NFBF / Psyhopathologie

Psyhopathologie

Psyhopathologie


F. L.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über psychische Störungen und ihre Behandlung, geeignet für medizinische Fachkräfte. Sie decken Themen wie Depression, Angststörungen, ADHS, Schizophrenie und Borderline-Syndrom ab, sowie deren Diagnose und Therapieansätze wie Verhaltenstherapie und kognitive Verhaltenstherapie. Die Karteikarten behandeln auch organische Ursachen und neuropsychologische Störungen, sowie die Epidemiologie und Altersabhängigkeit psychischer Erkrankungen. Sie sind besonders nützlich für Medizinstudenten und Psychologen, die ihr Verständnis der Psychopathologie vertiefen möchten.
Flashcards
20
Students
0
Language
German
Category
Medical
Level
Other
Created / Updated
06.02.2018 / 06.02.2018

Flashcards

Altersabhängigkeit psychischer Störungen:

Welche Störungen treten in der mittleren Kindheit auf?

  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Emotionale Störungen
    • sozialer Rückzug
    • Schulängste, Schulphobie
    • depressive Reaktionen
    • (passagere) Zwangsphänomene
  • Somatisierungen
  • (passagere) Tics

Epidemologie (Krankheitslehre) ADS, ADHS, Hyperaktivität

 

Ca. 2-6% (200.000-600.000) der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwischen 6-18 Jahren sind von ADHS betroffen

Ca. 3-5% Prävalenz im Grundschulalter

Maximum im 7.-8. Lebenjahr

ca. 1-2% Prävalenz im Jugendalter

Wie erklärt die Verhaltenstherapie die Entwicklung von psychischen Störungen?

  • Lerntheoretische Ansätze
    • klassisches konditionieren
    • operante Konditionierung Modelllernen
  • Kognitive Theorien
  • Defizite sozialer Fertigkeiten
  • Psychobiologische Modelle (Diathese)
  • Komplexe integrative Modelle (z.B. Diathese-Stress)

Was ist das AMDP-System?

Das AMDP-System ist ein System zur standardisierten Erfassung und Dokumentation eines psychopathologischen Befundes.

Die psychopathologischen Symptome (Krankheitszeichen) bilden ein wichtiges Instrumentarium für die psychiatrisch/psychologische Diagnostik.

fMRI bei hypnotisch induziertem Schmerz

LRS (Lese-Rechtschreibstörung)

Primäre komorbide Störungen (begleitende Störungen)

  • andere schulishce Teilleistungsstörungen (z.B. Dyskalkulie bei 50% der LRS-Kinder)
  • Sprachentwicklungsstörungen 13-63%
  • Störungen der Visuomotorik und Feinmotorik
  • ADHS ca. 26-42%

Borderline (emotional instabile) Persönlichkeitsstörung

  • Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, selbstbild und in den Affekten
  • massive Angst, verlassen zu werden
  • mangelnde Impulskontrolle
  • unangemessene Wut und aggressive Durchbrüche
  • ausgeprägte Reaktivität der Stimmung
  • instabile Beziehungen
  • Selbstverletzungen
  • dauerhaftes Gefühl von Leere und Sinnlosigkeit

Phasen der Alkoholwirkung

  • Dämpfung: Hemmung von erregunssteigernder Glutamatwirkung und Steigerung von dämpfend wirkender Gamma-Amino-Buttersäure (GABA)
  • Erregung: Vermehrte Produktion von erregenden Neurotransmittern, Erhöhung der anzahl der Glutamatrezeptoren, reduzierte GABA-Produktion, vermehrte Anzahl von GABA Rezeptoren.

