WestKlin
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Kartei Details
| Zusammenfassung | Diese Lernkarten behandeln psychologische Störungen auf Universitätsniveau, mit Fokus auf Diagnosen, Symptome und Hintergründe. Sie decken Themen wie Essstörungen, Angst, Depression, Schizophrenie und ADHS ab, wobei Diagnosekriterien, Verhaltensmuster und biologische Aspekte im Mittelpunkt stehen. Sie eignen sich für Studierende und Fachleute, die sich mit psychischen Erkrankungen und deren Klassifikation nach DSM und ICD vertiefen möchten. |
|---|---|
| Karten | 56 |
| Lernende | 1 |
| Sprache | Deutsch |
| Kategorie | Psychologie |
| Stufe | Universität |
| Erstellt / Aktualisiert | 10.12.2018 / 10.12.2018 |
| Weblink |
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PTSD-
häufig nach Militäreinsatz
PTSD-
Diagnose wichtig: Trauma?
PTSD-
Erhöhte Schreckhaftigkeit
PTSD-
Intrusionen?
Welche affektiven Episoden müssen für die Diagnose einer bipolaren Störung aktuell/in der Anamnese vorliegen?
Auch im Rahmen eines bipolaren Verlaufs können depressive Symptome auftreten, die gegenwärtig entweder die Kriterien für eine leichte bzw. mittelgradige depressive Episode (F31.3) oder für eine schwere depressive Episode (F31.4) erfüllen können. Diagnoseleitend ist hierbei, dass auch manische Symptome vorliegen, d. h. in der Anamnese muss sich wenigstens eine hypomanische, manische oder gemischte affektive Episode finden. Die bipolare affektive Störung ist durch wiederholte Episoden von gehobener Stimmung, vermehrtem Antrieb und vermehrter Aktivität (Manie oder Hypomanie), dann wieder von Stimmungssenkung, vermindertem Antrieb und verminderter Aktivität (Depression) gekennzeichnet.
Konzept für Major Depression --> Genetische Komponenten & Lebensereignisse --> Wie heißt das Konzept?
Diathese - Stress - Modell
- Integratives Paradigma, das biologische, psychologische und Umweltfaktoren verbindet
- Konzertiert sich aufs Zusammenwirken zwischen Prädisposition einer Krankheit (Diathese) und belastenden Umwelt- oder Lebensereignissen (Stress)
- Diathese entweder biologisch (Gene) oder psychologisch (kognitiver Stil)
- Stress erklärt, wie eine Diathese zu einer tatsächlichen Störung führt
- Stress kann biologisch (z.B. Mangelernährung) oder psychologisch (Trauma, Tod..) sein
- Sowohl Diathese als auch Stress zur Entwicklung der Störung notwendig
Beispiel: Depression am wahrscheinlichsten ausgebrochen, wenn Disposition dafür da ist (bei polymorphenen Genen) und Stress durch die Umwelt aufkommt z.B. durch schlechte Behandlung
Wie nennt man die Validität, wenn gleiche Diagnose und gleiche Lebensumstände zusammenkommen?
Ätiologische Validität
Wie nennt man die Validität, wenn ein gleicher Krankheitsverlauf oder eine ähnliche Krankheitsreaktion vorliegt?
Vorhersagevalidität
Spinnenangst: Was ist, wenn der Patient leidet und Angst übertrieben findet– zu welcher Diagnose kommt man?
-
Schildern sie den Prozess nach Mowrer zur Entstehung der Angststörung. Und wie heißt der Prozess zur Aufrechterhaltung?
Wie nennt man den gleichzeitigen, multiplen Konsum von Drogen?
Polytoxikomanie: multipler Konsum von Drogen --> synergetische Wirkung
Welches ist die schädlichste Droge gemäß Nutt et al. (2010)?
Alkohol ist die schädlichste Droge, noch vor Crack und Heroin
Essstörungen -
Anorexia nervosa und körperliche Aktivität?
nicht zwingend, aber häufig vor allem bei komorbidität mit Hyperaktivität
Essstörungen -
Kultureller EInfluss?
