Allgemeine und Spezielle Mykologie
BsC Pflege ZHAW 1. HS
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Lernkarten
Mykosen
Infektion durch Pilze
Aufbau von Pilzn
- Fungi
- wenig differenzierte Lebewesen
- Zellkern
- charakterischtisch chitinhaltige Zellwände
D H S Klassifikation der menschenpathogenen Pilzen
- Dermatophyten
- Fadenpilze
- befallen die Haut und Hautanhangsgebilde
- Hefe
- Sprosspilze
- ca Candida albicans
- hpts Infektionen der Haut und Schleimhäute
- bei Abwehrschwäche auch Befall der Inneren Organe und eine Plizsepsis mögöich
- Schimmelpilze
- befallen hpts die inneren Organe
Entstehung von Mykosen
- Begünstigt wird eine Mykose durch eine lokale und allgemeine Abwehrschwäche. zB bei
- Grunderkrankgunen wie Tumoren, Diabetes oder HIV
- Glukokortikoid-, Immunsupressiva oder Zytotatikatherapie
- Mangel und Fehlernächung
- zerstörte phyikalische Bakterienbesidelung durch eine Antibiose
Krankheitsbilder durch Pilze
- lokale Mykosen
- durch fakultativ pahtohgene Pilze
- umschrieberen Befall der HAut oder Schleimhaut
- beginnen schleichend, sind meist harmlos, rezidivieren häufig
- Tehrapie mit Lokalpräpareten
- oppertunistische systemische Mykosen und Plzsepsis
- bei fakultativ pathogenen Pilze
- bei hochgradigen Abwehrschwächen
- beginnt schleichend, lebendbedrohlich
- therapie mit systematischer Gabe von Antimyotika
- primären systeischem Mykosen
- durch obligat pathogene Pilze
- hpts in Nord und Südamerika
Candidose
- meist lokale Pilzinfektionen der Haut und Schleimhaut
- 90% durch Candida albicans (weisser Hefepilz)
Krankheitsentstehung der Candidose
- Ansiedlung von Hefe auch bei vielen Gesunden auf Haut und Mund Rachen Schleimhaut
- fakultatif pahtogen
Symptome und Untersuchungsbefund der Candidose
- Mundsoor
- weissliche, meist abwischbare Beläge auf gerötere Schleimhaut
- Schleimhaut kann bluten und ulzerieren
- bei schweren Fällen schmerzhaft
- Speiseröhrensoor
- Schmerzen beim Schlucken
- fast immer bei AIDS Patienten
- Vaginalsoor
- Scheidenausfluss (Fluor)
- Jucken im Genitalbereich
- Begünstigende Faktoren: Schwangerschaft, Pilleneinnahme und Antibiose
- Harnröhren und Harnblasenentzündungen
- gleiche Beschwerden wie Harnblasenentzüdungen: Brennen bei Miktion, Juckreiz, häufiger Harndrang
- Nierenbegleitung mit dem Bilde einer Nierenbeckenentzündung ist möglich
Komplikation der Candidose: Soorsepsis
- bei starkter Abwehrschwäche
- Pilzbefall der innenen tiefe Darmabschnitten
- Durchfälle
- Darmblutungen und perforatinen
- Soorsepsis
- Pilze dringen durch die Schleimhaut in die Blutbahn ein
- lebensbedrohlich
Diagnostik der candidose
- klinisches Bild ist typisch
- Abstriche mikroskopisch und kulturell nachweisbar
Behandlungsstrategien der Candidose
- lokaler Schleimhautsoor
- lokale Antimyotika
- orale Gabe
- Ösphagus- und Darmsoor
- prohylaxe einer Scheideninfektion
- Prohylaxe eines Rezidiv
- durch Beseitigung der begünstigenden Faktoren
- evt medikamentös
