RSL - Muskelrelaxantien und Narkotika

Medikamentenlehre Muskelrelaxantien und Narkotika

Medikamentenlehre Muskelrelaxantien und Narkotika


B. F.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Muskelrelaxantien und Narkotika, einschließlich ihrer Dosierung, Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Wirkmechanismen. Sie behandeln verschiedene Medikamente wie Etomidat, Propofol, Rocuronium und Suxamethonium, die bei der Narkoseeinleitung und -aufrechterhaltung eingesetzt werden. Die Karteikarten erklären die Unterschiede zwischen depolarisierenden und nicht-depolarisierenden Muskelrelaxantien sowie deren Bindung an Acetylcholinrezeptoren. Dieses Lernset ist besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich mit der Anwendung und den Wirkungen dieser Medikamente vertraut machen möchten.
Karten
22
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
23.09.2022 / 04.08.2023

Lernkarten

Muskelrelaxantien

  • Welche Arten von Muskelrelaxantien werden unterschieden?
  • Welche Rezeptoren sind betroffen?

 

  • Depolarisierende Muskelrelaxantien
    • besetzt Acetylcholinrezeptor
    • lösen eine Kontraktion aus (Faszikulationen sichtbar)
    • erneute Erregung nicht möglich, da Rezeptor noch immer besetzt.
      Bindung ist sehr stark und wird erst nach ein paar Minuten aufgelöst.
  • Nicht depolarisierende Muskelrelaxantien
    • besetzt Acetylcholinrezeptor
    • es wird keine Depolarisation ausgelöst
      Bindung ist weniger stark, kann mit Parasympathomimetika antagonisiert werden.

Suxamethonium

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Lysthenon
  • Succinolin
  • Midarine

Suxamethonium

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Muskelrelaxation zur Narkoseeinleitung
  • Wirkung
    • Depolarisierendes Muskelrelaxans

Depolarisierende Muskelrelaxantien binden an den Acetylcholinrezeptor und lösen eine Muskelkontraktion aus. Dies ist in Form von Faszikulationen am Patienten zu sehen. Nach dem Aktionspotential geht die Muskelzelle wieder in den Ruhezustand zurück, es kann keine erneute Erregung ausgelöst werden, da das Muskelrelaxans den Rezeptor immer noch besetzt. Die Bindung ist sehr stark und wird erst nach ein paar Minuten aufgelöst.

Suxamethonium

  • Kontraindikationen

  • Maligne Hyperthermie
  • Hyperkaliämie (auch möglich Tage nach Trauma/Verbrennung/Liegetrauma)
  • neuromuskuläre Erkrankungen/Myotonien
    Myotonie = vermehrte Muskelspannung (Tonus), die sich nach Willkürbewegungen als verzögerte Erschlaffung (Relaxation) der Muskulatur bemerkbar macht.
  • penetrierende Augenverletzungen/Glaukom
  • schwere Leberfunktionsstörung

Suxamethonium

  • Nebenwirkungen

  • Muskelfaszikulationen
  • Hyperkaliämie mit Arrhythmien
  • Bradykardie bis zur Asystolie (insbesondere bei Kindern)
  • maligne Hyperthermie bei Gendefekt
  • anaphylaktische Reaktion
  • erhöhung des Augeninnendrucks (gem. Spezielles)

Maligne Hyperthermie
Ist ein sehr seltener genetischer Defekt, welcher bei Suxa-methonium-Gabe zu einer Stoffwechselentgleisung führt. Symptome sind Anstieg der Körpertemperatur bis über 43°C (ca. 1° alle 5 min!), etCO2-Anstieg Tachykardie, Hy-pertonie, Muskelverhärtung. Therapie: 100% Sauerstoff, physikalische Kühlung, Antidot Dantrolen im Spital.

Suxamethonium

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v. 1 mg/kg KG
  • Ampulle
    • 100 mg / 2 ml
      Verdünnung
      Mit 8 ml NaCl > 10 mg/ml

Rocuronium

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Esmeron
  • Rocuronium

Rocuronium

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Muskelrelaxation zur Narkoseeinleitung
  • Wirkung
    • Nicht-depolarisierendes Muskelrelaxans

Nicht-depolarisierende Muskelrelaxantien besetzen den Acetylcholinrezeptor, ohne eine Depolarisation auszulösen. Ihre Bindung ist weniger stark und kann mit Parasympathomimetika z.B. Neostigmin oder mit dem Komplexbildner Sugammadex (nur Rocuronium und Vecuronium) antagonisiert werden.

Rocuronium

  • Kontraindikationen

  • Im Notfall keine

Rocuronium

  • Nebenwirkungen

  • Tachykardie
  • Hypotonie
  • verlängerte Wirkung der neuromuskulären Blockade

Rocuronium

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v. 1 mg/kg KG für RSI
    • i.v. 0.6 mg/kg KG Erhaltungsdosis 0.15 mg/kg KG
  • Ampulle
    • 100 mg / 10 ml

Welche Medikamentengruppen braucht man für die Einleitung und Aufrechterhaltung einer Narkose?

  • Hypnotika / Narkotika
    ausschalten von Bewusstsein
  • Analgesie
    ausschalten von Schmerzempfindungen
  • Muskelrelaxantien
    ausschalten von Abwehrrekationen

Propofol

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Propofol
  • Disoprivan

Propofol

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Narkoseeinleitung oder -aufrechterhaltung
  • Wirkung
    • Wirkmechanismus kaum bekannt

Der genaue Wirkmechanismus von Propofol ist wenig bekannt, vermutet wird unter anderem eine Modulation am GABA-Rezeptor.

Propofol

  • Kontraindikationen

  • Soja-Allergie

Propofol

  • Nebenwirkungen

  • Bradykardie
  • Hypotonie (Hypotension)
  • Apnoe
  • sehr selten anaphylaktische Reaktion

Propofol

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Einleitung
    i.v. 1.5-2.5 mg/kg KG i.v. zur Einleitung
    bei älteren Patienten Dosisanpassung
  • Aufrechterhaltung
    i.v. 25-50 mg Boli nach Patientenzustand
  • Dosierung
    200 mg / 20 ml

Etomidat

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Etomidat

Etomidat

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Narkoseeinleitung
  • Wirkung
    • Wirkmechanismus unbekannt

Etomidat

  • Kontraindikationen

  • Soja-Allergie

Etomidat

  • Nebenwirkungen

  • Lokaler Injektionsschmerz
  • Myoklonien
    kurze, blitzartige Kontraktion eines Muskels oder einer Muskelgruppe
  • Apnoe

Etomidat

  • Dosierung

  • i.v. 0.15 - 0.3 mg/kg KG

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