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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 03.05.2022 / 12.05.2022
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Erläutern Sie zentrale Fragen der Motivations- und Volitionspsychologie mit eigenen Beispielen.

Motivationspsychologie: Fragen des Wollens (Warum tun wir das, was wir tun?) -> Wieso will ich Psychologie studieren? Wieso demonstrieren Jugendliche bei Fridays for Future? Wieso habe ich mir eine bestimmte Uni zum Studieren oder eine bestimmte Stadt zum Wohnen ausgesucht?

Volitionspsychologie (beschäftigt soch mit Selbstregulation): Fragen des Könnens (Wie tun/erreichen wir das, was wir wollen?) -> Wie motiviere ich mich zum Lernen fürs Studium? Wie erarbeite ich mir meine Gehaltserhöhung? Wie ernähre ich mich, um mich fit zu fühlen?

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Erklären Sie das Wechselwirkungs-Modell der modernen Motivationspsychologie. Welches Ergebnis der klassischen Studie von Le Magnen (1967) mit Diätplänen stützt dieses Modell?

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Motivation entsteht immer aus der Wechselwirkung/Interaktion von Person (besitzt Motive) und Situation (bietet Anreize). Aus der Motivation resultiert eine entsprechende Handlung. Bsp.: Person (hat Lust auf etwas Süßes) + Situation (Eisdiele auf dem Weg) -> Motivation -> Verhalten (Person kauft Eis)

Das Modell wird von einer Studie von LeMagnen gestützt, bei der Ratten an verschiedenen Tagen unterschiedliche "Menüs" vorgesetzt wurden. An manchen Tagen bekamen die Ratten ein variationsreiches Menü (Geschmäcker A,B,C und D) und an anderen Tagen ein eintöniges Menü, bestehend aus nur einer Geschmacksrichtung (z.B. nur A A A A). Man konnte beobachten, dass die Ratten mehr von dem abwechslungsreichen Futter aßen als von dem abwechslungsarmen. (Das variationsreiche Futter hatte scheinbar einen größeren Anreiz bei gleichem Hunger.)

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Erläutern Sie grundlegende Probleme, mit denen sich die Motivationspsychologie beschäftigt.

Motive (Bedürfnisse):

  1. Motivklassifikation
    • Inhaltliche Klassifikation angestrebter Handlungsziele. Aufstellung von Motivkatalogen-> Mit wenig viel erklären ist wissenschaftlich -> Problem der Sparsamkeit
  2. Motivgenese
    • Entstehung, Anfänge, Entwicklung und Änderung einzelner Motive (Gibt es Gene für Mord? -> angeboren, anerzogen?)
  3. Motivmessung
    • Verfahren zur Erfassung individueller Unterschiede in der Ausprägung einzelner Motive (explizite/implizite Verfahren -> methodisch oft nicht sehr reliabel)
  4. Motivanregung
    • Eingrenzung und Differenzierung der motivspezifischen Anregungsbedingungen der Situation

Motivationen (Handlungsneigungen)

  1. Wechsel und Wiederaufnahme der Motivation
    • Abgrenzung von Abschnitten im Verhaltensstrom, Wechsel der Motivation, Wiederaufnahme und Nachwirkung einer früheren Motivation
  2. Motivierte Zielgerichtetheit und Motivationskonflikt
    • Zielgerichtetheit als allgemeines Merkmal motivierten Verhaltens, Motivationskonflikt zwischen verschiedenen Handlungszielen
  3. Selbstregulatorische Zwischenprozesse der Motivation
    • Analytische Rekonstruktion von „Motivation“ unter Zugrundelegung hypothetischer selbstregulatorischer Zwischenprozesse in einzelnen Phasen des Verhaltensabschnitts
  4. Motivationswirkungen
    • Vielfältige Manifestationen von Motivation im beobachteten Verhalten und seiner Resultate
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Was ist der sexuelle Reaktionszyklus?

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Bestehend aus 1.) Erregungsphase (steiler Anstieg der Erregung), 2.) Plateauphase (Erregung stagniert), 3.) Orgasmusphase (Höhepunkt der Erregung) und 4.) Rückbildungsphase (rapider Abfall der Erregung)

Veranschaulicht dass Motivation dynamisch ist

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Welche Ereignisse und Situationen werden als Auslöser von Angst, Trauer, Ärger oder Freude häufig erinnert?

Allgemein sind übermäßig häufig soziale Situationen Auslöser für Emotionen.

Angst: Gefahren (vor Schaden und Tod, sozialer Zurückweisung), Neues und Fremde, Verkehrssituationen, Gewaltverbrechen

Trauer: Verlust von Beziehungen, Lebewesen und Menschen, zwischenmenschliche Probleme und Misserfolg

Ärger: Ungerechtigkeit, angedrohte/zugefügte Schäden (materiell, körperlich und emotional) und zwischenmenschliche Probleme, angedrohter oder tatsächlicher Schmerz, verletzte Erwartungen, Rücksichtslosigkeit

Freude: Beziehungen, Erfolg und Bedürfnisbefriedigung, Achtung, Respekt, Lob

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Benennen Sie Komponenten von Emotionen bzw. Reaktionsebenen, die neben emotionalen Gefühlen untersucht werden.

 

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Das Komponentenmodell:

Emotion, Erleben, Kognition, Physiologie, Motivation, Ausdruck

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Was ist „Affective Computing“?

Affective Computing meint die maschinelle Verarbeitung von Emotionen, sowie die Optimierung von Mensch-Computer-Interaktionen. Diese werden z.B. zur Optimierung von Lernprogrammen, der Verkehrssicherheit, Werbung und Medien eingesetzt, z.B. indem man untersucht, wann jemand beim Absolvieren eines Lernprogrammes interessiert und wann gelangweilt ist.

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Was ist der Gegenstand der Motivationspsychologie?

Durch die Motivationspsychologie soll ergebnisorientiertes, zielgerichtetes Verhalten (Handeln) erklärt werden. Dieses kann anhand folgender Parameter gemessen werden, die nicht immer miteinander einher gehen (Tue ich etwas bspw. mit hoher Intensität, dann wird das die Dauer beeinträchtigen):

-Richtung (Wahl), Intensität (Anstrengung), Beginn (Latenz), Dauer (Persistenz)