Diabetes Mellitus - Pflegeschwerpunkte
Careum Block 05
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S. H.
S. H.
Diese Lernkarten behandeln die Pflege von Patienten mit Diabetes Mellitus und richtet sich an medizinisches Fachpersonal. Sie konzentriert sich auf die Betreuung von Patienten mit Diabetes Mellitus, wobei Schwerpunkte wie Blutzuckermanagement, Hautpflege, Mobilisation, Ernährung und Prävention von Komplikationen wie Neuropathien und Druckstellen behandelt werden. Die Karteikarten bieten praktische Instruktionen und Beratungen, um die Versorgung von Diabetikern zu optimieren und Komplikationen zu vermeiden.
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Flashcards
Welche Beobachtungkriterien sind bei einem Pat. mit DM zu beachten?
- Füsse (Einrisse, Blasen, Wunden)
- Blutdruck (als Prävention)
- Körpergewicht (als Prävention, Wassereinlagerungen)
- Sehstörungen (Hinweise auf Hypoglykämie)
- Depression (Verschlechterung von BZ durch Bewegungsmangel)
- Bei Folgeerkrankungen werden die Beobachtungskriterien entsprechend erweitert
Was ist bei der Hautpflege bei DM zu beachten und warum?
- Durch die autonome Neuropatie (fehlende Schweissbildung) und durch die Polyurie (Dehydration) trocknet die Haut aus
- Entstehende Hautrisse können sich schneller infizieren, aufgrund des vermind. Immunsystems
- Die Hautpflege soll hygienisch sein um einer Beakterien- oder Pilzinfektion vorzubeugen.
- Trockene Haut allgemein: Milde pH-neutrale Seife verwenden, Verzichten auf heisse Bäder, Urea-Crèmes verwenden (hilft auch gegen Pruritus)
Was ist bei der Fusspflege bei DM zu beachten?
- Nägel rund feilen, nicht schneiden (Verletzungsgefahr)
- Bei Hornhaut oder Hühneraugen Podologin beiziehen
- Auf Verletzungen und Druckstellen untersuchen (Werden aufgrund diabetischer Neuropathie nicht bemerkt)
Was ist bei der Körpertemperatur bei DM zu beachten?
- Bei Fieber BZ häufiger kontrollieren (Hyperglykämiegefahr)
- Wenn der Pat. kalte Füsse hat auf Wärmekissen verzichten (Verbrennungsgefahr aufgrund Neuropathie)
- Auch beim Kühlen auf Coldpacks und Eis verzichten
Was ist beim Schlafen beim DM zu beachten?
- Bei immobilien Pat. Mikrolagerungen durchführen als Dekubitusprophylaxe (aufgrund Wundheilungsstörung)
- Bei schmerzhaften Neuropathien: Analgesie oder Antidepressiva
- Nächtliche Hypoglykämie: Pat. im Schlaf blass und kaltschweissig
(Pat. aufwecken, BZ messen, Gegenmassnahmen) - Adipöse Patienten: Risiko für SAS (Schlafapnoesyndrom)
Was ist beim DM bei der Mobilisation zu beachten?
- Gutes und passendes Schuhwerk um Druckstellen zu vermeiden (diab. Neuropathie)
- Evtl. orthopädische Schuhe anfertigen lassen
- Socken sollen nicht einschnüren
- Schuhe auf kaputte Stellen oder Fremdkörper kontrollieren (Druckstellen)
Was ist zu beachten wenn ein Pat. mit Diabetes Nausea od. Emesis hat?
- Gabe von Antiemetika
- Hypoglykämiegefahr (vor allem nach Gabe von Insulin vor dem Essen, wenn dann keine Nahrungsaufnahme erfolgt)
- Sobald Pat. keine Nausea mehr hat, gesüsste Getränke anbieten (Tee)
Was ist bezüglich Ausscheidungen bei einem Pat. mit DM zu beachten?
- Obstipation
- Starkes Pressen vermeiden (Mikroangiopathie im Auge)
- Obstipationsprophylaxe
- Ausreichende Trinkmenge - Neuropathie im Darm
- Kann Obstipationen oder Diarrhoe auslösen - Neuropathie im Magen
- Führt zu Magenentleerungsstörungen
- Hypoglykämiegefahr nach Insulingabe (Essen gelangt nicht in Darm für Glukoseaufnahme) - Harnwegsinfekte
- Treten häufiger auf
- Symptome erfragen, ggf. Urinstatus
- Ausreichende Trinkmenge als Prophylaxe
Welche Instruktionen und Beratungen sind wichtig beim DM?
- Ernährungsberatung (evtl. Ernährungsberatung beiziehen)
- Instruktion Blutzuckermessung
- Instruktion Insulinverabreichung
- Aufklären über Aufbewahrung von Insulin
- Aufklären über Risiken und Symptome von Hypo- und Hyperglykämie
- Aufklären über Einfluss von Bewegung
- Auf individuelle Bedürfnisse eingehen: Schicht- oder Nachtarbeit, Reisen, usw.
Was ist bei der Entlassung bei einem Pat. mit DM zu beachten?
- Korrekte Einnahme und Anwendung von Medikamenten und Insulin
- Kenntnisse über Blutzuckermessung und Insulinverabreichung
- Evtl. Angehörige einspannen oder Spitex organisieren
- Pat. hat nötige Hilfsmittel und Medikamente zu Hause
- Termin beim HA ist organisiert
- Pat. weiss wo er sich melden kann bei Fragen oder Unklarheiten
- Sicherstellung der Versorgung von bestehenden Wunden