Modul der UZI


L. W.
Diese Lernkarten behandeln ökologische Prinzipien auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Artenvielfalt, Populationsdynamik und Umweltfaktoren. Sie decken Themen wie Artensterben, Nahrungsinteraktionen, Konkurrenzformen, Körpertemperaturregulation und Methoden zur Populationsbestimmung ab. Besonders nützlich für Biologiestudenten, die ein tiefes Verständnis der Wechselwirkungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt erlangen möchten.
Flashcards
36
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
06.06.2019 / 07.01.2025

Flashcards

Ökologie def.

wissenschaftliche Untersuchung der Wechselwirkungen, welche die Verbreitung und Häufigkeit von Organismen bestimmen.

Wo, wie viele und warum

6 Betrachtungsweisen von Ökologie

Individuum

Population

Community

Ökosystem

Biome

Biosphere

Dichtebestimmung 3 Methoden und 3 Verteilungen

Transektmethode

Rastermethode

Fang-Wiederfang-Methode

 

Gleichmässig

Aggregiert/geklumpt

zufällig

Transektmethode

Auf einem Abschnitt/Linie durch das Habitat gehen und Individuen zählen.

Geeignet für grosse/mobile Organismen (Elefanten)

Rastermethode

viele Raster machen und abzählen.

geeignet für kleine, sesshafte Arten (Pflanzen)

Fang-Wiederfang-Methode

Geeignet um die Populationsgrösse zu schätzen.

Es werden 50 Individuen gefangen und markiert. Nach einiger Zeit werden 30 Individuen wiedergefangen, davon sind 6 markiert. 50x(30/6)=250

Abiotische Umweltfaktoren (5 Faktoren)

physikalisch, chemisch, mechanische Faktoren:

Temperatur

Feuchtigkeit

Salinität

pH-Wert

Wind

Auswirkung von abiotischen Umweltfaktoren auf die Verbreitung einer Population (8 Auswirkungen)

Intensität (Höhe der Temperatur)

Intensitätsverteilung (konstant, wechselnd)

Wichtigkeit des Faktors für den Organismus

Dauer der Einwirkung (1 Tag, ganzer Winter)

Wechselwirkungen (Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit)

Toleranzbereich des Organismus

Entwicklungsstadium (Ei, Larve, Adult)

Akklimatisation (Gewöhnung)

Biotische Faktoren (4 Faktoren)

Wechselwirkungen mit anderen Organismen:

Mutualismus

Konkurrenz

Parasitismus

Prädation

Temperatur Auswirkungen

bei höherer Temperatur ist vieles Schneller: Wachstum, Bewegungm, Herzschlag

Gegen Äquator tendenziell grössere Arten, gegen Pole tendenziell kleinere

Auswirkungen von Extremtemperaturen

zu niedrig: Eisbildung, Zerstörung von Zellstrukturen, Störung von zentralnervösen Steuerungszentren

zu hoch: Denaturierung von Proteinen, Erhöhung der Zerfallrate von Enzymen, Struktur von Membranen wird zerstört

2 Formen von Körpertemperaturen und 2 Formen der Regulation

Homoiotherm: Gleichwarm, konstante Körpertemperatur

Poikilotherm: wechselwarm, veränderliche KT

 

Endotherm: Regulation der KT im eigenen Körper

Ektotherm: Regulation durch die Umwelt

4 Beispiel zu Körpertemperatur und Regulation

Primaten: Homoiotherm, Endotherm

Tiefseefisch: Homoiotherm, Ectotherm

Kolibri: Poikilotherm, Endotherm

Schlange: Poikilotherm, Ectotherm

Allen'sche Regel

Bei endothermen Tieren werden Körperanhänge mit abnehmender Temperatur kleiner (Ohren bei Fuchs)

Bergmann'sche Regel

Bei endothermen Tieren nimmt die Körpergrösse in kalten Gebieten zu. Verhältnis der Oberfläche zum Volumen nimmt ab. Hitzeerhalt einfacher.

Ökologische Nische def.

Teil der Umwelt, der von einer Art genutzt wird.

Populaiton def.

Gruppe von Individuen einer Art, die zum selben Zeitpunkt im gleichen Raum zusammen vorkommen.