Anorexia: kulturunabhängig,
Bulimie: eher kulturabhängig
Essstörungen -
Affektive Störungen immer Folge von Essstörungen, nicht umgkehrt?
Essstörungen -
Adipositas entsteht aufgrund negativer emotionaler Umstände --> Klassifikation als psychische Störung gerechtfertigt.
Essstörungen -
Binge Eating Disorder und Zwangsstörung komorbid?
Essstörungen -
Binge Eating Disorder und affektive Störungen komorbid?
Essstörungen -
Anorexia Nervosa = Körpergewicht 15% unter Erwartungsdurchschnitt?
Essstöungen -
Amenorrhoe: Endokrine Störung von Hypothalamus/Hypophyse/Gondaden-Achse
- Ausbleiben der Menstruation (w)
-Verlust der Libido/ Potenz (m)
3 Arten von Validitäten: Validitäten, die bei der Diagnose gelten sollten
Ätiologische Validität:
- wenn für die Störung von Patienten mit der gleichen Diagnose die gleichen lebensgeschichtlichen Umstände verantwortlich sind
Übereinstimmungsvalidität
- weitere Symptome, die nicht zur eigentlichen Diagnose gehören, sind charakteristisch
Vorhersagevalidität
- Patienten mit einer Diagnose haben denselben Verlauf oder reagieren ähnlich auf eine Behandlung
Welche Kriterien nach DSM IV der Substanzabhängigkeit charakterisieren eine körperliche Abhängigkeit?
- Toleranzentwicklung (Dosissteigerung für gewünschten Effekt, verminderte Wirkung bei gleicher Dosis)
- Entzugssymptome (charakterisches Entzugssyndrom für jeweilige Substanz, Substanzeinnahme um Entzugssymptome zu lindern)
Was definiert abnormes Verhalten? (lang)
- Statistische Seltenheit:
- Abnormales Verhalten ist selten
- Verhaltensformen und Persönlichkeitsmerkmale sind normalverteilt (Normalverteilung, Glockenkurve)
àVerhalten weicht nicht gravierend vom Durchschnitt ab, abnormales Verhalten bedeutet Abweichung in der Norm (meist 2 SD vom Mittelwert) - ABER: Seltenes Verhalten muss nicht abnormal sein z.B hoher IQ
Statistische Seltenheit nicht ausreichend um psychopathologisches Verhalten zu definieren
- Abweichung von gesellschaftlichen Standards:
- Abnormität verletzt soziale Normen (festgeschriebene Regeln, moralische Standards aus der Erziehung)
- ABER: stark von kulturellen Normen abhängig
nicht jedes abnorme Verhalten verletzt soziale Normen ( z.B. Angst)
Einige Verhaltensweisen verletzten soziale Normen, werden aber nicht als psychopathologisch angesehen (z.B. Kriminalität)
- Erzeugen von Unbehagen:
- Wenn Person soziale Regeln verletzt, so empfinden Menschen in ihrem Umfeld oft Unbehagen oder Besorgnis ( z.B. desorganisiertes Verhalten Schizophrener)
- ABER: Nicht immer bei sozialen Unbehagen ist die Ursache eine Konfrontation mit psychischer Störung (z.B. Prüfungssituation)
Nicht jeder psychisch kranke ruft soziales Unbehagen hervor
- Persönliches Leid
- Betrifft viele Formen von Abnormalität (z.B. Angst, Depression…)
- ABER: einige Störungen ohne persönliches Leiden (Manie, Narzissmus)
Manche Leiden nicht psychopathologisch (Schmerz, Hunger..)
