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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 10.11.2020 / 16.01.2021
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Welche der folgenden Aussagen treffen auf das Programm “Communities That Care” (CTC) in Bezug auf den von Fagan, Hanson, Hawkins und Arthur (2009) berichteten Einsatz des CTC zu?

Wählen Sie eine oder mehrere Antworten:

Das Programm unterstützt Praktiker*innen dabei, präventive Arbeit evidenzbasiert anzulegen, anstatt auf politischen oder persönlichen Sichtweisen beruhend.

Das Programm wird zur Prävention von delinquentem Verhalten und Drogenmissbrauch Jugendlicher eingesetzt.

Das Programm richtet sich an Eltern, deren Kinder traumatische Erfahrungen (z. B. Todesfall in der Familie, Verkehrsunfall) gemacht haben.

Innerhalb von Eltern-Trainings gab es von den Eltern häufig Beschwerden über die Trainingskonzepte und die Trainer*innen.

Durch das Programm werden Wissenschaft und Praxis zum Thema Präventionsarbeit koordiniert und zusammenführt.

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Beelmann (2012) beschäftigt sich mit Strategien zur Kriminalitätsprävention. Welche Aussagen sind in diesem Zusammenhang zutreffend?

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Developmental Crime Prevention bezieht sich auf präventive Maßnahmen oder Programme, die antisoziale Entwicklungskarrieren verhindern sollen, indem Risikofaktoren für Kriminalität reduziert werden und/oder positive Entwicklungen gefördert werden.

Ein Präventionsprogramm gilt als evidenzbasiert, wenn dessen Effektivität in qualitativen Studien nachgewiesen ist. Über die genauen Bedingungen, die erfüllt sein müssen, damit ein Programm als evidenzbasiert gelten darf, herrscht Einigkeit.

Evidenzbasierte Programme und Maßnahmen zur Kriminalitätsprävention zeichnen sich hauptsächlich dadurch aus, dass sie sich auf wissenschaftliche Erkenntnisse über abweichende Entwicklungen des Sozialverhaltens im frühen Jugendalter konzentrieren (Developmental Crime Prevention).

Beelmann schlägt die folgenden fünf Schritte für die wissenschaftliche Fundierung von Präventionsmaßnahmen vor: die Legitimation der Maßnahme, die entwicklungstheoretische Fundierung, die Programmtheorie, die Interventionstheorie und die systematische Evaluation.

Individuelle Präventionsstrategien sind besonders effektiv, wenn gesellschaftliche Bedingungen dazu führen, dass bestimmte Personengruppen speziell gefährdet sind.

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Welche Aussagen zu Mixed-Methods-Designs sind nach Campbell, Shaw und Gregory (2017) korrekt? Wählen Sie eine oder mehrere Antworten:

Ein Mixed-Methods-Ansatz ist geeignet, um herauszufinden, ob bereits vorhandene Messinstrumente auch in anderen Kulturen anwendbar sind.

Greene, Caracelli und Graham (1989) sprechen in ihrem Überblicksartikel zu den Zielen von Mixed- Methods-Designs unter anderem von development. Damit bezeichnen sie das Ziel, Widersprüche und Paradoxe zu finden sowie neue Perspektiven zu entwickeln.

Die Inkompabilitätsthese (incompatibility thesis) besagt, dass qualitative und quantitative Methoden aufgrund grundlegender wissenschaftstheoretischer Widersprüche nicht kombiniert werden können.

Die Inkompabilitätsthese (incompatibility thesis) besagt, dass bestimmte Forschungsfragen mit quantitativer Forschung unvereinbar sind.

Beim sequentiell explanativen (erklärendem) Design erfolgt im ersten Schritt eine qualitative Studie, auf die eine quantitative Studie folgt.

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Was bezeichnet nach Campbell, Shaw und Gregory (2017) der Begriff triangulation? Wählen Sie eine oder mehrere Antworten:

Einen Ansatz, der mögliche Verzerrungen beheben soll, die durch die Forschung anhand nur einer Methode entstehen können.

Den historisch gesehen ersten Zweck zum Einsatz von Mixed-Methods-Designs.

Ein Mixed-Methods-Design, das drei präzise Schritte zum Erkenntnisgewinn vorschreibt.

Das Elaborieren, Illustrieren oder Verdeutlichen von Ergebnissen einer Forschungsmethode durch weitere Ergebnisse einer anderen Methode.

Das Vergleichen und Kontrastieren der anhand verschiedener Forschungsmethoden gewonnenen Ergebnisse.

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Meyers, Katz, Chien, Wandersman, Scaccia und Wright (2012) entwickelten ein Modell zur Sicherung der Qualität der Implementierung von Maßnahmen (QIT). Welche Aussagen treffen zu?

