ZNS Infektion
ZHAW Bsc Pflege 1.HS
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Lernkarten
Meningitis und Enzephalitis
- Meningits: Hirnhautentzündung
- Enzephalitis: Gehirnentzündung
- meistens eine Mischform: Meningoenzephalitis
Ausbreitungswege bei ZNS Infektion
- hämatogen
- Pneumokokken pneumonie
- per continuitat: Als Gesamheit durch Nachberschaftsprozesse
- sinusitis, Otitis, Mastoiditis
- offene Liquorfisteln
- nach offenem Schädelhirntrauma
Erreger von bakteriellen Meningitis
- Neugeborene:
- Escherichia coli, B-Streptokokken und Listerien
- Säuglinge:
- vor allem E. coli seltener Staphylokokken und gramnegative Enterobacteriaceae.
- Kinder
- hauptsächlich Meningokokken und Hämophilus influenzae
- Erwachsene:
- Pneumokokken und Meningokokken
Symptome und Untersuchungsbefunde bei Meningits
- Symptome setzen häufig schnell und heftig ein
- Kopfschmerzen
- Muskelschmerzen (Maylgien) Rückenschmerzen
- Fieber
- Übelkeit und Erbrechen durch intrakraniellen Druckanstieg
- Lichtscheu (Photophobie)
- Meningismus
- positive Nackendehnungzeichen
- epileptische Anfälle
- Hinnervenausfälle
- Bewusstseinsstörung
- evt petechiale Hautblutungen
- hämorrhagische Nekrosen der Nebennierenrinden durch einen Endotoxin Schocks (Waterhouse- Fridrichsen Syndrom)
Meningokokkenmeniningitis
- ca 40% aller Erkrankungen bei Kindern unter 5
- ca 20% bei Teenagern
- Meningokokken Typ C sind bei 10 - 19 Jährige für 27% der Erkrankungen verantwortlich
Meningokokken Meningitis
- einder der häufisten eitrigen Hirnhautentzündungen bei Säuglingen und Kleinkindern
- werden von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektion übertragen
- Inkubationszeit: wenige Tage
- meist hämatogene Infektion
- Symptome
- hohes Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen und Nackensteife
- Fulminante Allgemeininfektionen: septischen Schock
Typische Zeichen für die Meningokokken Sepsis
- Petechien: massive Blutungen in die Haut und die innere Organe
- Hautnekrosen
- Waterhouse- Friderichsen- Syndrom
- Sonderform der Meningokokken Sepsis
- Nebennierenversagen
- Letalität 53%
Enzephalitis
- Gehirnentzündungen: ZNS Infektion mit überweigendem Befall des Gehirns
- akut, seltener subakut einsetzend
- am häufigsten Infektion durch Enteroviren (Polio), Arboviren, HIV
- Mumps
- Zytomegalie
- Epstein Barr
- Herpes Typ II
- Influenza Virus
Syptomatik des Enzephalitis
- Bewusstseinsveränderungen bis zur Bewusstlosigkeit
- Psychische veränderungen, Unruhe, Verwirrtheit und psychotische Symptome
- Wahnvorstellungen
- Neurologische Ausfälle
- Lähmungen
- Sprachstörungen
- zerebrale Krampfanfälle
- oft zusätzlich Meningits
Übersicht der Symptomatik
- Antriebstörung (Ängstlichkeit, Apathie, Mutismus)
- extrapyramidalmotorische Störungen: tonische Blickwendung nach oben
- Persönlichkeitsveränderungen
- Vewirrtheit
- Herdsymtome: partieller epileptischer Anfall
- Kloni
Neurolues
- Durch Treponema pallidum verursacht
- Sekundärstadium:
- mögliche meningealen Reizungen oder frühluischen Meningitis mit Hirnnervenlähmungen
- Tertiärstadium
- Lues cerebrospinalis
- befällt Gefässe, Meningen und Rückenmark
- Entzündungen führen zu Gefässstenosen und rezidivierende ischäische Infarkten
Syptome der Neurolues
- fluktuierende Kopfschmerzen und Hirnnervenlähmungen
- selten plyneuroradikultische Symptome und gummäse Verlaufsformen
Symptome des Quartärstadium
- Tabes dorsalis
- Häufigkeit 7% bei unbehandelten Luetiker
- 8-12 Jahre nach Primärinfekt
- fortschreitende Degeneration von Hintersträngen und Hinterwurzeln
- Ataxie: Störung der Bewegungskoordination
- einschliessende Schmerzen, Blasenfunktionsstörungen, Reflexverminderung, reflektorische Pupillenstarre, verminderte Schmerzempfindungen
- Hypotonie der Muskulatur
- Gelenkdeformierung
progressive Paralyse im Quartärstadium des Neurolues
- 0 - 15 Jahre nach Primärinfektion
- parenchymatöse Meningoenzephalitis mit verkäsenden Granulomen
- klinisch progrediente Demenz mit einem verminderten Kritikervermögen
