Struktur- und Prozessmanagement

Repetition Teil A, B und C Organisatorische Grundlagen

Repetition Teil A, B und C Organisatorische Grundlagen

Diese Lernkarten decken fortgeschrittene Themen des Struktur- und Prozessmanagements auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf die Analyse und Regelung von Prozessen, die Identifikation von Aufgaben und Aktivitäten sowie die Optimierung von Unternehmensabläufen. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Fachleute, die sich mit Prozessmanagement, Projektplanung und der Verbesserung von Geschäftsabläufen befassen, um effizientere und kundenorientierte Lösungen zu entwickeln.
Cartes-fiches
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Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Informatique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
27.01.2020 / 03.02.2020

Cartes-fiches

Welche Beziehungen werden in der Prozessorganisation geregelt?

Ablaufbeziehungen (Folgebeziehungen, Verknüpfungen, Rückkopplungen)

Aus welchen Elementen setzen sich organisatorische Regelungen zusammen?

Elemente gemäss Organisationswürfel sind:

  • Aufgabe
  • Aufgabeträger
  • Sachmittel
  • Information

Welche Wirkung hat es, wenn Dispositionsfreiräume eingerichtet werden?

+ Mehr Freiräume für den Einzelnen

+ Flexibilität für die Organisation

+ Flexible Reaktion auf Veränderungen

+ Freiräume für Innovationen

- Abhängigkeit von Schlüsselpersonen

Welche Gründe können dafürsprechen, zu improvisieren statt zu organisieren?

  • Alles ist noch im Fluss. Eine dauerhafte Lösung macht wegen der ständig veränderden Bedingungen keinen Sinn.
  • Hinsichtlich einer geplanten Regelung liegen noch keinerlei Erfahrungen vor. Das Provisorium dient dazu, solche Erfahrungen zu sammeln.

Welche Beziehungen bestehen zwischen der Strategie und der Struktur (Ablauf/Aufbau)

Die Organisation muss in diesem Zusammenhang die sachliche und personelle Struktur zur Umsetzung beschlossener Strategie bereitstellen.

Strategie = werden Massnahmen für das langfristige Überleben getroffen.

 

Wie unterscheiden sich Projekte von Aufgaben?

  • Projekt = einmaliges, abgegrenztes Vorhaben
  • Aufgabe = dauerhaft

Aufgaben sind dauerhaft wirksame Aufforderungen, Verrichtungen an Objekten zur Erreichung von Zielen durchzuführen. Aufgaben sind also Tätigkeiten der Organisation

Projekte sind in sich geschlossene , komplexe Aufträge mit einem klar definierten Auftrag oder Ziel, einem definierten Starttermin, einem definierten Endtermin, einer Organisationsform, einem Auftraggeber und einem Auftragnehmer

Wann ist es sinnvoll, eine formelle Projektorganisation einzurichten?

Hohe Bedeutung, übergreifende Wirkung, hoher Aufwand, hoher Zeitbedarf

Wann sind dauerhaft wirksame Regelungen, selbst in einer dynamischen Umwelt, sinnvoll?

  •  Aufgaben wiederholen sich (viele Betroffene wie z.B. bei Inc Mgmt);
  •  Gesetzliche Vorgabe
  •  Zusammenarbeit muss koordiniert werden
  • Aufgabenerfüllung muss nachvollziehbar sein (Revision)
  • hohe Anforderungen an Sicherheit

Welche Gefahren sind mit organisatorischen Regelungen verbunden?

  • Verringerte Anpassungsfähigkeit; Unternehmen ist für Konkurrenz „berechenbarer“
  • verringerte Selbstständigkeit/Eigenverantwortung (Delegation nach oben)
  • Beeinträchtigung der Motivation

Wie kann die Elastizität von Unternehmen organisatorisch gefördert werden?

  • Organisatorische Regelungen betreffen nur grundsätzliche Rahmenbedingungen
  • Organisatorische Regelungen werden in kurzen Abständen auf Sinnhaftigkeit überprüft
  • mehr Improvisation, lernendes Unternehmen = jeder ist aufgerufen
  • permanent über organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten nachzudenken (Kaizen)

Nenne drei wichtige organisatorische Konsequenzen für Zeltorganisationen

  • Flache Hierarchien
  • Selbstkontrolle statt Fremdkontrolle / autonome Teams
  • Orientierung an End-to-end Prozessen (vom Kunden zum Kunden)

Was ist der Unterschied zwischen Aufgaben und Aufträgen?

