Pharmako


Nicole Moser
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Veterinärpharmazie auf Universitätsniveau. Sie behandeln die Anatomie von Hunden und Katzen, insbesondere deren Gebiss und Kopfstruktur, sowie die Anwendung und Wirkung von Malariamitteln wie Nivaquine, Riamet, Mephaquin, Vibramycin und Malorone. Die Karteikarten erklären die verschiedenen Malariaformen, deren Übertragung und Krankheitsbilder, sowie Strategien zur Chemoprophylaxe und Schutzmaßnahmen für Reisende. Besonders nützlich sind sie für Studierende der Veterinärmedizin und Pharmazie, die sich auf die Behandlung von Tieren und die Vorbeugung von Zoonosen spezialisieren möchten.
Karten
27
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin/Pharmazie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
26.12.2019 / 16.01.2020

Lernkarten

Malariaformen

> M. tropica

> M. tertiana

> M. quartana

> Knowlesi-M.

Malaria tropica

> häufigste und gefährlichste Form

> P. falciparum

> unregelmässige Fieberschübe

Malaria tertiana

> P. vivax  & P. ovale

> alle 48h Fieberschübe

> Spätrezidive (Bildung von Hypnozoiten)

Malaria quartana

> P. malariae

> Alle 72 h Fieberschübe

Knowlesi Malaria

> P. knowlesi

> Tägliche Fieberschübe

Malaria: Übertragung

>Parasiten der Gattung Plasmodium 

> durch weibliche Anopheles-Mücken übertragen (Stechen abends und nachts)

Malaria: Krankheitsbild

> Zeit vom Mückenstich bis Symptommanifestation: 7 Tage bis mehrere Jahre

Symptome: 
- Hohes FIeber, Schüttelfrost, Kopf- und Gliederschmerzen
- Ev. Bauchschmerzen, Erbrechen, Durchfall

Komplikationen: 
–Zerebrale Malaria (Halluzinationen, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe, Koma),
Nierenversagen, Herzinsuffizienz, Lungenödem, Schock
–Erhöhtes Risiko für schwangere Frauen und Kinder

Malaria: Chemoprophylaxe

> Empfohlen in Gebieten mit hohem Infektionsrisiko

•Regelm. Einnahme eines Malariamittels--> Verhinderung Ausbruch einer klinischen Malaria / den Krankheitsverlauf abzuschwächen

•Dient v.a. der Verhinderung einer Falciparum od. Knowlesi Malaria
(ungenügende Wirkung gegen in der Leber persistierende Hypnozoiten von P.vivax /ovale)

•Kein absoluter Schutz vor Erkrankung (Wirksamkeit > 90%)

Strategien für Reisende in Malaria-Gebiete

>Minimalrisiko: Mückenschutz

> Geringes Risiko
 med. Einrichtung in der Nähe: Mückenschutz
nicht Erreichbar: Schutz + NSB

> hohes Risiko: Schutz + Chemoprophylaxe

Malariamittel: Wirkorte

>Alle:  Wirkung auf Blutstadium: Medis bis 4 Wohchen nach Wochen nach dem Zeitpunkt einer möglichen Ansteckung einnehmen

> Atovaquone (Malorone): Wirkt auch auf Parasitenvermehrung in der Leber. 
Kann 1 Woch nach möglichen Ansteckung abgesetzt werden 

 

Malorone: Vor- & Nachteile

Vorteile: 
□Kurze Einnahmedauer (1-2 Tage vor Einreise bis 7 Tage nach Ausreise) --> geeignet für Last Minute Reisen
□Günstiges bekanntes Nebenwirkungsprofil

Nachteile: 
□Hoher Preis
□Tägliche Einnahme
□Kontraindiziert bei schwerer NI

Vibramycin: UAW

□GI Beschwerden
Oesophagitis , oesophageale Ulzerationen (vgl. Einnahmevorschriften!)
□Vaginale Mykosen
□Photosensibilisierung (7 21%) → Sonnenschutz!
 

Vibramycin: KI

□Schwere Leberfunktionsstörungen
□Kinder < 12 Jahre
□SS und Stillzeit

Vibramycin: Vor- & Nachteile

Vorteile: 
□Tiefer Preis
□Wirksam auch gegen Leptospirose , Rickettsiose
□Verabreichung bei Niereninsuffizienz ohne Dosisanpassung mögl.

