.


N. C.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene Bauverfahren und deren Vor- und Nachteile, insbesondere im Bereich der Boden- und Gebirgsbauarbeiten. Sie behandeln Themen wie Herstellung, Einsatz von Maschinen wie TBM, Flüssigkeitsschilde, und Techniken wie Spritzbeton und Gefrierschirme. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für Bauingenieure, Geotechniker und Studierende, die sich mit den technischen Aspekten und Herausforderungen moderner Bauprojekte auseinandersetzen.
Karten
40
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Quizzie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
14.07.2022 / 02.11.2022

Lernkarten

Freie Böschung

Vorteile:

- einfache Herstellung (wenig Inventar)
- Bauzeit

Nachteile:

- grösster Platzbedarf
- grösserer Materialumschlag: zusätzlicher Aushub und Verfüllung
- Grundwasserabsenkung erforderlich
- Böschungen vor Erosion schützen
- keine Auflast in Grabennähe
- Tiefe beschränkt

Vernagelte Böschung

Vorteile

- steile Böschung erosionsgeschützt

Nachteile:

- Bodennägel: Nachbarbebauung/Hindernisse
- Grundwasserabsenkung/Drainage Hangwasser erforderlich
- Bauzeit (Herstellung in Etappen)
- Platzverhältnisse für Bohrgerät

Waagerechter Grabenverbau

Vorteile:

- einfache Sicherungsmethode im standfesten Boden
- Aussparungen für querende Werkleitungen leicht realisierbar
- kostengünstig

Nachteile:

- nur bei standfesten Böden
- zahlreiche Spriesse -> Verringerung Arbeitsraum
- Grabentiefe beschränt

 

Senkrechter Grabenverbau

Vorteile:

- auch bei nicht standfesten Böden anwendbar
- Aussparungen für querende Werkleitungen leicht realisierbar
- kostengünstig

Nachteile:

- zahlreiche Spriess -> Verringerung Arbeitsraum
- Lärmemissionen/ Erschütterung möglich

Grabenverbausysteme

Vorteile:

- auch bei wenig standfesten Böden anwendbar
- kürzere Bauzeit
- i.d.R wiederverwendbar

Nachteile:

- kostenintensiv
- Aussparungen nicht realisierbar
- keine Einbindung

Rühlwand

Vorteile:

- gute Anpassung an Leitungen, Schächte, alte Bauteile oder andere Hinderniss
- in fast allen Böden anwendbar
- geometrisch flexibel
- schmale Verbauwand, da Ausfachung normalerweise zwischen den Trägerflanschen eingbaut
- Träger können wiedergewonnen werden bei Holzverbau

Nachteile:

- Einsatz im Grundwasser ohne Grundwasserabsenkung nicht möglich, da nicht wasserdicht
- nichtbindige feinkörnige Böden (rieselfähig) können in die Baugrube laufen -> Setzungen

Spundwand

Vorteile:

- schneller Baufortschritt (abhängig von Bodenart und Spundbohlenlänge
- geringem Platzbedarf
- Rückbaubar -> mehrfacher Einsatz der Spundbohlen, kein im Boden verbleibendes Hindernis
- Fachweise bzw. staffelförmige Rammung möglich
- weitgehende Dichtigkeit bei anstehendem Wasser
- Setzungen abhängig von Steifigkeit und Abstützung der Spundbohlen sowie Höhe der Grundwasserabsenkung

Nachteile:

- grössere Hindernisse können nicht beseitigt oder durchschlagen werden - Bohlen können aus dem Schloss springen
- Lärmemissionen und Erschütterungen durch Rammen oder Vibration
- Baugrubentiefe < 25 m
- Setzungen (weicher Verbau)
- Abstützung durch Aussteifung: Baubehinderung
- Abstützung durch Anker: Landerwerb/Dienstbarkeit

Holzpfähle

Vorteile:

- gute Rammfähigkeit
- hohe Elastizität
- relativ unempfindlich gegen aggressives Grundwasser
- leicht zu behandeln und abzuschneiden
- hohe Lebensdauer unter Wasser
- günstig

Nachteile:

- schnelle Zerstörung durch Fäulnis bei Luftzutritt
- in harten Boden nicht rammbar
- Tragfähigkeit und Länge begrenzt

Stahlpfähle

Vorteile:

- hohe Materialfestigkeit und Elastizität
- grosse Auswahl an versch. Profilen
- Unempfindlichkeit beim Transport
- Verlängerung und Fussverstärkung durch Flügel
- gute Rammeigenschaft
- gute Verbindungsmöglichkeit

