Schock

Sirmed Schock

Sirmed Schock


P. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Stadien und Reaktionen von Schockzuständen im medizinischen Kontext. Sie behandeln Themen wie Sepsis, neurogener Schock, septischer Schock, anaphylaktischer Schock und kardiogener Schock, wobei sie sich auf Schlüsselbegriffe wie Stadium, Azidose, Volumen, Haut, Vasodilatation und HZV konzentrieren. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachpersonal, die ein tieferes Verständnis der Pathophysiologie und Therapie von Schockzuständen erlangen möchten.
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Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
07.08.2019 / 16.10.2019

Cartes-fiches

Ursache - Cardiogener Schock 

myokardiales Pump versagen durch ein intrakardiales Problem (-> mechanisches

Auslöser - Cardiogener Schock

Myokardinfarkt

Herzrhythmusstörungen

Dekompensierte Herzinsuffizienz

Pathophysiologie - Cardiogener Schock

.

Klassifikation des Schocks

- Hypovoläm

  • Hämorrhagisch
  • nicht hämorrhagisch

- Obstruktiv

- Kardiogen

- Distributiv

  • Anaphylaktisch
  • septisch-toxisch
  • Neurogen

Veränderungen im Schock

- Zellulär

- Hormonell

- Mikrozirkulation

- Kardiovaskulär

Warme Ischämizeiten

- Herz, Gehirn, Lungen

  • 4-6 Minuten

- Nieren, Leber, GI-Trakt

  •  45-90 Minuten

- Muskeln, Knochen, Haut

  • 4-6 Stunden

Beeinflussende Faktoren beim Schock

- Alter des Pat

- Vormedikation

- Vorerkrankungen

- Bestehende Schwangerschaft

Reaktionen

- Atemfrquenz

- AZ Volmen

- Herzfrequenz

- GCS

- Unruhe

- RR sinkt

- Zentralisation

- Zelluläre O2 Aufnahme wird gesteigert

- Störung der Mikrozirkulation

- ADH AUsschüttung

- Renin-Angiotensinogen-Aldosteron-System

Gegenreaktionen

- Sofortraktion

  • Nervensystem und hormonell

- Mittelfristig

  • RAAS -> Flüssigkeitsresorption

- Langfristig

  • Erytropoetin, ADH

Komplikationen

- Akutes Nierenversagen

- Schocklunge (ARDS)

- Gerinnungsversagen

- Leberversagen

- Infekte

- MOV Multiorganversagen

Tödlicher Trias im Schock

- Azidose

- Koagulopathie

- Hypothermie

 

Definition Schock

Mangel an Gewebsperfusion (Oxygenation) auf zellulärer Ebene (generalisiert), welche zu einem anaeroben Stoffwechsel und zum Verlust der lebensnotwendigen Energieproduktion führt.

Missverhältnis zwischen O2-Bedarf und -Angebot

tödliche Trias

Hypothermie

- Durch Wärme- oder Blutverlust herbeigeführt

- Trägt zu einer Koagulopathe bei

 

Azidose

- durch anaeroben Stoffwechsel entsteht Laktose

- Azidose trägt zur Koaguloptahie bei

 

Koagulopathie

- durch Verbrauch von Thrombyzten etc.

- durch Azidose oder Hypothermie herbeigeführt

- bei Polytrauma allf. Hyperfibrinolyse

Schockphasen

- kompensiertes Stadium

- dekompensiertes Stadium

- irreversibles Stadium

Kompensiertes Stadium

- ab Volumenverlust von ca. 500 ml oder Fehlverteilung von Volumen

- Verminderung des venösen Rückstroms

- Kompensationsmechanismen werden initiiert

- Pressorezeptoren (Baro-) registrieren BD-Abfall

- Sympathoadrenerge Reaktion

- Katecholamine werden ausgeschütet

- Aufrechterhaltung eines adäquaten HZV und ausreichender BD

  • a1-Rezeptoren: Vasokonstriktion
  • b2-Rezeptoren: positive Inotropie, positive Chronotropie
  • BD meist in normotonen Grenzen

- Mikrozirkulationsstörung (Perfusion in gewissen Organen wird gedrosselt, z.B. Haut, Skelettmuskulatur, Darm, Nieren und Leber=

