RSL - Antiemetika
Medikamentenlehre Antiemetika
Medikamentenlehre Antiemetika
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Lernkarten
Antiemetika
- Wo liegt die Koordination des Erbrechens?
im medullären Brechzentrum
Welches durch verschiedene afferente Impulse angeregt wird.
Diese Reize können von sensiblen Nervenfasern des Verdauungstraktes ausgehen, aber auch vom Gleichgewichtsorgan, sowie von Augen, Nase oder Zunge.
Ausserdem können nicht hirngängige Substanzen die Chemorezeptoren der Area postrema (im Hirnstamm) reizen und so Erbrechen auslösen.
Antiemetika
- Welche Rezeptoren vermitteln den Brechreiz?
- Dopamin- (insbesondere D2)
- Serotonin- (speziell 5-HT3)
- Histaminrezeptore (H1)
Metoclopramid
- Handelsnamen der Medikamente
- Paspertin
- Primperan
- MCP
- Metoclopramid
Metoclopramid
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Nausea
- Emesis
- Wirkung
- zentral antidopaminerg
Antagonist von Dopamin (an D2 Rezeptoren) - Beschleunigung der Magenentleerung
durch seine periphere cholinerge Wirkung
- zentral antidopaminerg
Metoclopramid
- Kontraindikationen
- Mechanischer Ileus
- gastrointestinale Perforation/Blutungen
- Epileptiker / Pat. mit vermehrter Krampfbereitschaft
- Phäochromozytom
hormonoll aktive Tumore des Nebennierenmark (gesteigerte Katecholaminfreisetzung) - Morbus Parkinson/Pat. mit extrapyramidalmotorischen Störungen
- Kinder <1 Jahr
- Schwangerschaft
- Stillzeit
Metoclopramid
- Wirkeintritt
- Wirkdauer
- Wirkeintritt
- 1-3 min
- Wirkdauer
- 3 h
Metoclopramid
- Nebenwirkungen
- Extrapyramidale Symptome (= Dyskinesien: krampfartige Bewegungen, Nackensteifigkeit, Kieferklemme, Schiefhals)
- Müdigkeit
- Kopf-SZ
- Schwindel
- Angst und Ruhelosigkeit
- Durchfall
- Bradykardie
- Hypotonie
Extrapyramidale Symptome können insbesondere bei Kindern und Jugendlichen schon bei einmaliger Applikation auftreten: Metoclopramid ist deshalb in vielen Rettungsdiensten erst ab 14 Jahren freigegeben!
Metoclopramid
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Dosierung
- i.v. 10mg langsam (max. 3x täglich)
- Ampulle
- 10 mg / 2 ml
Metoclopramid
- Spezielles
- Nicht sinnvoll bei Alkoholintoxikation, da Resorption von Alkohol massiv gesteigert wird
Ondansetron
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Nausea
- Emesis
- Wirkung
- Selektiver 5-HT3-Rezeptorantagonist
Es wird angenommen, dass Ondansetron durch seine Bindung an den Serotoninrezeptor 5-HT3 peripher im Gastrointestinaltrakt sowie zentral im Brechzentrum den Serotonin-vermittelten Reflex des Erbrechens unterbindet
- Selektiver 5-HT3-Rezeptorantagonist
Ondansetron
- Kontraindikationen
- Gleichzeitige Behandlung mit Apomorphin
Findet heute nur noch selten Anwendung, beispielsweise bei Morbus Parkinson (Dopamin Agonist) - QT-Verlängerung
Ondansetron
- Wirkeintritt
- Wirkdauer
- Wirkeintritt
- 5-20 min
- Wirkdauer
- 8-12 h
Ondansetron
- Nebenwirkungen
- Kopf-SZ
- Bewegungsstörungen
- Arrhythmien
- AP-Beschwerden (Angina Pectoris Beschwerden)
- Bradykardie
- QT-Verlängerung
- Hypotonie
- Wärme-/Hitzegefühl
Ondansetron
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Dosierung
- i.v. 4 mg langsam über 2-5 min
- Ampulle
- 4 mg / 2 ml
Ondansetron
- Spezielles
- Die Gabe von Ondansetron in der Schwangerschaft muss eine strenge Risiko-Nutzen-Abwägung zu Grunde liegen. Hierfür sei auf Embryotox verwiesen.