Virologie

1. HS, ZHAW BsC Pflege

1. HS, ZHAW BsC Pflege


M. V.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über Virologie, insbesondere über verschiedene Viren wie Herpes, Zytomegalie und Gelbfieber. Sie behandeln Themen wie Virusinfektionen, ihre Typen, Symptome, Diagnostik, Behandlung und Prognose. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Fachkräfte, die ihr Wissen über virale Erkrankungen vertiefen und verstehen möchten, wie diese behandelt werden.
Karten
44
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
30.09.2018 / 30.09.2018

Lernkarten

virale Infektionen

  • häufig
  • meisten Erkältungskrankheiten und Kinderkankheiten sind Viral 

Aufbau von Viren

  • besitzen keine Zellstruktur
  • haben keinen eigenen Stoffwechsel

 

Infektion der Wirtszelle

  • Virus heftet sich an Rezeptoren der Wirtzellen
  • schleuchst seine DNA in die Wirtszelle
  • programmiert die Zelle --> Zele produziert Viruspartikel

Folgen der Virusinfektion

  • schädigt die Wirtszelle auf unterschiedliche Weise 
  • Wirtszelle produziert nur noch neue Viren
    • typisch 
    • Wirtszelle stirbt ab, weil sie keine Proteine für sich selbst mehr produziert.
    • Durch das Absterben werden zahlreiche Viren frei
  • latente Infektion
    • Anfangs keine schädigende Wirkung für die Wirtszelle erkennbar
    • Erbsubstanz der Viren wird über Generationenen an die Tochterzelle weitervererbt --> keine Immunreaktion
    • Reaktivierung: bei lokaler oder allg. Abwehrschwäche kann sich der Virus vermehren und die Erkrankung ausbrechen
    • slow Virus Infektionen: Erkankung erst Jahre nach der Infektion 
  • Bildung von Tumoren
    • z.B Epstein Barr Virus bei der Entstehung des Zervixkrzinom

Diplazentare Infektion

  • Infektiöse Schädigungen des Ungeborenen durch diplanzetare Erregerübertragung
  • Rötelnembryopathie:
    • Folge der Erstinfektion der ungeimpften Mutter
    • Folge bei Infektion in der Frühschwangerschaft: Blind- und Taubheit., Herzfehlert, geistige Behinderung und Tod des Fötus 
  • Zytomegalivirus Infektion

Übertragungen über den Geburtskanal

  • Wenn der Geburtskanal Viren enthält
  • z.B Herpes- simplex- Virus
    • Mutter an Herpes genitalis Erkrankt
    • Gefahr einer Infektion des Neugeborenen und einer Herpes Sepsis
    • Sectio erforderlich 

Virusnachweis 

  • Hühnerembryonen für die Vermehrung der Viren
    • Wirtszelle nötig
  • indirekter Erregernachweis
    • serologische MEthoden
    • Nachweis spezif. Virusanktikörper und antigenen

Gentechnischer Virusnachweis 

  • Nachweis viralen Erbguts durch die Polymerase Kettenreaktion CRP
  • Virus DNA und RNA wird stark vermehrt durch eine enzymatische Kettenreaktion und dadurch molekularbiologisch Nachweisbar

Behandlungen von Virusinfektionen

  • symptomatische Behandlungen möglich und sinnvoll
  • Virostatika: nur bei einigen Virusinfektionen nötig 

Virostatika definition

Arzneimittel zur kausalen Behandlung von Virusinfektionen

Wirkung und Nebenwirkenen von Virostatika 

  • Virostatika greifen den Stofffwechsel an
  • Nur wenige Virusspezifische Enzyme für wenig spezif. Virusarten können blockiert werden.
  • da die Viren keinen eigenen Stoffwechsel haben,werden auch die gesunden menschlichen Zellen angegriffen
  • erhebliche Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, Leber- und Nierenschäden und neurologische Symptome

Herpes Simplex Infektionen

  • 2 Typen: Typ 1 und 2
  • Durchseuchung der Erwachsenen: Typ 1 90%, Typ 2 30%
  • Erstinfektion meist unbemerkt 
  • Virus persisiterit im Körper
    • Wiederkehrende Bläschenausschlag in Mund und Genitalregion
    • Auslöser zB Fieber- und Sonnenstrahlen
    • Gesunde harmlos
    • Behandlung lokal
  • Herpey- Enzephalitis: durch Herpes simplex Virus Typ 1
    • häufig tödlich
  • Herpes Sepsis des Neugeborenen
    • durch Kontakt mit Herpes genitalis der Mutter während der Geburt 

