Photonik TU 2019
Sinnvolle Dinge die bei der mündlichen Prüfung verinnerlicht sein sollen!
Sinnvolle Dinge die bei der mündlichen Prüfung verinnerlicht sein sollen!
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Flashcards
In der Photonik betrachteter Wellenlängen Bereich
einige µm bis 100nm, von Infrarot bis Ultraviolett
Dies ist der Bereich typischer atomarer Anregungsenergien und Austrittsarbeiten.
Die Suszeptibilität \(\chi\) [chi]
Sie ist die fundamentale Beziehung zwischen Feld und Materie
\(\vec{D} = \varepsilon_0(I+\tilde\chi) \vec{E} \qquad \vec{P} = \varepsilon_0 \tilde\chi \vec{E}\\ \tilde\varepsilon_r = I+\tilde\chi \\ \varepsilon_r = 1 + \chi\)
Die Polarisation P ist nicht instantan, daher ist chi frequenzabhängig.
Außerdem ist P und E nicht immer parallel -> chi im allgemeinen ein Tensor 2.Stufe
Vorallem bei hohen Feldern merkt man dann, dass chi auch Feldabhängig ist.
Außerdem hängt P nicht nur von der lokalen sondern auch vom umliegenden Feld ab.
im
Von Maxwell-Gleichungen zu Wellengleichung
Man beginnt mit dem Induktionsgesetz und dem Ampere-Maxwell-Satz im ladungs- und stromfreien Feldgebiet.
\(\nabla \times E = - \partial_t \mu_0H \\ \nabla \times H = \partial_t D\\ \nabla \times (\nabla \times E) = -\partial_t^2\mu_0D \\ \nabla(\nabla \cdot E) -\nabla^2E = -\displaystyle \frac{\varepsilon_r}{c_0^2}\partial^2_t E\)
Helmholz Darstellung der Wellengleichung
Wenn man die einfache Wellengleichung in den Frequenzbereich bringt.
\(\nabla^2 \tilde E(\vec x,\omega) + \displaystyle \frac{\omega^2 \varepsilon_r}{c_0^2} \tilde E( \vec x , \omega) = 0\)
Von Frequenzbereich in den Zeitbereich (von E)
\(E(\vec x, t) = Re[\tilde E(\vec x , t )] \\ \tilde E (\vec x , t) = \tilde E(\vec k , \omega) \; e^{-j(\vec k \cdot \vec x - \omega t)}\)
\vec{k} und \omega sind von einander abhängig
\(| \vec k | = k \qquad k^2 = \frac{\omega^2 \varepsilon_r }{c_0^2} \\ k_0 = \frac{\omega}{c_0}\)
Phasengeschwindigkeit von ebenen Wellen bestimmen
Die Ebenen konstanter Phase bewegen sich mit der Phasengeschwindigkeit in Richtung des Wellenvektors \vec{k}.
Nach der Ableitung kann die Phasengeschwindigkeit ermittelt werden.
\(\vec k \cdot \vec x - \omega t = const \\ \vec k \cdot \partial_t \vec x - \omega = 0 \\ v_{ph} = |\partial_t \vec x| = \frac{\omega}{k} = \frac{c_0}{n}\)
wobei n den Brechungsindex angibt.
Der Brechungsindex n
Über die Phasengeschwindigkeit oder die relative Permitivität berechenbar.
\(v_{ph} = \displaystyle \frac{c_0}{n} \qquad n = \sqrt{\varepsilon_r} \\ \displaystyle n = \frac{k c_0}{\omega}\)
Gruppengeschwindigkeit
Am einfachsten anschaulich gemacht durch Überlagerung zweier kolinerarer harmonischer Wellen.
\(E(z,t) = Re\left[E_0 (e^{-j[(k^0 + \Delta k)z-(\omega_0 + \Delta\omega)t]} + e^{-j[(k^0 - \Delta k)z-(\omega_0 - \Delta\omega)t]})\right] = \\ = 2 E_0 \cos\left( z \Delta k - t \Delta \omega \right) \cos\left( \omega_0 t - k^0 z \right)\)
hier wurde k^0 anstatt k_0 benutzt um die ursprüngliche Kreiswellenzahl anzugeben da k_0 oft die Kreiswellenzwhl im Vakuum angibt...
