Erste Hilfe
Erste Hilfe
Erste Hilfe
-
- 1 / 108
-
Lernkarten
Definition Notfall
Störung/ Ausfall von Vitalfunktionen:
- Bewusstsein
- Atmung
- Kreislauf
Rettungskette
- Sofortmassnahmen
- weitere Massnahmen
- Rettungsdienst
- Krankenhaus
Worauf zielt die Erstversorgung ab?
Um die Sauerstoffbilanz zu optimieren
Gefahren bei bewusstlosen Patienten
- Verlust der Atemschutzreflexe: Husten, Niesen, Schlucken
- Muskulatur erschlafft: Regurgitation (Rückfluss von Speisebrei)
- Aspiration (eindringen von MAterial in Atemwege)
- Zunge fällt nach hinten und blockiert die Atemwege
Massnahmen Bewusstloser Patient
- Freimachen der Atemwege
- Atemkontrolle
- Pulskontrolle
- Sofortmassnahmen
- Reanimation
Freimachen der Atemwege
- Mundraum inspizieren
- Fremdkörper entfernen: Seitliches drehen des Kopfes, ausräumen des Mundes. Dabei muss der Mund mit dem Daumen ausserhalb der Backe blockiert werden. --> Krampfanfälle
- Zugengrund aus den Atemwegen heben: Reklination (Kopf überstrecken)/ Esmarch- Griff
Atemkontrolle
10 Sekunden den Kopf überstrecken und Überprüfung:
- Hören
- Fühlen
- Sehen
Zu beachten bei Pulskontrollen
In Notfallsituationen neigt der Körper des Menschen dazu, sich zu zentralisieren, d.h., er durchblutet nur noch die lebenswichtigen Organe in Kopf und Oberkörper, um deren Sauerstoffbedarf zu decken. Deshalb erfolgt die Pulskontrolle beim nicht ansprechbaren Patienten zentral, also an der Arteria carotis.
Regel bei Pulskontrolle an Arteria carotis.
Immer beidseits, aber niemals gleichzeitig und insgesamt nicht länger als 20 Sekunden!
- Wegen der stimulation der Barorezeptoren --> Blutdruckabfall
- Kann im Norfall zur Blutdrucksenkung verwendet werden.
- Japanischer Mikro aderlass: Blutdrucksenkung à Mittelfinger frontalstich, 1 Tropfen Blut
Sofortmassnahmen
B: Bewusstloser wird in stabile Seitenlage gebracht
A: Atemstillstand --> Beatmung
P: Kein Puls --> Thorax Kompression
Stufen Bewustseinsstörung
Benommenheit: Denken und Handeln sind verlangsamt
Somnolenz: Murmeln
Sopor: nur Schmerzreize
Koma: Muskelrelaxtion
Symptom:
Schockzustand
Anamnese:
Psychische Belastung
VAsovagale Synkope
Symptom:
Kopfschmerz, Schwindel
Anamnese:
Unfall, Sturz
Schädel- Hirn- Trauma
Symptom:
Übelkeit, Erbrechen, evtl. Hautrötung und Schockzustand
Anamnese:
Vorangegangene Mahlzeit, Medikamenteneinnahme
Anaphylaxie
Vergiftung
Symptom:
Herzrhytmusstörung, Atemnot, Schwindel
Anamnese:
Arbeiten an elektrischen Anlagen
Elektrounfall
Symptom:
Zungenbiss
Anamnese:
Rhytmische oder statische Muskelkontraktion
Krampfanfall
Symptom:
Heisshunger, Schockzustand, Krampfanfall möglich
Anamnese:
Diabetes, Auftreten schlagartig
Hypoglykämischer Schock (Unterzuckerung)
Symptom:
Übelkeit, Erbrechen, Austrocknung
Anamnese:
Diabetes, Auftreten schleichend
Diabetisches Koma (Überzuckerung)
Symptom:
Desorientiertheit, Sprachstörung, Halbseitenlähmung
Anamnese:
Älterer Patient evtl. mit Vorerkrankung
Apoplex (Schlaganfall)
Definition Schlaganfall
Durchblutung eines bestimmten Hirnareals betroffen, daraus resultierende Unterversorgung mit Sauerstoff du Funktionsausfällen: Desorientiertheit, Bewusstseinsstörung, Lähmungen…
Erkennen eines Schlaganfalls
- Kopfschmerz
- Schwindel
- Halbseitenlähmung: Händedruck einseitig schwach
- Sprachstörung
- Übelkeit, Erbrechen
