postoperative Komplikationen

Akut Somatik ZHAW 3. HS

Akut Somatik ZHAW 3. HS


M. V.
Diese Karteikarten behandeln postoperative Komplikationen und deren Management auf einem fortgeschrittenen Niveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Infusionslösungen, Störungen, Prophylaxe und Energieverwertungsstörungen, insbesondere im Zusammenhang mit SIRS, Katabolismus und Spätfolgen. Die Lernkarten umfassen auch spezifische Komplikationen wie Nachbluten, Wundhämatome, Harnverhalt und Thrombosen, sowie deren Symptome, Diagnosen, Prophylaxe und Therapie. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für medizinisches Fachpersonal, das sich auf die Identifizierung und Behandlung postoperativer Komplikationen spezialisiert.
Karten
40
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
25.09.2019 / 29.06.2022

Lernkarten

Definition Komplikation

  • [lateinisch] die, Schwierigkeit, Verwicklung oder (plötzlich  eintretende) Erschwerung 
  • Erschwerung einer bereits bestehenden Krankheit durch Hinzutreten einer weiteren Schädigung.

postoperative Risikofaktoren 

  • Immoblität einzelner Körperteile 
  • Gips, Schienen 
  • Ab- und zuleitende Systeme 
  • Schmerzen

Schäden durch Gipsverbände

  • Urschache:
    • zirkulärer Gips 
  • Prävention
    • Gipskontrolle 
    • Knochenvorsprünge polstern
    • Extremitäten hochlagern 

Thrombose 

  • empfohlene Prophylaxe 
    • genormten Kompressionsstrümpfe und niedermolekulares Heparin
    • Kein Unterschied zwischen Knie und Oberschenkellangen Strümpfen

Harnverhalt Anurie Risikofaktoren

  • Operationen im Urogenital-/Analbereich, Knie, Hüfte, Hernien
  • Spinal-oder Epiduralanästhesie
  • Bekannte Harnabflussstörung (z.B. Prostatahyperplasie)
  • Männliches Geschlecht
  • Höheres Alter
  • Längere Operationsdauer 

Ursachen des Harnverhalt 

  • Reflektorische Miktionssperre
  • Überlaufblase
  • Prärenale Ursachen (Hypovolämie, BD-Abfall)
  • Renale Störungen (Nierenversagen)

Harnverhalt/ Anurie Prophylaxe 

  •  

Anurie Therapie 

  •  

Mögliche Spätfolgen der Anurie 

  • Überdehnung der Blase 

Risikofaktoren 

  • Art der Operation 
  • Nebendiagnose wie Gerinnunggstörungen
  • Medikamente wie ASS, NSAR, Heparin, Cumarin 

Ursachen des Nachbluten

  • abgerutschte Gefässligatur
  • sponten wiedereröffnung thrombosierter Gefässe 
  • selten Gerinnungsstörungen

Symptome und Diagnostik des Nachbluten

  • Anschwellen im Wundgebiet 
  • Abfall von Hb und Hk
  • Schocksymptome 
  • Sichtbarer/ unsichtbarer Blutverlust 

Prophylaxe des Nachblutens 

  •  

Therapie Nachblutung 

  •  

Symptome der Wundhämatome 

  • Schmerzhafte Anschwellung Wundgebiet 
  • Bläuliche Verfärbung 
  • Meist keine Allgemeinsymptome 

Prophylaxe des Wundhämatoms 

  • Drainage
  • Sandsack

Therapie und Komplikation des Wundhämatom

  • Therapie 
    • Spontanresorption 
    • evt operative Hämatomausräumung 
  • Komplikation
    • Wundinfekt 

Postoperative nausea and vomiting (PONV)
Risikofaktoren

  • St. n. PONV
  • Reisekrankheit
  • Postoperative Opioideinnahme
  • Weibliches Geschlecht
  • Nichtraucherstatus
  • Narkosedauer
  • Inhalationsanästhetika /Lachgas

PONV

Ursachen

 

  • Pathophysiologie weitgehend ungeklärt
  • Verschiedene Rezeptoren beteiligt (Dopamin, Serotonin, Histamin, Acetylcholin, Substanz P)
  • Schmerzen 

Prophylaxe PONV

  •  

PONV Therapie 

  •  

PONV Komplikation 

  • Aspiration
  • Atemwegsobstruktion
  • Pneumothorax
  • Nahtdehiszenz
  • Flüssigkeitsimbalanzen

Risikofaktoren für Störungen des Flüssigkeithaushaltes 

  • Nahrungs- und Flüssigkeitskarzen
  • Trauma 
  • Infektion 

Definition Dehydratation 

Gesteigerte Abnahme der Körperflüssigkeit und ungenügende  Flüssigkeitsaufnahme, was zur Dehydratation führt. Der Flüssigkeitsverlust kann über den Magen-Darm-Trakt, die Lunge, die Nieren oder über die Haut erfolgen.