  • Aufgaben sind dauerhaft wirksame Aufforderungen. Aufgaben sind also Tätigkeiten der Organisation
  • Aufträge sind einmalige Aufforderungen. Aufträge sind Tätigkeiten der Dispostion.

Was ist der Unterschied zwischen Information und Redundanz?

  • Information ist der zweckbezogene, nützliche Anteil von Nachrrichten
  • Redundanz ist der Teil der Nachricht, der für den Empfänger keinen unmittelbaren Zweckbezug bzw. Neuigkeitswert hat.

Welche Informationen sind gleichzeitig Daten?

Solche, die maschinell verarbeitet und gespeichert werden können

Was wird in der Aufbauorganisation geregelt?

  • Stellenbildung
  • Leitungssystem
  • Kommunikationsbeziehungen
  • Informations- und Sachmittelbereitstellung

 Weshalb wird in Theorie und Praxis zwischen Aufbau- und Prozessorganisation getrennt?

Organisatorische Aufgaben (Projekte) sind in der Regel zu komplex, um sie in einem Schritt zu lösen.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Personalbemessung“?

Ein Mass (% FTE) für die Erfüllung von Aufgaben und damit der Besetzung von Stellen mit
quantitativ und qualitativ ausreichender Personalkapazität.

Warum sollten Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortung deckungsgleich sein?

Ein Mitarbeiter sollte nur für Sachverhalte zur Rechenschaft gezogen werden können, die im
Rahmen seiner Aufgabe liegen und für die er entsprechende Kompetenzen besitzt.

Wodurch wird eine Leitungsstelle gekennzeichnet?

Fremdentscheidungsbefugnisse / Anordnungsrecht

Welche Aufgaben können Stäbe übernehmen?

Sie übernehmen:

  • Entscheidungsvorbereitungen
  • Abwicklungs- und Überwachungsaufgaben im Zusammenhang mit einer Entscheidung

Welche Probleme kann eine breite Leitungsspanne mit sich bringen?

  • Koordination auf gemeinsame Ziele hin und Kontrolle wird schwieriger.
  • Weniger Zeit für den einzelnen Mitarbeiter.

Welche Nachteile kann ein Mehrliniensystem haben?

  • Kompetenzkonflikte
  • Verunsicherung des Mitarbeiters
  • hoher Aufwand zur Abstimmung der Vorgesetzten
  • Zuschieben von Verantwortung bei Pannen

Was ist der Unterschied zwischen der Primär- und der Sekundärorganisation?

Primär:

  • Stellen in Hierarchie
  • hauptamtlich
  • im Organigramm ersichtlich

Sekundär:

  • Netzwerkartig
  • nebenamtlich
  • schnellerer Wandel

Wann werden Workshops eingerichtet?

Bei Bedarf, um übergreifende Aufgaben-/Fragestellungen zu bearbeiten.

Was verbirgt sich hinter dem Denkansatz einer „Prozessorientierten Aufbauorganisation“?

  • Kernprozesse weisen den Weg für die Aufbauorganisation
  • Schnittstellen werden soweit wie möglich vermieden

Was wird in einem Informationssystem geregelt?

In Informationssystemen werden Beziehungen zwischen den Elementen der Organisation
hergestellt. Es wird geregelt,
➢ welche Eingangsinformationen zu liefern sind
➢ welche Ausgangsinformationen bereitgestellt werden
➢ wie die Informationen zu strukturieren sind.

Wie würdest Du vorgehen, um den Informationsbedarf zu ermitteln?

Um den Informationsbedarf von Stellen zu ermitteln, würde ich

  • Stelleninhaber befragen
  • Diskussionen mit Informationslieferanten und -verbrauchern führen
  • Den Informationsbedarf analytisch herleiten (Aufgabenanalyse)

Was wird in einem Kommunikationssystem geregelt?

Das Kommunikationssystem regelt die formellen Wege (Kanäle), auf denen Sprache, Texte,
Bilder oder Daten ausgetauscht werden können.
Dies kann persönlich, technisch oder technisch unterstützt geschehen.

Was sind die sechs Ziele der Prozessorganisation?

➢ Kurze Durchlaufzeiten
➢ Niedrige Prozesskosten
➢ Hohe Prozessqualität
➢ Hohe Produktqualität
➢ Hohe Kundenzufriedenheit
➢ Hohe Mitarbeiterzufriedenheit

Nenne fünf Nutzenaspekte des Prozessmanagements.

