RSL - Antidote
Medikamentenlehre Antidote
Medikamentenlehre Antidote
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Lernkarten
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Flumazenil
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Benzodiazepin-Überdosierung
- Wirkung
- Kompetitiver Antagonist am GABA-Rezeptor (Kompetitiver Benzodiazepinantagonist)
Flumazenil gehört zur Klasse der Benzodiazepine, hat aber in den eingesetzten Dosierungen keine Eigenwirkung. Es ist ein kompetitiver Antagonist am GABA-Rezeptor und verdrängt andere Benzodiazepine, wodurch deren Wirkung vollständig aufgehoben wird.
Flumazenil
- Kontraindikationen
- Epilepsien
- gleichzeitige Intoxikation mit zyklischen Antidepressiva
Flumazenil
- Wirkeintritt
- Wirkdauer
- Wirkeintritt
- 2-3 min
- Wirkdauer
- kürzere HWZ (ca. 1h) als viele Benzodiazepine
Reboundeffekt! (Abhängig von der Einnahmedosis)
- kürzere HWZ (ca. 1h) als viele Benzodiazepine
Flumazenil
- Nebenwirkungen
- Nausea / Emesis
- Unruhe / Angst
- Herzklopfen bei zu rascher Injektion
- Entzugserscheinungen
Flumazenil
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- i.v.
- 0.2 mg innerhalb 15 sec
- dann 0.1 mg alle 60 sec bis max. 1 mg
- Ampulle
- 0.5 mg / 5 ml
Flumazenil
- Spezielles
- Senkt die Krampfschwelle
durch Antagonisieren der antikonvulsiven (gegen Krampf wirksame) Wirkung von Benzodiazepinen
Hydroxocobalamin
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Bekannte oder vermutete Cyanidvergiftung in jeder Altersgruppe
- Wirkung
- Komplexbildung mit Cyanidion
Hydroxocobalamin bindet mit hoher Affinität an Cyanid und bildet einen stabilen, ungiftigen Komplex, der renal ausgeschieden wird.
- Komplexbildung mit Cyanidion
Hydroxocobalamin
- Kontraindikationen
- keine
Hydroxocobalamin
- Wirkeintritt
- Wirkdauer
- Wirkeintritt
- Sofort
- Wirkdauer
- keine Angaben
Hydroxocobalamin
- Nebenwirkungen
- Reversible Rotverfärbung von Haut, Schleimhaut und Urin
Hydroxocobalamin
- Dosierung
- i.v. 5g Trockensubstanz in 200ml NaCl über 15 min
(alternativ Ringer, Glucose 5%; Mischen nur durch Schwenken) - Repetition möglich
Was sind Cyanide (Cyanidionen)?
- Verbindungen von Blausäure
- in den Kernen von Früchten und Pflanzen vorkommen
- Aber auch im Rahmen einer Rauchgasintoxikation (unvollständige Verbrennung stickstoffhaltiger Stoffe (Federn, Wolle, Kunststoffe))
Was machen Cyanoide im Körper?
- Abbruch der Zellatmung und Sistierung der Energiegewinnung
Binden an ein Enzyme (Eisenatom) in der Atmungskette im Mitochondium.
Glucagon
- Gegen welche Wirkstoffe kann Glucagon eingesetzt werden?
- Warum?
- Insulin
Es wird von manchen Diabetikern als Notfallmedikament in Eigentherapie mitgeführt.- Glucagon (im Pankreas gebildetes Hormon) hebt den Blutzuckerspiegel an.
- Wird i.m. appliziert.
- Überdosierung von Beta-Blockern
- wirkt positiv inotrop und chronotrop (unabhängig von Betablockern)
Aktivkohle
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Orale Vergiftungen / Medikamentenüberdosierungen
- Wirkung
- Adsoption (Bindung) von Giftstoffen
Aufgenommene Giftstoffe werden physikalisch gebunden und die Resorption im Körper verhindert.
- Adsoption (Bindung) von Giftstoffen
Aktivkohle
- Kontraindikationen
- Vergiftung mit Säuren oder Laugen
- Bewusstseinsstörung Aspirationsgefahr
alternativ Applikation über Magensonde
Aktivkohle
- Wirkeintritt
- Wirkdauer
- Wirkeintritt
- sofort
- Wirkdauer
- keine Angabe
Aktivkohle
- Nebenwirkungen
- Emesis
- Obstipation
Aktivkohle
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Dosierung
- 1 g/kg KG rasch einnehmen
- Ampulle
- 15 g / 100 ml
Aktivkohle
- Spezielles
- CAVE: der Effekt anderer oral verabreichter Medikamente wird auch vermindert
Naloxon
- Indikation
- Wirkung
- Indikation
- Vergiftung mit Opioiden
- Wirkung
- Kompetitiver Antagonist an Opioidrezeptoren
Naloxon verdrängt Opiate/Opioide kompetitiv als Antagonist von allen Opiatrezeptoren und hebt so deren Wirkung auf.
- Kompetitiver Antagonist an Opioidrezeptoren
Naloxon
- Kontraindikationen
- Risikoabschätzung bei bestehender Opiatabhängigkeit
Naloxon
- Wirkeintritt
- Wirkdauer
- Wirkeintritt
- 2-3 min
- Wirkdauer
- ca. 1-2 h
Naloxon
- Nebenwirkungen
- Schwindel
- Schwitzen
- Tremor
- Emesis (erbrechen)
- Tachykardie
- Hypertonie
- Entzugssyndrom
Naloxon
- Dosierung
- Ampulle SRZ
- Dosierung
- i.v./i.m./s.c. 0.4 - max. 2 mg
- Nasal: 0.8 mg
- Ampulle
- 0.4 mg / 1 ml
Verdünnung:
mit 9 ml NaCl > 0.04 mg / 1 ml
Naloxon
- Spezielles
- CAVE: Rebound-Effekt bei Opioiden mit längerer Wirkdauer
Mit einer 1:10 Verdünnung (ergibt 0.04 mg/ml) kann Milliliterweise der Grad der Antagonisierung nach Bedarf gesteuert werden. Es besteht auch die Möglichkeit, durch i.m.-Applikation einen Depot-Wirkung zu erzeugen. So kann dem Rebound-Effekt gegengesteuert werden.
Opiatabhängigkeit kommt nicht nur im Drogenmilieu vor; auch geriatrische Patienten nehmen häufig Opiate/Opioide in Dauertherapie (Durogesic-Pflaster…).