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Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 06.06.2018 / 07.09.2019
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ökonomisches Kapital

ist alles Kapital, das sich direkt in Geld konvetieren lässt; eignet sich zur Institutionalisierung in Form des Eigentumsrechts

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kulturelles Kapital

mehr als nur Humankapital. Institutionalisiertes Kulturkapital z.B. Bildungstitel

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Objektiviertes Kulturkapital

alles was man sehen kann was für eine gebildete Person spricht (Wohnung voller Bücher, wertvolle Kunst etc.)

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Inkorporiertes Kulturkapital

Dauer des Bildungserwerbes, Habitus (Weltgewandheit, Sprache und Auftreten) und nicht nur reines Faktenwissen, dieser Habitus ist vererbbar, Kombination aus Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmalen

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Der Umfang des Sozialkapitals des Einzelnen bemisst sich entlang zweier Dimensionen und hängt... ab

  • von der Ausdehnung des Netzes von Beziehungen ab, die er tatsächlich mobilisieren kann (quantitativ)
  • von dem Umfang des ökonomischen, kulturellen und symbolischen Kapitals, das diejenigen besitzen, mit denen er in Beziehung steht (qualitativ)
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Soziale Dimension der Oberschicht

viel oder grosses Sozialkapital
Quantität (Netzwerke) und Qualität (Kapitalausstattung der Netzmitglieder) sind hoch

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Soziale Dimension des Rotary-Club

Mischform 1, Quantität (Netzwerke) ist klein aber Qualität (Kapitalausstattung der Netzmitglieder) ist hoch

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Soziale Dimension einer gewerkschaftlich organisierten Arbeiterklasse

Mischform 2, Quantität (Netzwerke) ist gross aber Qualität (Kapitalausstattung der Netzmitglieder) is gering

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Soziale Dimension einer Randgruppe oder Arbeitslosen

kein oder geringes Sozialkapital

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Rational-Choice Paradigma

Handlungsprinzip ergibt sich aus der individuellen Interessensverfolgung und der Maximierung des persönlichen Nutzens

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allgemeines soziales Paradigma

soziales Handlen wird auf den sozialen Kontext und auf sozialisierte Normen und Werte zurückgeführt

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hierarchische Beziehungen

durch die Übertragung von Kontrollrechten über Handlungen auf Personen mit Sanktionspotential können Kollektivgutprobleme gelöst werden

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zielgerichtete Organisationen

Zusammenschluss zu gewerblichen oder freiwilligen Organisationen erleicherte a) persönliche Zielsetzung und b) Gemeinwohl

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übereignungsfähige soziale Organisationen

freiwillige Vereinigungen, die zunächst für bestimmte Ziele gegründet wurden, können in anderen Wirkungszusammenhängen Interessen bedienen

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Qualität von Demokratien nach Putnam

  • Responsivität: Wie sensibel (ansprechempfindlich) sind die Repräsentanten gegenüber den Bürgern
  • Effizienz: Woe zügig und konsequent werden von der Regierung und Verwaltung öffentliche Aufgaben unter dem optimalen Einsatz begrenzter Ressourcen umgesetzt

-> Wie gut organisieren und verwalten Institutionen interne Angelegenheiten, inwieweit identifizieren sie gesellschaftliche Bedürfnisse und wie steht es um ihre innovative Problemlösungskompetenz?

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Index institutioneller Performanz

  • Merkmal des politischen Prozesses (Regierungsarbeit)
  • politische Absichtserklärung (wie umfassen und koordiniert sind initiierte Reformen)
  • Merkmale politischer Implementation (Bereitstellung öffentlicher Dienstleistung)
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Konzept der Zivilgesellschaft bei Putnam

  • Gesellschaftliche Selbstorganisation (soziale Strukturen) in Form ziviler Vereinigungen
  • Politische Gleichheit als Grundwert
  • Ziviles Engagement (Bereitschaft zu aktiver Partizipation, Orientierung an Gemeinwohl)
  • Solidarität, Vertrauen und Toleranz als Grundwerte zur Überwindung von Opportunismus und Trittbrettfahren
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Gründe für rückläufiges ziviles Engagement

