Versicherungswirtschaft Block 5

Finanzielle Führung eines Versicherungsunternehmens

Finanzielle Führung eines Versicherungsunternehmens


J. K.
Diese Lernkarten behandeln fortgeschrittene Themen der Versicherungswirtschaft und konzentrieren sich auf Risikomanagement, Rechnungslegung und Unternehmensbewertung. Sie decken Bereiche wie Versicherungsrisiken, Kreditrisiken, Marktrisiken und Solvabilität ab, sowie verschiedene Ansätze zur Unternehmensbewertung wie den Stakeholder-Value-Ansatz und den Shareholder-Value-Ansatz. Diese Karteikarten sind besonders nützlich für Fachleute in der Versicherungsbranche, die ihr Verständnis von Risikomanagement und finanziellen Bewertungsmethoden vertiefen möchten.
Karten
10
Lernende
10
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
24.08.2018 / 07.07.2025

Lernkarten

Was ist Value Based Management?

Value Based Management (wertorientierte Unternehmenssteuerung): Methoden und

Managementtechniken, welche entscheidungsrelevante Infos für das Management und die

Stakholdergruppe (Aktionäre, Versicherungsnehmer) weitergeben.

Erkläre den Shareholder-Value-Ansatz

Ziel = Unternehmenswert (Marktwert des Eigenkapitals) zu maximieren.

Unternehmenswert = Wert Eigenkapital + Wert Fremdkapital

Eigenkapital = Gesamtwert des Anspruches der Aktionäre

Fremdkapital= Deckungskapital, RKWs von VNs

 

Die Unternehmenspolitik wird so ausgerichtet, dass der Unternehmenswert (Marktwert des Eigenkapitals) maximiert wird.

Risiko ist finanziell begrenzt (EK), daher besteht die Gefahr, dass grosse Risiken eingegangen werden zu Maximierung.

 

Erkäre den Stakeholder Value Ansatz

Stakeholder-Value-Ansatz:

Sind sämtliche Interessen der Anspruchsgruppen explizit berücksichtigt.

Ziel = Bedürfnisse und Ziele unterschiedlicher Anspruchsgruppen in Einklang zu bringen. Schwierige

Herausforderung allen alles recht zu machen.

Befürworter des Shareholder-Value-Ansatzes argumentieren damit, dass eine Steigerung des

Marktwertes des Eigenkapitals nur dann möglich ist, wenn die zentralen Bedürfnisse sämtlicher

Anspruchsgruppen angemessen berücksichtig werden.

(z.B. MA erbringt nur die beste Leistung, wenn auch seine pers. Interessen berücksichtigt werden)

Nenne die Funktionen der externen Rechnungslegung?

- ist für die FINMA, Kapitalgeber, Staat (Steuern) wichtig, sie dient zur zahlungsmässigen

Dokumentation von Geschäftsvorfällen

- interne Kontrollfunktion sowie Planungsfunktion (Bilanz, Erfolgsrechnung & Cash flow)

-->  für Versicherungen wichtig, niedriger Cash Flow wegen negativen Zinsen

Jahresabschluss

- Darstellung von Vermögens-, Finanz,- und Ertragslage

- Berechnungsgrundlage für Dividenden & Steuern

Was sind die Bestandteile der externen Rechnungslegung?

  • Die Bilanz enthält Informationen über das Vermögen (Assets), über die Verbindlichkeiten (Liabilities, Fremdkapital) sowie über das Reinvermögen (Assetsabzüglich Liabilities)

  • Die Erfolgsrechnung dient der Erfassung von Erträgen, Aufwendungen und dem daraus resultierenden Jahreserfolg.

  • Die Kapitalflussrechnung erhält sämtliche Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse im Unternehmen. Die Kapitalflussrechnung hat im Versicherungs-bereich eine untergeordnete Bedeutung, da Versicherungen im Gegensatz zu anderen Industrien Zahlungsmittel im Voraus enthalten und diese dann anlegen.

Was bedeutet Solvabilität?

Eigenmittel so zu haben, dass realisierende Risiken des Versicherungs- bzw. Kreditgeschäfts

abzudecken und somit die Ansprüche der Versicherungsnehmer oder Gläubiger auch bei ungünstigen

Entwicklungen sichern.

Was sind Marktrisiken?

Finanzmarktrisiken werden quantifiziert, die sich durch Änderungen der Risikofaktoren

Zinsen, Aktienkurse, Währungskurse, etc. auf Aktiva und Passiva eines Versicherers ergeben.

Was sind Kreditrisiken?

Hier wird der Basel-II-Ansatz aus dem Bankenbereich herangezogen. Anhand des

Basel-II-Ansatzes wird im SST ein Kreditrisikozuschlag kalkuliert, der zum Zielkapital für

Versicherungs- und Marktrisiken addiert wird.

 

Was sind Versicherungsrisiken?

  • Lebenversicherung
  1. Risikofaktoren
  • Sterblichkeit
  • Langlebigkeit, Invalidität
  • Reaktivierungsrate
  • Stornoquote
  • Optionsausübung
  • Nichtlebenversicherung

    • Drei Gruppen

      • Normalschäden

      • Grossschäden

      • Schäden aus früheren Schadenjahren

  • Krankenversicherungsbereich

Wozu dienen Szenarien beim SST?

Szenarien: Berücksichtigung von Ereignissen, welche selten eintreffen und vom Standardmodell nicht

abgedeckt sind

Qualitative Szenarien: werden ausgewertet, aber nicht in die Berechnung des Zielkapitals einbezogen

Quantitative Szenarien: werden mit dem Standardmodell zusammengeführt.

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