Nachteile:

- hohe Materialkosten
- Korrosionsgefahr
- I-Profile können beim Rammen aus Achse laufen
- geringe Mantelreibung
- Erschütterung/Lärmbelastung

Stahlbetonpfähle

Vorteile:

- Herstellung in jeder Länge und Stärke
- Verkürzung/Verlängerung möglich
- widerstandsfähig
- gute Verbindungsmöglichkeit mit Bauwerk
- hohe innere Tragfähigkeit
- sofort nach Einbau belastbar
- Qualitätskontrolle vor Einbau

Nachteile:

- schwer und unhandlich
- empfindlich gegen Biegung
- Gefahr von Rissen beim Aufnehmen und Einbau
- schweres Rammgerät nötig
- starke Erschütterung/Lärm

Bohrpfähle

Vorteile:

- erschütterungs- und lärmarme Herstellung
- beim Bohren erhält man Bild der durchfahrenen Bodenschichten
- Pfahllänge gem. angetroffenem Baugrundprofil festlegbar
- Herstellung auch bei geringer Arbeitshöhe (z.B. unter Brücken, in geschlossenen Räumen) herstellbar
- Herstellung bis in grosse Tiefen (max. Tiefe ca. 30m bei D = 880mm) und mit grossen Durchmessern (max. Durchmesser ca. 2.50m) möglich
- Bohrhindernisse z.B. mit Meisseln überwindbar
- Hohe Tragfähigkeit, Fussverbreiterung möglich

Nachteile:

- Qualität von Herstellungsverfahren und Mannschaft abhängig - Mögliche Probleme / Gefahren:
- Unterwasserbetonieren (Kontraktorverfahren) inbes. bei kleineren Querschnitten schwierig
- Vortreibrohr kann beim Hochziehen frische Betonsäule mitreissen, unterbrechen oder Bewehrung hochziehen
- Hydraulischer Grundbruch
- Beim Bohren ohne Verrohrung in nicht standfestem Boden ohne Bentonitstützung: Gefahr des Ausbruchs der Bohrlochwand
- Schrägneigung begrenzt auf ca. 15°

SOB-Pfahl

Vorteile:

- Hohe Leistungen, kürzere Bauzeit
- Elektronische Qualitätsnachweise
– gleichbleibende Qualität
- Bohren mit Wasserauflast bzw.
– überdruck entfällt
- Reduzierte Bohrgutmenge wegen verdrängender Wirkung der durchgehenden Bohrschnecke

Nachteile:

- Betonmehrverbrauch ca. 20 %
- Verfahren nur in bestimmten Böden anwendbar
- Anfällig für Behinderungen und Störungen
- Risiko: Bauablauf (Arbeitsplanien – Platzverhältnisse, Herstellreihenfolge)
- Risiko: Betonlogistik

Bohrpfahlwände

Vorteile:

- Überschnittene Bohrpfahlwand: nahezu wasserdicht
- Herstellung ohne grosse Lärmbelästigung und praktisch erschütterungsfrei möglich
- Ausführung in nicht oder nur schwer rammbaren Böden möglich
- Verformungsarm und daher auch unmittelbar neben bestehender Verbauung anwendbar
- Minimale Bodenbewegung hinter der Wand
- Keine Begrenzung in der Tiefe
- Durch Verrohrung Herstellung unmittelbar neben stark belasteten Einzelfundamenten möglich
- Gleichgewichtszustand des Bodens wird kaum gestört, sodass es nicht zu Setzungen in der Umgebung des Bohrlochs kommt
- Aufnahme von Horizontallasten und hohen Vertikallasten
- Geneigte Herstellung möglich
- Anpassung an die vorhandenen Platzverhältnisse und Baugrenzen möglich

Nachteile:

- Wesentlich höhere Kosten gegenüber Spund- und Rühlwänden
- Nicht wiedergewinnbar
- Wirtschaftlich nur vertretbar, wenn die Bohrpfahlwand in das Bauwerk einbezogen werden kann
- Viele Fugen sind Schwachstellen für den möglichen Wasserdurchtritt

Mikropfähle

Vorteile:

