RSL - Antidote

Medikamentenlehre Antidote

Medikamentenlehre Antidote


B. F.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene Antidote, ihre Wirkungen, Dosierungen und Anwendungen in der Medizin. Sie behandeln Medikamente wie Naloxon, Aktivkohle, Hydroxocobalamin und Flumazenil, die bei Vergiftungen durch Opioide, Cyanide und Benzodiazepine eingesetzt werden. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich auf Notfallmedizin und Toxikologie spezialisieren, da sie detaillierte Informationen zu Indikationen, Nebenwirkungen und spezifischen Anwendungen liefern.
Flashcards
31
Students
0
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
21.09.2022 / 04.08.2023

Flashcards

Wie heisst die Telefon-Nr. von Tox Info Suisse?

145

Flumazenil

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Anexate
  • Flumazenil

Flumazenil

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Benzodiazepin-Überdosierung
  • Wirkung
    • Kompetitiver Antagonist am GABA-Rezeptor (Kompetitiver Benzodiazepinantagonist)

Flumazenil gehört zur Klasse der Benzodiazepine, hat aber in den eingesetzten Dosierungen keine Eigenwirkung. Es ist ein kompetitiver Antagonist am GABA-Rezeptor und verdrängt andere Benzodiazepine, wodurch deren Wirkung vollständig aufgehoben wird.

Flumazenil

  • Kontraindikationen

  • Epilepsien
  • gleichzeitige Intoxikation mit zyklischen Antidepressiva

Flumazenil

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 2-3 min
  • Wirkdauer
    • kürzere HWZ (ca. 1h) als viele Benzodiazepine
      Reboundeffekt! (Abhängig von der Einnahmedosis)

Flumazenil

  • Nebenwirkungen

  • Nausea / Emesis
  • Unruhe / Angst
  • Herzklopfen bei zu rascher Injektion
  • Entzugserscheinungen

Flumazenil

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • i.v.
    • 0.2 mg innerhalb 15 sec
    • dann 0.1 mg alle 60 sec bis max. 1 mg
  • Ampulle
    • 0.5 mg / 5 ml

Flumazenil

  • Spezielles

  • Senkt die Krampfschwelle
    durch Antagonisieren der antikonvulsiven (gegen Krampf wirksame) Wirkung von Benzodiazepinen

Hydroxocobalamin

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Cyanokit

Hydroxocobalamin

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Bekannte oder vermutete Cyanidvergiftung in jeder Altersgruppe
  • Wirkung
    • Komplexbildung mit Cyanidion
      Hydroxocobalamin bindet mit hoher Affinität an Cyanid und bildet einen stabilen, ungiftigen Komplex, der renal ausgeschieden wird.

Hydroxocobalamin

  • Kontraindikationen

  • keine

Hydroxocobalamin

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • Sofort
  • Wirkdauer
    • keine Angaben

Hydroxocobalamin

  • Nebenwirkungen

  • Reversible Rotverfärbung von Haut, Schleimhaut und Urin

Hydroxocobalamin

  • Dosierung

  • i.v. 5g Trockensubstanz in 200ml NaCl über 15 min
    (alternativ Ringer, Glucose 5%; Mischen nur durch Schwenken)
  • Repetition möglich

Was sind Cyanide (Cyanidionen)?

  • Verbindungen von Blausäure
    • in den Kernen von Früchten und Pflanzen vorkommen
    • Aber auch im Rahmen einer Rauchgasintoxikation (unvollständige Verbrennung stickstoffhaltiger Stoffe (Federn, Wolle, Kunststoffe))

Was machen Cyanoide im Körper?

  • Abbruch der Zellatmung und Sistierung der Energiegewinnung
    Binden an ein Enzyme (Eisenatom) in der Atmungskette im Mitochondium.

Glucagon

  • Gegen welche Wirkstoffe kann Glucagon eingesetzt werden?
  • Warum?

  • Insulin
    Es wird von manchen Diabetikern als Notfallmedikament in Eigentherapie mitgeführt.
    • Glucagon (im Pankreas gebildetes Hormon) hebt den Blutzuckerspiegel an.
    • Wird i.m. appliziert.
  • Überdosierung von Beta-Blockern
    • wirkt positiv inotrop und chronotrop (unabhängig von Betablockern)

Aktivkohle

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Carbovit

Aktivkohle

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Orale Vergiftungen / Medikamentenüberdosierungen
  • Wirkung
    • Adsoption (Bindung) von Giftstoffen
      Aufgenommene Giftstoffe werden physikalisch gebunden und die Resorption im Körper verhindert.

Aktivkohle

  • Kontraindikationen

  • Vergiftung mit Säuren oder Laugen
  • Bewusstseinsstörung Aspirationsgefahr
    alternativ Applikation über Magensonde

Aktivkohle

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • sofort
  • Wirkdauer
    • keine Angabe

Aktivkohle

  • Nebenwirkungen

  • Emesis
  • Obstipation

Aktivkohle

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • 1 g/kg KG rasch einnehmen
  • Ampulle 
    • 15 g / 100 ml

Aktivkohle

  • Spezielles

  • CAVE: der Effekt anderer oral verabreichter Medikamente wird auch vermindert

Naloxon

  • Handelsnamen der Medikamente

  • Naloxon
  • Narcanti

Naloxon

  • Indikation
  • Wirkung

 

  • Indikation
    • Vergiftung mit Opioiden
  • Wirkung
    • Kompetitiver Antagonist an Opioidrezeptoren
      Naloxon verdrängt Opiate/Opioide kompetitiv als Antagonist von allen Opiatrezeptoren und hebt so deren Wirkung auf.

Naloxon

  • Kontraindikationen

  • Risikoabschätzung bei bestehender Opiatabhängigkeit

Naloxon

  • Wirkeintritt
  • Wirkdauer

 

  • Wirkeintritt
    • 2-3 min
  • Wirkdauer
    • ca. 1-2 h

Naloxon

  • Nebenwirkungen

  • Schwindel
  • Schwitzen
  • Tremor
  • Emesis (erbrechen)
  • Tachykardie
  • Hypertonie
  • Entzugssyndrom

Naloxon

  • Dosierung
  • Ampulle SRZ

  • Dosierung
    • i.v./i.m./s.c. 0.4 - max. 2 mg
    • Nasal: 0.8 mg
  • Ampulle
    • 0.4 mg / 1 ml

Verdünnung:
mit 9 ml NaCl > 0.04 mg / 1 ml

Naloxon

  • Spezielles

  • CAVE: Rebound-Effekt bei Opioiden mit längerer Wirkdauer

Mit einer 1:10 Verdünnung (ergibt 0.04 mg/ml) kann Milliliterweise der Grad der Antagonisierung nach Bedarf gesteuert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, durch i.m.-Applikation einen Depot-Wirkung zu erzeugen. So kann dem Rebound-Effekt gegengesteuert werden.

Opiatabhängigkeit kommt nicht nur im Drogenmilieu vor; auch geriatrische Patienten nehmen häufig Opiate/Opioide in Dauertherapie (Durogesic-Pflaster…).

Study