BsC Pflege ZHAW 1. HS


M. V.
Diese Lernkarten behandeln Mykosen, also Pilzinfektionen, und richten sich an Fortgeschrittene. Sie konzentrieren sich auf Hauterkrankungen wie Candidose und Dermatomykosen, sowie systemische Infektionen wie Aspergillose und Kryptokokkose. Die Karteikarten erklären Symptome, Diagnostik, Behandlungsstrategien und Prophylaxe, insbesondere bei abwehrgeschwächten Patienten wie AIDS-Kranken. Sie eignen sich für Mediziner und Pflegepersonal, die sich mit Pilzinfektionen vertraut machen oder ihr Wissen auffrischen möchten.
Flashcards
35
Students
2
Language
German
Category
Biology
Level
Other
Created / Updated
16.10.2018 / 16.11.2019

Cartes-fiches

Mykosen

Infektion durch Pilze 

Aufbau von Pilzn

  • Fungi
  • wenig differenzierte Lebewesen
  • Zellkern
  • charakterischtisch chitinhaltige Zellwände 

D H S Klassifikation der menschenpathogenen Pilzen 

  • Dermatophyten
    • Fadenpilze 
    • befallen die Haut und Hautanhangsgebilde 
  • Hefe
    • Sprosspilze 
    • ca Candida albicans 
    • hpts Infektionen der Haut und Schleimhäute 
    • bei Abwehrschwäche auch Befall der Inneren Organe und eine Plizsepsis mögöich
  • Schimmelpilze
    • befallen hpts die inneren Organe 

Entstehung von Mykosen 

  • Begünstigt wird eine Mykose durch eine lokale und allgemeine Abwehrschwäche. zB bei
    • Grunderkrankgunen wie Tumoren, Diabetes oder HIV
    • Glukokortikoid-, Immunsupressiva oder Zytotatikatherapie 
    • Mangel und Fehlernächung 
    • zerstörte phyikalische Bakterienbesidelung durch eine Antibiose 

Krankheitsbilder durch Pilze 

  • lokale Mykosen
    • durch fakultativ pahtohgene Pilze 
    • umschrieberen Befall der HAut oder Schleimhaut
    • beginnen schleichend, sind meist harmlos, rezidivieren häufig 
    • Tehrapie mit Lokalpräpareten 
  • oppertunistische systemische Mykosen und Plzsepsis 
    • bei fakultativ pathogenen Pilze 
    • bei hochgradigen Abwehrschwächen 
    • beginnt schleichend, lebendbedrohlich
    • therapie mit systematischer Gabe von Antimyotika 
  • primären systeischem Mykosen
    • durch obligat pathogene Pilze
    • hpts in Nord und Südamerika 

Candidose 

  • meist lokale Pilzinfektionen der Haut und Schleimhaut
  • 90% durch Candida albicans (weisser Hefepilz)

Krankheitsentstehung der Candidose 

  • Ansiedlung von Hefe auch bei vielen Gesunden auf Haut und Mund Rachen Schleimhaut
  • fakultatif pahtogen

Symptome und Untersuchungsbefund der Candidose 

  • Mundsoor
    • weissliche, meist abwischbare Beläge auf gerötere Schleimhaut 
    • Schleimhaut kann bluten und ulzerieren
    • bei schweren Fällen schmerzhaft 
  • Speiseröhrensoor
    • Schmerzen beim Schlucken 
    • fast immer bei AIDS Patienten 
  • Vaginalsoor 
    • Scheidenausfluss (Fluor)
    • Jucken im Genitalbereich
    • Begünstigende Faktoren: Schwangerschaft, Pilleneinnahme und Antibiose
  • Harnröhren und Harnblasenentzündungen 
    • gleiche Beschwerden wie Harnblasenentzüdungen: Brennen bei Miktion, Juckreiz, häufiger Harndrang 
    • Nierenbegleitung mit dem Bilde einer Nierenbeckenentzündung ist möglich

Komplikation der Candidose: Soorsepsis 

  • bei starkter Abwehrschwäche 
  • Pilzbefall der innenen tiefe Darmabschnitten 
    • Durchfälle
    • Darmblutungen und perforatinen 
  • Soorsepsis
    • Pilze dringen durch die Schleimhaut in die Blutbahn ein 
    • lebensbedrohlich 

Diagnostik der candidose 

  • klinisches Bild ist typisch
  • Abstriche mikroskopisch und kulturell nachweisbar 