4 Faktoren der Populationsveränderung

Natalität

Mortalität

Immigration

Emigration

3 Lebensgeschichten von Organismen

Iteropar (mehrmals fortpflanzen), saisonal, Vögel

Iteropar, durchgehend, Käfer, Mensch

semelpar (einmal fortpflanzen), lange Jugendphase, Energie wird für Wachstum gebraucht, Lachs, Wüstenpflanzen

Frage der Energie: Fortpflanzung vs. Wachstum

3 Überlebenskurven

Typ 1: Neugeborene und Erwachesene sterben selten, hohe Mortalität im Alter (Mensch)

Typ 2: konstante Sterberate (Vögel)

Typ 3: viele junge Individuen sterben häufig, niedere Mortalität im Alter (Pflanzen)

Populationsgleichung

N(t+1) = N(t) + B - D + I - E

Hemmende Faktoren des Populationswachstums

Dichteunabhängige: Licht, Temperatur, Feuchtigkeit, Nahrungsqualität, nicht-spezifische Fressfeinde, nich-ansteckende Krankheiten

Dichteabhängige: intraspezifische Konkurrenz um Nahrung, Raum und Partner, artspezifische Feinde, ansteckende Krankheiten

Kapazitätsgrenze der Umwelt

Natalität sinkt, da nicht genug Futter für alle

2 Fortpflanzungsstrategien

r-Strategen: mobil, klein, kurzlebige Arten, kurzlebige Lebensräume, viele kleine Nachkommen, hohe Mortalität

k-Strategen: sexuelle Selektion, grosse Arten, langlebige, wenige, grosse Nachkommen, stabile Umwelt

Verbreitung 2 Formen

Wanderbewegung: massenhafte gerichtete Abwanderung bei Gebieten mit knappen Nauhrungsressourcen, meist saisonal

Dispersion: Ausbreitung von Individuen, Samen, junge Löwen

Kolonisation 2 Bedingungen

Erreichbarkeit

Kein Ausschluss (Konkurrenz, Prädation)

 

Reihenfolge der Kolonisation von neuen Inseln: Pflanzen. Vögel, andere Säugetiere

Source-Populaton

Sink-Population

Source-Populaton: zunehmende Wachstumsrate, Emigration in Sink-P.

Sink-Population: abnehmende Wachstumsrate, kann ohne Immigration von Source-P. nicht überleben

 

Ausbeutungskonkurrenz

Individuen mehrerer Arten nutzen gleiche Ressource, wirken sich aber nicht physisch aufeinander aus. Fressen z.B. zu unterschiedlichen Zeiten (Tag-Nacht)

Interferenzkonkurrenz

beeinträchtigen sich direkt im Kamp. Meist ist eine Art besser angepasst als die andere. Konkurrenzschwächere Art wird von dominierender Art beeinflusst. Verschiebung der Realnische.

Ressourcenaufteilung durch Merkmalverschiebung möglich (Darwinfinken)

Nahrungsspektrum 3 Typen

monophag (1 Beute-Typ)

oligophag (wenige)

polyphag (viele)

6 Formen der Nahrungsinteraktion

Prädation

Herbivorie

Detritivorie: Fressen von Abgestorbenem

Koprophagie: Fressen von Fäkalien

Parasitismus: Mikroorganismen leben im Wirt

Mutualismus: Obligat oder fakultativ

Optimal foeraging def.

optimaler Nahrungserwerb in Bezug auf Suchzeit, Handhabungszeit, Ergiebigkeit

In manchen Patches gibt es mehr Nahrung, aber auch mehr Konkurrenz

4 Formen der Diversität

Genetische Diversität

Artendiversität

Ökosystem-Diversität

Funktionale Diversität (Tag-Nacht)

Schlüsselarten

sind praktisch unersetzbar, relativ einzigartig, Effekte bei Entfernung. Bauen ein Ökosystem auf oder modellieren es.

Bienen, Biber

Artensterben 2 Formen

lokales Artensterben

globales Artensterben

 

biologische Vielfalt ist dynamisch. 99% aller Arten, die jemals lebten sind ausgestorben.

5 Anthropogene Ursachen von Artensterben

Habitatzerstörung

Habitat-Fragmentierung

invasive Arten

Klimawandel

Jagd

Study