Allgemeinmassnahmen bei Candidose
- Befallenen Körperregionen immer zuletzt waschen oder Waschwassser, Lappen und Handtuch wechseln
- Soorphrophylaxe bei gefährdeten Patienten
- Mundpflege
- Verzicht auf zucker und zurckerhaltiger Nahrungsmittel
- begünstigen das Wachstum
- genaues Einhalten der Behandlungsdauer
- verhinderung von Rezidivven
- Befall des Genitalpartner: mitbehandlung des Sexualpartners zur verhinderung eine Wiederansteckung
Dermatomykosen
- lokale Pilzinfektionen der Haut
- meist durch Dermatophyten und Hefen
- meistens harmlos
Symptome und Untersuchungsbefund der Dermatomykose
- abhängig von der Lokalisation
- Zehenzwischenräume
- gerötet, eingerissen und schuppt
- starkter Juckreiz
- Fussohle gerötet und schuppt
- Nägel (Onychomykose)
- Nagelplatte verfärbt sich gelb- bräunlich
- Nagel wird dicker und höckerig
- Haar
- Abbrechen der Haare knapp oberhalb der Kopfhaut
- evt deutliche, rötliche Hautherde
Dermatophyten Fadenpilze
- befallene Regionen
- Körper: Tinea corporis= Flechte
- Fuss: Tinea pedis
- Leiste: Tiner inguinalis
- Kopfhaar: Tinea capitis
- Nägel: Onchyomykose
Dermatophyten durch Hefepilze
- Hautfalten in Leistenbeugen, Achselhöhlen unter Brüsten und Fettschürtzen: Sorintertrigor
- Zwicsehnfiner(zehen)räume: interdigitaler Soor, Interdigitalmykose
- Nägel, Nagelwall: Onychomykose, Soorpaonychie
Unterscheidung von Dermatophyten und Candidabefall
- Dermatophyten:
- scheibenfärmige, relativ scharf begerenzte, gerötete und schuppende Herde
- blassen ind er Mitte ab
- breiten sich ringförmig nach aussen hin aus
- Randwall ist dunkler und teils erhaben
- Candidabefall
- entzündliche gerötete Haut mit Pustelbildung
- nach innen gerichtete Schuppenkrause
- am Rand des Herdes eine satellitenartige Aussaat
Diagnostik der Dermatomykose
- Verdachtsdiagonose anhand des Untersuchungsbefunden
- Diferential Diagnose:
- nach Erregernachweis
- im Nativpräparat unter dem Mikroskop
- Pilzkultur: für die genau Identifizierung der Erreger
- Wood Licht: einige Pilzarten leuchten auf
Behandlungsstrategien der Dermomykose
- Haut: lokale Antimyokitoka
- starke entzündliche Reaktionen: vorher antientzündliche Massnahmen erfordern
- Nagelbefall
- antimykotische Nagellacke
- Nagelentfernung und Anwendung von hochprozentigen Harnstoffsalben
- Harnstoffsalbe auftragen, mit Plastikfolie abdecken, umgebene haut mit Zinskalbe schützen, nach mehreren Tagen abgtragen des Nagels
- tiefreichende Infektionen:
- orale Gabe über einen längeren Zeitraum
- Candidamykosen der HAut:
- lokale Behandlung, bei schrebem Befall orale Gabe von Fluconazol oder Itraconazol
Hautpflege bei pilzbedingter Hauterkrankung
- trockenlegen von Feuchtgebieten
- nässende Hautpartien zB mit Povidontinktur oder Arning Tinktur
- Wo Haut auf Haut zu liegen kommt, Mullstreifen oder Kompressen aus Baumwolle einlegen.
- Für Waschung desinfizierende Salben benutzen. Immer Handschuhe anziehen
- alkalische Seifen meiden
- Infizierte Areale zuletzt waschen.