- Unangemessenes Verhalten/ Maladaptivität
- Unfähigkeit ein bestimmtes Ziel zu verfolgen (z.B. Arbeitsunfähigkeit durch Depression)
- ABER: einige Störungen beinhalten nicht unbedingt Maladaptivät, können auch nützlich zur Zielerreichung sein (z.B. antisoziale Persönlichkeitsstörung, hypomane Phasen)
- Irrationalität und Unvorhersagbarkeit
- Irrationale Reaktionen: z.B. Sorgen über finanzielle Nöte trotz Geld
Unvorhersagbarkeit z.B. desorganisiertes Verhalten bei Schizophrenen - ABER: nicht alle psychischen Störungen enthalten irrationale Elemente
Auch Gesunde unterliegen einer Vielzahl von Urteilsverzerrungen
- Irrationale Reaktionen: z.B. Sorgen über finanzielle Nöte trotz Geld
Was definiert abnormes Verhlten? (kurz)
- Statistische Seltenheit:
- Abweichung von gesellschaftlichen Standards:
- Erzeugen von Unbehagen:
- Persönliches Leid
- Unangemessenes Verhalten/ Maladaptivität
- Irrationalität und Unvorhersagbarkeit
Definition Verhaltensstörung
- Statistische Seltenheit
- Abweichend von der Normalverteilung
- Seltenes Verhalten muss nicht abnormal sein àbspw auch durch hohen IQ, hoch ängstlich
- Verletzung gesellschaftlicher Standards(nicht immer normverstoßend: Angst)
- Erzeugen von sozialem Unbehagen(aber nicht immer: Trunkenheit tagsüber bei Alkoholikern vs Prüfungssituation & nicht jeder psychisch Kranke ruft Unbehagen hervor)
- Persönliches Leid(betrifft viele Formen, wie z.B. Angst, Depression, aber nicht alle, wie z.B. Psychopathie, Manie & Manche Leiden sind nicht psychopathologisch: Hunger, Schmerz)
- Unangemessenes Verhalten/ Maladaptivität(Depression àArbeit kann nicht nachgegangen werden; aber andere können auch hilfreich für Zielerreichung sein: antisoziale Persönlichkeitsstörung, hypomane Phasen)
- Irrationalität und Unvorhersagbarkeit(z.B. Sorgen über finanzielle Nöte trotz Geld; aber: nicht alle psySt. Enthalten irrationale Elemente & auch Gesunde haben Urteilsverzerrungen)
àEin Charakteristikum genügt nicht. Zsm definieren diese 6 Charakteristika die Rahmenbedingungen
Wissenschaftliche Paradigmen Definition
- Paradigma = begrifflicher Rahmen oder Ansatz, in dem ein Forscher arbeitet. Begrenzte Zahl von grundlegenden Annahmen, die ein „Universum“ wissenschaftlicher Fragestellungen beschreiben
- Paradigma = System grundlegender Antworten, Vorstellungswelt in der gearbeitet wird
- Paradigmen legen fest
- Welche Probleme Wissenschaftler untersuchen und wie sie dabei vorgehen
- Was erforscht wird
- WIE geforscht wird (Methode)
- Wahrnehmungspsychologisch: Paradigma vergleichbar mit einer allgemeinen Einstellung oder Tendenz, bestimmte Faktoren zu sehen und andere nicht
- Paradigmen beeinflussen Interpretation von Fakten
- Paradigmen beeinflussen Bedeutung und Wichtigkeit, die man erhobenen Daten beimisst
Biologisches Paradigma
- Nimmt an, dass Verhalten immer genetisch (und somit somatisch) determniiert ist
- Psychische Störungen gehen mit biolgischen Korrelat einher
- Verhaltensgenetik: Genotyp und Umwelt --> Verhalten
- Unterschiedliche Konkordanzraten bei ein und zweieiigen Ziwllingen sprechen für genetische Grundlage der Störung
Methoden der Klinischen Psychologie
- Biologische Verfahren:
- Bildgebende Verfahren (z.B. CT, PET, MRT, NIRS)
- Psychophysiologische Methoden (z.B. EKG, SCR, EEG)
- Neurochemische Methoden (z.B. Transmittermengen, Metaboliten)
- Psychologische Verfahren:
- Klinische Interviews
- Psychologische Tests
- Direkte Verhaltensbeobachtung
- Neuropsychologische Verfahren
- Verhalltensexperiment
Definition Verhaltensstörung -
Isolation als Aspekt abnormen Verhaltens
Definition Verhaltensstörung -
Verletzen von sozialen Normen als zentraler Aspekt abnormen Verhaltens?
Definition Verhaltensstörung -
Persönliches Leid und Aggression gegen sich und andere?
