RSL - Muskelrelaxantien und Narkotika
Medikamentenlehre Muskelrelaxantien und Narkotika
Medikamentenlehre Muskelrelaxantien und Narkotika
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Cartes-fiches
Muskelrelaxantien
- Welche Arten von Muskelrelaxantien werden unterschieden?
- Welche Rezeptoren sind betroffen?
- Depolarisierende Muskelrelaxantien
- besetzt Acetylcholinrezeptor
- lösen eine Kontraktion aus (Faszikulationen sichtbar)
- erneute Erregung nicht möglich, da Rezeptor noch immer besetzt.
Bindung ist sehr stark und wird erst nach ein paar Minuten aufgelöst.
- Nicht depolarisierende Muskelrelaxantien
- besetzt Acetylcholinrezeptor
- es wird keine Depolarisation ausgelöst
Bindung ist weniger stark, kann mit Parasympathomimetika antagonisiert werden.
Suxamethonium
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Muskelrelaxation zur Narkoseeinleitung
- Wirkung
- Depolarisierendes Muskelrelaxans
Depolarisierende Muskelrelaxantien binden an den Acetylcholinrezeptor und lösen eine Muskelkontraktion aus. Dies ist in Form von Faszikulationen am Patienten zu sehen. Nach dem Aktionspotential geht die Muskelzelle wieder in den Ruhezustand zurück, es kann keine erneute Erregung ausgelöst werden, da das Muskelrelaxans den Rezeptor immer noch besetzt. Die Bindung ist sehr stark und wird erst nach ein paar Minuten aufgelöst.
Suxamethonium
- Kontraindikationen
- Maligne Hyperthermie
- Hyperkaliämie (auch möglich Tage nach Trauma/Verbrennung/Liegetrauma)
- neuromuskuläre Erkrankungen/Myotonien
Myotonie = vermehrte Muskelspannung (Tonus), die sich nach Willkürbewegungen als verzögerte Erschlaffung (Relaxation) der Muskulatur bemerkbar macht. - penetrierende Augenverletzungen/Glaukom
- schwere Leberfunktionsstörung
Suxamethonium
- Nebenwirkungen
- Muskelfaszikulationen
- Hyperkaliämie mit Arrhythmien
- Bradykardie bis zur Asystolie (insbesondere bei Kindern)
- maligne Hyperthermie bei Gendefekt
- anaphylaktische Reaktion
- erhöhung des Augeninnendrucks (gem. Spezielles)
Maligne Hyperthermie
Ist ein sehr seltener genetischer Defekt, welcher bei Suxa-methonium-Gabe zu einer Stoffwechselentgleisung führt. Symptome sind Anstieg der Körpertemperatur bis über 43°C (ca. 1° alle 5 min!), etCO2-Anstieg Tachykardie, Hy-pertonie, Muskelverhärtung. Therapie: 100% Sauerstoff, physikalische Kühlung, Antidot Dantrolen im Spital.
Suxamethonium
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Dosierung
- i.v. 1 mg/kg KG
- Ampulle
- 100 mg / 2 ml
Verdünnung
Mit 8 ml NaCl > 10 mg/ml
- 100 mg / 2 ml
Rocuronium
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Muskelrelaxation zur Narkoseeinleitung
- Wirkung
- Nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans
Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien besetzen den Acetylcholinrezeptor, ohne eine Depolarisation auszulösen. Ihre Bindung ist weniger stark und kann mit Parasympathomimetika z.B. Neostigmin oder mit dem Komplexbildner Sugammadex (nur Rocuronium und Vecuronium) antagonisiert werden.
Rocuronium
- Kontraindikationen
- Im Notfall keine
Rocuronium
- Nebenwirkungen
- Tachykardie
- Hypotonie
- verlängerte Wirkung der neuromuskulären Blockade
Rocuronium
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Dosierung
- i.v. 1 mg/kg KG für RSI
- i.v. 0.6 mg/kg KG Erhaltungsdosis 0.15 mg/kg KG
- Ampulle
- 100 mg / 10 ml
Welche Medikamentengruppen braucht man für die Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose?
- Hypnotika / Narkotika
ausschalten von Bewusstsein - Analgesie
ausschalten von Schmerzempfindungen - Muskelrelaxantien
ausschalten von Abwehrrekationen
Propofol
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Narkoseeinleitung oder -aufrechterhaltung
- Wirkung
- Wirkmechanismus kaum bekannt
Der genaue Wirkmechanismus von Propofol ist wenig bekannt, vermutet wird unter anderem eine Modulation am GABA-Rezeptor.
Propofol
- Kontraindikationen
- Soja-Allergie
Propofol
- Nebenwirkungen
- Bradykardie
- Hypotonie (Hypotension)
- Apnoe
- sehr selten anaphylaktische Reaktion
Propofol
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Einleitung
i.v. 1.5-2.5 mg/kg KG i.v. zur Einleitung
bei älteren Patienten Dosisanpassung - Aufrechterhaltung
i.v. 25-50 mg Boli nach Patientenzustand - Dosierung
200 mg / 20 ml
Etomidat
- Handeslnahme der Medikamente
- Etomidat
Etomidat
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Narkoseeinleitung
- Wirkung
- Wirkmechanismus unbekannt
Etomidat
- Kontraindikationen
- Soja-Allergie
Etomidat
- Nebenwirkungen
- Lokaler Injektionsschmerz
- Myoklonien
kurze, blitzartige Kontraktion eines Muskels oder einer Muskelgruppe - Apnoe
Etomidat
- Dosierung
- i.v. 0.15 - 0.3 mg/kg KG