- Feuchte Körperstellen trocken föhnen vor dem Auftragen der Arzneimitteln
- Prophilaktisch desinfizierende Pulver verwenden
- Keine ausgedehnten warmen Bäder
- quellen die Haut auf, erleichtern das eindringen von Pilzsporen
- Alle Utensilien nach Gebrauch desinifizieren
Kleidung bei pilzbedingten Hauterkrankungen
- geeignete Kleidung:
- kochbare, atmungaktive Wäsche
- während Behandlung mit Farbstofflösungen: alte Unterwäsche oder Klinikwäsche, weil sie sich verfärbt
- Lufgtige Schuhe und Baumwollstrümpfe
- sooft wie möglich barfuss gehen
Ernährung bei pilzbedingter Hauterkankungen
- Verhzeht von Zucker und zuckerhaltigen Lebensmittel einschränken
- fördern das Wachstum von Candida
Antipuriginöse Massnahmen bei pilzbedingten Hauterkankungen
- juckreizlinderne Massnahmen in den Abenstunden, damit die Patienten schlafen können
Prophylaxe von Bilzbedingten Hauterkankungen
- verhindern eine weitere Ausbreitung
- Aufklärung über die Übertragungswege
- unmittelbaren Kontakt mit abwehrgeschwächten Mitpatienten oder Angehörigen meiden
- pilzinfizierte Haustiere sind eine häufige Ansteckungsquelle
Systemmykosen
- Pilzerkrankungen innerer Organe
- die Pilze werden häufig über die Atemwege aufgenommen
- Häufige Erkrankungen in Deutschland
- Aspergillose: durch den Schimmelpilz Aspergillus
- Kryptokokkose: durch den Hefepilz Cryptococcus
- beide fakultativ pathogen
Sergillose
- Aspergillus Mykose
- Schimmelpilzerkrankungen vorzugweise in der Lunge
- hpts bei abwehrgeschwächten Patienten
- Erreger ist meisten der Aspergillus fumigatus
Übertragung und Krankheitsentstehung der Aspergillose
- Schimmelpilz sporen werden ständig mit der Atemluft eingeatmet
- Pilze wachsen in bestehenden Höhlen der Lunge die durch andere Krankheitsprozesse gebildet wurden --> Bildung eines Pilball (Aspergillom)
- bei immunsupressiver Therapie können die Pilze auf die ganze Lunge oder über den Blutweg in andere Organe
Symptome und Untersuchungsbefund bei Aspergillose
- Fieber
- Reizhusten
- Atembeschwerden
- Allgemeinbefinden meist stark beeinträchtigt
Diagnostik und Differentialdiagnose bei Aspergillose
- Röntgenbild: entzündliche Veränderungen, fleckförmig über die ganze Lunge verteilt, typisches Aussehen
- Nachweis im Sputum oder durch Bronchialsekret
- Antigennachweis, mikroskopisch und kulturell
- serologischer Bluttest
Behandlungsstrategie bei Aspergillose
- iv Gabe von Amphotecerin B
- lokal: über ein Bronchialkatheter oder in Kombination mit Fluctyosin
- Entfernung von Aspergillome operativ
Prognose bei Aspergillose
- abhängig von der Schwere der Grunderkankung
- septische Verlaufsformen und ZNS befall meist tödlich
Kryptokokkose
- Cryptococcus Mykose
- systemische Pilzinfektion
- hervorgerugen durch den Hefepilz Ctryptococcus
- besonders bei AIDS Patienten und Tumor Patienten
- klinisches Bild einer Hirnhaut oder Gehirnentzündung
Symptome, Befund und Diagnostik bei Kryptokkose
- grippeähnliche Beschwerden
- Infektion beginnt in der Lunge
- entstehende Meningitis oder Meningoenzephallitis
- Pilzsepsis mit Fieber, Milz- und Lebervergrössserung
- Lymphknotnenschwellung
- Diagnostik:
- direkter Antigennachweis, mikroskopisch oder kulturell im Sputum, Bronchialsekret oder Liquor.
Behandlungsstrategien bei Kryptokkose
- Gabe von Amphotericin und Flucytosin
- ZNS Beteiligung auch Itraconazol
- ehandlung oft erfolglos
Patienteninformationen bei Kryptokokkose
- Prognose schlecht
- Prävention wichtig
- AIDS und Tumorpatienten dürfen keine Topfflanzen haben und keine Gartenargeit leisten