Virologie
1. HS, ZHAW BsC Pflege
1. HS, ZHAW BsC Pflege
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Cartes-fiches
virale Infektionen
- häufig
- meisten Erkältungskrankheiten und Kinderkankheiten sind Viral
Infektion der Wirtszelle
- Virus heftet sich an Rezeptoren der Wirtzellen
- schleuchst seine DNA in die Wirtszelle
- programmiert die Zelle --> Zele produziert Viruspartikel
Folgen der Virusinfektion
- schädigt die Wirtszelle auf unterschiedliche Weise
- Wirtszelle produziert nur noch neue Viren
- typisch
- Wirtszelle stirbt ab, weil sie keine Proteine für sich selbst mehr produziert.
- Durch das Absterben werden zahlreiche Viren frei
- latente Infektion
- Anfangs keine schädigende Wirkung für die Wirtszelle erkennbar
- Erbsubstanz der Viren wird über Generationenen an die Tochterzelle weitervererbt --> keine Immunreaktion
- Reaktivierung: bei lokaler oder allg. Abwehrschwäche kann sich der Virus vermehren und die Erkrankung ausbrechen
- slow Virus Infektionen: Erkankung erst Jahre nach der Infektion
- Bildung von Tumoren
- z.B Epstein Barr Virus bei der Entstehung des Zervixkrzinom
Diplazentare Infektion
- Infektiöse Schädigungen des Ungeborenen durch diplanzetare Erregerübertragung
- Rötelnembryopathie:
- Folge der Erstinfektion der ungeimpften Mutter
- Folge bei Infektion in der Frühschwangerschaft: Blind- und Taubheit., Herzfehlert, geistige Behinderung und Tod des Fötus
- Zytomegalivirus Infektion
Übertragungen über den Geburtskanal
- Wenn der Geburtskanal Viren enthält
- z.B Herpes- simplex- Virus
- Mutter an Herpes genitalis Erkrankt
- Gefahr einer Infektion des Neugeborenen und einer Herpes Sepsis
- Sectio erforderlich
Virusnachweis
- Hühnerembryonen für die Vermehrung der Viren
- Wirtszelle nötig
- indirekter Erregernachweis
- serologische MEthoden
- Nachweis spezif. Virusanktikörper und antigenen
Gentechnischer Virusnachweis
- Nachweis viralen Erbguts durch die Polymerase Kettenreaktion CRP
- Virus DNA und RNA wird stark vermehrt durch eine enzymatische Kettenreaktion und dadurch molekularbiologisch Nachweisbar
Behandlungen von Virusinfektionen
- symptomatische Behandlungen möglich und sinnvoll
- Virostatika: nur bei einigen Virusinfektionen nötig
Virostatika definition
Arzneimittel zur kausalen Behandlung von Virusinfektionen
Wirkung und Nebenwirkenen von Virostatika
- Virostatika greifen den Stofffwechsel an
- Nur wenige Virusspezifische Enzyme für wenig spezif. Virusarten können blockiert werden.
- da die Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben,werden auch die gesunden menschlichen Zellen angegriffen
- erhebliche Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, Leber- und Nierenschäden und neurologische Symptome
Herpes Simplex Infektionen
- 2 Typen: Typ 1 und 2
- Durchseuchung der Erwachsenen: Typ 1 90%, Typ 2 30%
- Erstinfektion meist unbemerkt
- Virus persisiterit im Körper
- Wiederkehrende Bläschenausschlag in Mund und Genitalregion
- Auslöser zB Fieber- und Sonnenstrahlen
- Gesunde harmlos
- Behandlung lokal
- Herpey- Enzephalitis: durch Herpes simplex Virus Typ 1
- häufig tödlich
- Herpes Sepsis des Neugeborenen
- durch Kontakt mit Herpes genitalis der Mutter während der Geburt
Erkenkungen der Viren der Herpes Familie
- Gemeinsamkeit: Fähigkeit im Körper zu persistieren
- Varizella Zoster
- Herpes Zoster
- Zytomegalieviren
Krankheitsentstehung Herpes Zoster
- Windpockenerkrankung im Kindersalter
- Viren verbleiben in den Spinalganglien
- Reaktivierung der Viren bei Abwehrschwäche
- Viren wandern zu den Versorgungsbereichen des N. trigeminus im Gesicht und der Spinalganglion
Symptome Befund und Diagnostik des Herpes Zoster
- Vorstadium: kurz
- allg. Krankheitsgefühl, Schmerzen im betroffenen Hautgebiet und evt Fieber
- kleine Hautbläschen auf gerötetem Grund
- platzen und bilden Krusten und Erosionen
- meist unilateral, selten bilateral
- starke brennende SZ im Hautareal
- Diagnose: klinisch
Behandlungsstrategie des Herpes Zoster
- lokale Massnahmen: bei unkomplizierten Herpes zoster
- orale Gabe von Aciclovir: zur Verhinderung eines schweren Verlauf
- iv Aciclovir: Abwehschwachen Personen oder Zoster in der Augenregion
- Analgetika und evt Sedativa
Allgmeintherapie
- Bläscheninhalt ist kontagiös: Kinder ohne Immunität oder abwehrgeschwächte Personen sollten den Kontakt meiden
- Befallene Hautstellen mit austrocknenden, desinfizierenden und antienzündlichen behandeln.
- nicht waschen!