- Blutzirkulation in Gerhin, Herz und Lunge wird gesichert durch Zentralisation

- 

Dekompensiertes Stadium

- sympathoadrenerge Reaktion wird forciert

- Kreislaufzentralisation

- BD kann nicht mehr vollständig kompensiert werden -> Hypotonie

- Forcierte Tachykardie

- Evtl. Ischämie von Kapillargebieten aufgrund unterschrittenem Verschlussdruck in Arteriolen (zu hohe Vasokonstriktion)

- Mikrozirkulationsstörungen

  • Minderdurchblutung der Organe
  • Ischämie der Kapillargefässe
  • Hypoxämie
  • Zellhypoxie
  • Anaerobe Glykolyse
  • Metabolische Azidose (Anhäufung von Pyruvat und Laktat)

- akute metabolische Azidose

irreversibles Stadium

- in betreffenden/abgetrennten Kapillargebieten steigt die Blutviskosität und feste Bestandteile des Blutes verändern sich

- Entformung der EC's (verlieren Wasser) ->  Formen sich aneinander wie Geldrollen -> Verstopfen Gefässe (Sludge-Phänomen)

- Gefahr von Thrombenbildung aufgrund von Thrombozytenaggregation (werden durch Hämostase aktiviert)

- Thrombozytopenie

- Verbrauchskoagulopathie (Abnahme einzelner Gerinnungsfaktoren)

- schwere Veränderungen

  • schwere metabolische Azidose
  • Ausfall Zitronenzyklus in der Zelle
  • Extrazellulärer Natriummangel
  • Zelltod

- Minderperfusion der Organe = Schockorgane (Funktion der Organe versagen)

- Vasodilatation in arteriellen Gefässen (durch Azidose und Hypoxie Zellen def. geschädigt)

- Freisetzung zahlreicher Mediatoren

- inflammatorisch Reaktion in Organisums (SIRS)

- Katecholamine aufgrund Azidose inaktiviert

Pathophysiologie des Schocks

Symptome kompensiertes Stadium

  • Unruhe
  • Blässe
  • Zyanose der Akren (nicht zwingend, z.B. Anämie)
  • Dyspnoe
  • Hyperventilation/Tachypnoe
  • Tachykardie (>100/min)
  • Normoton bis Hypoton
  • wach und ansprechbar
  • Durst

Symptome dekompensiertes Stadium

  • Unruhe, Angst
  • Bewusstseinstrübung (Somnolenz) bis Koma
  • Kaltschweissigkeit
  • Tachypnoe oder Hyperventilation
  • Massive Tachykardie (>120)
  • Hypotension
  • Oligurie
  • Metabolische Azidose

Symptome irreversibles Stadium

  • Zusammenbruch des kardiozirkulatorischen Systems, Koma
  • BD-Abfall bzw. fehlender BD trotz Volumentherapie
  • Abnahme der Körpertemperatur (Hypothermie)
  • kalte, feuchte, marmorierte Haut
  • Bradypnoe
  • Bradykardie
  • Rhythmusstörungen
  • Anurie

Hypovolämischer Schock

- hämorrhagischer Schock ist Untergruppe des Hypovolämischen Schocks

- intravaseler Volumenmangel aufgrund Volumenverlust

- Vorlast vermindert

- Abnahme des HZV

- Sympathoadrenerge Gegenregulation

- Katecholaminausschüttung forciert

  • Vasokonstriktion
  • positive Inotropie

- Zentralisation

 

Kardiogener Schock

- Verminderung der (links-)kardialen Pumpleistung -> insuffiziente O2-Versorgung der Organe

- andere Ursachen müssen ausgeschlossen und kardiale Dysfunktion nachgewisen werden

- evlt. gestaute Halsvenen oder Lungenoedem

- sympathoadrenerge Reaktion

- Widerstandserhöhung (Nachlast, durch Vasokonstriktion) -> zusätzliche Herabsetzung des HZV und Stress für Herz

Anaphylaktischer Schock

- Akute Verteilsstörung des Blutvolumens (distributiver Schock)

- Überempfindlichkeitsreaktion (igE-abhängige und igE-unabhängig)

- Antigen-Antikörper-Reaktion (erst bei mehrmahligem Kontakt, nicht bei erstem Kontakt mit Antigen)

