Nicht relevante Wirkstoffe Dresden
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Samuel Kuhn
Samuel Kuhn
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene Wirkstoffe und deren Anwendung auf universitärem Niveau. Sie behandeln Themen wie die Hemmung von Enzymen, die Behandlung von HIV, Tuberkulose und Gicht, sowie die Prophylaxe von Infektionen. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachleute, die sich mit der Pharmakologie und Therapie dieser Erkrankungen vertraut machen möchten.
Karten
15
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.01.2019 / 22.01.2019
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Lernkarten
Isoniazid
- Antituberkulotikum
- 4er und 2er-Kombination
- NW: Neuritis (Vit B6!), Hepatitis (mit intrahepatischem Ikterus)
Rifampicin
- Antituberkulotikum (bakterizides Antibiotikum aus der Gruppe der Ansamycine / Rifamycine)
- 4er und 2er-Kombination
- auch bei Lepra
- NW: Cholestase (Leberwertkontrolle!), GIT Störung, Red man syndrome
- Teratogenität => nicht bei Schwangerschaft!
- Interaktion durch Induktion von CYP3A4!
Ethambutol
- Antituberkulotika
- 4er-Kombination
- NW: N. opticus-Schaden!
Pyrazinamid
- Antituberkulotika
- 4er Kombination (mit Isoniazid, Rifampicin und Ethambutol)
- NW: Hepatotoxizität, Hyperurikämie
Aciclovir
- bei Herpes
- hemmt bevorzugt die virale DNA-Synthese
- Aciclovir-Triphosphate besonders von viralen DNA-Polymerase als Substrat => Kettenabbruch und Enzymhemmung
Oseltamivir
- Neuramidinasehemmung verhindert Freisetzung der Influenza A & B-Viren
- oral
- Therapie und Prophylaxe einer Infektion
Emtricitabin + Tenofovir
- Kombinationstherapie bei HIV
- nukleosidisch / nukleotidischen Hemmung der reversen Transkriptase
Efavirenz
- nicht nukleosidischer RT-Inhibitor (NNRTI) bei HIV
- hemmt nicht-kompetitiv durch Bindgung an die Reverse Transkriptase
Lopinavir + Ritonavir
- Kombination von HIV-Proteaseninhibitoren: verhindern Spaltung der inaktiven Vorläuferproteine des Virus
- Ritonavir hemmt über CYP3A4 den Abbau von Lopinavir
Raltegravir
- Integraseinhibitor (bei HIV): Virus DNA kann nicht ins humane Genom integriert werden
Interferon beta
Basistherapie der schubförmigen MS
Glatirameracetat
- Immunmodulator
- Mischung aus Polypeptiden
- Basistherapie der schubförmigen MS
Colchicin
- Gichtmittel
- akuter Gichtanfall
- Prophylaxe von Gichtanfällen
- Spindelgift: Hemmt die Phagozytose von Uratkristallen durch Leukozyten
- geringe therapeutische Breite
- Interaktionen mit Hemmern von
- CYP3A4
- P-Glykoprotein (Transporter)
- UAW:
- Schwere Diarrhöoen, Übelkeit
- Knochenmarksschädigung (längere Gabe)
- Intoxikation mit Multiorganversagen
- Sichere Kontrazeption wichtig!
Allopurinol
- Urikostatikum-prodrug: Oxipurinol ist aktiver langwirksamer Metabolit
- hemmt Xanthinoxidase: Metabolisierung von Hypoxanthin / Xanthin zur Harnsäure (schlechter wasserlöslich) gehemmt
- Mittel der Wahl bei:
- medikämentös behandlungsbedürftiger Hyperurikämie
- mnifeter Gicht
- Harnsäurenephrolithiasis
- Uratnephropathie
- Prophylaxe akuter Uratnephropathie unter Zytostatika-Theraphie
- Wirkung:
- Verminderung der Harnsäurekonzentration im Blut
- Vermindrung der renalen Harnsäureausscheidung
- UAW:
- zu Beginn vermehrt Gichtanfälle: Urat-Depot-Mobilisierung
- einschleichend dosieren
- initial profylaktisch Colchicin oder NSAR
- Überempfindliechkeitsreaktionen (Risikofaktor: Nierenfunktionsstörung)
- Exanthem mit Eosinophilie
- zu Beginn vermehrt Gichtanfälle: Urat-Depot-Mobilisierung
- Cave: Dosisanpassung an Nierenfunktion!
Benzbromaron
- 2. Wahl Urikosurikum (Alternative zu Allopuriol)
- Hyperurikämie
- manifeste Gicht
- bei normaler Nierenfunktion
- Steigerung der Harnsäureausscheidung (Hemmung von URAT1-Rückresorption)
- kein Einfluss auf Harnsäurebildung, vermindert jedoch Wirkung von Allopurinol (erhöhte Oxipurinol-Ausscheidung)
- Cave:
- Nierensteine!
- einschleichend dosieren (initiale Gichtanfälle)
- selten schwere Leberschäden
- KI
- Harnsäurenephrolithiasis, Uratnephropathie
- sekundäre Hyperurikämie (hämatologische Erkrankung)
- Nierenfunktion eingeschränkt
- vorbestehende Lebererkrankungen