postoperative Komplikationen
Akut Somatik ZHAW 3. HS
Akut Somatik ZHAW 3. HS
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Flashcards
Definition Komplikation
- [lateinisch] die, Schwierigkeit, Verwicklung oder (plötzlich eintretende) Erschwerung
- Erschwerung einer bereits bestehenden Krankheit durch Hinzutreten einer weiteren Schädigung.
postoperative Risikofaktoren
- Immoblität einzelner Körperteile
- Gips, Schienen
- Ab- und zuleitende Systeme
- Schmerzen
Schäden durch Gipsverbände
- Urschache:
- zirkulärer Gips
- Prävention
- Gipskontrolle
- Knochenvorsprünge polstern
- Extremitäten hochlagern
Thrombose
- empfohlene Prophylaxe
- genormten Kompressionsstrümpfe und niedermolekulares Heparin
- Kein Unterschied zwischen Knie und Oberschenkellangen Strümpfen
Harnverhalt Anurie Risikofaktoren
- Operationen im Urogenital-/Analbereich, Knie, Hüfte, Hernien
- Spinal-oder Epiduralanästhesie
- Bekannte Harnabflussstörung (z.B. Prostatahyperplasie)
- Männliches Geschlecht
- Höheres Alter
- Längere Operationsdauer
Ursachen des Harnverhalt
- Reflektorische Miktionssperre
- Überlaufblase
- Prärenale Ursachen (Hypovolämie, BD-Abfall)
- Renale Störungen (Nierenversagen)
Harnverhalt/ Anurie Prophylaxe
Anurie Therapie
Mögliche Spätfolgen der Anurie
- Überdehnung der Blase
Risikofaktoren
- Art der Operation
- Nebendiagnose wie Gerinnunggstörungen
- Medikamente wie ASS, NSAR, Heparin, Cumarin
Ursachen des Nachbluten
- abgerutschte Gefässligatur
- sponten wiedereröffnung thrombosierter Gefässe
- selten Gerinnungsstörungen
Symptome und Diagnostik des Nachbluten
- Anschwellen im Wundgebiet
- Abfall von Hb und Hk
- Schocksymptome
- Sichtbarer/ unsichtbarer Blutverlust
Prophylaxe des Nachblutens
Therapie Nachblutung
Symptome der Wundhämatome
- Schmerzhafte Anschwellung Wundgebiet
- Bläuliche Verfärbung
- Meist keine Allgemeinsymptome
Prophylaxe des Wundhämatoms
- Drainage
- Sandsack
Therapie und Komplikation des Wundhämatom
- Therapie
- Spontanresorption
- evt operative Hämatomausräumung
- Komplikation
- Wundinfekt
Postoperative nausea and vomiting (PONV)
Risikofaktoren
- St. n. PONV
- Reisekrankheit
- Postoperative Opioideinnahme
- Weibliches Geschlecht
- Nichtraucherstatus
- Narkosedauer
- Inhalationsanästhetika /Lachgas
PONV
Ursachen
- Pathophysiologie weitgehend ungeklärt
- Verschiedene Rezeptoren beteiligt (Dopamin, Serotonin, Histamin, Acetylcholin, Substanz P)
- Schmerzen
Prophylaxe PONV
PONV Therapie
PONV Komplikation
- Aspiration
- Atemwegsobstruktion
- Pneumothorax
- Nahtdehiszenz
- Flüssigkeitsimbalanzen
Risikofaktoren für Störungen des Flüssigkeithaushaltes
- Nahrungs- und Flüssigkeitskarzen
- Trauma
- Infektion
Definition Dehydratation
Gesteigerte Abnahme der Körperflüssigkeit und ungenügende Flüssigkeitsaufnahme, was zur Dehydratation führt. Der Flüssigkeitsverlust kann über den Magen-Darm-Trakt, die Lunge, die Nieren oder über die Haut erfolgen.