- Mikropfähle sind unter beengten Platzverhältnissen herstellbar
- Herstellung ist äusserst lärm- und erschütterungsfrei
- Mikropfähle werden oft im Rahmen von z.B. Sanierungen bei der Gründung oder Nachgründung von Bestandsbauwerken verwendet
- Mikropfähle sind mit relativ kleinen und leichten Bohrgeräten herstellbar
besonders bei kleineren Baumassnahmen sind sie oft die technisch und wirtschaftlich beste Lösung
- Auch bei schweren Bohrhindernissen (Beton, Steine) herstellbar
- Setzungsarm

Nachteile:

- Begrenzte Tragfähigkeit
- Qualität stark von Verfahren und Mannschaft abhängig

Schlitzwand

Vorteile:

- Wasserundurchlässiger Baugrubenabschluss
- Herstellung bis in grosse Tiefen möglich (bis 100m)
- i.d.R. erschütterungs- und lärmarmes Herstellungsverfahren
- Bentonitstützung: Vorteilhafter Baugrubenabschluss bei naheliegender Nachbarbebauung hinsichtlich Setzungsverhalten, innerstädtischer Einsatz gut realisierbar
- Keine Abhängigkeit von Bodenverhältnissen
- Schlitzwand kann in Bauwerk integriert werden
- Zahl der Fugen ist bei Schlitzwänden wesentlich geringer als bei Bohrpfahlwand -> Restwasseranfall in Baugrube ist somit i.A. geringer
- Durch Hindernisse im Boden wird die Vertikalität einer Schlitzwand und der saubere Anschluss der einzelnen Lamellen weniger gestört als bei Pfahlwänden

Nachteile:

- Antreffen von Hindernissen könnte zu grösseren Problemen führen (evtl. ist «Umschlitzen» des Hindernisses nötig)
- Aufwändige, teure und grossflächige Installationen erforderlich
 -> logistische Herausforderungen bei innerstädtischen Baugruben
- Aufwändige und teure Aufbereitung und Entsorgung der Bentonitsuspension
- Geometrische Flexibilität ist ggü. einer Bohrpfahlwand nicht gegeben -> Abhängigkeit von Lamellenbreite

HDI-Wände (und Sohlen)

Vorteile:

- direkter Lastübertrag von Fundament auf Injektionskörper
- steile Spriessplatte
- erschütterungsarme Herstellung
- geringe vertikale und horizontale Verformung (Achtung: Druck und Auflast)
- Auftriebssicherung / evtl. Kombination mit temporärer und dauerhafter Abdichtung
- Einsatz von kleinem Gerät möglich
- im Grundwasser einsetzbar (vgl. Kriterien Injektionsmittel)
- Festigkeitseigenschaften variabel einstellbar

Nachteile:

- Überwüchse, die vom Sollquerschnitt abstehen, müssen entfernt werden
- kostenintensiv
- nicht bis in beliebige Tiefen anwendbar
- im Wesentlichen in kiesigen Böden anwendbar
- bei Wänden beschränkte Höhe (da nicht armiert)

Schmalwände

Vorteile:

- Wirtschaftliches Verfahren: grosse Tagesleistungen, geringer Materialverbrauch
- Besonders gut geeignet bei geringen hydraulischen Druckdifferenzen (insbes. Hinsichtlich Wasserdichtigkeit)

Nachteile:

- Tiefenbegrenzung (aufgrund einzuhaltender Überlappung/Kontinuität der Wand)
- Begrenzte Einsatzgebiete: Boden muss rammbar sein
- Einsatz in fliessgefährdeten Böden problematisch: Fehlstellen in der Wand möglich, Erschütterungsbelastung auf Nachbarbebauung (durch Rammen Wasserüberdruckentwicklung im Boden)

MIP-Verfahren

Vorteile:

- Auch in heterogenen und feinkörnigen Böden anwendbar
- Umweltschonend: erschütterungsarm, weniger Transporte
- Ressourcenschonend: Baugrund = Baustoff
- Günstiger als die meisten herkömmlichen Spezialtiefbautechniken
- Innerstädtisch anwendbar

Nachteile:

- Wasserdurchlässig bei höherem Grundwasserdruck
- Hohe Anforderungen an Bodenmaterial (Kornabstufung / keine Hindernisse!)

