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Sprache Deutsch
Stufe Andere
Erstellt / Aktualisiert 08.12.2019 / 06.12.2020
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Ursprünge Phytotherapie

So alt wie die Geschichte der Menschheit selbst

Vorfahren erkannten heilenden Pflanzen instinktiv & durch Beobachten der Tiere

Durch Versuche an sich selbst = Fähigkeit Heilpflanzen und Giftpflanzen zu unterscheiden

Wissen der Pflanzen durch Hören und sagen weitergegeben

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Schamanistische Medizin

Parallel zur Phytotherapie, Entwicklung schamanistische Medizin (magisch-religiös ausgerichtet)

SchamanInnen, PriesterInnen versuchten Sinn und Ordnung so in die Welt zu bringen

Verfehlungen & Dämonen galten so lange als Hauptursache für Krankheiten und Gebrechen

Sahen Heilkraft der Pflanzen durch Götter gegeben

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Klassische Antike

Asklepios grichischer Gott der Heilkunde

Gesunde & Kranke pilgerten zu seinen Heiligtümer für Rat

Ab ca. 500 v. Chr. Übergang ui methodischen & rationalen Erfahrungsmedizin

 

 

 

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Vier-Säfte-Lehre

Hippokrates von Kos (400 v. Chr.) Grichischer Gelehrnter, Vorreiter der Humoralmedizin: Vier-Säfte-Lehre

Durch Hunoralmedizin konnte Physiologie & Pathologie erfasst und erklärt werden

Basis zur Diagnosen & Therapien

 

Missverhältnis oder fehlende Zusammensetzung der vier Körpersäfte

  • Gelbgalle (Cholera)
  • Schwarzgalle (Melancholera)
  • Blut (Sanguis)
  • Schleim (Phlegma)

Ziel: Erhaltung &/oder Wiederherstellung der Gesunheit (Eukrasia = richtige Mischung der Körpersäfte) = Antidyskratische Therapie

 

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4 Säulen der Antidyskratische Therapie

Säfteausleitende Therapie (Körpersäfte werden aus dem Körper geleitet)

  • Schröpfen
  • Aderlass
  • Schröpfen
  • Heilpflanzen
  • Blutegel

Säftebewegende Therapie (Körpersäfte werden zum Ausscheidungsorgan bewegt)

  • Schröpfmassage
  • Bürstenmassage
  • Massagen
  • Bewegungstherapie

Säfteverbessernde Therapie (Körpersäfte werden in der Qualität verbessert)

  • Heilpflanzen
  • Hydrotherapie (warme Leberwickel = Stoffwechsel anregen)

Diätetik = Gesunde Lebensführung (Verhinderung von schlechten Körpersäfte)

  • Essen & Trinken
  • Schlafen & Wachen
  • Ausscheiden
  • Bewegen & Ruhe
  • Luft, Licht, usw

Heilpflanzen also auch bei der Humoralmedizin. 

Dieses Modell wird heute als Traditionelle Europäische Naturheilkunde berzeichnet. Aktiv bis mitte 19. Jahrhundert. Heute tragendes Element in Therapie, Behandlung & Prävention von Krankheiten

 

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Mittelalter

Nach Untergang des Römischen Reiches Bildung in Klöster das antike Wissen über Heilkunst & Heilpflanzen

Medizinische Wissenschaft wurde in Klöster durch Studieren von Kräuterbücher gepflegt = Möchns- oder Klostermedizin

Hildegard von Bingen (11 Jahrhundert)  Gründerin 9bändiges Werk Physica über einheimische Pflanzen. Heute Aufschwung, viele Rezepturen noch heute gültig

 

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15-16 Jahrhundert Paracelsus

Paracelsus (Arzt) = berühmtester Verterter der Pflanzenheilkunde

Er hielt Vorlesungen an Universität Basel, verfasste über 200 Schriften über Pflanzenheilkunde (Vater der Spagyrik)

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17. - 21. Jahrhundert

17. Jhrh

  • Vorallem Vertiefung über Heilpflanzen durch Apotheker
  • Anpflanzungen von Naturheilgärten an Unis in Italien

18.-19. Jhrh

  • Erste chemische Untersuchungen durch Aptheker Friedrich Sertürner & Karl Meissner
  • Chemie rasanter Aufschwung
  • Einer der ersten chemisch isolierten Stoffe = Morphin aus Schlafmohn
  • Anstelle Behandlung von ganzen Pflanzen, Therapie durch Monopräparaten
  • Einzelwirkstoffe = exakt definier- oder dosierbar
  • Mit der Entdeckung der menschlichen Zelle, Grundstein für die heutige Schulmedizin (Rudolf Virchow)
  • Ende 19.Jhrh Zellularpathologie löst die Saftlehrer ab

20.&21. Jhrh

  • 20. Jhrh Medzin & Pharmazie gewaltiger Aufschwung, Therapieverfahren & Arzneistoffe entwickelt
  • Immer mehr Pflanzenstoffe wurden isoliert (z.B. Aspirin)
  • Synthetische Arzneistffe drängten Heilpflanzen immer mehr in Hintergrund wegen:
    • Viele Heilpflanzen fehlt eine Reinsubstanz
    • Kein Signifikanter Wirkstoff feststellbar
    • Nur in Gesamtheit aller Wirkstoffe heilsame Wirkung