Erkenkungen der Viren der Herpes Familie

  • Gemeinsamkeit: Fähigkeit im Körper zu persistieren
  • Varizella Zoster
  • Herpes Zoster
  • Zytomegalieviren

Herpes Zoster 

  • Gürtelrose
  • zweiterkrankung durch das Winpockenvirus (Varizella Zoster Virus VZV)
  • geringe Allgemeinerscheinung und typischer Hautausschlag aus vielen kleinen Bläschen
  • Betrifft häufig ältere Menschen 

Krankheitsentstehung Herpes Zoster

  • Windpockenerkrankung im Kindersalter
  • Viren verbleiben in den Spinalganglien
  • Reaktivierung der Viren bei Abwehrschwäche 
  • Viren wandern zu den Versorgungsbereichen des N. trigeminus im Gesicht und der Spinalganglion

Symptome Befund und Diagnostik des Herpes Zoster

  • Vorstadium: kurz
    • allg. Krankheitsgefühl, Schmerzen im betroffenen Hautgebiet und evt Fieber
  • kleine Hautbläschen auf gerötetem Grund
    • platzen und bilden Krusten und Erosionen
    • meist unilateral, selten bilateral
    • starke brennende SZ im Hautareal
  • Diagnose: klinisch

Behandlungsstrategie des Herpes Zoster 

  • lokale Massnahmen: bei unkomplizierten Herpes zoster
  • orale Gabe von Aciclovir: zur Verhinderung eines schweren Verlauf
  • iv Aciclovir: Abwehschwachen Personen oder Zoster in der Augenregion
  • Analgetika und evt Sedativa 

Allgmeintherapie

  • Bläscheninhalt ist kontagiös: Kinder ohne Immunität oder abwehrgeschwächte Personen sollten den Kontakt meiden
  • Befallene Hautstellen mit austrocknenden, desinfizierenden und antienzündlichen behandeln. 
    • nicht waschen!
    • Infektionsgefähredete Areale werden durch Puder geschützt
  • Lokaltheapie am Abend für die ausreichende Nachtruhe
  • leichte, luftdurchlässige Verbände
  • Pat Bettruhe und sich schohnen
  • SZ medikamentös und durch Wärmezufuhr lindern
  • Auf die Beteiligung motorischer Nerven achten 

Prognose Herpes zoster

  • gut
  • postzoterischen Neuralige: va ältere Pat. nach dem Infekt
    • einschlissenden, brennenden Schmerz
    • teils über Jahrn
    • Behandlung: Analgetika und Carbamazepin, im extremfall neurochirurgisch
  • Zoster generalisatus: Ausbreitung, Beteiligung innerer Organe oder ZNS Beteiligung 

Zytomegalieviren CMV

  • gehört zur Gruppe der Herpes Viren
  • Übertragung durch Schmier- und Tröpfcheninfektion, diplazentar, sexuelle, durch Blut und transplantierten Organe übertragen
  • lösen die Zytomegalie aus 

Zytomegalie

  • Einschlusskörperchenkrankheit, Speicheldrüsenviruskrankheit
  • häufige Infektion mit variablem Krankheitsbild
  • bei Abwehrgeschwächten oder pränataler Infektion des Ungeborenes schwere Krankheitsbilder 
  • häufigste pränatale Infektion

Syptome bei Zytomegalie

  • Kinder und Erwachsene: asyptomatisch
    • teils kurzzeitig grippe. o. mononukleoseähnliche Beschwerde
  • abwehrgeschwächte Personen: ernste Probleme
    • neuinfektionen und persistierend Infektionen
    • Lungen- oder Leberentzündungen, Abstossungsreaktionen nach Transplantation
  • AIDS Patienten
    • schwerste Verläufe mit
    • ZNS Befall, Darmentzündung und Augenbeteiligung
  • Ungeborene: Gefährdung noch umstritten
    • Reaktivierung: wahrscheinlich kaum schwere schäden
    • frische Zytomegalie Infektion: schwere generalisierte Infektion des Ungeborenen, schwere Schäden

Diagnostik Zytomegalie

  • Nachweis von Antigene und DNA im Urin, Blut und bronchoalveoläre Lavage
  • Nachweis von Zytomegalie Antikörper     
     