Baugrubenaussteifung

Vorteile:

- Keine in Nachbargrundstücke hineinreichende Sicherung (Nachbarbebauung)
- Rückbaubar
- Kein im Baugrund verbleibendes Hindernis
- Im Vergleich zum Anker setzen ist die Montage von Aussteifungen weniger zeitintensiv (keine Ankerbohrungen)

Nachteile:

- Besonders mehrere Spriesslagen innerhalb einer Baugrube können den Bauablauf und den Baubetrieb behindern
àBauablauf ist vorgängig dementsprechend zu planen und bei der Dimensionierung / Platzierung der Spriesse in der Baugrube zu berücksichtigen

Offene Wasserhaltung

Vorteile:

- Einrichtung offener Wasserhaltung weniger kostenintensiv
- Effiziente Methode bei wenig durchlässigen Böden und/oder wenig anstehendem Grundwasser

Nachteile:

- vollkommen trockene Baugrube nur schwer zu erreichen
- Bei sehr gut durchlässigen Grundwasserleitern sind sehr große Mengen an Grundwasser abzupumpen
- Überschreitung Einleitegrenzwerte hohe Kosten für Einleitung in Kanalisation möglich
- Verfrachtung wassergefährdender Stoffe aus oberflächennahen Altlasten
- signifikante Grundwasserabsenkungen im Umfeld der Baumassnahmen -> Setzungs- und Vegetationsschäden

Geschlossene Wasserhaltung

Vorteile:

- Baugrube kann i.d.R. trocken gehalten werden
- Rascher Aushub der Baugrube möglich
- Umweltfreundlich aufgrund von Rückversickerungsanlagen, die i.d.R. durch das AWEL gefordert sind

Nachteile:

- kostenintensiv
- Aufwändige Herstellung -> Brunnen sind zu Bohren und i.d.R. ist eine Rück- versickerungsanlage notwendig
- Vakuumverfahren braucht Zeit bis sich Strömung / Gradient einstellt

Streckenbänder

Vorteile:

- Verlängerung des Streckenbandes kann in den Vortriebsunterbrechungen des Wochenendes erfolgen
- räumliche Trennung des Materialflusses möglich
- geringe Anzahl von Arbeitskräften zur Bedienung und Wartung
- hohe kontinuierliche Förderleistung
- wartungsarm
- geräuscharm

Nachteile:

- hohe Investitionskosten
- Lange Bänder: Boosterstationen erforderlich

Gleisbetrieb

Vorteile:

- energiegünstig in Bezug auf die Tonnenleistung pro Kilometer
- relativ hohe Förderleistung pro Zug / geeignet bei zyklischen Vortrieben
- geringere Personalintensität in Bezug auf die Tonnenleistung pro Kilometer
- geringe Abgasbelastung der Tunnelluft
- geringerer Verschleiss

Nachteile:

- unflexibel durch die Ortsgebundenheit des Schienenbetriebs
- geringes Steigvermögen
- mögliche Behinderung des Baubetriebs durch die Gleise
- Einbau / Unterhalt der Gleistrasse relativ teuer
- spezielle Übergabe-und Ladeeinrichtungen erforderlich
- Wagen müssen gebremst werden / Sicherheit
- Ver-/ Entsorgung durch unterschiedliche Züge -> Intervalle
- langsam

Muldenkipper- bzw. Dumpertransporte

Vorteile:

- geringere Investitionskosten
- auch ausserhalb des Tunnelbaus einsetzbar, damit bessere Gesamtnutzung
- vielseitiger nicht ortsgebundener Einsatz
- flexible, optimale Platzierung zur Minimierung der Drehbewegung des Ladegeräts
- gutes Steigvermögen
- keine speziellen Lade-und Abladeeinrichtungen erforderlich

Nachteile:

- höherer Energie-und Arbeitsaufwand pro Ladetonne
- Abgasbelastung der Tunnelluft, damit stärkere Lüftung
- Höhere Anforderungen an Tunnelsohle (Belastung)

Teilschnittmaschine

Vorteile:

- erschütterungsarmes Arbeiten (Wohnbebauung)
- anpassungsfähig an sich verändernde Querschnitte und Gebirgsverhältnisse
- Zugänglichkeit der Ortsbrust bei zusätzlichen Sicherungs-und Wasserentspannungsmassnahmen
- kontinuierlicher Arbeitszyklus: Abbauen, Schuttern, Fördern
- profilgenauer Ausbruch
- gebirgsschonender Ausbruch

Nachteile:

- Wirtschaftliche Abbaubarkeit nur geringer bis mittlerer Gesteinsfestigkeiten (z.B. Molassegestein des Schweizer Mittellandes)
- hoher Verschleiss an Meisseln
- aufwendige Massnahmen zum Entstauben der Luft sowie zur Bewetterung
- Verkleben des Schrämkopfes (z.B. im Mergel)
- Abmessungen und Arbeitsbereich
- Verfügbarkeit Maschinen