- Infektionsgefähredete Areale werden durch Puder geschützt
- Lokaltheapie am Abend für die ausreichende Nachtruhe
- leichte, luftdurchlässige Verbände
- Pat Bettruhe und sich schohnen
- SZ medikamentös und durch Wärmezufuhr lindern
- Auf die Beteiligung motorischer Nerven achten
Prognose Herpes zoster
- gut
- postzoterischen Neuralige: va ältere Pat. nach dem Infekt
- einschlissenden, brennenden Schmerz
- teils über Jahrn
- Behandlung: Analgetika und Carbamazepin, im extremfall neurochirurgisch
- Zoster generalisatus: Ausbreitung, Beteiligung innerer Organe oder ZNS Beteiligung
Zytomegalieviren CMV
- gehört zur Gruppe der Herpes Viren
- Übertragung durch Schmier- und Tröpfcheninfektion, diplazentar, sexuelle, durch Blut und transplantierten Organe übertragen
- lösen die Zytomegalie aus
Zytomegalie
- Einschlusskörperchenkrankheit, Speicheldrüsenviruskrankheit
- häufige Infektion mit variablem Krankheitsbild
- bei Abwehrgeschwächten oder pränataler Infektion des Ungeborenes schwere Krankheitsbilder
- häufigste pränatale Infektion
Syptome bei Zytomegalie
- Kinder und Erwachsene: asyptomatisch
- teils kurzzeitig grippe. o. mononukleoseähnliche Beschwerde
- abwehrgeschwächte Personen: ernste Probleme
- neuinfektionen und persistierend Infektionen
- Lungen- oder Leberentzündungen, Abstossungsreaktionen nach Transplantation
- AIDS Patienten
- schwerste Verläufe mit
- ZNS Befall, Darmentzündung und Augenbeteiligung
- Ungeborene: Gefährdung noch umstritten
- Reaktivierung: wahrscheinlich kaum schwere schäden
- frische Zytomegalie Infektion: schwere generalisierte Infektion des Ungeborenen, schwere Schäden
Diagnostik Zytomegalie
- Nachweis von Antigene und DNA im Urin, Blut und bronchoalveoläre Lavage
- Nachweis von Zytomegalie Antikörper
Behandlungsstrategie bei Zytomegalie
- nur bei schweren Verläufe notwendig
- Intravenöse Gabe von Ganciclovir, Foscarnet, Cidovir (AIDS Pat)
- passive Immunisierung mit menschlichen Immunglobuline möglich
Krankenbeobachtung der Zytomegalie
- Vitalzeichen, Temperatur, Atmung
- Haut: Hautblutungen durch Gerinnungsstörungen
- Urinausscheidung: Hämaturie
- Erbrochenes : Hämatemesis
Gelbfieber
- Akute, fieberhafte Infektionenkrankheit
- afrikan. und lateinamerikanische Tropen
- durch Gelbfieber Virus hervorgerufen
- Übertragung durch Mücken auf den Mensch
- Unterscheidung
- klassischen (Stadt) Gelbfieber: Leber und Nierenschädigung und Blutungsneigung
- gurartige (Busch) Gelbfieber
- Nachweis von Gelbfieber und dem Virus sind meldepflichtig
- Behandlung: symptomatisch
- Schutz durch Impfung
Verrucae vulgares
- gewöhnliche Warze, stachelwarzen
- harte Papeln
- wachsen und werden durch Verhornung immer rauer und dunkler
- schwarz Verfärbung durch Bluteinlagerung
- Mutterwarze (1-2cm) Tochterwarzen
- Hände, Finger, Gesicht und Fusssohlen
Verrucae filiformes
- Pinsel oder Fadenwarzen
- sonderfall der gewöhnlichen Warze
- an den Augenliedern
- besonders bei älteren Menschen
Therapie der Verrucae vulgares
- heilen häufig spontan ab, darum keine invasive Therapie
- Lokaltherapeutikum Acetocaustin oder Fluorouracil
- schmerzlose Verätzung einmal pro Woche
- operative Massnahmen
- Abtragung mit dem scharfen Löffel
- Diathermieschlinge
- chirurgische Entfernung
- Vereisen
Verrucae planae juveniles
- kaum erhabenen Papeln
- können in grosser Zahl pötzlich aufschiesen
- vorallem Kinder und Jugendlichen
- hpts Gesicht und Hände
- heilen nach monate- bis jahrelangem Verlauf in kurzer Zeit narbenlos ab
Therapie Verrucae planae juveniles
- im lokalen Auftragen von Schälmittel (Keratolytika)
Verrucae plantares
- Dornwarzen, Plantarwarzen, Sohlenwarzen
- klinische Variante der gewöhnlichen Warze
- an Fusssohle und Zehenballen
- werden bei jedem Schritt in den Haut gedrückt --> stechende Schmerzen
- müssen entfernt werden
Condylomata acuminata
- Feigenwarze, spitze Kondylome
- durch Papilloma Viren hervorgerufen
- über Geschlechtsverkehr übertragen
- entstehen hpts im feuchten Millie: Genital und Analbereichs
- Frühstadium: kleine Papeln
- Spätstadium: blumenkohlartig: durch Lappen- und Furchenbildung
Therapie der Condylomata acuminata
- spitze Kondylome: Entfernung durch Laser oder Diathermieschlinge
- immunstimulierende Behandlung: lokal oder systemisch
- evt Mitbehandlung des Sexualpartners
Mollusca contagiosa
- Dellwarze
- Verursachen einer Virus der Pockengruppe
- breiiertige Masse in den Warzen
- Übertragung durch Schmierinfektion, Handtücher oder Kleidungsstücke
- gehäuft bei allgemeiner Abwehrschwäche¨
Therapie Mollusca contagiosa
- Dellwarze mit gebogener Pinzette ausdrücken
- Skalpell oder Löffel zur Abtragung der Warze
- salicylhaltige Pflaster