Mögliche Spätfolgen der Störungen des Flüssigkeitshaushaltes
- Koma,
- Delir
- Schädigung der Niere (Nierenversagen)
- Herzrhythmusstörungen
- Spitahlaufenthaltsdauer erhöht
- Mortalität erhöht
Ursachen einer Noskominalen Infektion
- Endogene oder exogene Übertragung von
- Bakterien
- Viren
- Protozoen
- Plize
- Würmer
Harnwegsinfekte (HWI)
- Symptome
- Urin riecht unangenehm, ist dunkelgelb
- Brennen bei Miktion
- Pollakisurie
- Fieber
- Diagnose
- Urinstatus
- Frühstens 2 - 5d nach Katheterismus auf
- Prophylaxe
- DK vermeiden oder nach 1 -2 d ziehen
- Korrekte Intimpflege
- suprapubischer Katheter wenn ein Katheter längere Zeit nötig ist
- Therapie
- Antibiose
Wundinfektionen
- Symptome
- Rötung
- Schwellung
- Überwärmung
- Schmerzen (pochend)
- Fieber
- Exsudat riecht unangehenm
- verzögerte Wundheilung
- Diagnose: Wundabstrich
- 3 - 7d postoperativ, selten später
- Prophylaxe
- sterile Operation
- Steriler VW, keine durchnässten Verbände
- Therapie
- Wunderöffnung durch Teilfädenent
- evt systemische Antibiotikagabe
- Wundtherapie, Wundspülung
Pneumonie
- Ursachen
- schmerzbedingte Schonatmung
- Sekretverhaltung im Bronchialsystem
- Minderbelüftung infolge Zwerchfellhochstand bei Meteorismus
- Aspiration
- Langzeitbeatumng
- Riskofaktoren
- ältere, schwer mobilsierbare Pat. mit Thorax- oder Abdominaleingriffen
- Symptome
- Husten
- Fieber
- Dyspnoe
- Pleuraerguss
- Diagnose
- Rönten
- Sputumanalyse
- Meist 3 -5d postoperativ
- Prophylaxe
- Atemgymnastik, Physiotherapie, Frühmobilisation
- Inhalation
- Analgeseie
- Therapie
- wie Prophylaxe
- Antibiose
Bakteriämie
- Symptome
- Rötung, Überwärmung
- Schwellung
- Schmerzen
- Fieber
- Diagnose
- Katheterspize analysieren
- 3 - 5d nach Kathetereinlage
- Prophylaxe
- aseptisches Handling
- tgl Kontrolle der ESS
- Infusionsystem alle 72h wechseln
- Therapie
- Entfernung des PVK
Mögliche Spätfolgen der Nosokominale Infektionen
- Sepsis
- Spitalaufenthalt verlängert
- Mortalität erhöht
Systemisches inflammatorisches Response Syndrom (SIRS)
- Systemische Entzündungsreaktion des Körpers auf Noxe unterschiedlicher Genese.
- Ein SIRS liegt vor, wenn mindestens 2 der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
- Fieber >38°C oder Hypothermie <36°C
- Tachykardie >90
- Tachypnoe >20
- Leukozytose oder Leukopenie
- frühzeitige Erfassung des SIRS sehr wichtig!
Postaggressionsstoffwechsel Definition
«Veränderung der Stoffwechselsituation, die durch traumatische Einwirkungen (Aggressionen) verschiedenster Art hervorgerufen wird (z.B. Operation, schwere Verbrennung). Es handelt sich um eine Störung des neurohormonalen Gleichgewichtes, wobei Abbauvorgänge der Körpersubstanz (Katabolismus), Energieverwertungsstörungen sowie Wasser-und Elektrolytverschiebungen im Vordergrund stehen.»
Postaggressionsstoffwechsel Folgen
- Negative Proteinbilanz (negative Stickstoffbilanz)
- negative Kalorienbilanz (Katabolismus)
- Negative Kaliumbilanz (Hpokaliämie)
- Wasserretention (Oligurie)
Allgemeinsymptome des Postaggressionsstoffwechsels
- Müdigkeit
- Müskelschwäche
- Durst, trockene Zunge
- Depressive Stimmungslage
- Erhöhte Pulsfrequenz
- Minderung der Darmperistaltik
Postaggressionsstoffwechsel Prophylaxe und Therapie
- Präoperative Massnahmen
- Möglichst anabole Ausgangssituation (guter Allgemeinzustand, Energiereserven)
- Elektrolytausgleich (Hypokaliämie), Blutzuckereinstellung
- Ausreichende Volumenzufuhr
- Intraoperative Massnahmen
- AtraumatischeOperationstechnik
- Adäquate intravenöse Volumenzufuhr
- Postoperative Massnahmen
- Zurückhaltung bei NaCl-haltiger Infusionslösung am ersten postoperativen Tag
- Engmaschige Kontrolle der Diurese
- Elektrolytkontrolle, ev. Kaliumausgleich
- Keine hochkalorischen Infusionslösungen in den ersten 2-3 Tagen (Energieverwertungsstörung)
- Blutzuckerkontrollen
- Abbau von Angst und Schmerz
Shivering Prophylaxe und Therapie
- Postoperative Massnahmen
- Zurückhaltung bei NaCl-haltiger Infusionslösung am ersten postoperativen Tag
- Engmaschige Kontrolle der Diurese
- Elektrolytkontrolle, ev. Kaliumausgleich
- Keine hochkalorischen Infusionslösungen in den ersten 2-3 Tagen (Energieverwertungsstörung)
- Blutzuckerkontrollen
- Abbau von Angst und Schmerz