Erste Hilfe

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B. S.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende Erste-Hilfe-Maßnahmen und Notfallreaktionen. Sie behandeln Symptome und Basismassnahmen bei verschiedenen medizinischen Notfällen wie Thrombose, allergischen Reaktionen, Schockzuständen, Traumata und akuten Bauchschmerzen. Die Karteikarten sind für Laien und medizinisches Personal geeignet, die schnelle und effektive Hilfe in Notsituationen leisten möchten.
Karten
108
Lernende
16
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
30.09.2019 / 07.03.2025

Lernkarten

Definition Notfall

Störung/ Ausfall von Vitalfunktionen:

  • Bewusstsein
  • Atmung
  • Kreislauf

Rettungskette

  1. Sofortmassnahmen
  2. weitere Massnahmen
  3. Rettungsdienst
  4. Krankenhaus

Worauf zielt die Erstversorgung ab?

Um die Sauerstoffbilanz zu optimieren

 

Gefahren bei bewusstlosen Patienten

  • Verlust der Atemschutzreflexe: Husten, Niesen, Schlucken
  • Muskulatur erschlafft: Regurgitation (Rückfluss von Speisebrei)
  • Aspiration (eindringen von MAterial in Atemwege)
  • Zunge fällt nach hinten und blockiert die Atemwege

Massnahmen Bewusstloser Patient

  • Freimachen der Atemwege
  • Atemkontrolle
  • Pulskontrolle
  • Sofortmassnahmen
  • Reanimation

Freimachen der Atemwege

  • Mundraum inspizieren
  • Fremdkörper entfernen: Seitliches drehen des Kopfes, ausräumen des Mundes. Dabei muss der Mund mit dem Daumen ausserhalb der Backe blockiert werden. --> Krampfanfälle
  • Zugengrund aus den Atemwegen heben: Reklination (Kopf überstrecken)/ Esmarch- Griff 

Atemkontrolle

10 Sekunden den Kopf überstrecken und Überprüfung:

  • Hören
  • Fühlen
  • Sehen

Zu beachten bei Pulskontrollen

In Notfallsituationen neigt der Körper des Menschen dazu, sich zu zentralisieren, d.h., er durchblutet nur noch die lebenswichtigen Organe in Kopf und Oberkörper, um deren Sauerstoffbedarf zu decken. Deshalb erfolgt die Pulskontrolle beim nicht ansprechbaren Patienten zentral, also an der Arteria carotis.

Regel bei Pulskontrolle an Arteria carotis.

Immer beidseits, aber niemals gleichzeitig und insgesamt nicht länger als 20 Sekunden!

  • Wegen der stimulation der Barorezeptoren --> Blutdruckabfall
  • Kann im Norfall zur Blutdrucksenkung verwendet werden.
  • Japanischer Mikro aderlass: Blutdrucksenkung à Mittelfinger frontalstich, 1 Tropfen Blut

Sofortmassnahmen

B: Bewusstloser wird in stabile Seitenlage gebracht

A: Atemstillstand --> Beatmung

P: Kein Puls --> Thorax Kompression

Stufen Bewustseinsstörung

Benommenheit: Denken und Handeln sind verlangsamt

Somnolenz: Murmeln

Sopor: nur Schmerzreize

Koma: Muskelrelaxtion

Symptom:

Schockzustand

Anamnese:

Psychische Belastung

VAsovagale Synkope

Symptom:

Kopfschmerz, Schwindel

Anamnese:

Unfall, Sturz

Schädel- Hirn- Trauma

Symptom:

Übelkeit, Erbrechen, evtl. Hautrötung und Schockzustand

Anamnese:

Vorangegangene Mahlzeit, Medikamenteneinnahme

Anaphylaxie

Vergiftung

Symptom:

Herzrhytmusstörung, Atemnot, Schwindel

Anamnese:

Arbeiten an elektrischen Anlagen

Elektrounfall

Symptom:

Zungenbiss

Anamnese:

Rhytmische oder statische Muskelkontraktion

Krampfanfall

Symptom:

Heisshunger, Schockzustand, Krampfanfall möglich

Anamnese:

Diabetes, Auftreten schlagartig

Hypoglykämischer Schock (Unterzuckerung)

Symptom:

Übelkeit, Erbrechen, Austrocknung

Anamnese:

Diabetes, Auftreten schleichend

Diabetisches Koma (Überzuckerung)

Symptom:

Desorientiertheit, Sprachstörung, Halbseitenlähmung

Anamnese:

Älterer Patient evtl. mit Vorerkrankung

Apoplex (Schlaganfall)

Definition Schlaganfall

Durchblutung eines bestimmten Hirnareals betroffen, daraus resultierende Unterversorgung mit Sauerstoff du Funktionsausfällen: Desorientiertheit, Bewusstseinsstörung, Lähmungen…