Im zweiten Cosinusterm sieht man, dass sich die Phasenfronten weiterhin mit der Phasengeschwindigkeit ausbreiten.
Der erste Term zeigt die Einhüllende. Durch Ableitung des Arguments des Cosinus gelangen wir zu deren Ausbreitungsgeschwindigkeit.
\(z\Delta k - t \Delta \omega = const \\ \partial_t z = \frac{\Delta \omega}{\Delta k} = v_{g} \\ \; \\ k = \frac{n \omega}{c_0} \\ \displaystyle \frac{1}{v_g} = \frac{\mathrm{d}k}{\mathrm{d}\omega} = \frac{\mathrm{d}}{\mathrm{d} \omega}\left( \frac{n \omega}{c_0} \right) = \frac{1}{c_0}\left( n + \omega \frac{\mathrm{d} n }{\mathrm{d} \omega} \right)\)
Gruppengeschwindigkeit nur Formel
\(v_g = \displaystyle \frac{c_0}{n + \omega(\mathrm{d}n/\mathrm{d} \omega)} = \frac{c_0}{n - \lambda_0(\mathrm{d}n/\mathrm{d} \lambda_0)} \\ \mathrm{d} \omega/ \omega = - \mathrm{d} \lambda_0 / \lambda_0\)
Wichtige Geschwindigkeit bei Interferenzphänomänen
Bei Lichtimpulsen bewegt sich die Phasenfront mit der Phasengeschwindigkeit der Trägerfrequenz fort.
Daher ist bei Interferenzphänomänen die Phasengeschwindigkeit maßgeblich!
Polarisationszustände des Lichts
Die Lage der Feldvektoren im Raum gibt den Polarisationszustand an.
Bei Planwellen liegt der Feldstärkevektor E in einer zu dem Wellenvektor k senkrechten Ebene.
Im allgemeinen Fall rotiert E mit der Periodendauer T = 2pi/ \omega und beschreibt dabei eine Ellipse.
bei Ausbreitung in z-Richtung:
\(E_x(z,t) = E_{0,x} \cos(\omega t -kz) \\ E_y(z,t) = E_{0,y} \cos(\omega t -kz + \Delta \phi)\)
Zwei Spezialfälle: lineare Polarisierung (DeltaPhi = 0), zirkulare Polarisierung (DeltaPhi = +- pi/2[+r,-l])
Räumlich gesehen entsteht eine Helix derern Ganghöhe lambda = 2pi/k beträgt.
(isotropische Medien Vorrausgesetzt)
JONES-Formalismus
Mithilfe des Jones-Vektors J lassen sich Polarisationszustände einfacher angeben. Dieser ist meist auf 1 normiert.
\(\text{linear} \qquad \left[\begin{array}{c} \cos\varphi \\ \sin \varphi \end{array}\right] \\ \text{rechts zirkular }\sigma^+ \qquad \frac{1}{\sqrt{2}} \left[\begin{array}{c} 1 \\ j \end{array}\right]\\ \text{links zirkular }\sigma^- \qquad \frac{1}{\sqrt{2}} \left[\begin{array}{c} 1 \\-j \end{array}\right]\\ \text{allgemein} \qquad \left[\begin{array}{c} \cos \alpha \\ \sin( \alpha) e^{j \Delta \varphi} \end{array}\right] \\ \alpha = \arctan \left( \frac{E_{0,y}}{E_{0,x}} \right)\)
wobei phi der Winkel zur x-Achse ist.
Ebene Welle an Grenzfläche
Trifft eine ebene Welle auf ein medium, kann durch Aufspaltung der Wellengleichung ihr Verhalten beschrieben werden.
