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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 08.07.2020 / 10.07.2020
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Merkmale von Epidemiologie

  • untersucht Auftreten von Krankheiten in der Bevölkerung in Verbindung mit Merkmalen der Person und der Umwelt (Suche nach Risikofaktoren)
  • griechisch: epi = über; demos = das Volk; logos = die Lehre
  • überwiegend beobachtende Wissenschaft --> spezifische Fehlerquellen, die bei experimentell arbeitenden Wissenschaftszweigen so nicht auftreten
  • führt Untersuchungen an menschlichen Populationen durch
  • gekennzeichnet durch Interdisziplinarität (Medizin, Naturwissenschaften, Psychologie, Soziologie, Statistik, Demographie etc.)
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Ziele von Epidemiologie

  • Erkennen von Krankheitsursachen (Ätiologie ) und von Risikofaktoren (Grundlage für Gegenmaßnahmen) 
  • Beschreibung der Häufigkeit und Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung (Gesundheitszustand der Bevölkerung)
  • Verlauf, Prognose und Diagnose von Krankheiten
  • Bestimmung von Risiken, an einer Krankheit zu erkranken
  • Aufspüren neuer und Überwachung bekannter Gesundheitsgefahren aus der Umwelt
  • Evaluation von präventiven und therapeutischen Maßnahmen (Bsp.Wirkung von Prostata Krebs Screenings)
  • Entscheidungshilfe für die Gesundheitspolitik (z.B. Wirkung der Strahlung von Mobiltelefonen, Auswirkung von Staub in der Luft und von Diesel Partikelfiltern)
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Epidemiologische Zielebenen: deskriptive Epidemiologie

  • zufällige und systematische Beobachtung bezüglich Populationen, Subgruppen, Ort und Zeit
  • Generierung von Hypothesen für einen Zusammenhang zwischen Exposition und Erkrankung
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Epidemiologische Zielebenen: analytisch-beobachtende Epidemiologie

  • gezielte Überprüfung von Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen Exposition und Erkrankung
  • Quantifizierung der Effekte von Einflussgrößen
  • Beurteilung der Kausalität des Zusammenhangs:multiple und multidisziplinäre Studien sowie Anwendung der analytischen und experimentellen Epidemiologie
  • Vorschläge für Interventionsstrategien
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Epidemiologische Zielebenen: analytisch-experimentelle Epidemiologie

  • gezielte Intervention (i.d.R. präventiv)
  • begleitende Evaluation der Intervention
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Was ist die Prävalenz?

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  • Die Prävalenz gibt den Anteil Erkrankter zu einem bestimmten Zeitpunkt (Punktprävalenz) oder den Anteil innerhalb eines gewissen Zeitraums Kranker oder krank Gewesener (Periodenprävalenz) an --> Sie ist also eine Proportion ("Prozentzahl")
  • Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person an einem Stichtag erkrankt ist (Krankheitsstand)
  • Sie kann mit einer Momentaufnahme der Bevölkerung verglichen werden. Sie bestehtalso aus den beiden Komponenten (an einem bestimmten Zeitpunkt bzw. Periode)
    • Bestehende Erkrankung und
    • Bezugsbevölkerung
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Periodenprävalenz

= Zahl der Erkrankungen (ohne Mehrfachzählung bei mehreren Erkrankungen einer Person!), die in einem bestimmten Zeitraum auftreten, bezogen auf die Gesamtzahl der Bevölkerung in diesem Zeitraum

  • neue Erkrankung und bereits Kranke
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Was ist die Inzidenz? 

  • Die Inzidenz zählt die Neuerkrankungen innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums und setzt sie in Bezug zu den am Anfang dieser Beobachtungsperiode nicht Kranken. Sie kann also ebenfalls als eine Proportion (Prozentzahl, Anteil) ausgedrückt werden, bezieht sich aber implizit immer auf einen bestimmten Zeitraum.
  • Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Person in einer bestimmten Periode erkrankt (Entstehung der Krankheit).
  • Sie kann mit einem Filmabschnitt verglichen werden, welcher einen bestimmten Beobachtungszeitraum aufnimmt. Inzidenz besteht also immer aus den drei Komponenten:
    • Neuerkrankungen
    • Bezugsbevölkerung
    • Beobachtungszeit
  • Für Messung zwei verschiedene Inzidenzmaße
    • kumulative Inzidenz
    • Inzidenzdichte