Behandlungsstrategien der Candidose 

  • lokaler Schleimhautsoor
    • lokale Antimyotika 
  • orale Gabe 
    • Ösphagus- und Darmsoor
    • prohylaxe einer Scheideninfektion 
  • Prohylaxe eines Rezidiv
    • durch Beseitigung der begünstigenden Faktoren 
    • evt medikamentös 

Allgemeinmassnahmen bei Candidose 

  • Befallenen Körperregionen immer zuletzt waschen oder Waschwassser, Lappen und Handtuch wechseln 
  • Soorphrophylaxe bei gefährdeten Patienten 
    • Mundpflege 
  • Verzicht auf zucker und zurckerhaltiger Nahrungsmittel
    • begünstigen das Wachstum
  • genaues Einhalten der Behandlungsdauer
    • verhinderung von Rezidivven 
  • Befall des Genitalpartner: mitbehandlung des Sexualpartners zur verhinderung eine Wiederansteckung 

Dermatomykosen

  • lokale Pilzinfektionen der Haut 
  • meist durch Dermatophyten und Hefen 
  • meistens harmlos 

Symptome und Untersuchungsbefund der Dermatomykose 

  • abhängig von der Lokalisation 
  • Zehenzwischenräume 
    • gerötet, eingerissen und schuppt 
    • starkter Juckreiz 
    • Fussohle gerötet und schuppt 
  • Nägel (Onychomykose)
    • Nagelplatte verfärbt sich gelb- bräunlich 
    • Nagel wird dicker und höckerig 
  • Haar
    • Abbrechen der Haare knapp oberhalb der Kopfhaut 
    • evt deutliche, rötliche Hautherde 

Dermatophyten Fadenpilze

  • befallene Regionen 
    • Körper: Tinea corporis= Flechte
    • Fuss: Tinea pedis 
    • Leiste: Tiner inguinalis 
    • Kopfhaar: Tinea capitis
    • Nägel: Onchyomykose

Dermatophyten durch Hefepilze 

  • Hautfalten in Leistenbeugen, Achselhöhlen unter Brüsten und Fettschürtzen: Sorintertrigor
  • Zwicsehnfiner(zehen)räume: interdigitaler Soor, Interdigitalmykose
  • Nägel, Nagelwall: Onychomykose, Soorpaonychie

Unterscheidung von Dermatophyten und Candidabefall 

  • Dermatophyten:
    • scheibenfärmige, relativ scharf begerenzte, gerötete und schuppende Herde 
    • blassen ind er Mitte ab
    • breiten sich ringförmig nach aussen hin aus 
    • Randwall ist dunkler und teils erhaben
  • Candidabefall
    • entzündliche gerötete Haut mit Pustelbildung 
    • nach innen gerichtete Schuppenkrause 
    • am Rand des Herdes eine satellitenartige Aussaat

Diagnostik der Dermatomykose

  • Verdachtsdiagonose anhand des Untersuchungsbefunden
  • Diferential Diagnose:
    • nach Erregernachweis 
    • im Nativpräparat unter dem Mikroskop
    • Pilzkultur: für die genau Identifizierung der Erreger 
    • Wood Licht: einige Pilzarten leuchten auf 

Behandlungsstrategien der Dermomykose 

  • Haut: lokale Antimyokitoka 
    • starke entzündliche Reaktionen: vorher antientzündliche Massnahmen erfordern 
  • Nagelbefall 
    • antimykotische Nagellacke
    • Nagelentfernung und Anwendung von hochprozentigen Harnstoffsalben 
      • Harnstoffsalbe auftragen, mit Plastikfolie abdecken, umgebene haut mit Zinskalbe schützen, nach mehreren Tagen abgtragen des Nagels 
  • tiefreichende Infektionen: 
    • orale Gabe über einen längeren Zeitraum 
  • Candidamykosen der HAut:
    • lokale Behandlung, bei schrebem Befall orale Gabe von Fluconazol oder Itraconazol

Hautpflege bei pilzbedingter Hauterkrankung 

  • trockenlegen von Feuchtgebieten
  • nässende Hautpartien zB mit Povidontinktur oder Arning Tinktur 
  • Wo Haut auf Haut zu liegen kommt, Mullstreifen oder Kompressen aus Baumwolle einlegen. 
  • Für Waschung desinfizierende Salben benutzen. Immer Handschuhe anziehen
    • alkalische Seifen meiden
    • Infizierte Areale zuletzt waschen.
    • Feuchte Körperstellen trocken föhnen vor dem Auftragen der Arzneimitteln
    • Prophilaktisch desinfizierende Pulver verwenden
  • Keine ausgedehnten warmen Bäder
    • quellen die Haut auf, erleichtern das eindringen von Pilzsporen 
  • Alle Utensilien nach Gebrauch desinifizieren 