\(\displaystyle \nabla^2E - \varepsilon_0 \mu_0 \partial^2_tE = \mu _0 \partial^2_tP\)
Die rechte Seite kann als Quellterm im Medium betrachtet werden. Die Abstrahlung erfolgt in Vorwärtsrichtung (Transmission) und in Rückwärtsrichtung (Reflexion).
Die Transmittierte Welle hat die Phasengeschwindigkeit c_0/n.
Übergang von optisch dünner zu optisch dichter n_i < n_t
Übergang von optisch dichter zu optisch dünner n_i > n_t
pi-polarisierte Felder
TM-polarisiert
sigma-polarisiertes Feld
TE-polarisiert
Reflexionskoeffizient und Transmissionskoeffizient
Verhältnis vom reflektierten/transmittierten Feld zum einfallenden.
\(\displaystyle r = \frac{H_r}{H_i} \qquad t = \frac{H_t}{H_i}\)
Es entstehen unterschiedliche Ausdrücke für den TE bzw TM Fall!
Reflektivität und Transmittivität
Die Reflektivität bzw Transmittivität gibt an, wieviel % der Leistung reflektiert bzw transmittiert wird. Zur Berechnung benötigt man die Reflexions- und Transmissionskoeffizienten.
Sie müssen sich zu 1 ergänzen.
R + T = 1
Brewsterwinkel
Unterhalb des Brewsterwinkels gibt es im pi-polarisiertem Fall (TM) keine Reflexion.
\(\theta^i \leq \theta^{i,B} = \arctan \frac{n_t}{n_i}\)
Totalreflexion
Totalreflexion nur bei n_i > n_t
Totalreflexionsbedingungen ergeben sich, wenn die Tangentialkomponente im optisch dünnerem Medium imaginär ist.
Im optisch dünneren Medium stellt sich dann ein exponentiell abfallendes evaneszentes Feld ein.
\(E^t = E_0^t \;e^{-\gamma^tz}e^{-j(k_x^ix-\omega t)} \\ k_z^t = -j\gamma^t\)
Der Reflexionskoeffizient ergibt sich zu einer Phasenverschiebung [e^(-j phi)-Term] welche für sigma- und pi-polarisierte Wellen unterschiedlich sind!
optischer Tunneleffekt bei Totalreflexion
Wird in das evaneszente Feld ein drittes Medium mit ausreichend hohem Ausbreitungsindex gebracht, kann das Feld wieder an ausbreitungsfähige Wellen koppeln.
Der Tunneltransmissionskoeffizient ergibt sich bei Abstand d näherungsweise zu
\(t_{tunnel}=tt' e^{-\gamma^t d}\)
Wobei t und t' die Transmissionskoeffizienten vom ersten Medium in die Lücke bzw von der Lücke ins dritte Medium sind.
Zeitabhängigkeit der Polarisation
In welchem Frequenzbereich ein Medium Polarisierbar ist, hängt davon ab welche Polarisationsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und wie Träge die jeweiligen Mechanismen reagieren.
Schwere Strukturen können sich nicht schnell an schnelle Ladungsänderungen anpassen.
elektronisches Polarisationsmodell
Mit entsprechenden Parametern auch für ionische und molekulare geeignet
\(m_e \ddot x + b \dot x + ax = -e(E + v\times B)\)
a ist die Rückstellkraft und b ist die Dämpfung.
Wobei im optischen Bereichen der Beitrag des magn. Feldes im allgemeinen vernachlässigt werden kann.
-e ist die elektrische Ladung eines Elektrons.
Absorptionskoeffizient alpha
Mit komplexer Suszeptibilität und damit einhergehender Permitivität gelangt man auch zu einem komplexen Ausbreitungsindex (= Brechungsindex)
Der Imaginärteil dieses Indexes gibt die Dämpfung der Amplitude in Ausbreitungsrichtung an.
\(\tilde n = n - j\kappa \\ E(\omega)e^{-j\tilde kz} = E_0 e^{-\kappa k_0 z }e^{-jnk_0z}\)
Die Intensität ist proportional zum Betragsquadrat der Amplitude, daher gilt:
\(\displaystyle \frac{I(z)}{I(0)} = e^{-2\kappa k_0 z} = e^{-\alpha z} \\ \alpha = 2 \kappa k_0\)
1/alpha bezeichnet die Absorptionslänge, nach der die Intensität auf 1/e-tel abgesunken ist.
