RSL - Infusionslösungen

Medikamentenlehre Kristalloide, Kolloide Infusionslösungen und sonstige Lösungen

Medikamentenlehre Kristalloide, Kolloide Infusionslösungen und sonstige Lösungen


B. F.
Diese Lernkarten behandeln die Anwendung und Wirkungsweise von Infusionslösungen, insbesondere Hydroxyethylstärke (HAES), Glucose und Gelatine, sowie deren Indikationen, Dosierungen und Nebenwirkungen. Sie richtet sich an medizinisches Fachpersonal, das sich mit der Behandlung von Schockzuständen, Volumenersatz und Flüssigkeitszufuhr befasst. Die Karteikarten bieten detaillierte Informationen zu spezifischen Medikamenten, deren Handhabung und den klinischen Einsatz in verschiedenen Situationen.
Flashcards
36
Students
0
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
22.09.2022 / 04.08.2023

Flashcards

NaCl 0.9%

  • Handeslnahme der Medikamente

  • NaCl 0.9%, isotone/isotonische Kochsalzlösung

NaCl 0.9%

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • «Offenhalten» venöser Zugänge
    • Trägerlösung für Medikamente
    • Substitution von Natrium bei Hyponatriämie (0.9 oder 2.5%)
  • Wirkung
    • Flüssigkeitsersatz mit Natrium und Chlorid

NaCl 0.9%

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • Sofort
  • Wirkdauer
    • Volumeneffekt 30-40 min

NaCl 0.9%

  • Nebenwirkungen

  • Hyperchlorämische metabolische Azidose

NaCl 0.9%

  • Dosierung

  • nach Bedarf

Ringerlactat

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Ringerlac
  • Ringerlact
  • Ringerlactat Bichsel

Ringerlactat

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • «Offenhalten» venöser Zugänge
    • Flüssigkeitsersatz
  • Wirkung
    • Flüssigkeitsersatz mit:
      • Natrium
      • Kalium
      • Calcium
      • Chlorid

Ringerlactat

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • Sofort
  • Wirkdauer
    • Volumeneffekt 30-40 min

Ringerlactat

  • Dosierung

  • Nach Bedarf

Ringerfundin

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Ringerfundin B. Braun

Ringerfundin

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • «Offenhalten» venöser Zugänge
    • Flüssigkeitsersatz
  • Wirkung
    • Flüssigkeitsersatz mit:
      • Natrium
      • Kalium
      • Calcium
      • Magnesium
      • Chlorid

Ringerfundin

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • Sofort
  • Wirkdauer
    • Volumeneffekt 30-40 min

Ringerfundin

  • Dosierung

  • Nach Bedarf

Wieviel Prozent verbleibt von der infundierten Lösung im intravasalraum?

  • kristalloide Infusionslösungen
  • kolloidale Infusionlösungen

  • Kristalloide Infusionlösungen
    • 25%
  • Kolloidale Infusionlösungen
    • 80%
      Die restlichen 20% der Flüssigkeit treten aus dem intravasalen Raum aus, allerdings deutlich langsamer als kristalloide Lösungen

Wann werden Kolloidale Infusionlösungen noch eingesetzt?

  • In begrenzter Menge zur Behandlung der Hypovolämie, wenn kirstalloide Lösungen nicht ausreichen.
    Auch präklinisch werden sie nur noch äusserst selten eingesetzt.

Gelatine

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Physiogel balanced

Gelatine

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Hämorrhagischer Schock
  • Wirkung
    • Kolloidaler Volumenersatz

Gelatine

  • Kontraindikationen

  • Diverse, jedoch im präklinischen Einsatz unter Beachtung der Indikation keine

Gelatine

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • sofort
  • Wirkdauer
    • Plasma-HWZ: 2-4 h

Gelatine

  • Nebenwirkungen

  • Anaphylaktische Reaktion

Gelatine

  • Dosierung

  • Nach Bedarf 500-1000 ml
    Infusionsgeschwindigkeit nach hämodynamischem Status

Gelatine

  • Spezielles

  • Die ersten 10-20 ml langsam infundieren um evtl. allergische Reaktion frühzeitig zu erkennen

Gelatinehaltige Infusionslösungen werden wegen ihres allergogenen Potentials (je nach Präparat 0.05-10%) nur noch sehr zurückhaltend angewendet.

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Voluven balanced
  • Tetraspan
  • Venofundin
  • HAES 130/0.4 6%

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Hämorrhagischer Schock
  • Wirkung
    • Kolloidaler Volumenersatz

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Kontraindikationen

  • Diverse
    • Verbrennungen
    • Sepsis
    • Dehydratation
    • intrakranielle Blutungen
    • etc. 

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • sofort
  • Wirkdauer
    • Plasma-HWZ: 3-6 h

Hydroxyethylstärke (HAES) wird aus Wachsmaisstärke oder Kartoffelstärke hergestellt. Die Wirkdauer hängt vom Abbau durch das Enzym Serum-Amylase ab: Die Moleküle werden intravasal abgebaut und je nach Molekulargewicht renal ausgeschieden.

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Nebenwirkungen

  • keine bekannt

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Dosierung

  • Nach Bedarf 500 - 1000 ml
    Infusionsgeschwindigkeit nach hämodynamischem Status

Hydroxyethylstärke (HAES)

  • Spezielles

  • Die ersten 10-20 ml langsam infundieren um evtl. allergische Reaktion frühzeitig zu erkennen

Glucose

  • Handeslnahme der Medikamente

  • Glucose
  • Gluc

Glucose

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Trägerlösung für Medikamente
    • Hypoglykämie
  • Wirkung
    • Parenterale Zufuhr von hochkonzentrierter Glucose

Glucose

  • Kontraindikationen

  • Unter Beachtung der Indikation keine

Glucose

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • sofort
  • Wirkdauer
    • keine Angaben

Glucose

  • Nebenwirkungen

  • Hyperglykämie (bei Überdosierung)
  • Venenreizung
  • Nekrosen bei paravenöser Applikation

Nach der Injektion wird die Glucose relativ schnell in die Zellen aufgenommen bzw. vom Organismus verstoffwechselt. Zurück bleibt freies (reines) Wasser, welches in den Intrazellulärraum diffundiert. Dies kann die Entstehung eines Hirnödems begünstigen!

Glucose

  • Dosierung

  • Nach klinischem Zustand und Blutzuckerspiegel
    • i.v. 10g Glucose langsam 
      Blutzuckerbestimmung, bei Bedarf wiederholen

Glucose

  • Spezielles

  • Nicht zu hochkonzentriert und nur über absolut sicheren Zugang applizieren!

Eine der grössten Gefahren bei der intravenösen Verabreichung von hochprozentiger Glucose ist die Venenreizung, im Falle einer versehentlichen paravenösen Infusion schwere Nekrosen.
Ausserdem sollte eine relativ grosse Vene zur Punktion gewählt werden.

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