RSL - Medikamente Herz-Kreislauf - Nachlast

Medikamentenlehre Herz-Kreislauf - mit Wirkung auf die Nachlast

Medikamentenlehre Herz-Kreislauf - mit Wirkung auf die Nachlast


B. F.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über Medikamente, die den Herz-Kreislauf beeinflussen, insbesondere durch die Beeinflussung der Nachlast. Sie behandeln Wirkstoffe wie Urapidil, Phenylephrin und Ephedrin, deren Dosierung, Nebenwirkungen, Kontraindikationen und Wirkmechanismen, einschließlich der Blockade von α1-Rezeptoren und der Erhöhung der Nachlast. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die sich mit der Pharmakologie und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vertraut machen möchten.
Karten
21
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
23.09.2022 / 04.08.2023

Lernkarten

Welche Wirkung können Medikamente mit Wirkung auf die Nachlast verfolgen?

  • Nachlast zu erhöhen
    meist Sympathomimetika (stimulierende Wirkung auf α1-Rezeptoren)
  • Nachlast zu senken
    kommen vielfältige Medikamentenklassen bzw. Wirkmechanissmen in Frage.

Ephedrin

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Ephedrin HCL Bichsel
  • Ephedrin Sintetica

Ephedrin

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Hypotonie
  • Wirkung
    • Direktes und indirektes Sympathomimetikum

Es stimuliert α1- sowie ß- Rezeptoren. (Nachlast Erhöhung)
Zusätzlich setzt es Noradrenalin aus Speichervesikeln frei und hemmt dessen Wiederaufnahme sowie Abbau. Durch positiv inotrope und chronotrope Wirkung wird das Herzminutenvolumen erhöht. Ephedrin verengt Widerstands- und Kapazitätsgefässe, wodurch der systolische und diastolische Blutdruck angehoben werden.
Ephedrin relaxiert die glatte Muskulatur des Bronchialbaumes.

Ephedrin

  • Kontraindikationen

  • Schwere kardiovaskuläre Erkrankungen
    • KHK
    • Angina Pectoris
    • arterielle Hypertonie
    • Arrhythmien
  • Engwinkelglaukom
  • Hyperthyreose
  • Volumenmangelschock ohne Volumentherapie

Ephedrin

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • wenige Minuten
  • Wirkdauer
    • bis zu 1 h

Ephedrin

  • Nebenwirkungen

  • Tachykardie
  • Angina pectoris
  • Angst
  • Agitation
  • Kopf-SZ
  • Tremor
  • Nausea
  • Emesis

Ephedrin

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v. / i.o. 5-10 mg weise
  • Ampulle SRZ
    • 20 mg / 2 ml

Ephedrin

  • Spezielles

  • Kann auch s.c. oder i.m. appliziert werden

Phenylephrin

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Phenylephrin
  • Neo-Synephrine

Phenylephrin

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Hypotonie
  • Wirkung
    • Direktes und teilweise indirektes Sympathomimetikum

(Nachlast Erhöhung)
Phenylephrin ist ein direkt wirkendes Sympathomimetikum mit zusätzlicher teilweiser indirekter Wirkung. Es stimuliert die α1- Rezeptoren sowie in geringem Mass auch die ß-Rezeptoren und führt zum Anstieg des systolischen wie auch diastolischen Blutdruckes.

Phenylephrin

  • Kontraindikationen

  • Unter strenger Indikationsstellung keine

Phenylephrin

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 1 min
  • Wirkdauer
    • ca. 20 min

Phenylephrin

  • Nebenwirkungen

  • Reflexbradykardie
  • Arrhythmien
  • Angina Pectoris Beschwerden
  • Kopf-SZ
  • Nausea
  • Emesis

Phenylephrin

  • Dosierung

  • i.v. 0.05- 0.1 mg weise (= 0.5-1 ml)
    repetitiv nach Wirkung titriert, bei starker Hypotonie evtl. höhere Anfangsdosen notwendig

Ampulle 10 mg / 1 ml
In 100 ml NaCl verdünnt = 0.1 mg/ml

 

Phenylephrin

  • Spezielles

  • Kann auch s.c. oder i.m. appliziert werden

Urapidil

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Ebrantil
  • Urapidil

Urapidil

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Hypertonie
  • Wirkung
    • Blockade der α1-Rezeptoren

Urapidil gehört zur Gruppe der α1-Rezeptor-Blocker. Folge der α1-Blockade ist eine periphere Vasodilatation und damit BD-Senkung.
Ausserdem besitzt Urapidil einen zentralen Angriffspunkt, indem es die Aktivität des Kreislaufregulationszentrums moduliert. Damit wird eine reflektorische Zunahme des Sympathikotonus verhindert.

Urapidil

  • Kontraindikationen

  • Aortenisthmusstenose
    Die Aortenisthmusstenose ist eine Lumeneinengung der Aorta im Bereich des Isthmus aortae, d.h. am Übergang des Aortenbogens zur Aorta descendens.
  • arteriovenöser Shunt
    abnorme Kurzschlussverbindung zwischen einer Vene und einer Arterie

Urapidil

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 5 min
  • Wirkdauer
    • mehrere Stunden

Urapidil

  • Nebenwirkungen

  • Kopf-Sz
  • Schwindel
  • Emesis
  • Angina Pectoris Beschwerden
  • selten Reflextachykardie

Urapidil

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v. 5-10 mg langsam
      Repetition möglich
  • Ampulle SRZ
    • 50 mg / 10 ml

Étudier