- Nebenwirkungen verusacht durch Mediatoren verursacht

  • Histamin: Vasodilatation, erhöhte Zellpermeabilität mit Flüssigkeitseinwanderung ins Interstitium
  • Serotonin: Arteriolenkonstriktion (Niere, Lunge) und Arteriolendilatation (Skelettmuskulatur)
  • Bradykinin: Vasodilatation der peripheren Arterien und Arteriolen
  • Protaglandine: Vermehrte Schleimproduktion, Hautreaktionen (Juckreiz Quaddeln, Rötung)

- Schleimhautoedeme

- Antigen-Antikörper-Reaktion in der Lunge (gleiche Symptome wie beim Asthma bronchiale): Bronchiolenspasmus, Schleimhautoedem und Hypersekretion 

- Dyspnoe und Tachypnoe bis Hypoxie

- periphere Gefässwiderstand ist herabgesetzt (Volumen versackt in der Peripherie)

- sympathoadrenerge Reaktion: Inotropie und Chronotropie steigen

- vasodilatierender Effekt der Mediatoren überwiegen in Peripherie -> Wirkung der Katecholamine gehemmt

- relativer Volumenmangel

- klinisches Bild wie bei Hypovolämen Schock

Septischer Schock

- Sepsis-induzierte Verteilsstörung (distributiver Schock)

- Entsteht infolge einer Invasion pathogener Mikroorganismen oder deren toxischen Effekt

- Freisetzung von Endotoxinen (Zerfallsprodukte der Bakterienwand) oder von Exotoxinen (Stoffwechselprodukt der Bakterien) -> vasoaktive Substanzen

- hyperdyname Phase:

  • Haut feucht, warm, rosig, Fieber, evtl. Schüttelfrost
  • Erhöhtes HZV
  • Tachykardie, Hypotension und Hyperventilation
  • vasoaktive Substanzen führen zur Vasodilatation und erhöhter Gefässpermeabilität -> Volumen versackt in Peripherie
  • relative Hypovolämie

- Hypodyname Phase

  • HZV drastisch erniedrigt
  • sympathoadrenerge Reaktion führt zu Zentralisation (kalte, blasse und zyanotische Haut)
  • Gewebshypoxie, Azidose, Gerinnungsstörung
  • endet im Multiorganversagen
  • Letalität zwischen 40 - 60% (unbehandelt)

 

 

Neurogener Schock

- Beruht auf einer generalisierten und ausgedehnten Vasodilatation

- infolge einer Störung der sympathischn und parasympathischen Regulation der glatten Gefässmuskulatur

- sehr selten auftretend

- traumatische Schädigung des sympathischen Nervensystems

- Haut warm und trocken (da kein Sympathikus)

- Fehlende Ausschüttung von Katecholaminen aus Nebennierenmark

- Gefässwiderstand nimmt ab, Arterien und Arteriolen dilatieren -> Blut versackt

- HZV erniedrigt

- normofrequent bis bradykard (keine Sympathikusintervention)

- häufig gute Therapeutische Beherrschbarkeit (Volumentherapie, ggf. Katecholamine

Sepsis

- Erreger: Bakterien, Viren und Pilze

- Erreger lösen Immunreaktion aus

- Erreger schüten Exotxoine und durch ihre Zerstörung Endotoxine aus

- Immunreaktion Zytokine ausgeschüttet

- Zytokine und Endotoxine greifen Endothelwände in Gefässe an -> Capillary Leak -> Volumen geht ins Interstitium

- angegriffene Gefässwand schüttet NO (Stickstoff) aus -> bewirkt Vasodilatation

- Kaputte Endothelzellen schütten Tissue Factor aus

- Tissue Factor aktiviert Gerinnungssystem -> hemmt Koagel-Auflösung und aktiviert Gerinnung (vermehrte Thrombenbildung)

- Überreaktion des Gerinnungssystems -> Koagulopathie -> DIC -> Petechien

- HZV nimmt ab (verminderte Vor und Nachlast) -> myokardial Dysfunktion

- Endokrine Dysfunktion aufgrund freigesetzter Zytokine: Nebenniereninsuffizienz (Aldosteron, Kortisol), Leberfunktion, Insulinproduktion

- Hyperdynamephase: Normoto, Tachykard, Haut noch warm

- Hypodynamephase (dekompensiert): Kalt, schweissig, blass, Hypoton, Tachy bis Bradykard

- Umstellung auf aneroben Stoffwechsel in den minder perrfundierten Bereichen

 

Therapie: Volumen, Vasokonstriktoren (Nor), Antioniotika

Étudier