ZNS Infektion

ZHAW Bsc Pflege 1.HS

ZHAW Bsc Pflege 1.HS


M. V.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über verschiedene ZNS-Infektionen und deren Symptome, Erreger sowie Behandlungsmöglichkeiten. Sie decken Krankheiten wie Meningitis, Poliomyelitis, Neuroborreliose und Tollwut ab, wobei Symptome wie Fieber, Verwirrtheit und Lähmungen im Fokus stehen. Die Karteikarten richten sich an Medizinstudenten und Fachpersonal, die sich auf neurologische Infektionen spezialisieren oder ihr Wissen auffrischen möchten.
Cartes-fiches
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4
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
24.11.2018 / 31.12.2022

Cartes-fiches

Meningitis und Enzephalitis 

  • Meningits: Hirnhautentzündung 
  • Enzephalitis: Gehirnentzündung 
  • meistens eine Mischform: Meningoenzephalitis 

Ausbreitungswege bei ZNS Infektion 

  • hämatogen
    • Pneumokokken pneumonie 
  • per continuitat: Als Gesamheit durch Nachberschaftsprozesse 
    • sinusitis, Otitis, Mastoiditis 
  • offene Liquorfisteln
    • nach offenem Schädelhirntrauma 

Erreger von bakteriellen Meningitis 

  • Neugeborene: 
    • Escherichia coli, B-Streptokokken und Listerien 
  • Säuglinge:
    • vor allem E. coli seltener Staphylokokken und gramnegative Enterobacteriaceae. 
  • Kinder
    • hauptsächlich Meningokokken und Hämophilus influenzae 
  • Erwachsene:
    • Pneumokokken und Meningokokken

Symptome und Untersuchungsbefunde bei Meningits 

  • Symptome setzen häufig schnell und heftig ein 
  • Kopfschmerzen 
  • Muskelschmerzen (Maylgien) Rückenschmerzen 
  • Fieber 
  • Übelkeit und Erbrechen durch intrakraniellen Druckanstieg 
  • Lichtscheu (Photophobie)
  • Meningismus 
  • positive Nackendehnungzeichen 
  • epileptische Anfälle 
  • Hinnervenausfälle 
  • Bewusstseinsstörung 
  • evt petechiale Hautblutungen 
  • hämorrhagische Nekrosen der Nebennierenrinden durch einen Endotoxin Schocks (Waterhouse- Fridrichsen Syndrom)

Übersicht über die Meninigitiszeichen 

Meningokokkenmeniningitis 

  • ca 40% aller Erkrankungen bei Kindern unter 5 
  • ca 20% bei Teenagern 
  • Meningokokken Typ C sind bei 10 - 19 Jährige für 27% der Erkrankungen verantwortlich 

Meningokokken Meningitis 

  • einder der häufisten eitrigen Hirnhautentzündungen bei Säuglingen und Kleinkindern 
  • werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen 
  • Inkubationszeit: wenige Tage 
    • meist hämatogene Infektion 
  • Symptome
    • hohes Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Nackensteife 
  • Fulminante Allgemeininfektionen: septischen Schock 

Typische Zeichen für die Meningokokken Sepsis 

  • Petechien: massive Blutungen in die Haut und die innere Organe 
  • Hautnekrosen 
  • Waterhouse- Friderichsen- Syndrom 
    • Sonderform der Meningokokken Sepsis 
    • Nebennierenversagen 
    • Letalität 53% 

Enzephalitis 

  • Gehirnentzündungen: ZNS Infektion mit überweigendem Befall des Gehirns 
  • akut, seltener subakut einsetzend 
  • am häufigsten Infektion durch Enteroviren (Polio), Arboviren, HIV
    • Mumps 
    • Zytomegalie 
    • Epstein Barr 
    • Herpes Typ II
    • Influenza Virus 

Syptomatik des Enzephalitis 

  • Bewusstseinsveränderungen bis zur Bewusstlosigkeit 
  • Psychische veränderungen, Unruhe, Verwirrtheit und psychotische Symptome 
  • Wahnvorstellungen 
  • Neurologische Ausfälle 
    • Lähmungen 
    • Sprachstörungen 
    • zerebrale Krampfanfälle
    • oft zusätzlich Meningits 

Übersicht der Symptomatik 

  • Antriebstörung (Ängstlichkeit, Apathie, Mutismus)
  • extrapyramidalmotorische Störungen: tonische Blickwendung nach oben 
  • Persönlichkeitsveränderungen 
  • Vewirrtheit 
  • Herdsymtome: partieller epileptischer Anfall 
  • Kloni 

Neurolues 

  • Durch Treponema pallidum verursacht 
  • Sekundärstadium: 
    • mögliche meningealen Reizungen oder frühluischen Meningitis mit Hirnnervenlähmungen 
  • Tertiärstadium
    • Lues cerebrospinalis 
    • befällt Gefässe, Meningen und Rückenmark
    • Entzündungen führen zu Gefässstenosen und rezidivierende ischäische Infarkten

Syptome der Neurolues 

  • fluktuierende Kopfschmerzen und Hirnnervenlähmungen 
  • selten plyneuroradikultische Symptome und gummäse Verlaufsformen 

Symptome des Quartärstadium

  • Tabes dorsalis 
  • Häufigkeit 7% bei unbehandelten Luetiker 
  • 8-12 Jahre nach Primärinfekt 
  • fortschreitende Degeneration von Hintersträngen und Hinterwurzeln 
  • Ataxie: Störung der Bewegungskoordination 
  • einschliessende Schmerzen, Blasenfunktionsstörungen, Reflexverminderung, reflektorische Pupillenstarre, verminderte Schmerzempfindungen 
  • Hypotonie der Muskulatur 
  • Gelenkdeformierung 

progressive Paralyse im Quartärstadium des Neurolues 

  • 0 - 15 Jahre nach Primärinfektion 
  • parenchymatöse Meningoenzephalitis mit verkäsenden Granulomen 
  • klinisch progrediente Demenz mit einem verminderten Kritikervermögen
  • soziale Entgleisung und expansiver Agitation des Patienten 
    • Grössenwahn und unsinnig phantastischen Ideen 
  • Antrieb und Affektivität verflachen
    • Depression
    • schizophrenieähnliche Symptome (Halluzinationen, Paranoia)

