Proteine

Struktur, Funktion, Engineering

Struktur, Funktion, Engineering


P. A.
Diese Lernkarten bieten einen tiefen Einblick in die Struktur und Funktion von Proteinen auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie die katalytische Triade, die Rolle von Enzymen, die Modifikation von Proteinen und die Auswirkungen von Aminosäuresubstitutionen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende der Biochemie und Molekularbiologie, da sie komplexe Prozesse wie die Hydrolyse von Peptidbindungen und die Stabilisierung von Proteinen durch Disulfidbrücken erklären. Die enthaltenen Bilder und Beispiele verdeutlichen die theoretischen Konzepte und machen sie anschaulich.
Flashcards
88
Students
2
Language
German
Category
Nature Studies
Level
University
Created / Updated
27.03.2021 / 21.11.2025

Flashcards

Aufgaben von Proteinen

- Abwehr (Immunglobuline)

- Bindung (Enzyminhibitoren)

- Elektronentransport (Atmungskette, Photosynthese)

- Mechanik (Actin, Myosin)

- Membrankanäle (Transporter)

- Reaktionskatalyse (Enzyme)

- Regulation (Hormone)

- Stofftransport (Hämoglobin)

- Struktur (Kollagen)

- Speicherung (Casein)

- Signaltransduktion (Membranrezeptoren)

 

 

Oligo-Peptid

kurze Kette, definierte Sequenz, keine definierte Raumstruktur -> Eigenschaften ergeben sich aus Summe der AS

Rest

Einzelne AS Einheit

Polyaminosäure

durch Polymerisation aus einer oder wenigen unterschiedlichen AS, zufällige Sequenz, variierende Länge

Wichtig bei Grundageforschung

Polypeptid

Längere Kette, definierte Aminosäure-Sequenz

Protein

(natürliches) Polypeptid mit definierte 3D Struktur -> biochemische Funktion 

Primärstruktur

kovalente Struktur, d.h. AS-Sequenz, sowie ggf. Disulfidbrücken und posttranslationale Modifikationen

  • Konjugierte Proteine: prosthetische Gruppen (z.B. Coenzym 1)

Sekundärstruktur

lokale (periodische) Konformation des Rückgrats v.a. a-Helix, ß-Faltblatt

  • Supersekundärstruktur: stabile Anordnung aus Sekundärstruktur- Elementen (z.B. Coiled Coils)

Tertiärsrtuktur

vollständige Raumstruktur eines Polypeptids (also eine UE) mit Wdv, Ionische WW zB Subtilisin

  • Domäne: klar umrissene und in der regel stabil gefaltete Struktureinheiten (zB Zink-Fingerdomäne

Quartiärstruktur

räumliche anordnung von Untereinheiten bei oligomeren Proteinen 

Aufbau aus einzelnen polypeptidketten als UE (Monomere): Hämoglolbin, Streptavidin

die Grenzflächen ähneln der Packung in Inneren globuläre Proteine

bei identische monomere: zklische oder diedrische Symmetrie

Konsequenz: allosterie, unabh. davon auch Avidität

Proteinentwicklung unter günstigsten Annahmen

100 As

  • Planet bedeckt mit Ozean (4 km tief): 1,2 * 10^18 m^3
  • Darin dichte Kultur von E.coli, infiziert mit Bakteriophage M13
  • maximale Replikationsrate: 3 Generationen pro Stunde
  • hohe Mutationsfrequenz: jede Bakterie codiert für 1 neues Protein -> 10^55 unterschiedliche Proteine 
  • vgl. Polypeptid mit 20 AS: 20^200 = 10^260 Sequenzkoombinationen
  • d.h. 10^260 - 10^55 = 10^260 Proteine wurden in der Natur niemals synthetisiert

Polypeptid mit 100 As

  • 20^100 = 10^130 Sequenzkombinantionen
  • 10^130-10^55 Proteine wurden niemals synthetisiert
  • 55: 1,3 = 42 As

 

Peptidbindung

  • Partieller Doppelbindungscharakter
  • C-N: 1,33 Å (vlg. Ca-N: 1,45 Å --> Doppelbindungscharakter)
  • Ca-Ca: 3,8 Å (für alle trans-Peptidbindungen)
  • Das thermodynamische GGW liegt auf Seite der Hydrolyse
  • Extreme des Peptids: Carbonyl Sauerstoff: Negative partialLadnug; Amid.Stickstoff: Positive partialLadung

Aliphatische Aminosäuren

  • Glycin
  • Alanin
  • Valin
  • Leucin
  • Isoleucin
  • Prolin

Glycin

Gly 

G

Nicht chiral da keine Seitenkette. Erlaubte Region im Ramachandran Plot größer

Alanin

Ala

A

durchschnittlichste aller AS, beim Austausch führt nicht zum Verlust der Faltung, aber Verlust der Funktion

Valin

Val

V

Isopropylgruppe

verwendet im hydrophoben inneren des Proteins

Leucin

 

Leu

L

Sehr häufig im inneren

Isobutyl Seitenkette

Verzweigte Struktur, stabilisiert durch spezifische hydrophobe WW -> sterische Problematik

Ganz hydrophob, voll apolar

Isoleucin

Ile

I

Besitzt 2ter chirales Zentrum. 