Erkennen eines Schlaganfalls

  • Kopfschmerz
  • Schwindel
  • Halbseitenlähmung: Händedruck einseitig schwach
  • Sprachstörung
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Desorientiertheit, Bewusstseinsstörung bis zum – verlust
  • Unregelmässige Atmung
  • Blutdruck erhöht

Basismassnahmen Schlaganfall

  • Oberkörperhochlage bei ansprechbaren Patienten entlastet das Hirn
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung
  • Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Blutzuckertest

Erweiterte Massnahmen Schlaganfall

  • Sauerstoffgabe
  • Peripher- venösen Zugang vorbereiten

Definition Krampfanfall

Unkoordinierte Abgabe von Nervenimpulsen à heftige Muskelkontraktion, evtl. Rhythmisches Zucken. Als Ursache kommen neben der Epilepsie auch in Betracht:

  • Sauerstoffmangel
  • Schädel- Hirn- Trauma
  • Hirntumor
  • Unterzuckerung
  • Elektrounfall

Symptomatik Krampfanfall

  1. Anfänglicher Schrei (nicht immer), Hinstürzen, statische (tonische) und/ oder rhytmische (klonische) Muskelkontraktion
  2. Nachschlafphase (Terminalschlaf) unter Bewusstlosigkeit
  3. In Nachschlafphase sind Puls und Atmung gesteigert à Krampfanfall bringt Körper an Leistungsfähigkeit

Basismassnahmen Krampfanfall

Krampanfall kann nicht unterbrochen werden.

  • Unterlegen eines Kopfkissens
  • Absichern der Umgebung (Kanten etc.)
  • Nicht festhalten
  • Für Ruhe sorgen --> Lärm = neuer Anfall
  • In Nachschlafphase --> stabile Seitenlage
  • Kontrolle der Vitalfunktionen
  • Wärmeerhaltung
  • Blutzuckertest
  • Bodycheck

Erweiterte Massnahmen Krampfanfall

  • Sauerstoffgabe
  • Peripher- venösen Zugang vorbereiten

Symptom: Giemen oder Brummen beim Ausatmen

Asthma bronchiale

Symptom: Blubbern oder Rasseln

Lungenödem

Symptom: Atemabhängige Schmerzen im Brustkorb

Lungenembolie

Symptom: Kribbeln an Händen und Mundbereich, Verkrampfung der Hände, beschleunigte Atmung

Hyperventilation

Symptom: Druckgefühl oder Schmerzen im Brustkorb, evtl. ausstrahlend in Arme, Oberbauch, Rücken oder Unterkiefer, evtl. nach Belastung oder anfallsartig

Herzkrankheit

Basismassnahme bei Störungen mit Atemnot

  • Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
  • Wärmeerhaltung
  • Betreuung

Erweiterte Massnahmen bei Störungen mit Atemnot

  • Sauerstoffgabe
  • Peripher- venösen Zugang vorbereiten

Definition Asthma bronchiale

Pathophysiologische Trias:

  • Bronchokonstriktion
  • Vermehrtes Auftreten zähen Schleims (Dyskrinie)
  • Schleimhautödem

Symptomatik Asthma bronchiale

  • Atemnot, Zyanose
  • Unruhe, Angst, Schwitzen
  • Verlängerte Ausathemphase, Halsvenenstauung
  • Exspiratorisches Atemgeräusch: Pfeifen, Giemen, Brummen

Definition Lungenembolie

Verlegung einer Lungenstrombahn, meist durch verschleppte Thromben aus Beinvenen mit Druckanstieg im kleinen Kreislauf und Verschlechterung des Ventilations- Perfusions- Verhältnisses.

Symptomatik Lungenembolie

  • Allgemeinzustand: Atemnot, evtl. Erstickungsangst, Husten
  • Schnelle, flache Atmung (Tachypnoe)
  • Blässe, Zyanose, kalter Schweiss
  • Schlagartig auftretende, starke Thoraxschmerzen, die atemabhängig sein können
  • Anamnese: Vorangegangene Operation, Bettlägrigkeit

Definition Lungenödem

Herzinsuffizienz mit Drucksteigerung im kleinen Kreislauf. Übertritt von Flüssigkeit in den Alveolarraum mit Verlängerung der Diffusionsstrecke

Symptomatik Lungenödem

  • Allgemeinzustand: Unruhe, Erstickungsangst
  • Blässe, Zyanose
  • Rassel- und Brodelgeräusche beim Atmen
  • Beschleunigte, sichtlich angestrengte Atmung
  • Tachykardie
  • Blutdruckabfall
  • Anamnese: Bekannte Herzinsuffizienz

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