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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 11.09.2020 / 18.09.2020
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Definition rehabilitatives Training

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Das rehabilitative Training in einer kommerziellen Fitness- bzw. Gesundheitseinrich- tung ist ein indikationsspezifisches bzw. befundorientiertes, aber auch allgemein ge- sundheitsorientiertes Training nach Abschluss der medizinischen Heilbehandlung, bei dem die günstige Beeinflussung der zuvor oder immer noch bestehenden Funk- tionsstörung bzw. -beeinträchtigung im Vordergrund steht. Die Zielsetzung des re- habilitativen Trainings besteht darin, zuvor erzielte Behandlungserfolge zu stabilisie- ren und weiter zu verbessern.

 

Die Zielsetzung des rehabilitativen Trainings besteht darin, zuvor erzielte Behandlungserfolge zu stabilisieren und weiter zu verbessern.

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Akut-traumatische Verletzungen:

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Chronisch-degenerative Erkrankungen:

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Immobilisationsfolgen des Muskels:

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  • Innerhalb von 4 Wochen kommt es zu einer Abnahme des Muskelquerschnit- tes um ca. 10-60 % (Diekstall et al., 1995, S. 35).
  • 50 % des oben genannten Verlustes erfolgt zwischen dem 2. und 4. Tag.
  • Die Antigravitationsmuskeln (Extensoren) neigen ebenfalls zur verstärkten Atrophie.
  • Innerhalb der ersten Woche kommt es zu einem Funktionsverlust von ca. 20 % (Dölken & Hüter-Becker, 2005, S. 300).
  • Die Kraftentwicklung der Typ-IIb-Fasern ist nicht reduziert. Die nervale Innervation des Muskels ist verschlechtert.
  • Bereits nach ca. 24 Stunden kommt es durch eine Sauerstoffminderversorgung zu mitochondrialen Veränderungen.
  • Der Muskelstoffwechsel (Fett- und Kohlenhydratstoffwechsel) ist erheblich be- einträchtigt.

  • Die allgemeine Muskelausdauer und die Kraftausdauer sind reduziert.

  • Es kommt zu einer Verschlechterung der intermuskulären Koordination.

  • Die Kapillarisierung bleibt weitgehend unverändert.

  • Es kommt zu einem Abbau serieller Sarkomere und zu einer Bindegewebsver- mehrung durch Immobilisation in einer verkürzten Muskelstellung (morpholo- gische Verkürzung bzw. verminderte Flexibilität des Muskels).

  • Die Regenerationsphase ist in etwa 3-4-Mal länger als die Immobilisations- dauer.

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Ziele des rehabilitativen Trainings für den Muskel: 

  • Verbesserung des lokalen Muskelstoffwechsels (allgemeine Muskelaus- dauer, Kraftausdauer)

  • Verbesserung der neuromuskulären Qualität des Muskels (Propriozep- tion/inter- und intramuskuläre Koordination)

  • Beseitigung des Kraftdefizites und der Muskelatrophie im Seitenvergleich (gesunde und verletzte Seite) (Muskelaufbau)

  • Beseitigung muskulärer Dysbalancen (Agonisten-/Antagonistenverhältnis)

  • Verbesserung der Flexibilität der Muskulatur (Beweglichkeitstraining)

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Immobilisationsfolgen des Knorpels:

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  • Verschlechterung der Knorpelernährung durch das Ausbleiben physiologischer Belastungsreize

  • Abnahme des Wasserbindungsvermögens und damit des Wassergehaltes

  • geringere Syntheseaktivität der Knorpelzellen

  • Verlust an Knorpelgrundsubstanz (nach 3-4 Wochen ist die Grundsubstanz weitgehend verschwunden = arthrosetypische Veränderungen) (Diekstall et al., 1995, S. 35)

  • Abnahme der Knorpeldicke

  • Verlust der strukturellen Anordnung der Knorpelzellen – Desorganisation

  • Absterben von Knorpelzellen = Zerstörung des Knorpelgewebes (arthrosetypi- sche Veränderungen)

  • Verminderung der mechanischen Eigenschaften (gestörtes Gleitverhalten) bzw. der Belastbarkeit des Knorpels und dadurch auch negative Veränderun- gen der Gelenkfunktion

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Ziele des rehabilitativen Trainings für Knorpel:

  • optimale Vorbereitung des Knorpelgewebes auf nachfolgende intensivere Belastungsreize (ausreichend lange Aufwärmphase innerhalb einer TE)

  • Verbesserung des lokalen Knorpelstoffwechsels (bradytrophes Training)

  • physiologische Belastungsreize für das Knorpelgewebe (Wechseldruckbelas-

    tung, Übungsauswahl und Übungsdurchführung)

  • optimale zeitliche Planung des Trainingsprozesses unter Berücksichtigung der sehr langen Anpassungs- bzw. Regenerationszeiträume des Knorpelge- webes (Phasenmodell, Prinzip von Belastung und Erholung)

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Immobilisationsfolgen des Kapsel-Band-Apparates und der Sehnen:

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reduzierte Kapseldurchblutung

Verklebungen der Kapsel auf Grund einer verschlechterten Ernährungssitua- tion des Gewebes

Schrumpfung der Gelenkkapsel

Rückgang der Gelenkbeweglichkeit (Flexibilitätsdefizit), dadurch Einschrän- kung der Bewegungsamplitude bei dynamischen Übungen

intensive Reizung der Synovia (Gelenkkapselinnenhaut), dadurch Neigung zur Ergussbildung unter Belastung

Veränderung der Synoviazusammensetzung, dadurch schlechterer Gelenk- stoffwechsel

Veränderung der Arthrokinematik (verändertes Roll-Gleitverhalten und Ge- lenkbelastung)

Verschlechterung der Propriozeption

Längenzunahme der immobilisierten Bandstrukturen, dadurch verminderte Belastbarkeit (= drohende Gelenkinstabilität)

die Belastbarkeit immobilisierter Sehnen- und Bandstrukturen liegt nach 4-wö- chiger Dauer nur noch bei ca. 20 %

Hemmung der Einsprossung von Kapillaren in das Bandgewebe Abnahme der Zugfestigkeit und Reißfestigkeit der Bandstrukturen

Abnahme der Faserdicke und -dichte des Sehnen- und Bandgewebes durch Kollagenverlust

unstrukturierte Ausrichtung der kollagenen Fasern Verklebung zwischen Sehne und Sehnengleitgewebe

Schwächung des Überganges Band-Knochen bzw. Sehnenansatzzone des Kno- chens, dadurch Abnahme der Belastbarkeit auf Zugbeanspruchung