Es giibt 4 chirale zentren aber in proteinogene AS kommt nur 2S und 3S vor

Prolin

Pro

P

Omega Winkel von 0 Grad erlaubt. 

Iminosäure (Pyrrolidinring). Seitenkette im Ringschluss mit Stickstoff verbunden.

Aliphatisch, unpolar, hydrophob

geometrichen FG? Proliin ca 20% cis im GGW. Durch Bindungsbruch, welcher von ein Enzym katalysiert wird, und nciht durch Drehung. Sterische hinderung ist bri Pro geringer als bei anderen AS.

Thiol Seitenketten

  • Methionin
  • Cystein

Methionin

Met

M

hohe Flexibilität der linearen SK (-> Anpassungsmöglichkeiten an sterische Randbedingung), schwefelhaltige poteinogene AS (wegen der Thioethergruppe ist es weniger Reaktiv als Cystein

 

Cystein

Cys

C

Besitzt pKs 8,3, oxidierbar

Polare (ungeladene) Seitenketten

  • Serin
  • Threonin
  • Asparagin
  • Glutamin

Serin

Ser

S

Threonin

Thr

T

2tes chirales Zentrum

Polare OH auf eine Seite, unpolare Methylgruppe auf andere: Mitte hydrophil/ hydrophob

Asparagin

Asn

N

Carboxamidgruppe

Nicht Säure Base aktiv

Polare Verhalten, mehr möglichkeiten zu H BB

In Bindetaschen, aktive Zentren oder normal auf Oberfläche

Glutamin

Gln

Q

Mehr Flexibilität als Asparagin

Geladene Seitenketten

Aspartat

Glutamat

Lysin

Arginin

Aspartat

Asp

D

im aktiven Zentrum

Glutamat

Glu

E

im aktiven Zentrum

Lysin

Lys 

K

Langes aliphatisches Bereich: 4 Methylenreste

Hydrophobe WW

an Proteinoberflächen, auch im aktiven Zentrum

Arginin

Arg

R

Ladung nicht strickt an 1 Stickstoff, aus 3 verteilt

Sehr basisch, hält Protonen fest.

Aromatische Seitenketten

  • Histidin
  • Phenylalanin
  • Tyrosin
  • Tryptophan

Histidin

His

H

Säure Base Aktivität: Protonierte Form hat Funktioin als Base, pKs 6

Kommt häufig im aktiven Zentrum vor

  • Nukleophil
  • Hydrophole Seitenkette, kann H+ Donor sein (außen) und innen H+ Akzeptor (durch Elektrostatik von Nachbarschaft geladen)
  • 2 Tautomere mit unterschiedlichem pKs (unterschied 0,6 pH) - abhängig vom umgebenden AS

Cyklische Ring mit 6 pi Elektrone, sehr stabil.

Als Puffersubstanz verwendet

Phenylalanin

Phe

F

Tyrosin

pks

Tyr

Y

Säure Base Aktivität: deprotoniert Funktion als Säure, pKS: 10,1

Tryptophan

Trp

W

Konfigurationen Peptidbindung

Trans peptidbindung bevorzugt

Sonderstellung: Prolin. hat im GGW 20 % cis-Konfiguration, da die trans-Bindung sterisch nicht unbedingt günstiger ist (sterische Hinderung zwischen Ca und dem Imidazolring) 

pKs Aminoterminus und Carboxyterminus

Aminoterminus: 6,8 - 8,0

Carboxyterminus: 3,5 - 4,3

Natürlich erweiterte genetische Code

  • Initiator AS: N-Formylmethionin fMet: Keine positive Ladung am N
  • 21. AS: L-Selenocystein CH2-SeH
    • humane Glutathionperoxidase, Formiatdehydrogenase in E.coli (UGA, Stoppcodon als codierend, tRNA wird mit Serin beladen, daraus Selenocystein wenn es schon dran hängt)
    • Im aktiven Zentrum
  • 22. AS: L-Pyrrolysin
    • kodiert durch UAG (Stoppcodon) in der Methylamin-Aminotransferase von M. barkeri
  •  

Study