Wissenschaftliche Paradigmen -
Vorstellungswelt in der gearbeitet wird
Wissenschaftliche Paradigmen -
System grundlegender Antworten?
Wissenschaftliche Paradigmen -
Legt fest wie geforscht wird
Wissenschaftliche Paradigmen -
Legt fest warum geforscht wird
Biolgisches Paradigma -
Nimmt an, dass Verhalten immer genetisch determiniert ist
Biolgisches Paradigma
Psychische STörungen gehen mit biologsichem Korrelat einher
Diagnostische Systeme
ICD 10:
- = International Classification of Diseases
- Ziffer = zugrunde liegende Revision (z.Z. 10)
- ICD für ALLE Erkrankungen konzipiert
- Multiaxionale Kategorisierung nur optional in einem getrennt veröffentlichten Manual realisiert
- Einzelne Diagnosen im ICD: nicht optimal trennscharf und operationalisiert
- Begründung: implizite Anpassungsprozesse im internationalen Kontext zu erlauben, die möglicherweise durch kulturelle, ethnische oder andere Faktoren erforderlich sind
DSM IV
- = Diagnostisches und Statistisches Manual, Klassifikationssystem von APA (Amerikanische Psychiatrische Assoziation) herausgegeben und überarbeitet
- Implizite Annahmen sind
- Abnormalität kann entdeckt und in Symptomgruppen eingeteilt werden
- Jede Symptomgruppe reflektiert eine andere Störung
- Jede Symptomgruppe kann eine andere Behandlung nötig machen
- Aktuelle Version: DSM V
Alkohol ICD 10
- F10. Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol (ICD 10)
- F10.0: Akute Intoxikation: akuter Rausch
Zustand nach Alkoholeinnahme mit Störung der Bewusstseinslage - F10.1: Schädlicher Konsum
Alkoholkonsum, der zur Gesundheitsschädigung führt
Unterschied zu DSM: keine Missbrauchsdiagnose durch gesellschaftliche Werte und Normen. Es muss zur körperlichen Erkrankung oder psychischen Störung durch Konsum gekommen sein - F10.2: Abhängigkeitssyndrom
Gruppe von Verhaltens-, kognitiven und körperlichen Phänomenen, die sich nach wiederholten Konsum entwickeln, Starkes Verlangen nach Alkohol, Schwierigkeiten der Konsumkontrolle, Toleranzentwicklung
- F10.0: Akute Intoxikation: akuter Rausch
Hohe Übereinstimmung mit DSM
- Mindestens 3 Kriterien müssen erfüllt sein
- Suchtdruck/Craving
- Kontrollverlust bzgl. Beginn, Beendigung und Menge
- Konsum um Entzugssymptome zu mildern
- Entzugssyndrome
- Toleranzentwicklung
- Eingeengtes Verhaltensmuster im Umgang mit Alkohol (Alkohol an Werktagen..)
- Fortschreitende Vernachlässigung anderer Vergnügen und Interessen
- Konsum trotz Nachweis schädlicher Folgen
- F10.3: Entzugssyndrom:
Gruppe von Symptomen unterschiedlicher Art und Schwere beim Alkoholentzug mit zeitlich begrenzter Dauer - F10.4: Entzugssymptom mit Delir
Delirium tremens: paranoide Ideen mit Angstbesetzung, optische Halluzinationen
SubstanzMISSBRAUCH DSM IV
- Kriterien für Substanzmissbrauch nach DSM IV:
- àmindestens ein Kriterium in 12 Monats Zeitraum
- Versagen bei der Erfüllung wichtiger Verpflichtungen wegen Substanzmissbrauch
- Substanzmissbrauch in Situationen , in denen es aufgrund des Konsums zu körperlichen Gefährdung kommen kann
- Wiederkehrende Probleme mit dem Gesetz wegen Substanzgebrauch
- Konsum trotz ständiger und wiederholter sozialer oder zwischenmenschlicher Probleme
- Wenn noch nicht vorher Abhängigkeit diagnostiziert! (Hierarchieregel)
Abhängigkeit = Lebenszeitdiagnose
Missbrauch weniger schwerwiegend
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