Kleidung bei pilzbedingten Hauterkrankungen 

  • geeignete Kleidung:
    • kochbare, atmungaktive Wäsche
  • während Behandlung mit Farbstofflösungen: alte Unterwäsche oder Klinikwäsche, weil sie sich verfärbt 
  • Lufgtige Schuhe und Baumwollstrümpfe 
  • sooft wie möglich barfuss gehen 

Ernährung bei pilzbedingter Hauterkankungen 

  • Verhzeht von Zucker und zuckerhaltigen Lebensmittel einschränken
  • fördern das Wachstum von Candida 

Antipuriginöse Massnahmen bei pilzbedingten Hauterkankungen 

  • juckreizlinderne Massnahmen in den Abenstunden, damit die Patienten schlafen können 

Prophylaxe von Bilzbedingten Hauterkankungen 

  • verhindern eine weitere Ausbreitung 
  • Aufklärung über die Übertragungswege 
  • unmittelbaren Kontakt mit abwehrgeschwächten Mitpatienten oder Angehörigen meiden 
  • pilzinfizierte Haustiere sind eine häufige Ansteckungsquelle 

Systemmykosen 

  • Pilzerkrankungen innerer Organe 
  • die Pilze werden häufig über die Atemwege aufgenommen
  • Häufige Erkrankungen in Deutschland 
    • Aspergillose: durch den Schimmelpilz Aspergillus 
    • Kryptokokkose: durch den Hefepilz Cryptococcus 
    • beide fakultativ pathogen 

Sergillose

  • Aspergillus Mykose 
  • Schimmelpilzerkrankungen vorzugweise in der Lunge 
  • hpts bei abwehrgeschwächten Patienten 
  • Erreger ist meisten der Aspergillus fumigatus 

Übertragung und Krankheitsentstehung der Aspergillose

  • Schimmelpilz sporen werden ständig mit der Atemluft eingeatmet
  • Pilze wachsen in bestehenden Höhlen der Lunge die durch andere Krankheitsprozesse gebildet wurden --> Bildung eines Pilball (Aspergillom) 
  • bei immunsupressiver Therapie können die Pilze auf die ganze Lunge oder über den Blutweg in andere Organe 

Symptome und Untersuchungsbefund bei Aspergillose 

  • Fieber
  • Reizhusten
  • Atembeschwerden
  • Allgemeinbefinden meist stark beeinträchtigt 

Diagnostik und Differentialdiagnose bei Aspergillose 

  • Röntgenbild: entzündliche Veränderungen, fleckförmig über die ganze Lunge verteilt, typisches Aussehen 
  • Nachweis im Sputum oder durch Bronchialsekret
    • Antigennachweis, mikroskopisch und kulturell 
  • serologischer Bluttest 

Behandlungsstrategie bei Aspergillose 

  • iv Gabe von Amphotecerin B
  • lokal: über ein Bronchialkatheter oder in Kombination mit Fluctyosin
  • Entfernung von Aspergillome operativ

Prognose bei Aspergillose 

  • abhängig von der Schwere der Grunderkankung 
  • septische Verlaufsformen und ZNS befall meist tödlich 

Kryptokokkose 

 

  • Cryptococcus Mykose 
  • systemische Pilzinfektion 
  • hervorgerugen durch den Hefepilz Ctryptococcus 
  • besonders bei AIDS Patienten und Tumor Patienten 
  • klinisches Bild einer Hirnhaut oder Gehirnentzündung 

Symptome, Befund und Diagnostik bei Kryptokkose

 

  • grippeähnliche Beschwerden
  • Infektion beginnt in der Lunge
  • entstehende Meningitis oder Meningoenzephallitis 
  • Pilzsepsis mit Fieber, Milz- und Lebervergrössserung 
  • Lymphknotnenschwellung 
  • Diagnostik:
    • direkter Antigennachweis, mikroskopisch oder kulturell im Sputum, Bronchialsekret oder Liquor. 

Behandlungsstrategien bei Kryptokkose

  • Gabe von Amphotericin und Flucytosin
  • ZNS Beteiligung auch Itraconazol
  • ehandlung oft erfolglos 

Patienteninformationen bei Kryptokokkose 

  • Prognose schlecht 
  • Prävention wichtig 
    • AIDS und Tumorpatienten dürfen keine Topfflanzen haben und keine Gartenargeit leisten 

Study