Spiesse

Vorteile:

- Setzen der Spiesse mit normalem Bohrjumbo mit einer Ankersetzeinrichtung
- Einsetzbar im gebrächen Gebirge (aufgrund der Gesteinsfestigkeit ist das Einbringen von Verzugsblechen hier oft nicht mehr möglich)
- Relativ schnell einbaubar (wie Anker)
- In Längsrichtung ist das Widerstandsmoment der Spiesse vernachlässigbar, jedoch wird das gebräche Gebirge bewehrt (vernagelt), so dass das Gebirge um den Ausbruch einen standfesten Ring bildet

Nachteile:

- Relativ kurzer Wirkungsbereich (ein bis max. zwei Abschlagslängen von ca. 80 - 120 cm)
- Nicht im Lockergestein mit auslauffähigen Böden (geringer Kohäsion) verwenden

Rohrschirmgewölbe

Vorteile:

- Haupttragwirkung in Tunnellängsrichtung - als elastisch eingespanntes “Pfahlgewölbe” in Tunnellängsrichtung (Biegemomente, Schubkräfte)
- Sekundärtragwirkung in Gewölberingrichtung durch Ausbildung der Membrantragwirkung (Normalkräfte)
- Effiziente und lagegenaue Durchörterung von zerklüftetem Festgestein, Findlingen und Lockergestein
- Verpressmöglichkeit des während des Bohrvorgangs eingeführten Rohrs sowie der umliegenden Klüfte
- Vortrieb direkt unterhalb von Gebäudefundamenten (bis zu einem Abstand von ca. 1.5 m) ohne Setzungen zu verursachen ist möglich

Nachteile:

- Rohrstösse (Steifigkeit)

Gefrierschirme

Vorteile:

Nach Beendigung der temporären Bauhilfsmassnahmen gelangen keine fremden und permanenten Stoffe in den Boden und ins Grundwasser

Nachteile:

Erheblicher baubetrieblicher Aufwand und entsprechend hohe Kosten

 

Spritzbeton (keine Nachteile)

Vorteile:

- Auftragen und Verdichten in einem Arbeitsgang
- Betonieren ohne Schalung auch über Kopf
- hoher Haftverbund mit dem Untergrund
- verschiedene Schichtstärken in einem Arbeitsgang
- beliebige Formgebung
- frühes Aufbringen auch in Teilbereichen
- biegeweich im Erhärtungsstadium
- steif im ausgehärteten Zustand
- kombinierbar mit Ankern, Bewehrung, Stahlbögen

 

 

Konventionelles Trockenspritzverfahren

Vorteile:

- geringe Gerätekosten
- hohe Flexibilität bezüglich der Förderleistung und der Fördermengen
- geringer Reinigungsaufwand
- kein Materialverlust bei längeren Spritzunterbrüchen

Nachteile:

- erheblicher Verschleiss der Dichtungen der Rotorspritzmaschinen
- relativ geringe Spritzleistung pro Düse
- hohe Energiekosten
- Staubbildung bei Umschlag und Beschickung sowie an der Düse
- durchschnittlicher Rückprall von 20 % - 30 %
- manuelle Dosierung der Wasserzugabe an der Düse

 

ROMBOLD – Trockenspritzverfahren mit trockenen Zuschlägen

Vorteile:

- konstante Zusammensetzung des Trocken-Mischguts (Silolagerung)
- hohe Systemverfügbarkeit
- hohe Flexibilität bezüglich Förderleistung und Fördermenge
- Zugabe von Beschleunigern an der Düse entfällt

Nachteile:

- hohe Gerätekosten
- aufwändige, kostenintensive Trocknung der Zuschläge
- hohe Energiekosten
- Entfeuchtung Druckluft ist zwingend, Schläuche sind auszublasen Reinigungsaufwand zwischen Vorbenetzungs-Düse und Düse
- durchschnittlicher Rückprall von ~30 %
- manuelle Dosierung der Wasserzugabe an der Düse

Nassspritzverfahren mit Dichtstromförderung:

Vorteile:

- grosse theoretische Förderleistung bis 30 m3/h
- durchschnittlicher Rückprall von 8 % - 15 %
- geringer Energiebedarf
- geringer Verschleiss des Beton-Fördersystems
- geringe Staubentwicklung an der Düse
- konstante Frischbetoneigenschaften

Nachteile:

- hoher Zementgehalt
- hoher Anteil an Zusatzmitteln
- geringe Flexibilität bezüglich der Spritzmenge
- erheblicher Materialverlust bei Unterbrechungen (v. a. bei grossen Förderweiten)
- hoher Reinigungsaufwand (Betonpumpe, Förderrohre, Förderschläuche, Düsensystem)

Einbaubögen

Vorteile:

- Vorfertigung
- Sofortige Tragfähigkeit
- Hohe Duktilität
- Flexible Anpassung des Ausbauwiderstandes (Bogenabstand)
- Nachträgliche Erhöhung des Ausbauwiderstandes durch zusätzliche Bögen möglich
- Gleitverbindungen: kontrollierte Deformationen bei druckhaftem Gebirge ohne Beulen oder Knicken

Nachteile:

- Schwere Profile
- Schlecht handhabbar
- Geringe Flexibilität bei Veränderungen des Ausbruchquerschnitts
- Umfangreiche und aufwendige Anpassungen mit Spritzbeton bei Überprofil
- Bestell- und Lieferzeiten

Strecken-Verzugsbleche/-matten (kein Nachteil)

Vorteile:

- dienen als Sicherung gegen herabbrechendes Material -> Schutzfunktion
- können als verlorene Schalung für Pumpbeton zwischen den Ausbauprofilen genutzt werden

TBM – Vortrieb

Vorteile:

- wirtschaftlich bei langem Tunnel (> 2500 m)
- kürzere Bauzeiten gegenüber Spreng- und TSM-Vortrieb
- keine merkbaren Erschütterungen
- Personaleinsparung gegenüber Sprengvortrieb
- humanere Arbeitsbedingungen gegenüber Spreng- und TSM-Vortrieb
- statisch günstige Profilgestaltung
- kaum Mehrausbruch und -beton durch Überprofil
- relativ gebirgsschonender Abbau, dadurch bessere Stehzeiten

Nachteile:

- Kreisförmige Querschnitte sind ca. 20 - 25 % grösser als hufeisenförmige (Mehrausbruch). Zudem wird mehr Auskleidungsbeton für die Schale benötigt
- Störzonen sind bei Gripper-TBMs problematisch, da kein Schutz der Maschine gegen hereinbrechendes Material
- Unterschiedliche Gesteinshärten beeinflussen die Abbaugeschwindigkeit sowie die Standzeit der Werkzeuge
- Bei Maschinen mit kleinen Durchmessern (3 - 4 m) ist der Einbau von Ankern und Einbaubögen nicht oder nur sehr schwer möglich
- Starke Wasserzutritte können zum Verschlammen der Maschine führen -> Betriebsstörungen
- Variationen des Ausbruchquerschnitts sowie Aufweitungen sind nur nachträglich möglich
- Sehr hohe Investitionskosten. Die Abschreibung erfolgt meist über eine Gesamtlänge von 15 - 25 km
- Bei hochfesten, abrasiven Gesteinen entstehen hohe Werkzeugverschleisskosten sowie Entstaubungskosten (Quarz)
- Baubetrieb ist nur in begrenztem Umfang adaptionsfähig -> umfangreiche geologische, boden- und felsmechanische Voruntersuchungen notwendig
- Hoher Verspannungsdruck der Pratzen (Gripper) kann im Ulmenbereich das Gebirge überbelasten (Scherbruch)

Flüssigkeitsschilde (keine Vorteile)

Nachteile:

- Verstopfen der Förderleitungen -> Rechen, Spüldüsen
                                                     -> Steinbrecher
- Anreicherung der sekundären externen Stützsuspension mit Abbaumaterial -> Separationsanlage
- Problem-Tone: Separierung und Deponierung
            - Platzbedarf für Speicherbehälter, Separationsanlage, Bentonitaufbereitung
            - hoher Energiebedarf
            - Umweltbelastung

Rammvortrieb

Vorteile:

- geringer Installationsaufwand
- Rohr kann jederzeit freigespült werden, um an die Ortsbrust zu gelangen beim Auftreten von Hindernissen
- Bei Querung von setzungsempfindlichen Bauteilen kann Rohr erst nach erfolgter Rammung freigespült werden → Risiko eines Tagbruches wird minimiert

Nachteile:

- Lärmemissionen; in bewohntem Gebiet oder bei Nachtarbeit heikel
- Genauigkeit stark von Baugrund abhängig

16-20 muss noch gemacht werden

Vorteile:

Nachteile:

.

Vorteile:

Nachteile:

.

Vorteile:

Nachteile:

Lernen