Die Phasengeschwindigkeit ist trotz allem c_0/n.
Ebene Welle
\(\vec E = \vec E_0 e^{-j(\vec k \cdot \vec x - \omega t)}\)
Wellenvektor k
\(\vec k = k_0 n \cdot \vec e\)
Gausscher Strahl definition
Intensitätsverteilung des Strahls normal zur Ausbreitungsrichtung ist gaußverteilt.
Ansonsten wäre die Intensität im Brennpunkt unendlich.
Rayleigh Länge
\(z_r = \displaystyle \frac{ \pi w_0^2}{\lambda}\)
mit w_0 Strahlquerschnitt am Fokuspunkt. (at the waist)
Geometrisch ersichtlich mit paralleler linie bei höhe w_0/2 (bzw -w_0/2) und der divergierenden.
Wenn näher als die Rayleigh length, dann kann der Strahl parallel angesehen werden. Wenn über z_r, dann sind wir im Fernfeld und damit eine sperical Phasenfront
Gaußscher Strahl Öffnungswinkel im Fernfeld
Im Fernfeld nimmt der strahl eine Konische Gestallt mit dem Öffnungswinkel 2* theta an
\(2\theta_0 = 2 \arctan \displaystyle \frac{\omega _0}{z_r} \approx 2 \frac{\omega _0}{z_r} = \frac{2 \lambda }{\pi \omega _0}\)
Krümmungsradius des gaussschen Strahls R
R ist bei z=0 unendlich, dass heißt, dass Dort der Strahl planar ist.
Bei z = z_r gilt, dass der Strahl dort seine minimale Krümmung hat R = R_min
Bei z>>z_r, also im Fernfeld gilt R~z
Linsen zur Krümmungsänderung von Gaussschen Strahlen
- normale Linse - normal Verlustbehaftet (konvex)
- dünne spärische plankonvex Linse - superdünn, phasenverschiebung
- GRIN-Linse - gradienten index linse - n in Platte verändert sich entsprechend
- Kerr-Linse - Strahl fokussiert sich selbst - kann bei zu dicken Linsen die Linse zerstören
- Sphärische Spiegel
Krümmungsradien von Linsen und Spiegeln
Ist der Bauch konkav war sie brav, ist er konvex hatte sie sex.
Krümmungsradien von Konkaven Spiegeln sind per konvention mit einem negativen Vorzeichen versehen.
Gaussscher Strahl beim Übergang in ein anderes Medium mit anderem Brechungsindex
von n zu n'
Unter Annahme von stetigem Amplituden- und Phasenverlauf transversal zur Grenzfläche:
Die neue Taille (Fokus) ergibt sich zu \(z' = z \frac{n'}{n}\)
KERR-Effekt
Intensitätsabhängigkeit des Ausbreitungsindixes n
Allgemeine Feldstärke-Funktion für Impulsausbreitungsuntersuchungen
\(\vec E (z,t)= a(z,t) \vec n \\ a(z,t) = A(z,t) e^{-j(k^0z-\omega _0 t)}\)
mit A als Einhüllende und \vec{n} als Polarisationsrichtung
Intensität eines Impulses
\(\displaystyle I = \frac{n |a|^2}{2Z_0}= \frac{n |A|^2}{2Z_0}\)
Proportionalität zwischen Impulsdauer und Breite dessen Frequenzspektrums
Stauchung in Zeitdomäne führt zu Streckung des Spektrums im Frequenzbereichs.
INDIREKTES VERHÄLTNIS
Dispersionsrelation
\(k = \frac{n \omega }{c_0}\)
Dispersionslänge
Die Dispersionslänge \(\zeta\) (zeta) gibt an, nach welcher Ausbreitung (in m) der Puls um den Faktor sqrt(2) verbreitert ist.
Je kürzer der Puls, desto geringer auch die Dispersionslänge.