➢ Ausrichten der Prozesse auf die Unternehmensstrategie
➢ Steigerung der Effizienz und Wertschöpfung
➢ Qualitative und quantitative Verbesserung (bzgl. Kundenanforderungen)
➢ Rechtssicherheit (z.B. IKS) & verbessertes Risikomanagement
➢ Höhere Qualifikation der Mitarbeiter
➢ Steuerung/Controlling mittels Kennzahlensystem
➢ Chance für bessere IT-Unterstützung
➢ Flexiblere Anpassung der Organisation auf die (strategischen) Prozessbedürfnisse

Wie erreichen wir die Maximierung der Kapazitätsauslastung und die Minimierung der
Durchlaufzeiten?

➢ Analyse der Aufgaben
➢ Analyse der Aufgabenstruktur
➢ Analyse der zur Verfügung stehenden Sachmittel

Durch welche Massnahmen können wir die Durchlaufzeiten in einem Prozess minimieren?

➢ Abschaffung unnötiger Arbeiten
➢ Zusammenfassung von Aufgaben (keine Arbeitsteilung) → Aufgabenanlyse
➢ Schnellere Transportmittel / kürzere Transportwege
➢ Produktion nur nach Bedarf (und nicht auf „Halde“)

Nenne je ein Beispiel für eine Massnahme zur Verkürzung der Bearbeitungs-, Liege- und
Transportzeiten

  • Durch Unterstützung von IT-Systemen kann die Bearbeitungszeit verkürzt werden
  • Durch mehr Personaleinsatz oder ein Kanban Prinzip werden Liegezeiten kürzer
  • Durch räumliche Nähe der Verarbeitungsschritte werden Transportzeiten kürzer

Woraus besteht die Wertschöpfung eines Prozesses?

Die Wertschöpfung des Prozess besteht aus Leistungen an externe oder interne Empfänger
(=Prozesskunden).

Zähle fünf der Bestandteile eines Prozesses auf.

➢ Kunden / Lieferanten (intern/extern)
➢ Anforderungen / Input
➢ Aufgaben
➢ Folgebeziehungen
➢ Leistungen / Output
➢ Ziel- /Messgrössen

Was sind wertschöpfende Tätigkeiten innerhalb eines Prozesses?

Wertschöpfende Tätigkeiten sind solche, für die der Kunde bereit ist, zu zahlen
➢ Produktions- und Dienstleistungstätigkeiten
➢ Transport zum Kunden (Lager)
➢ Modifikation eines Produkts (Customizing)

Nenne zwei Konsequenzen von wesentlichen Schnittstellenproblemen.

➢ Verlängerung der Durchlaufzeiten
➢ Mangelnde Abstimmung
➢ Reibungsverluste
➢ Erhöhter Informations- und Koordinationsaufwand
➢ Kommunikationsprobleme

Gib je ein Beispiel für einen Kern-, Support- und Managementprozess in Deinem
Unternehmen.

Für mein Unternehmen SIX:
➢ Kern-Prozess: Gathering of Financial Information
➢ Support-Prozess: Procurement, Retirement of Employee
➢ Management-Prozess: Strategy Development

In welchen Schritten läuft ein Prozessmanagement-Assessment (z.B. nach CMMI) ab?

➢ Strukturierte Interviews gemäss Fragen der Assessment-Liste
➢ Auswertung und Analyse der Antworten
➢ Bewertung der Process Areas (Prozesse) und Ermittlung der Reifegrade
➢ Vorschlag von Massnahmen zu Erreichung der Ziele (höhere Stufe)

Welche 5 Reifegradstufen gibt es nach einem Prozessmanagement Assessment nach CMM?

➢ Initial: „Jeder nach besten Fähigkeiten und bestem Wissen“ → Prozesse nicht geregelt
➢ Repeatable: „Mitarbeiter führen ihre Aufgaben aufgrund von Erfahrungen aus“ →
grundlegender Prozess existiert
➢ Defined: „Prozesse sind etabliert und dokumentiert“ →Prozess wird gelebt
➢ Managed: „Es existieren quantitative Ziele, die gemessen und gesteuert werden“ →
Prozess ist messbar
➢ Optimizing: „Schwächen werden gezielt gefunden und minimiert“ → Prozess wird
kontinuierlich verbessert/optimiert

Étudier