und Kompetenzen, aber der Lernende setzt sich selbstständig und eigenmotiviert Ziele und wählt die Strategie zu deren Erreichung auch selbstständig.

3 Wörter «Selbstreguliertes Lernen» auseinandergenommen

Lernen -> Erfahrung die zu Erkenntnisse führen / Wissensstrukturen aufbauen
Regulation -> Prozess, der ein IST-Zustand ins SOLL-Zustand überführt
Selbst -> Eigeninitiatives Handeln des Individuum

Selbstregulation vs. Fremdregulation

Selbst -> Lernziele/Erfolgskontrollen/Lernstrategien/Sozialform/Motivation durch SuS gesetzt!
Fremd -> Vorgegeben Lernziele, Noten, Feedback, Vorgaben wie gelernt werden muss, Externe Motivation durch Anreize, Noten, Lohn durch LP gesetzt!

 

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Lernstrategien: Motivationstal

Das Motivationstal sagt aus, dass beim Erlernen einer neuen Strategie bei der ersten Nutzung dieser ein Rückgang der Lernleistung verzeichnet werden kann, da die erste Nutzung ineffizient ist.

Erst die zukünftig weitere Nutzung der neuen Lernstrategie wird zu einer Steigerung der Lernleistung führen.

Die Phase zwischen der Nutzung der alten Strategie und der neuen Strategie, sowie die Phase bis zum erneuten Effizienzgewinn nennt sich Motivationstal -> Aufgrund der sinkenden Lernleistung, könnte das Individuum eine Motivationsminderung erfahren. Diese gilt es zu übersteigen

Zitat Hasselhorn: «Der Erwerb von Strategien ist ein mühsames Geschäft. In den wenigsten Fällen kommt es beiläufig und zufällig zum Strategieerwerb»

Motivationstal kann auch als «Zweifel an der Wirksamkeit der neuen Strategie» bezeichnet werden