Übersicht Dehydratation 

Übersicht Hyperhydratation 

Mögliche Spätfolgen der Störungen des Flüssigkeitshaushaltes

  • Koma,
  • Delir 
  • Schädigung der Niere (Nierenversagen)
  • Herzrhythmusstörungen 
  • Spitahlaufenthaltsdauer erhöht
  • Mortalität erhöht 

die wichtigsten nosokominale Infektionen und ihre Auswikrungen 

Ursachen einer Noskominalen Infektion 

  • Endogene oder exogene Übertragung von 
    • Bakterien
    • Viren 
    • Protozoen 
    • Plize
    • Würmer 

Harnwegsinfekte (HWI)

  • Symptome 
    • Urin riecht unangenehm, ist dunkelgelb
    • Brennen bei Miktion 
    • Pollakisurie 
    • Fieber 
  • Diagnose 
    • Urinstatus 
  • Frühstens 2 - 5d nach Katheterismus auf 
  • Prophylaxe
    • DK vermeiden oder nach 1 -2 d ziehen 
    • Korrekte Intimpflege 
    • suprapubischer Katheter wenn ein Katheter längere Zeit nötig ist 
  • Therapie 
    • Antibiose 

Wundinfektionen 

  • Symptome 
    • Rötung
    • Schwellung 
    • Überwärmung 
    • Schmerzen (pochend)
    • Fieber 
    • Exsudat riecht unangehenm 
    • verzögerte Wundheilung 
  • Diagnose: Wundabstrich
  • 3 - 7d postoperativ, selten später 
  • Prophylaxe 
    • sterile Operation 
    • Steriler VW, keine durchnässten Verbände 
  • Therapie 
    • Wunderöffnung durch Teilfädenent
    • evt systemische Antibiotikagabe 
    • Wundtherapie, Wundspülung 

Pneumonie 

  • Ursachen 
    • schmerzbedingte Schonatmung 
    • Sekretverhaltung im Bronchialsystem 
    • Minderbelüftung infolge Zwerchfellhochstand bei Meteorismus 
    • Aspiration
    • Langzeitbeatumng 
  • Riskofaktoren
    • ältere, schwer mobilsierbare Pat. mit Thorax- oder Abdominaleingriffen
  • Symptome 
    • Husten 
    • Fieber 
    • Dyspnoe 
    • Pleuraerguss
  • Diagnose 
    • Rönten
    • Sputumanalyse 
  • Meist 3 -5d postoperativ
  • Prophylaxe 
    • Atemgymnastik, Physiotherapie, Frühmobilisation
    • Inhalation
    • Analgeseie 
  • Therapie
    • wie Prophylaxe 
    • Antibiose 

Bakteriämie 

  • Symptome 
    • Rötung, Überwärmung 
    • Schwellung 
    • Schmerzen 
    • Fieber 
  • Diagnose 
    • Katheterspize analysieren
  • 3 - 5d nach Kathetereinlage 
  • Prophylaxe 
    • aseptisches Handling 
    • tgl Kontrolle der ESS 
    • Infusionsystem alle 72h wechseln
  • Therapie 
    • Entfernung des PVK

Mögliche Spätfolgen der Nosokominale Infektionen 

  • Sepsis 
  • Spitalaufenthalt verlängert 
  • Mortalität erhöht 

Systemisches inflammatorisches Response Syndrom (SIRS)

  • Systemische Entzündungsreaktion des Körpers auf Noxe unterschiedlicher Genese.
  • Ein SIRS liegt vor, wenn mindestens 2 der folgenden Bedingungen erfüllt sind:
    • Fieber >38°C oder Hypothermie <36°C
    • Tachykardie >90
    • Tachypnoe >20
    • Leukozytose oder Leukopenie
    • frühzeitige Erfassung des SIRS sehr wichtig!

Postaggressionsstoffwechsel Definition 

«Veränderung der Stoffwechselsituation, die durch traumatische Einwirkungen (Aggressionen) verschiedenster Art hervorgerufen wird (z.B. Operation, schwere Verbrennung). Es handelt sich um eine Störung des neurohormonalen Gleichgewichtes, wobei Abbauvorgänge der Körpersubstanz (Katabolismus), Energieverwertungsstörungen sowie Wasser-und Elektrolytverschiebungen im Vordergrund stehen.»

Postaggressionsstoffwechsel Folgen 

  • Negative Proteinbilanz (negative Stickstoffbilanz)
  • negative Kalorienbilanz (Katabolismus)
  • Negative Kaliumbilanz (Hpokaliämie)
  • Wasserretention (Oligurie)

Allgemeinsymptome des Postaggressionsstoffwechsels 

  • Müdigkeit 
  • Müskelschwäche 
  • Durst, trockene Zunge 
  • Depressive Stimmungslage 
  • Erhöhte Pulsfrequenz
  • Minderung der Darmperistaltik

Postaggressionsstoffwechsel Prophylaxe und Therapie

 

  • Präoperative Massnahmen
    • Möglichst anabole Ausgangssituation (guter Allgemeinzustand, Energiereserven)
    • Elektrolytausgleich (Hypokaliämie), Blutzuckereinstellung
    • Ausreichende Volumenzufuhr
  • Intraoperative Massnahmen
    • AtraumatischeOperationstechnik
    • Adäquate intravenöse Volumenzufuhr
  • Postoperative Massnahmen
    • Zurückhaltung bei NaCl-haltiger Infusionslösung am ersten postoperativen Tag 
    • Engmaschige Kontrolle der Diurese
    • Elektrolytkontrolle, ev. Kaliumausgleich
    • Keine hochkalorischen Infusionslösungen in den ersten 2-3 Tagen (Energieverwertungsstörung)
    • Blutzuckerkontrollen
    • Abbau von Angst und Schmerz

Shivering Prophylaxe und Therapie 

  • Postoperative Massnahmen
    • Zurückhaltung bei NaCl-haltiger Infusionslösung am ersten postoperativen Tag 
    • Engmaschige Kontrolle der Diurese
    • Elektrolytkontrolle, ev. Kaliumausgleich
    • Keine hochkalorischen Infusionslösungen in den ersten 2-3 Tagen (Energieverwertungsstörung)
    • Blutzuckerkontrollen
    • Abbau von Angst und Schmerz

Lernen