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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 12.05.2021 / 05.10.2021
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Definition "Fieberkrampf"

Fieberkrämpfe sind die häufigste Manifestationsform zerebraler Krampfanfälle. Fieberkrämpfe ist keine Epilepsie. Er tritt plötzlich und oft beim ersten Fieberanstieg an.


Sie treten jenseits des 1. Lebensmonats im Rahmen fieberhafte Infektionskrankheiten ohne Beteiligung des ZNS auf. Die Körpertemperatur beträgt dabei mindestens 38 Grad.


Man unterschiedet dabei den unkomplizierten Fieberkrampf und den komplizierten Fieberkrampf. Der Unterscheid dabei ist, dass der komplizierte Fieberkrampf länger geht als 15 Minuten oder ein Fieberkrampf tritt mehrfach innerhalb von 24 Stunden auf.


Es ist ein Fieberkrampf, wenn keine vorausgegangene Neugeborenenkrämpfe oder afebrile Anfälle und ohne Zeichen eines anderen symptomatischen Anfalls auftreten

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In welchem Alter tritt der Fieberkrampf häufig auf?

Kinder zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr.

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Welche Risikopatienten gibt es?

- Kinder zwischen 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr
- Familiäre Häufigkeit
- Bereits bekannte Fieberkrämpfe

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Wie zeigt sich die Symptomatik eines Fieberkrampfes?

1. Kind wird Bewusstlos
2. Das Kind wird steif (Arme und Beine) und zeigt rhythmische Zuckungen am ganzen Körper → tonisch-klonische Anfälle
3. Augen sind offen und nach oben verdreht
4. Gesichtsfarbe kann Blau, Rot oder Blass sein
- Dauer: unter 5 Minuten
- Danach: Das Kind ist nach einem Fieberkrampf meist sehr müde und benötigt Ruhe

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Welche Massnahmen müssen bei einem Fieberkrampf beachtet werden?

- Verletzungsgefahren wegräumen
- Ruhe bewahren und Zeit beobachten
- Arzt alarmieren
- Temperatur und SpO2
- Bei Emesis das Kind in die Seitenlange bringen

Dauert ein Fieberkrampf 5 min und länger, ist das unverzügliche Unterbrechen durch rektales Diazepam oder bukkales Midazolam (sehr selten bei den Kindern) angezeigt.

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Welche Prognose besteht bei einem Fieberkrampf?

Der Fieberkrampf ist an sich nicht Gefährlich. Das Aspirieren von Nahrung oder das Verletzen an
Gegenständen ist während des Krampfereignisses ein Risiko. Der Fieberkrampf hat keine
neurologischen Folgen oder Einfluss auf die Kindesentwicklung. Das Risiko für eine spätere Epilepsie
ist gering. 30% der Kinder erleiden an einem zweiten Krampfanfall. 10% der Kindern erleiden an
einem zweiten oder mehr.

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Was sollten Eltern tun bzw. nicht tun bei einem Fieberkrampf?

Do`s

- Verletzungsgefahren wegräumen- Ruhe bewahren und Zeit beachten
- Krampflösende Medikamente nach Verordnung verabreichen, wenn Fieberkrämpfe bekannt
sind.
- Arzt informieren
- Dauert der Fieberkrampf länger als 10 Minuten soll 144 angerufen werden.


Dont`s
- Kind schütteln, festhalten oder etwas in den Mund legen
- Kind beatmen

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Definition Fremdkörperaspiration

Die Fremdkörperaspiration ist die unbeabsichtigte Inhalation fester Gegenstände in den Tracheobronchialraum. Im Alter von 6 Monaten bis 4 Jahren ist dieses Ereignis nicht selten. 50% der Fälle passieren zwischen dem 2. und 3. Lebensjahr. Häufig sind es Nüsse, Spielzeuge, Gummi oder metallische Gegenstände, die aspiriert werden.