- soziale Entgleisung und expansiver Agitation des Patienten
- Grössenwahn und unsinnig phantastischen Ideen
- Antrieb und Affektivität verflachen
- Depression
- schizophrenieähnliche Symptome (Halluzinationen, Paranoia)
Herpesenzephalitis durch Herpex simplex
- Inzidenz 0,4/ 100 000 Jahre
- Symptome
- uncharakteristisches Prodominalstadium
- qualitative und quantitative Bewusstseinsstörungen
- Fokale oder generallisiere Anfälle
- Paresen
- neuropsychologische Herdsymptome
- Hirndrucksteigerung
- uncharakteristisches Prodominalstadium
- Diagnose
- Liquor, EEG, CCT/ MRT, PCR, Serologie
Infektionsweg bei Poliomyelitis
- Vermehrung in den Zellen des Intestinaltraktes und Mesenteriallymphknoten
- Virus streut hämatogen
- vermehrt sich in den motorischen Neuronen und lysiert diese
Symptome bei Poliomyelitis
- Initialstadium
- uncharakteristische Allgemeinsymptome: Fieber, Kopf und Glieerschmerzen
- Pharyngitis
- Tonsilitis (Mandelentzündung)
- Präparalytisches Stadium
- Fieberanstieg
- Abakterielle Meningitis mit erhöhtem Liquordruck
- Areflexie
- Tumor
- Allg. Muskelschwäche
- Paralytisches Stadium
- charakteristische Morgenlähmung
- schlaffe/ schmerzhafte Muskulatur
- Fehlen der Eigenreflexe
Prophylaxe der Poliomyelitis
- Schutzimpfungen gegen Poliomyelitis
- Lebendimpfstoff (sabin): alle 3 Serotypen werden oral verabreicht
- Ausscheidung von Viren, was eine Gefahr für immundefiziente Mitmenschen darstellen kann
- Totimpfstoff (Alk) der parenteral verabreicht wird
- Lebendimpfstoff (sabin): alle 3 Serotypen werden oral verabreicht
- Nach 10 Jahren eine Auffrischung nötig
- weitere Auffrischung bei Expositionsrisiko
Symptomatik der Toxoplasmose
- Erstinfektion
- bei gesunden, immunkompetenten Menschen asymptomatisch
- selten Lymphadenopathie, Fieber und Myalgien
- Immunkompromittierten Menschen: Reaktivierung von Oozyten mit Organschädigung
- Infektion des Embryos
- Hydrocephalus, Corioretinitis und Kalzifikation des ZNS
- Blindheit und mentale Retardierung
- Fulminanten Embryopathien können zum Abort führen
Schlafkrankheit
- Narkolepsie: neurologische Erkrankung
- Infektion mit Trypanosomen Brucei/ Trypanosomiasis
- übertragung durch Tsetsefliege
Stadien der Schlafkrankheit
- Primärstadium
- einige Wochen nach der Infektion
- Fieber, Schüttelfrost, Ödemen, Lymphknotenschwellung, Hautausschlag und Juckreiz
- Sekundärstadium
- nach Monaten
- Schädigung des Nervensystems: Verwirrtheit, Koordinations- und Schlafstörung, Krampfanfälle
- Endstadium:
- schläfriger Dämmerzustand
- Nachweis des Eregers mikroskopisch im Blut oder Liquor cerebrospinalis
Malaria
- Weltweit 300 - 500 Millionen Fälle
- Bewusstseinsstörunen die bis zum Tod reichen können
- Plötzlicher Wechsel der Bewustseinslage ohne Vorzeichen oder langsame Eintrübung des Pat
- Neurologische Herdsymptome wie Lähmungen und Krampfanfälle auslösen
- hohe Parasitenzahl im Blut
- Schwangere und Kindern Hypoglykämien die zum Koma führen können
Malaria Prophylaxe
- Moskitonetze sind der beste Schutz
- behandelt mit Insektiziden ein wirksamer Schutz
- Mücke stirbt nach Kontakt mit dem imprägnierten Netz
- Schützt auch Menschen ausserhalb des Netzes
- Senken die Sterblichkeitsrate um bis zu 20%
- Senken die Anzahl der Malariaerkrankung bei Kleinkinder um bis zu 50%
Tollwut Symptome
- Prodromalstadium
- Fieber, Kofpschmerzen, Appetitlosigkeit
- Exzitationsstadium
- Angst, Unruhe, Krämpfe der Schluckmuskulatur
- Paralyse
- Nachlassen, Krämpfe/ Unruhe, Lähmungen, Tod
Durch blutsaugende Zecken übertragene ZNS Infektionen
- Lyme- Borreliose
- Bakterielle Infektionen durch Borrelien
- FSME
- Virusinfektion
Symptoe der Borreliose
- Stadium Lokalinfektion
- Lokalinfektion der Haut --> Erythema migrans (Wanderröte) --> Borrelien Lymphozytom
- Generalisation
- Grippeähnliche Symptome wie Fieber, Kofschmerzen
- Befall der Organe, Gelenke und Muskeln sowie des ZNS und PNS
- akute Neuroborreliose, Arthritis, Karditis
- Organmanifestation
- chronische Infektion --> chronische Neuroborreliose, chronische Arthritis