Wählen Sie eine oder mehrere Antworten:

"Quality Implementation" bezieht sich darauf, eine Innovation in die Praxis umzusetzen und dabei notwendige Standards zu berücksichtigen, die dazu führen, dass die gewünschten Ziele einer Maßnahme erreicht werden.

Wenn es aus der Perspektive des „Implementation-Teams“ sinnvoll erscheint, sollten die zentralen Elemente einer Innovation an den jeweiligen Kontext angepasst werden.

Für eine gelungene Implementierung ist hauptsächlich ein funktionierendes Support System notwendig.

Die Nutzung von Innovationen kann gefördert werden, indem schriftlich festgehaltene Richtlinien formuliert werden, die positive Konsequenzen für die Nutzung von Innovation und auch negative Konsequenzen für die Nicht-Nutzung beinhalten.

Durch das „Support System“ werden sowohl spezifisches Wissen in Bezug auf eine Innovation und deren Nutzung sowie allgemeine Kapazitäten (z. B. Infrastruktur) gefördert.

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Welche Herausforderungen oder Schwierigkeiten müssen nach Lykes (2017) bei partizipativen Forschungsprojekten beachtet werden?

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Forschende aus privilegierteren sozialen Gruppen üben eventuell (unbeabsichtigt) eine subtile Macht auf Mitglieder weniger privilegierter Gruppen aus.

Partizipative Forschungsprojekte sollten unabhängig von Entwicklungshilfeprojekten (z. B. Förderung der wirtschaftlichen Entwicklung der Community) durchgeführt werden.

Situiertes Wissen wird durch externe Geldgebende (z. B. Universitäten, NGOs) häufig nicht wertgeschätzt, was zu methodischen Konflikten führen kann, wenn beispielsweise „traditionelle“ quantitative Wirksamkeitsbelege gefordert werden.

Es ist schwierig, strukturelle Änderungen auf höheren Ebenen (z. B. Politik, Gesellschaft) zu erreichen.

Die Auswertung der Daten aus partizipativen Forschungsprojekten erfordert komplexe statistische Methoden, die nur wenige beherrschen.

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Welche der folgenden Aussagen hinsichtlich der statistischen Werte sind korrekt? Gehen Sie dabei der Einfachheit halber beispielsweise von einer wöchentlichen Erhebung des selbsteingeschätzten Stressempfindens bei Studierenden und Lehrenden von Semesterstart bis Klausurphase aus. Das Stressempfinden wird mittels eines 1-Item-Maßes erhoben (z. B. „Wie oft haben Sie sich in der letzten Woche nervös und gestresst gefühlt? 1 = nie – 5 = sehr häufig“).

Wählen Sie eine oder mehrere Antworten:

Der Varianzunterschied gibt an, wie groß die interindividuellen Unterschiede in der subjektiven Entwicklung des individuellen Stressempfindens während der Klausurenphase sind.

Ein Slope gibt an, wie sehr sich die Studierenden zu Beginn des Semesters in ihrem Stressempfinden unterscheiden.

Der Mittelwert beantwortet die Frage, wie gestresst sich Studierende üblicherweise zu einem Messzeitpunkt zu Beginn des Semesters fühlen.

Als Mittelwertunterschied wird das Ausmaß bezeichnet, in dem sich Lehrende und Studierende hinsichtlich ihres (durchschnittlichen) Stresslevels in der Woche vor der Klausur unterscheiden.

Die Varianz der Mittelwertdifferenzen über mehrere Messzeitpunkte hinweg gibt an, wie sehr sich das (durchschnittliche) Stresslevel der Studierenden im Laufe des Semesters verändert.

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Welche der nachfolgenden Aussagen über Vorurteile gegenüber Migrant*innen sind laut den Ausführungen in dem Vortrag von Oriane Sarrasin korrekt?

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In einer Metaanalyse stellte sich heraus, dass die Anwesenheit von Migrant*innen in den meisten Studien zu weniger Vorurteilen gegenüber Migrant*innen führte.

Die tatsächliche Anzahl von Migrant*innen wirkt sich stärker auf Vorurteile aus als die lediglich wahrgenommene Anzahl von Migrant*innen.

Personen, die in konservativen Regionen leben, äußern tendenziell mehr Vorurteile gegenüber Migrant*innen als Personen, die in liberaleren Regionen leben. Dieser Effekt bleibt bestehen, wenn individuelle Merkmale statistisch kontrolliert werden.

Die Einstellung gegenüber der Präsenz von Migrant*innen wird durch das vorherrschende (politische) Klima moderiert.

Veränderungen in der Einwanderungspolitik eines Landes (liberal vs. restriktiv) wirkten sich nicht analog auf die individuellen Einstellungen gegenüber Migrant*innen aus.