Behandlungsstrategie bei Zytomegalie

  • nur bei schweren Verläufe notwendig
  • Intravenöse Gabe von Ganciclovir, Foscarnet, Cidovir (AIDS Pat)
  • passive Immunisierung mit menschlichen Immunglobuline möglich

Krankenbeobachtung der Zytomegalie

  • Vitalzeichen, Temperatur, Atmung
  • Haut: Hautblutungen durch Gerinnungsstörungen
  • Urinausscheidung: Hämaturie
  • Erbrochenes : Hämatemesis

Gelbfieber

  • Akute, fieberhafte Infektionenkrankheit
  • afrikan. und lateinamerikanische Tropen
  • durch Gelbfieber Virus hervorgerufen
  • Übertragung durch Mücken auf den Mensch
  • Unterscheidung
    • klassischen (Stadt) Gelbfieber: Leber und Nierenschädigung und Blutungsneigung
    • gurartige (Busch) Gelbfieber
  • Nachweis von Gelbfieber und dem Virus sind meldepflichtig
  • Behandlung: symptomatisch
  • Schutz durch Impfung 

Verrucae

  • Warzen
  • Gutartige Hautneubildungen, die durch humane Papillomviren hervorgerufen werden

Verrucae vulgares 

  • gewöhnliche Warze, stachelwarzen
  • harte Papeln
    • wachsen und werden durch Verhornung immer rauer und dunkler
    • schwarz Verfärbung durch Bluteinlagerung
  • Mutterwarze (1-2cm) Tochterwarzen
  • Hände, Finger, Gesicht und Fusssohlen

Verrucae filiformes

  • Pinsel oder Fadenwarzen
    • sonderfall der gewöhnlichen Warze
    • an den Augenliedern
    • besonders bei älteren Menschen 

Therapie der Verrucae vulgares 

  • heilen häufig spontan ab, darum keine invasive Therapie
  • Lokaltherapeutikum Acetocaustin oder Fluorouracil
    • schmerzlose Verätzung einmal pro Woche
  • operative Massnahmen
    • Abtragung mit dem scharfen Löffel
    • Diathermieschlinge 
    • chirurgische Entfernung 
    • Vereisen 

Verrucae planae juveniles

  • kaum erhabenen Papeln
  • können in grosser Zahl pötzlich aufschiesen
  • vorallem Kinder und Jugendlichen
  • hpts Gesicht und Hände
  • heilen nach monate- bis jahrelangem Verlauf in kurzer Zeit narbenlos ab

Therapie Verrucae planae juveniles 

  • im lokalen Auftragen von Schälmittel (Keratolytika)

Verrucae plantares 

  • Dornwarzen, Plantarwarzen, Sohlenwarzen
  • klinische Variante der gewöhnlichen Warze
  • an Fusssohle und Zehenballen
  • werden bei jedem Schritt in den Haut gedrückt --> stechende Schmerzen 
  • müssen entfernt werden 

Condylomata acuminata

  • Feigenwarze, spitze Kondylome
  • durch Papilloma Viren hervorgerufen
  • über Geschlechtsverkehr übertragen
  • entstehen hpts im feuchten Millie: Genital und Analbereichs
  • Frühstadium: kleine Papeln
  • Spätstadium: blumenkohlartig: durch Lappen- und Furchenbildung 

Therapie der Condylomata acuminata 

  • spitze Kondylome: Entfernung durch Laser oder Diathermieschlinge
  • immunstimulierende Behandlung: lokal oder systemisch
  • evt Mitbehandlung des Sexualpartners 

Mollusca contagiosa 

  • Dellwarze
  • Verursachen einer Virus der Pockengruppe
  • breiiertige Masse in den Warzen
  • Übertragung durch Schmierinfektion, Handtücher oder Kleidungsstücke
  • gehäuft bei allgemeiner Abwehrschwäche¨

Therapie Mollusca contagiosa

  • Dellwarze mit gebogener Pinzette ausdrücken 
  • Skalpell oder Löffel zur Abtragung der Warze
  • salicylhaltige Pflaster 

Vermehrungszyklus eines Virus 

Aufbau von Viruspartikel 

Budding 

  • Budding = umhüllung des Kapids mit eine zelulären Lipidmembran zur Ausschleuzung eines neuen Virions
  • Ort der Umhüllung unterschiedlich

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