Asperger-Syndrm

 

  • Syntax und Vokabular gut
  • Inhalt abnorm, kein Verständnis
  • pedantischer Sprachstil
  • passiv, unangemessene Kontakte knüpfen
  • Auswahl nach Interessengebiet
  • schlecht motorische Koordination

Ausgewählte neuropsychologische Störungen

(Allen neuropsychologischen Erkrankungen liegt eine organische Erkrankung zugrunde)

  • Demenz
  • Aphasie (Sprachverlust)
  • Amnesie
  • Neglekt

 

Organische Ursachen: wichtige Erkrankungen

Schilddrüse (steuert den Grundumsatz/Energiehaushalt)

 

Unterfunktion: Antriebslosigkeit, Schwäche, Leistungsminderung, Gewichtszunahme, Frieren, Depressive Verstimmun, Verstopfung, rauhe Haut, Schwellung des Gesichts, verlangsamter Herzschlag

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS oder PTSD) <> Akute Belastungsreaktion

gemeinsame Charakteristika

  • belastendes Ereignis als ausschlaggebender Kausalfaktor
  • ohne Ereignis wäre die Störung nicht entstanden
  • erhebliche Beeinträchtigung der sozialen Leistungsfähigkeit

Die Akute Belastungsreaktion klingt im allgemeinen innerhalb von tunden oder Tagen ab!

Schizophrenie

  • Benennung von Eugen Bleuler 1911, Schweizer Arzt
  • alernativ oft auch Psychose genannt
  • zusammengesetzt aus den Wörtern; Schizo (spalt) gespalten
  • Phrenos (der Geist), das Bewusstsein
  • Fehlverstanden oft als gespaltene Persönlichkeit oder multiple Persönlichkeit

Kognitive Verhaltenstherapie

  • als wirksamstes und am besten validiertes Psychotherapieverfahren bei der Behandlung von Depression gilt die kognitive Verhaltenstherapie

Vorgehen innerhalb der kognitiven Verhaltenstherapie:

  • Aufbau angenehmer Aktivitäten
  • Abbau von Belastungen
  • Tagesstrukturierung

 

  • Korrektur Fehlerhafter Überzeugungen
  • Verbesserung des Sozial- und Kommunikationsverhaltens
  • Problemlösetraining

Manie

  • vermehrte Kontaktaufnahme (mangelnde Distanz)
  • Euphorische Sitmmung
  • vermehrte Sexualität
  • Humor
  • Grössenideen
  • Psychose (Wahn, Halluzinationen)
  • Mangelnde Einsicht
  • Verfolgungsideen (Paranoia)
  • Agression
  • Reizbarkeit
  • Vermindertes Schlafbedürfnis / Auffälige Kleidung

Behandlung von Ängsten und Phobien in der Kindheit

  • verschwinden meist von selbst während der Entwicklung
  • Konfrontation
  • Modelllernen
  • Einbeziehen und Rückmeldung; initiierte Gruppenspiele, miteinbezug des Kindes
  • Situationsgebundene Rückmeldung über positives Verhalten in der Interaktion

 

Systematik des Expositionsverfahrens

Verhaltenstheoretische und kognitive Theorien

  • Zwangsgedanken und Handlungen als erlerntes Verhalten
  • zwanghafte Kontrollmassnahmen reduzieren Angst vor einem Unglück -> reduzierung der Angst
  • anderer ansatz; Kontrollzwänge resultieren aus Gedächtnisschwäche
  • meisten Menschen haben unerwünschte Vorstellungen -> gleichen den Zwangsgedanken-> verstärken sich bei Belastungen -> Auslösung von Besorgnis -> Anstieg der Angst

Psychiatrische Notfälle - Kennzeichen

  • Unmittelbarer Handlungszwang zur Abwendung von Lebensgefahr oder von anderen schwerwiegenden Folgen
  • Erfordert eine sofortige, an der akuten Symptomatik orientierte, gezielte Therapie, um eine Gefahr für die Gesundheit de Patienten und evtl. anderer Personen abzuwenden
  • Zustand meist auf dem Boden einer psychiatrischen Erkrankung

Depression und Suizidalität

Indikationen für akute Suizidgefahr:

  • drängende Suizidgedanken
  • grosse Hoffnungslosigkeit und starke Schuldgefühle
  • starker Handlungsdruck (ich halte das nicht länger aus)
  • massive narzistische Kränkung
  • starke Impulsivität (erhöhte Gefahr bei Dogen-oder Alkoholkonsum)
  • offene und verdeckte Ankündigung von Suizid (es wird aufhöhren so oder so...)
  • Patient reagiert gereizt, aggressiv oder ist agitiert
  • konkrete Suizidpläne oder Vorbereitung

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