- Desorientiertheit, Bewusstseinsstörung bis zum – verlust
- Unregelmässige Atmung
- Blutdruck erhöht
Basismassnahmen Schlaganfall
- Oberkörperhochlage bei ansprechbaren Patienten entlastet das Hirn
- Wärmeerhaltung
- Betreuung
- Engmaschige Kontrolle der Vitalfunktionen
- Blutzuckertest
Erweiterte Massnahmen Schlaganfall
- Sauerstoffgabe
- Peripher- venösen Zugang vorbereiten
Definition Krampfanfall
Unkoordinierte Abgabe von Nervenimpulsen à heftige Muskelkontraktion, evtl. Rhythmisches Zucken. Als Ursache kommen neben der Epilepsie auch in Betracht:
- Sauerstoffmangel
- Schädel- Hirn- Trauma
- Hirntumor
- Unterzuckerung
- Elektrounfall
Symptomatik Krampfanfall
- Anfänglicher Schrei (nicht immer), Hinstürzen, statische (tonische) und/ oder rhytmische (klonische) Muskelkontraktion
- Nachschlafphase (Terminalschlaf) unter Bewusstlosigkeit
- In Nachschlafphase sind Puls und Atmung gesteigert à Krampfanfall bringt Körper an Leistungsfähigkeit
Basismassnahmen Krampfanfall
Krampanfall kann nicht unterbrochen werden.
- Unterlegen eines Kopfkissens
- Absichern der Umgebung (Kanten etc.)
- Nicht festhalten
- Für Ruhe sorgen --> Lärm = neuer Anfall
- In Nachschlafphase --> stabile Seitenlage
- Kontrolle der Vitalfunktionen
- Wärmeerhaltung
- Blutzuckertest
- Bodycheck
Erweiterte Massnahmen Krampfanfall
- Sauerstoffgabe
- Peripher- venösen Zugang vorbereiten
Symptom: Giemen oder Brummen beim Ausatmen
Asthma bronchiale
Symptom: Blubbern oder Rasseln
Lungenödem
Symptom: Atemabhängige Schmerzen im Brustkorb
Lungenembolie
Symptom: Kribbeln an Händen und Mundbereich, Verkrampfung der Hände, beschleunigte Atmung
Hyperventilation
Symptom: Druckgefühl oder Schmerzen im Brustkorb, evtl. ausstrahlend in Arme, Oberbauch, Rücken oder Unterkiefer, evtl. nach Belastung oder anfallsartig
Herzkrankheit
Basismassnahme bei Störungen mit Atemnot
- Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
- Wärmeerhaltung
- Betreuung
Erweiterte Massnahmen bei Störungen mit Atemnot
- Sauerstoffgabe
- Peripher- venösen Zugang vorbereiten
Definition Asthma bronchiale
Pathophysiologische Trias:
- Bronchokonstriktion
- Vermehrtes Auftreten zähen Schleims (Dyskrinie)
- Schleimhautödem
Symptomatik Asthma bronchiale
- Atemnot, Zyanose
- Unruhe, Angst, Schwitzen
- Verlängerte Ausathemphase, Halsvenenstauung
- Exspiratorisches Atemgeräusch: Pfeifen, Giemen, Brummen
Definition Lungenembolie
Verlegung einer Lungenstrombahn, meist durch verschleppte Thromben aus Beinvenen mit Druckanstieg im kleinen Kreislauf und Verschlechterung des Ventilations- Perfusions- Verhältnisses.
Symptomatik Lungenembolie
- Allgemeinzustand: Atemnot, evtl. Erstickungsangst, Husten
- Schnelle, flache Atmung (Tachypnoe)
- Blässe, Zyanose, kalter Schweiss
- Schlagartig auftretende, starke Thoraxschmerzen, die atemabhängig sein können
- Anamnese: Vorangegangene Operation, Bettlägrigkeit
Definition Lungenödem
Herzinsuffizienz mit Drucksteigerung im kleinen Kreislauf. Übertritt von Flüssigkeit in den Alveolarraum mit Verlängerung der Diffusionsstrecke
Symptomatik Lungenödem
- Allgemeinzustand: Unruhe, Erstickungsangst
- Blässe, Zyanose
- Rassel- und Brodelgeräusche beim Atmen
- Beschleunigte, sichtlich angestrengte Atmung
- Tachykardie
- Blutdruckabfall
- Anamnese: Bekannte Herzinsuffizienz