Nachteile: 
□GI UAW, vaginale Mykosen
□Phototoxizität
□Tägliche Einnahme
□Lange Einnahmedauer (bis 4 Wochen nach Rückkehr)

Mephaquin: UAW

dosisabhängig

Neuropsychiatrische Störungen
> Kopfschmerzen, Seh- & Hörstorungen
> Sensorische &Motorische Neuropathien
> Epianfälle
> Herzrhythmusstörungen
> GI-Beschwerden
> Hautreaktionen

Mephaquin: Vor- & Nachteile

Vorteile: 
□Tiefer Preis
□Einnahmemodus (wöchentlich)
Erfahrungswerte in SS/Stillzeit und bei Kindern und Langzeiteinnahme (bis 3 Jahre)
□Verabreichung bei Niereninsuffizienz ohne Dosisanpassung mögl.

Nachteile: 
□Potentiell schwerwiegende UAW
□Viele KI
□Start mind. 1 Woche vor Einreise
□Lange Einnahmedauer (bis 4 Wochen nach Rückkehr)

Riamet

> synergistische Wirkung von Artemether und Lumefantrin

> Nur NSB

> Wirksam gegen Blutschizonten

> IdR gut verträglich

Malariaverdacht : Vorgehen

•Bei jedem Fieber (> 37.5 C axillär ) nach einer Reise in ein Endemiegebiet muss
an eine Malaria gedacht werden (Erstmanifestation selten auch > 6 Mt. nach
Exposition)!

Nivaquine

> Chloroquin

> Wirksam gegen Blutschizonten

> Auch für RA und Lupus

Nivaquine: UAW

> Neurotox. : Kopfschmerz, Krämpfe, Parästhesien, Polyneuritiden)

> Hämatologische UAW: THrombopenie, Leukopenie, intravasale Hämolyse

> Auge: Hornhauttrübung

> GIT-Beschwerden, Hautreaktionen, Photosensibilisierung

Zoonosen: Beispiele

- Tollwut, Tetanus, Vogelgrippe, Salmonellen etc.
- Fuchsbandwurm & Co.
- Katzen-Kratz-Krankheit -> Bartonella henselae, Flohbisse
- Chlamydiose -> Befallen Schleimhäute in Augen, Intimbereich, Atemwege.
Chalmydia psitacci--> Orinthose (Papageienkrankheit) -> über Aerosole und Kotstaub auf Menschen -> Lungenentzündungen.
- Hautpilze

NICHT: Läuse

TA-Mittelmarkt in CH

rund 450 Produkte

• Futtermittel
• Futterzusätze (ohne Medizinalkonzentrate)
• Diagnostika
• Tierpflegemittel
• Insektizide
• Desinfektionsmittel
 

Nutztier

Tiere deren Produkte in die Lebensmittelkette gelangen können

Umwidmung zugelassener AM

1. Für spez. Tier zugelassenes (acuh off-label)

2. für andere Zieltierart zugelassen (Hund--> Katze)

3. vom Institut zugelassenes HumanAM

4. nach Formula magistralis hergestelltes AM

Hund: relative Länge des Gesichtsschädels

1) Dolichocephale (z.B. Greyhound)-->langnasig
2) Brachycephale (z.B. Bulldogge)--> kurzschädlig
3) Mesaticephale (z.B. Dalmatiner)-->mittel

Kopf der Katze

- Kater haben massigere und breitere Köpfe als Weibchen
- Allgemein grosses und nach vorne gerichtete Augen --> breites, binokuläres Gesichtsfeld
- Ohren sind an ihrer Basis breit und immer aufgestellt; Tasthaare sind sehr ausgeprägt.

H,K: Zähne

Milchgebiss : Hund = 28 Zähne / Katze = 26 Zähne
Adultes Gebiss : Hund (3. – 7. Monat) = 42 Zähne , Katze (ab ca. 6. Monat) = 30 Zähne

-zermahlen FF Nahrung nicht, sondern im Backenzahnbereich brechscherenartig zerrissen --> Seitliche Kaubewegungen zum Mahlen sind anatomisch nicht möglich.

- Katze: Gebiss nur rein schneidende Funktion

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