RSL - Antiemetika

Medikamentenlehre Antiemetika

Medikamentenlehre Antiemetika


B. F.
Karten
16
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
21.09.2022 / 26.10.2025

Lernkarten

Antiemetika

  • Wo liegt die Koordination des Erbrechens?

im medullären Brechzentrum

Welches durch verschiedene afferente Impulse angeregt wird.
Diese Reize können von sensiblen Nervenfasern des Verdauungstraktes ausgehen, aber auch vom Gleichgewichtsorgan, sowie von Augen, Nase oder Zunge.
Ausserdem können nicht hirngängige Substanzen die Chemorezeptoren der Area postrema (im Hirnstamm) reizen und so Erbrechen auslösen.

Antiemetika

  • Welche Rezeptoren vermitteln den Brechreiz?

  • Dopamin- (insbesondere D2)
  • Serotonin- (speziell 5-HT3)
  • Histaminrezeptore (H1)

Metoclopramid

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Paspertin
  • Primperan
  • MCP
  • Metoclopramid

Metoclopramid

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Nausea
    • Emesis
  • Wirkung
    • zentral antidopaminerg
      Antagonist von Dopamin (an D2 Rezeptoren)
    • Beschleunigung der Magenentleerung
      durch seine periphere cholinerge Wirkung

Metoclopramid

  • Kontraindikationen

  • Mechanischer Ileus
  • gastrointestinale Perforation/Blutungen
  • Epileptiker / Pat. mit vermehrter Krampfbereitschaft
  • Phäochromozytom
    hormonoll aktive Tumore des Nebennierenmark (gesteigerte Katecholaminfreisetzung)
  • Morbus Parkinson/Pat. mit extrapyramidalmotorischen Störungen
  • Kinder <1 Jahr
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Metoclopramid

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 1-3 min
  • Wirkdauer
    • 3 h

Metoclopramid

  • Nebenwirkungen

  • Extrapyramidale Symptome (= Dyskinesien: krampfartige Bewegungen, Nackensteifigkeit, Kieferklemme, Schiefhals)
  • Müdigkeit
  • Kopf-SZ
  • Schwindel
  • Angst und Ruhelosigkeit
  • Durchfall
  • Bradykardie
  • Hypotonie

Extrapyramidale Symptome können insbesondere bei Kindern und Jugendlichen schon bei einmaliger Applikation auftreten: Metoclopramid ist deshalb in vielen Rettungsdiensten erst ab 14 Jahren freigegeben!

Metoclopramid

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v. 10mg langsam (max. 3x täglich)
  • Ampulle
    • 10 mg / 2 ml

Metoclopramid

  • Spezielles

  • Nicht sinnvoll bei Alkoholintoxikation, da Resorption von Alkohol massiv gesteigert wird

Ondansetron

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Ondansetron
  • Zofran

Ondansetron

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Nausea
    • Emesis
  • Wirkung
    • Selektiver 5-HT3-Rezeptorantagonist
      Es wird angenommen, dass Ondansetron durch seine Bindung an den Serotoninrezeptor 5-HT3 peripher im Gastrointestinaltrakt sowie zentral im Brechzentrum den Serotonin-vermittelten Reflex des Erbrechens unterbindet

Ondansetron

  • Kontraindikationen

  • Gleichzeitige Behandlung mit Apomorphin
    Findet heute nur noch selten Anwendung, beispielsweise bei Morbus Parkinson (Dopamin Agonist)
  • QT-Verlängerung

Ondansetron

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 5-20 min
  • Wirkdauer
    • 8-12 h

Ondansetron

  • Nebenwirkungen

  • Kopf-SZ
  • Bewegungsstörungen
  • Arrhythmien
  • AP-Beschwerden (Angina Pectoris Beschwerden)
  • Bradykardie
  • QT-Verlängerung
  • Hypotonie
  • Wärme-/Hitzegefühl

Ondansetron

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v. 4 mg langsam über 2-5 min
  • Ampulle
    • 4 mg / 2 ml

Ondansetron

  • Spezielles

  • Die Gabe von Ondansetron in der Schwangerschaft muss eine strenge Risiko-Nutzen-Abwägung zu Grunde liegen. Hierfür sei auf Embryotox verwiesen.

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