  • Eintritt von Frauen in das Berufsleben
  • Verpflanzungshypothese (Mobilität zerstört soziale Verwurzelung)
  • demographische Transformationsprozesse (weniger Eheschliessungen, mehr Scheidungen, weniger Kinder)
  • technologische Transformation der Freizeit
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Kapital nach Kenneth Arrow

1. Kapital muss zeitunabhängig existieren, Beziehungen müssen aber gepflegt werden sonst zerfallen sie.
2. Möglichkeit der Veräusserung (jemand anderem geben) muss vorhanden sein: Sozialkapital kann man nicht weitergeben, zudem besteht es immer zwischen zwei Menschen
3. freiwilliger Verzicht zugunsten der Möglichkeit künftiger Vorteile muss möglich sein: Investitionen in Sozialkapital geschehen aus intrinsischer Motivation und nicht mit Blick auf Rendite
-> Nach Arrow ist Sozialkapital keine Kapitalform.

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Warum Sozialkapital totzdem Kapital ist 

1. Zeitunabhängigkeit: Entwertung über die Zeit muss auch bei Sach- und Humankapital hingenommen werden
2. Veräusserung: gilt ebenso auch für Humankapital, Bildungsinvestitionen in eine Person können nicht ohne weiteres zurückgenommen und in andere Person investiert werden
3. Freiwilliger Verzicht für künftige Rendite: strategischer Einsatz von Investitionen auch bei Sozialbeziehungen denkbar (erfordern Zeit und verursachen ebenso Opportunitätskosten, Boyfriend macht happy); intrinsische Motivation auch beim Erwerb von Humankapital möglich

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Positive Konsequenzen des Sozialkapitals

  • Senkung marktwirtschaftlicher und unternehmerischer Transaktionskosten
  • Sicherung der Funktions- und Leistungsfähigkeit von Demokratien
  • sozialintegrative Leistungen in zunehmend individualisierten Gesellschaften
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Negative Konsequenzen des Sozialkapitals

  • Vorteile für Gruppenzugehörige sind mitunter Nachteile für Aussenstehende (Mafia)
  • Trittbrettfahrer-Problem: weniger erfolgreiche Gruppenmitglieder nützen die Solidarität der erfolgreicheren aus

 

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strukturelle Dimension

soziale Beziehungen:
Vereinsengagement, unbezahlte Tätigkeit, Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen

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kulturelle Dimension

zielt auf das zwischenmenschliche Vertrauen oder auf pro-sozialen Orientierungen und Normen der Gegenseitigkeit ab, welche aus sozialen Beziehungen erwachsen.
Nahbereichsvertrauen, Fremdvertrauen, Reziprozität, Toleranz

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brückenbildende versus abgrenzende Vereine

soziale Netzwerke, die unterschiedliche Menschen zusammenbringen, gelten als brückenbildende Verbindungen; abgrenzende Arten hingegen bringen Menschen zusammen, die einander in einigen wesentlichen Merkmalen (Alter, Geschlecht, soziale Klasse, Ethnizität usw.) ähnlich sind. Generalisiertes Vertrauen als Produkt von brückenbildenden Gruppen. Sportvereine, kulturelle Vereine und kirchliche Organisationen als Paradebeispiele für brückenbildende Vereine.

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isolierte versus verbundene Vereine

Organisation dann besonders verbunden, wenn sie über ihre jeweiligen Mitglieder eine Vielzahl an Anknüpfungspunkten zu anderen Vereinen aufweist, prosoziale Einstellungen in verbundenen stärker als in isolierten Vereinen gefördert.
religiöse Vereinigungen, Sportvereine und Gewerkschaften als isolierte Gruppen und Tierschutz- und Menschenrechtsvereinen wie auch Umweltbewegungen als Organisationen mit hohem Verbindungspotential