Herpesenzephalitis durch Herpex simplex 

  • Inzidenz 0,4/ 100 000 Jahre 
  • Symptome 
    • uncharakteristisches Prodominalstadium 
      • qualitative und quantitative Bewusstseinsstörungen 
    • Fokale oder generallisiere Anfälle 
    • Paresen 
    • neuropsychologische Herdsymptome 
    • Hirndrucksteigerung 
  • Diagnose 
    • Liquor, EEG, CCT/ MRT, PCR, Serologie 

Infektionsweg  bei Poliomyelitis 

  • Vermehrung in den Zellen des Intestinaltraktes und Mesenteriallymphknoten 
  • Virus streut hämatogen 
  • vermehrt sich in den motorischen Neuronen und lysiert diese 

Symptome bei Poliomyelitis 

  • Initialstadium 
    • uncharakteristische Allgemeinsymptome: Fieber, Kopf und Glieerschmerzen 
    • Pharyngitis 
    • Tonsilitis (Mandelentzündung)
  • Präparalytisches Stadium
    • Fieberanstieg 
    • Abakterielle Meningitis mit erhöhtem Liquordruck 
    • Areflexie 
    • Tumor 
    • Allg. Muskelschwäche 
  • Paralytisches Stadium
    • charakteristische Morgenlähmung 
    • schlaffe/ schmerzhafte Muskulatur 
    • Fehlen der Eigenreflexe 

Prophylaxe der Poliomyelitis 

  • Schutzimpfungen gegen Poliomyelitis 
    • Lebendimpfstoff (sabin): alle 3 Serotypen werden oral verabreicht 
      • Ausscheidung von Viren, was eine Gefahr für immundefiziente Mitmenschen darstellen kann 
    • Totimpfstoff (Alk) der parenteral verabreicht wird 
  • Nach 10 Jahren eine Auffrischung nötig 
    • weitere Auffrischung bei Expositionsrisiko 

Symptomatik der Toxoplasmose 

  • Erstinfektion
    • bei gesunden, immunkompetenten Menschen asymptomatisch
    • selten Lymphadenopathie, Fieber und Myalgien 
    • Immunkompromittierten Menschen: Reaktivierung von Oozyten mit Organschädigung 
  • Infektion des Embryos 
    • Hydrocephalus, Corioretinitis und Kalzifikation des ZNS 
    • Blindheit und mentale Retardierung 
    • Fulminanten Embryopathien können zum Abort führen 

Schlafkrankheit 

  • Narkolepsie: neurologische Erkrankung 
  • Infektion mit Trypanosomen Brucei/ Trypanosomiasis 
  • übertragung durch Tsetsefliege 

Stadien der Schlafkrankheit 

  • Primärstadium
    • einige Wochen nach der Infektion 
    • Fieber, Schüttelfrost, Ödemen, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag und Juckreiz 
  • Sekundärstadium 
    • nach Monaten 
    • Schädigung des Nervensystems: Verwirrtheit, Koordinations- und Schlafstörung, Krampfanfälle 
  • Endstadium:
    • schläfriger Dämmerzustand
  • Nachweis des Eregers mikroskopisch im Blut oder Liquor cerebrospinalis 

Malaria 

  • Weltweit 300 - 500 Millionen Fälle 
  • Bewusstseinsstörunen die bis zum Tod reichen können 
  • Plötzlicher Wechsel der Bewustseinslage ohne Vorzeichen oder langsame Eintrübung des Pat 
  • Neurologische Herdsymptome wie Lähmungen und Krampfanfälle auslösen 
  • hohe Parasitenzahl im Blut
  • Schwangere und Kindern Hypoglykämien die zum Koma führen können 

Malaria Prophylaxe 

  • Moskitonetze sind der beste Schutz 
    • behandelt mit Insektiziden ein wirksamer Schutz 
    • Mücke stirbt nach Kontakt mit dem imprägnierten Netz 
    • Schützt auch Menschen ausserhalb des Netzes 
  • Senken die Sterblichkeitsrate um bis zu 20%
  • Senken die Anzahl der Malariaerkrankung bei Kleinkinder um bis zu 50%

Tollwut Symptome 

  • Prodromalstadium
    • Fieber, Kofpschmerzen, Appetitlosigkeit 
  • Exzitationsstadium
    • Angst, Unruhe, Krämpfe der Schluckmuskulatur 
  • Paralyse 
    • Nachlassen, Krämpfe/ Unruhe, Lähmungen, Tod 

Durch blutsaugende Zecken übertragene ZNS Infektionen 

  • Lyme- Borreliose
    • Bakterielle Infektionen durch Borrelien 
  • FSME
    • Virusinfektion 

Symptoe der Borreliose 

  • Stadium Lokalinfektion
    • Lokalinfektion der Haut --> Erythema migrans (Wanderröte) --> Borrelien Lymphozytom 
  • Generalisation
    • Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kofschmerzen 
    • Befall der Organe, Gelenke und Muskeln sowie des ZNS und PNS 
    • akute Neuroborreliose, Arthritis, Karditis 
  • Organmanifestation
    • chronische Infektion --> chronische Neuroborreliose, chronische Arthritis 

Vergleich FSME und Lympe Borreliose 

Étudier